Am Ölbergweiher

Aufnahme: 1938

Am Ölbergweiher

"Der Weiher, vor dem ich stehe, ist nicht zu sehen, weil er tiefer liegt und die Sicht durch Büsche verdeckt ist", schreibt der Ittenbacher Heimatdichter Manfred Wilhelmy. "Zu der Zeit, als das Foto gemacht wurde, war die schroffe Felswand ein Stück weiter vom Ölberghaus entfernt, als das heute der Fall ist. Der fehlende Teil des Basaltkegels ist dem Abtrag des Gesteins durch den ehemaligen Steinbruch geschuldet. Die weitere Abtragung von Gestein wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts untersagt.
Das Gestein an der Wand besteht nicht aus homogenem Felsgestein, sondern senkrecht stehenden Basaltsäulen, zwischen denen zwar winzig enge, aber immerhin so geartete Fugen bestehen, die das Eindringen von Wasser ermöglichen. Das hat zur Foge, dass eingedrungnes Wasser bei strengem Frost die Fugen aufweitet und schliesslich dafür sorgt, dass eine ganze Felswand mit Getöse abstürzt. Das wiederum hat zur Folge, dass die Bergkuppe sich verkleinert und die Felswand sich immer weiter zum Ölberghaus hin bewegt.
Von meinem Standpunkt aus geht der Blick zum "Sonnenaufgangsblick"."

Zur Verfügung gestellt von
Manfred Wilhelmy
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