Aufnahme: 2023
Turmfalke hält Ausschau in der Fichte
Diese schlanken, taubengroßen Beutegreifer sind leicht am Rütteln in der Luft zu erkennen bei ihrer Jagd auf Mäuse oder andere Kleinnager, die sie dann im Sturzflug erbeuten. Wenn es nicht genug Mäuse gibt, fressen sie auch Regenwürmer und Vögel. Nach dem Bussard sind Falken die häufigste einheimische Greifvogelart. Falken mit ihrer gelben Wachshaut am Auge und den gelben Füßen bauen keine eigenen Nester, sondern besiedeln gern Fels- oder Mauernischen z.B. in Kirchtürmen und suchen verlassene Nester von Elstern und Krähen auf. Das Weibchen brütet Mitte April bis Mitte Mai. Bis die Jungen selbständig jagen können und das elterliche Revier verlassen, vergehen nach dem Schlüpfen ca. 8 Wochen. In dieser Fichte in einem Ittenbacher Garten brütet das Pärchen schon seit mehreren Jahren. Falkenpärchen bleiben lebenslang zusammen und können ca. 15 Jahre alt werden.
Beim Futteranflug aufs Nest ruft das Männchen einen hellen kikiki- oder tititi-Ruf, auf den sich der wissenschaftliche Name falco tinnunculus bezieht, der soviele wie „klingender Falke" bedeutet.
Das Weibchen (Bild oben) ist deutlich stärker mit dunklen Flecken gemustert als das Männchen (unten) mit seinem grauen Kopf, dem rötlich-braunen Rücken und den dunklen Schwanzspitzen.
Während der Fütterungspausen widmet sich das Männchen ausgiebig seiner Gefiederpflege.
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