Aufnahme: 1971

Im Laagshof wurde eine Reithalle ihrer Bestimmung übergeben

Die Stadt Königswinter hat nun zwei Reitsportzentren. Nach Rübhausen bei Oberpleis wurde Anfang November ein zweites Reitsportzentrum mit einer neuen Reiterhalle, die 45 Meter lang und 25 Meter breit ist, feierlichst seiner Bestimmung übergeben. Sechs Reitsportfreunde haben in zweimonatiger Bauzeit diese Halle erstellt. Außer der Stahlkonstruktion wurde die Halle in Eigenleistung errichtet. Zur Eröffnung hatten sich zahlreiche Ehrengäste eingefunden. Fast einen Kilometer lang war die Autoschlange auf der schmalen Zufahrtsstraße.
Besitzer der Halle ist Fritz Büllesfeld jr. Fritz Büllesfeld Sen. begrüßte die zahlreichen Gäste mit dem stellvertretenden Bürgermeister Schmidt-Küster. Ein Wunschtraum von Fritz Büllesfeld war es, die Stunde zu erleben, bei der die Halle seines Sohnes ihrer Bestimmung übergeben wurde. Sein Wunsch ging in Erfüllung. Aus diesem Grunde sprach er auch die Begrüßungsworte. Fritz Büllesfeld Sen. dankte den Reitsportfreunden, die in uneigennütziger Weise die Halle erstellten.

Der stellvertretende Bürgermeister, Dr. Schmidt-Küster, durchschnitt das weiße Band. Das zweijährige Enkelkind von Fritz Büllesfeld Sen. ritt mit seinem Vater zum Eingang der Halle und sah dem Bandzerschneiden zu. Dr. Schmidt-Küster sprach Worte des Glückwunsches der Stadt Königswinter an die Familie Büllesfeld aber auch an alle Reiterinnen und Reiter, die im Laagshof in Ittenbach ihren Lieblingssport betreiben wollen. Der seinerzeitige Plan, diese Reiterhalle am Gertrudenhof zu errichten, wurde vom Rat der Stadt abgelehnt. „Der Laagshof bietet eine viel bessere Lage." Dies wurde einmütig von allen Anwesenden bestätigt. Schmidt-Küster wünschte allen Reitsportfreunden frohe Stunden und sportliche Erfolge.

Eröffnet wurde die Feierstunde mit einem Jagdhornsignal. Eine Jugendreiterabteilung zeigte ihr sportliches Können. Den zehn jugendlichen Reitern, die bereits in einem im Laagshof durchgeführten Reiterkursus ihre Jugendreiterprüfung abgelegt hatten, wurden nach einer Vorführung die Siegerschleifen in den verschiedensten Farben überreicht. Die erfolgreichen jugendlichen Reiter, fast alle aus dem Stadtgebiet Königswinter, waren: Claudia Koch auf „Odin", Andrea Koch auf „Radetta", Heinrich Gerlach auf „Gisela", Sabine Lamsfuß auf „Adda", Marietta Storck auf „Marlon", Dagmar Domke auf „Radetta" , Bernd Stockhausen auf „Grande", Inge Kochanski auf „Odin", Brigitte Krautscheid auf „Anja" und Gisela Gerlach auf ihrem Namenspferd „Gisela". Richter waren die bekannten Reiter Siemonsmeier und Wald.

Herr Riepe vom Wiesbadener Reitklub führte ein Dressurreiten der Klasse L vor. Viel Beifall erhielt Walter Feldmann vom Aegidienberger Gestüt Feldmann mit seinen sieben „Island-Pferden" aus dem hohen Norden. Er führte mit seinen Pferden und Reitern eine hervorragende Quadrille vor. Mehr als 30 Reiterinnen und Reiter aus dem gesamten Königswinterer Stadtgebiet zeigten ein Springreiten der Klasse A. In der Pause wurden bei einer reichhaltigen Verlosung viele Reitgegenstände verlost. Zu Beginn der Eröffnungsfeier gab es für alle Gäste einen Schnaps-Willkommenstrunk, gereicht von zwei hübschen jungen Reitamazonen. Nach der Veranstaltung fand in der neuen Reithalle ein Reiterball statt.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 46 vom 12. 11. 1971
Zur Verfügung gestellt von
Paul Winterscheidt
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