Aufnahme: 2023
Blökende Frühlingsidylle in Döttscheid
Eine muntere Herde aus Schafen (Coburger Fuchsschafe und Texel) und Ziegen (Thüringer Waldziegen und Burenziegen) lässt es sich Ende April in den Döttscheider Wiesen gutgehen. Die ca. 400 Tiere der Schäferei Rheinblick werden bei der Natur- und Landschaftspflege im Gebiet "Chance 7" , dem Naturschutzprojekt des Rhein-Sieg-Kreises und der Bundesstadt Bonn, zur Entbuschung und Freihaltung wertvoller Brachflächen wie hier in Döttscheid eingesetzt, um die Biodiversität zu erhöhen.
Zum Einsatz auf den Streuobstwiesen eignet sich die gemischte Herde nicht, da bei den Ziegen auch die Rinde der alten Obstbäume auf dem Speisezettel steht.
Die Hütehunde halten die Tiere beieinander und passen Tag und Nacht auf die Herde auf.
Sorgen bereiten dem jungen Schäferpaar nicht so sehr die vierbeinigen als vielmehr die zweibeinigen "Wölfe", wie sie sagen. Am Morgen dieses Tages hatten sie ihre Herde nicht zum ersten Mal außerhalb der Umzäumnung herumirrend vorgefunden, nachdem nachts jemand den Strom für den Sicherheitszaun gekappt und den Zaun aufgeschnitten hatte. Man kann nur spekulieren, wer und mit welchen Motiven jemand so etwas tut.
Die kleine Ziege ist äußerst neugierig und frisst besonders gern Kletten, die aber an der anderen Straßenseite wachsen.
Mehr zum Projekt Chance 7 - siehe 1. Link unten
Zwei Wochen vorher musste diese Herde mit ihrem Wanderschäfer Johannes Bois einen ganz besonderen Weg nehmen - nämlich per Fähre über den Rhein zum Ennert, für Schäfer und Herde eine erst- und einmalige Erfahrung - siehe Bericht im General-Anzeiger im 2. Link unten
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