Aufnahme: 1889
Ein paar Einblicke in die Geschichte vom Laagshof
Bis 1889 gehörte der Gutshof Herrn Josef Derichsweiler bzw. Dierichsweiler. Mit seinen Kinder bietet der das Gut im Januar 1889 "theilungshalber" zum Verkauf bzw. zur Versteigerung an. Im März lässt er wegen "Aufgabe der Ackerwirtschaft" auch sein "sämmtliches Mobilar, Ackergeräte und Futtervorräthe" versteigern.
Käufer des Gutshofes wird Franz Merkens. Der stand schon in den in den 1870er Jahren im Echo des Siebengebirges als „Kaufmann in Cöln“, der in der Gemeinde Honnef und Königswinter einiges an Grundbesitz hatte und auch in Ittenbach regelmäßig Holzschläge (z.B. Rothtannen, Loh- und Winterholz, Weinbergs- und Bohnenstangen) zum Kauf anbot.
Am 25.6.1892 wird er in der Zeitung als „Merkens Franz zu Laagshof“ bezeichnet. Er gehört in den folgenden Jahren zu den Landwirten in Königswinter, „deren Zuchtstiere von der Körkommission zur Bedeckung fremden Viehs als geeignet befunden worden sind“, also zur Zucht zugelassen wurden. Am 5.3.1898 bietet die „Merkens´sche Gutsverwaltung“ per Annonce „Verdingung“ an, also Arbeitsangebote für den Neubau einer Scheune und eines Stallgebäudes auf Laagshof.
Am 28.2.1905 berichtet das Echo des Siebengebirges: „Königswinter, 27. Febr. Der bisher dem Herrn Franz Merkens zu Cöln gehörige, in der Gemeinde Ittenbach gelegene Gutshof Laagshof ist durch Kauf in den Besitz des Grafen von Nesselrode zu Honnef übergegangen. Der Kaufpreis beträgt 95 000 Mark. Die Gemeinde Ittenbach erhält dadurch einen schönen Betrag Umsatzsteuer, der ihr in Anbetracht ihrer finanziellen Lage sehr zu statten kommt.“
Am 5.9.1905 ist in dieser Zeitung zu lesen: „Ittenbach, 4. Sept. Der Besitzer des Feuerschlößchens in Honnef, Herr Geradet (Anm.: Wilhelm Girardet), erwarb das Gräflich Nesselrode'sche Gut Laagshof hierselbst, wie verlautet zum Preise von 140 000 Mk. Gleichzeitig erwarb derselbe zur Abrundung des angekauften Besitzes von dem Kaufmann Heinrich Neu aus Cöln 34 Morgen Acker-, Wiesen- und Waldparzellen zum Durchschnittspreise von 800 Mk. pro Morgen. Die Bemühungen des neuen Besitzers um eine sichere Wasserversorgung durch Anschluß an die hiesige Wasserleitung hatten noch keinen Erfolg, weil man für einen so großen Betrieb nicht Wasser genug zu haben glaubt und dann die Dorfbewohner, die unter großen Opfern die Leitung angelegt haben, geschädigt würden.“
Weitere Infos im Museum zu Wilhelm Girardet und Laagshof finden Sie im Link unten
Etwas zu ergänzen?
Kennen Sie abgebildete Personen, das Jahr oder Hintergründe zu diesem Bild? Schicken Sie uns einen Hinweis – wir prüfen ihn und ergänzen das Objekt.