Aufnahme: 2024

Die zweite Kohlmeisen-Brut in diesem Jahr

hat es sich lange in den anhaltenden Regenwochen im Juni im Nistkasten gut gehen lassen. Pünktlich mit den warmen Sonnenstrahlen kam der Ruf in die Freiheit. Die Eltern saßen schon seit Tagen immer wieder auf den Ästen um den Kasten herum und lockten ihre Brut mit lautem Piepen und schwirrenden Flügelschlägen ins Freie. Mit hochgereckten Köpfchen und weit aufgesperrten Schnäbelchen rückten die Kleinen Stückchen für Stückchen näher ans Loch zur Welt da draußen, blinzelten noch skeptisch ins Taglicht, wurden zum ersten Mal von der Sonne geküsst, dabei schien der Hunger der nimmersatten Federbällchen fast unstillbar. Ein letztes Windelpaket wurde von Vater- oder Mutter-Meise aus dem Häuschen mit nach draußen genommen. Und dann passierte es: Der erste Federball traute sich zu abzuspringen - die anderen beiden folgten rasch.

Die erste Landung auf der Fensterbank war nicht ganz sanft, aber der Weg zum Ästchen im Laubversteck war nicht mehr weit. Und die Eltern waren auch da noch zur Stelle und brachten ihre Care-Pakete, bis sich die Kleinen demnächst selbst versorgen können. Bis zu drei Bruten im Jahr haben Kohlmeisen, und danach sind sie reif für Erholungsurlaub.

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