Aufnahme: 2017
Kranichschwärme am herbstlichen Ölberghimmel
"Anders als die Deutsche Bahn lassen sich die Kraniche auch vom stürmischen Wetter nicht beeindrucken. Auf sämtlichen Zugrouten herrscht weiter dichter Flugverkehr. Wo der Himmel aufreißt, bestehen gute Chancen, ziehende Kraniche zu sehen – zu hören sind sie allemal." So nachzulesen in den aktuellen Nabu-News zum Kranichflug 2017 - s.u.
In den letzten Oktobertagen haben sich große Kranichschwärme mit den Herbststürmen auf den Weg gen Süden gemacht, hauptsächlich Richtung Iberische Halbinseln und Afrika. Sie überfliegen vor allem Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Für Zehntausende der Glücksvögel liegt auch das flächenmäßig kleine Saarland mitten auf ihrer Route Richtung Frankreich und Spanien.
Interessant ist auch, dass sich immer einmal wieder neue Flugrouten bilden: "Kraniche haben keine genetisch fixierten Zugwege. Expertinnen wie Miriam Hansbauer vom bayrischen NABU-Partner LBV nehmen an, dass die allgemeine Ausdehnung des Brutareals sowie der Klimawandel mit zu den neuen Zugrouten beitragen: `Es ist inzwischen bekannt, dass erfahrene Altvögel Informationen über Zugrouten weitergeben und somit andere Kraniche dazu veranlassen können, mit ihnen auf neuen Wegen zu ziehen.´"
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