Aufnahme: 2024
Familienglück bei den Blaumeisen
Ein hartes Stück Arbeit: Schon im Januar und Februar (links oben) wurde der Nistkasten gründlich inspiziert, bevor das Weibchen mit dem Nestbau begann. Mitte April legte es seine Eier ins Nest und bebrütete sie. Dabei wurde es vom Männchen wie schon bei der Balz gefüttert. Eine Blaumeise kann zwischen 6 und 12 Eiern legen. 16 bis 22 Tage dauert die Nestlingszeit.
Im Mai flogen Mutter und Vater Blaumeise mit Babynahrung aus Raupen und Schmetterlingen, aber auch Spinnen und Hautflüglern zur Fütterung der "Raubtiere", deren ungeduldiges Piepsen allmählich kräftiger wurde. Mitte Mai war Fütterungshochsaison im Minutentakt, allerdings auch immer wieder mit werbenden Lockrufen der Eltern, damit die Jungen das Höhlendasein bald beenden. Statt hineinzuschlüpfen (Bild rechts) konnten sie manches Nahrungspaket am offenen Fenster abgeben. Dann war es soweit: Das erste Blaumeischen wagte einen vorsichtigen Blick aus der Luke in die weite Welt, und kurz darauf den ersten Flügelschlag ins Grüne... Die anderen folgten recht zügig. Aber auch außerhalb des Nests werden die Eltern noch eine Zeitlang alle Schnäbel voll zu tun haben, um die kleinen hungrigen Mäuler zu stopfen.
Bild unten: Im Mai 2025 fanden sich im schon länger nicht mehr versorgten Nest einer Blaumeise ein paar typisch rötlich-braun gesprenkelte spindelförmige und, wie man beim Vergleich mit einer Büroklammer sieht, recht kleine Eier.
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