Aufnahme: 1987

Verdienstkreuz für Karl-Heinz Görres

Die Siebengebirgs-Zeitung berichtete:

„Karl-Heinz Görres ist ein Mann der ersten Stunde. Seit dem 9. November 1969 gehört er ununterbrochen - und dies mit großem Engagement - dem Stadtrat von Königswinter an.  "Mit diesen Worten würdigte Bürgermeister Günter Hank im Zentrum für Arbeitnehmerbildung der CDU in Niederdollendorf die Verdienste des CDU-Kommunalpolitikers, dem Vizelandrat Dr. Wim Nöbel das Bundesverdienstkreuz überreichte, das ihm der Bundespräsident Dr. Richard von Weizsäcker bereits im August verliehen hatte. Den Antrag zu diesem Verdienstkreuz für Karl-Heinz Görres stellte sein CDU-Freund Franz Riscop. Dr. Wim Nöbel würdigte mit dieser Auszeichnung die Verdienste, die sich Görres aufgrund seiner vieljährigen Mitgliedschaft im Rat der Stadt erworben hat zum Wohle der Stadt und seiner Bürger. Während dieser nunmehr 18jährigen Tätigkeit gehört und gehörte er verschiedenen Ausschüssen und Gremien an. Nöbel nannte den Finanzausschuß, den Hauptausschuß, den Planungs- und Umweltausschuß sowie den Bau- und Verkehrsausschuß. In diesem letztgenannten Gremium des Stadtrates führt er sogar den Vorsitz.  

Aufgrund seiner vielseitigen beruflichen Erfahrung als Ingenieur und Architekt widmet sich Görres insbesondere städtebaulichen und planerischen Fragen. Auf dem planerischen Sektor wirkte er aufgrund seiner fachkundigen Mitarbeit bei der Aufstellung und Verwirklichung von Teil und Gesamtbebauungsplänen wesentlich an der geordneten städtebaulichen Entwicklung der Stadt Königswinter mit. Auch auf dem Bausektor konnten durch seine maßgebliche Mitwirkung zahlreiche wichtige Hoch- und Tiefbauvorhaben ausgeführt werden. Nöbel in seiner Laudatio weiter: „Ebenso bei der Lösung vielfältiger Verkehrsprobleme setzte er wichtige Impulse in Fragen der Verkehrssicherheit, der Verkehrsberuhigung und der Verbesserung des Individual- und öffentlichen Nahverkehrs. Mit besonderem Engagement setzte er sich für die Anlegung des Ittenbacher Busbahnhofes ein. 

Görres ist seit 1981 stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion und leitet seit 1974 deren Arbeitskreis „Bau- und Planung". Darüber hinaus gehört er seit 1977 dem Vorstand des CDU-Stadtverbandes Königswinter an. Bürgermeister Hank nahm bei seiner Glückwunschansprache für sich in Anspruch der Anwesende zu sein, der den neuen Bundesverdienstkreuzträger am längsten kennt. Gemeinsam wurden sie im Krankenhaus zu Königswinter geboren, sie besuchten gemeinsam den Kindergarten und waren zusammen „Schellemännchen" bei den Prozessionen. Doch mit dem Beginn der höheren Schulausbildung trennten sich ihre Wege bis zur berühmten Geburtsstunde der neuen Stadt Königswinter am 9. November 1969. Hank würdigte in seiner Rede dann aber weniger die kommunalpolitische Tätigkeit seines Freundes, sondern wies darauf hin, daß Karl-Heinz Görres es auch war, der Kommandant bei den Ittenbacher Blau-Weißen Funken gewesen ist, die leider heute nicht mehr bestehen. „Möge uns Karl-Heinz noch recht lange erhalten bleiben".  

Franz Riscop hatte die Freude, die Glückwünsche der CDU, SPD, Unabhängige, Bürgergemeinschaft und der FDP zu überbringen. Riscop betonte, daß Görres viele Planungen  kostenlos erstellte und im übrigen viele kostensparende Ideen im Rat vorbrächte. Die Glückwünsche der CDU überbrachte Herbert Krämer, der an die beiden Hobbys von Görres erinnerte: Der erste FC Köln und das Kochen. Und für dieses letztgenannte Hobby brachte er ihm als Geschenk eine Schürze mit.  

In seinen Dankesworten erklärte Görres, daß all seine Verdienste nur durch die Aktivität der Bevölkerung möglich gewesen seien.

Bildunterschrift: Dr. Wim Nöbel überreicht Karl-Heinz Görres das Bundesverdienstkreuz.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 50 vom 10.12.1987
Zur Verfügung gestellt von
Paul Winterscheidt
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