Aufnahme: 1930

Der Förster und Hegemeister Karl Magnus Grunow hat ein Wildschwein erlegt

Das Foto wurde am 13. Dezember 1930 am Laagshof aufgenommen.

In der Ittenbacher Schulchronik (Raum "Schriften", S. 123) findet sich folgender Eintrag zum 7. September 1933:

"In diesen Tagen feierte der Hegemeister a.D. Grunow auf Gut Laagshof in geistiger u. verhältnismäßig körperlicher Frische seinen 85. Geburtstag. Nach Hn Reichspräsidenten ist er der älteste Jäger Deutschlands. Vor 2 J. schoß G. mit zielsicherer Hand noch einen Keiler. 
v. Hindenburg sandte ihm bei Gelegenheit seines 80. Geburtstages ein herzl. Schreiben. Lange führte er den hiesigen Kriegerverein."

Ende des 19. Jahrhunderts war Hegemeister Grunow mit seiner Frau ins Forsthaus Stöckerhof gezogen, wo er bis Anfang 1908 tätig war. Sein Nachfolger auf dem Stöckerhof im Februar 1908, von wo das Ehepaar Grunow auf den Laagshof zog, war laut Echo des Siebengebirges Förster Proeser.

Im Echo des Siebengebirges vom 18. April 1929 steht:

"Die früher im Forsthaus Stöckerhof jetzt Laagshof wohnenden, sich allgemeiner Hochachtung erfreuenden Eheleute Hegemeister a.D. Grunow und Frau Eva Grunow geb. Volkmuth feiern am Montag, den 22. April das seltene Fest der Goldenen Hochzeit. Im Jahre 1897 kam der Jubelbräutigam als staatlicher Hegemeister nach hier und erwarb sich als solcher große Verdienste um die Hebung der Forstwirtschaft im Siebengebirge. Die Gemeinde Ittenbach wird es sich gewiss nicht nehmen lassen, dem Jubelpaare zum Goldenen Hochzeitsfeste besondere Ehrungen darzubringen."

Karl Magnus Grunow starb am 16. Mai 1935 im 87. Lebensjahr, seine Frau Eva Maria Grunow geb. Volkmuth am 10. März 1936 im 82. Lebensjahr, wie die Todesanzeigen im Echo des Siebengebirges belegen.

Der Essener Zeitungsverleger Wilhelm Girardet hatte den Laagshof 1905 zusammen mit Ackerland, Wiesen und Wald vom Grafen von Nesselrode erworben und ihn zu einer großen dreiflügeligen Anlage erweitern lassen. Er besaß hier sein eigenes Jagdrevier.
In der Ittenbacher Schulchronik ist nachzulesen:
"Es sei noch erwähnt, daß Herr Kommerzienrat W. Girardet aus Essen, der Besitzer des herrlichen Feuerschlößchens in Honnef, sowie der Kronprinzlichen Villa in Bonn durch Ankauf des Laaghofsauf die Verhältnisse Ittenbachs entscheidend eingewirkt hat. Er hat, wie der Verschönerungs-Verein im oberen Teil der Gemeinde, im unteren seinen Besitz durch Ankauf (sehr teuer) von abgelegenen Waldparzellen arrondiert und beabsichtigt nicht, in die Ittenbacher Ackerflur einzuschneiden, denn sein Ackerboden liegt durch Waldparzellen von ihm getrennt. Er hat den Weg von der Pastorat bis nach Aegidienbergs Grenze hin in vollkommener, schöner Weise auf seine eigenen Kosten, zwar auch an erster Stelle zu seinem Nutzen, aber auch zu nicht minder großem Werte für die Gemeinde als Verbindungsweg nach Aegidienberg, ausgebaut und stellt momentan in ebenso selbstloser Weise eine kostspielige Brücke über den Laagsbach her, wodurch der Verbindungsweg erst an Wert und Bedeutung gewinnt." (Schulchronik ab 1885 im Raum Schriften, S. 43)

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