Eingang zu den Ofenkaulen - ein geschichtsträchtiger Ort in Kriegszeiten - heute Sommerstation und Winterquartier für acht Fledermausarten

Aufnahme: 2008

Eingang zu den Ofenkaulen - ein geschichtsträchtiger Ort in Kriegszeiten - heute Sommerstation und Winterquartier für acht Fledermausarten

In den Ofenkaulen im Naturschutzgebiet Siebengebirge wurde früher Tuffstein für Bäckerei-Backöfen abgebaut. Auch der 1933 gebaute Backofen der Ittenbacher Bäckerei Blesgen war aus diesem Gestein (siehe Link unten).
Ende des Zweiten Weltkriegs wurden die unterirdischen Räume als Versteck für Rüstungsbetriebe genutzt, ca. 400 Zwangsarbeiter – Männer und Frauen, Kriegsgefangene v.a. aus Italien und Osteuropa – mussten hier unter unmenschlichen Bedingungen in 12-Stunden-Schichten an der Produktion von Jagdflugzeugen arbeiten.
In den letzten Kriegswochen, nachdem die Amerikaner über die Remagener Brücke ins Siebengebirge vorrückten, haben hier hunderte Königswinterer Bürger Schutz vor den Kriegskämpfen gesucht.
Die Türen sind heute aus Naturschutz- und Sicherheitsgründen verschlossen und lassen nur für die Fledermäuse Schlupflöcher offen.

Auf der unten anzuklickenden Homepage des Bonner Arbeitskreises für Fledermausschutz (BAFF) findet man weitere Informationen über Fledermäuse und Links zur Geschichte der Ofenkaulen und zur Geschichte des Backofens.

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