Aufnahme: 2001
Das neue Regenrückhaltebecken in der Nähe von Ruttscheid
Die Siebengebirgs-Zeitung berichtete
"Hochwasserrückhaltebecken wurde vorgestellt
Gerade die Bäche aus dem Siebengebirge können bei entsprechenden Niederschlägen bedrohlich schnell ansteigen und dann weiter bachabwärts gefährliche Überflutungen hervorrufen. Daher hatte der Wasserverband im Rhein- Sieg-Kreis bereits vor 26 Jahren am Zusammenfluss des Rottbaches, des Elsterbaches und des Döttscheider Baches Hochwasserrückhaltebecken errichtet. Dabei hatte man die Möglichkeit genutzt, den bereits vorhandenen Damm der Autobahn gleichzeitig als Staudamm zu nutzen und somit einen wirksamen Rückhalteraum von insgesamt ca. 10000 Kubikmeter geschaffen. Schon bald darauf wurde aber erkannt, dass dies nicht ausreichte, um Überflutungsschäden in den weiter unterhalb gelegenen Bach abschnitten des Rottbaches und "des Lützbaches bis hin zu seiner Einmündung in den Pleisbach bei extremen Hochwassern zu verhindern. Dazu hatte sich aber der Wasserverband die Option einer späteren Erweiterung des Stauraumvolumens mit Hilfe von zusätzlichem Geländeabtrag mit einer Beckenvergrößerung offen gehalten.
Im direkten Zusammenhang mit dem Neubau der ICE-Trasse hat der Wasserverband nunmehr den für einen ausreichenden Hochwasserschutz erforderlichen Stauraum verwirklichen können. Eigentlicher Anlass dazu war die von der Deutschen Bahn geplante prarallele Führung der ICE-Trasse direkt entlang der Autobahn, was für das vorhandene Hochwasser- Rückhaltebecken eine vollständige Zerschneidung bedeutete und somit die Planung eines neuen Beckens oberhalb der ICE-Trasse bedingte. Der Wasserverband ging daraufhin schon im frühesten Planungsstadium von der Neuerrichtung des Hochwasser- Rückhaltebeckens mit einer Stauraumerweiterung bis auf 38000 Kubikmeter aus. Dazu mussten ca. 78000 Kubikmeter Boden abgetragen werden. Dadurch wurde ein nochmaliger gravierender Eingriff in Natur und Landschaft zu einem späteren Zeitpunkt vermieden. Das Land steuerte zu den Kosten 55 Prozent zu. Die Arbeiten begannen im Frühjahr 2000 und werden jetzt beendet. Die Begrünungsmaßnahmen mit standortgerechten Gehölzen folgen im Herbst und Winter.
Nach endgültiger Abnahme der Arbeiten wird der Verband dann das neue Hochwasser- Rückhaltebecken in seine Unterhaltung übernehmen. Verwirklicht ist dann ein Projekt, dass den Wasserverband und sein Mitglied, die Stadt Königswinter, von den Sorgen der Hochwassergefährdungen an Rottbach und Lützbach von Ruttscheid an bis durch Oberpleis hindurch gravierend befreit. Dies alles trug der Geschäftsführer des Verbandes, Hermann Meierhenrich, bei der offiziellen Übergabe des Behälters vor. Landrat Frithjof Kühn stellte das Projekt in seiner Eigenschaft als Verbandsvorsteher des Wasserverbandes Rhein-Sieg-Kreis der Presse und der Öffentlichkeit vor. Der Standort des neuen Hochwasser-Rückhaltebeckens befindet sich in der Nähe der Ortschaften Ruttscheid und Döttscheid."
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