Aufnahme: 2022

Bunter Trommler

Der wissenschaftliche Name des schwarz-weiß-rot gefärbten Buntspechts mit der gelb-gräulichen Bauchfärbung, Dendrocopos major, heißt übersetzt Großer Baum-Hämmerer.

Er hämmert übrigens nicht, wie man meinen könnte, um Nahrung aus der Baumrinde aufzunehmen, sondern das schnelle Hämmern ist seine "Sprache", mit der er sich in seinem Revier vernehmen lässt, und hämmernd geht Männchen und Weibchen ab dem Winter, v.a. im frühen Frühjahr auf Partnersuche. Zum Trommeln sucht sich der Specht einen resonanzfähigen Ast, gern einen Hohlbaum, damit er sich gut bemerkbar macht.

Das Männchen ist am roten Fleck im Genick erkennbar, der beim Weibchen fehlt. Der Jungvogel trägt einen leuchtend roten Scheitel.

Seine Nahrung sucht der Buntspecht v.a. an alten Bäumen und im Totholz von Eichen-, Buchenmisch- und Nadelwäldern: Insekten und Larven, Samen und Früchte, bisweilen sogar Vogeleier und Jungvögel. In den letzten Jahren hat er sich auch bei uns im Siebengebirge üppig von Borkenkäfern ernähren können.

Im Winter verschmäht er auch Futterhäuschen und Meisenknödel nicht, wie hier im Ittenbacher Garten.

Seine Bruthöhle zimmert der Specht in Baumstämme, in der das Weibchen 5 - 7 Eier ausbrütet.

Der Hämmerer ist zugleich ein Schmied: Er hackt im Winter ein Klemmloch in einen Ast oder Stamm, um darin Nüsse oder Zapfen festzuklemmen und so besser an die Nahrung heranzukommen - eine sog. Spechtschmiede.

Mittel- und Kleinspecht sind ähnlich gefärbt, aber kleiner als der 23 - 26 ca große Waldvogel.

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