Aufnahme: 1982
Ittenbach hat eine Naherholungszone
Die Siebengebirgs-Zeitung berichtete:
„Jeder Mensch hat ein Fleckchen, das er stolz seine Heimat nennt. Und so haben wir ein kleines Dörfchen, Ittenbach ein jeder kennt." Dieses Lied sang am Sonntagvormittag der Ittenbacher Männerchor „Eintracht“ anläßlich der Übergabe der ersten Ittenbacher Erholungszone, die im Zusammenhang mit der Kläranlage geschaffen wurde.
Mehrere hundert Ittenbacher, Groß und Klein, hatten sich bei strahlendem Sonnenschein „Im Tälchen" eingefunden, um mitzufeiern, wenn Bürgermeister Günter Hank das Band in den Farben der Stadt durchschneiden würde. Rolf Görres, Vorsitzender des Ittenbacher Verkehrs- und Verschönerungsvereins, gedachte in seiner Eröffnungsansprache der Männer des alten Ittenbacher Gemeinderates, die zum ersten Male den Plan einer Ittenbacher Naherholungszone verfolgten, der nun von der neuen Stadt Königswinter verwirklicht wurde. „Eine gute Tat der Ratsvertreter zum Wohle der Gemeinschaft", betonte Görres. Bürgermeister Hank begrüßte in seiner humorvollen Ansprache nicht nur die vielen Ittenbacher, darunter auch der „Ittenbacher Polizeipräsident“, sondern auch die Kühe, Pferde und Schafe, die von den anliegenden Weiden dem bunten Treiben zuschauten. Hank zog einen Vergleich zwischen dem Tal- und dem Bergbereich der Stadt: Es sei zwar im Tal alles einige Wochen früher, die Pflaumen seien in Königswinter früher reif und wenn im Frühling am Rhein die ersten Blumen blühen, rutsche man in Ittenbach noch bei Glatteis aus, aber am heutigen Morgen habe Petrus den Ittenbachern ein Geschenk zur Einweihung der Erholungszone gemacht. Im Tal herrsche dichter Nebel und hier oben scheine eine wärmende Sonne, freute sich Hank. Tische und Bänke wurden aufgestellt, die teils von Ittenbacher Einwohnern gestiftet worden waren. Zur Verschönerung der morgendlichen Feierstunde trugen auch die Ittenbacher Chöre bei. Die Pfadfinder veranstalteten ein Seifenkistenrennen und alle durften in einem Planwagen, der von geschmückten Pferden gezogen wurde, eine Fahrt durch die neugeschaffene Naherholungszone machen.
„Zu einer Naherholungszone gehört nicht nur Grün, sondern auch Blumen“, erklärte Schulleiter Heinrich Hillen. Als Blumenkinder verkleidet verteilten Ittenbacher Schulkinder Spätsommerblumen an die Gäste der Feierstunde. Die Idee zu dieser Aktion hatte der Förderverein der Grundschule. Über 200 Rosen und Dahlien wurden verschenkt. Nach dieser Erholungszone wird Ittenbach nun noch einen schöneren Busbahnhof und einen schöneren Kirchvorplatz erhalten. Dann sei Ittenbach die Krone in der Stadt, wertete Bürgermeister Hank diesen Königswinterer Stadtteil auf.
Übrigens: Den Text des Ittenbacher Heimatliedes und auch Noten dazu finden Sie im Museum in der Galerie "Ittenbacher Heimatlied"
Etwas zu ergänzen?
Kennen Sie abgebildete Personen, das Jahr oder Hintergründe zu diesem Bild? Schicken Sie uns einen Hinweis – wir prüfen ihn und ergänzen das Objekt.