Aufnahme: 2014

Montagstreff der Senioren / Chronik 2013 - 2014 (Teil 2)

Hinweis: Die Autoren der diesjährigen Chronik waren so außergewöhnlich fleißig, daß aus technischen Gründen der Inhalt auf zwei Datensätze aufgeteilt werden mußte....

### hier also die Fortsetzung des 1. Teils ....

10. 03. 2014 Pfarrheim
Vorstandssitzung am 10.03.2014
Teilnehmer: Walter Bolle, Udo Dieckmann, Josef Casper, Franz Hermes, Klaus-Peter Kintscher, Werner Remlinger, Peter Reiter, Karl Schüller, Klaus Schulzke, Bernhard Westphal

Kosten und Preise der Busfahrten: Das Busunternehmen Sinzig hat den Preis für eine Tagesfahrt um 35 € auf550 € angehoben. Wir wollen dennoch weiterhin mit Sinzig unsere Ausflüge fahren. Der Preis pro Person für eine Fahrt ohne Kosten für Besichtigungen wird zukünftig 12,-€ betragen. Wenn Besichtigungskosten anfallen, werden diese zusätzlich erhoben und zwar unabhängig davon, ob an der Besichtigung teilgenommen wird oder nicht. Der Fahrpreis wird von Klaus Peter Kintscher mit dem jeweiligen Organisator der Fahrt gemeinsam ermittelt und festgesetzt. Personelle Änderungen: Unser Kassenprüfer Josef Casper ist nach vielen Jahren seiner Tätigkeit für den Montagstreff von seiner Funktion als Kassenprüfer zurückgetreten. Die Funktion des Kassenführers wird zukünftig von unserem Mitglied Norbert Lichtenberg wahrgenommen, der hierfür bereits angesprochen wurde. Unser 1. Kassierer Karl Schüller ist zurückgetreten, um seine Aufgaben zu reduzieren. Er möchte außerhalb des Vorstandes aber weiterhin die Feiern des Montagstreffs gestalten. Karl Schüller lobte die sorgfältige Arbeit des Kassenprüfers, die dieser über viele Jahre mit großer Verantwortung ausgeführt hat. Die Aufgaben des 1. Kassenführers werden zukünftig von Udo Dieckmann wahrgenommen. Klaus Schulzke dankte im Namen aller Vorstands- Mitglieder für die langjährige Arbeit der beiden ausgeschiedenen Mitglieder. Der neue Kassenführer und der neue 1. Kassierer werden ihre Aufgaben zu nächst nur kommissarisch wahrnehmen und werden in einer bald einzuberufenden außerordentlichen Generalversammlung bestätigt. Udo Dieckmann und Karl Schüller werden zur Übergabe der Funktion des 1. Kassierers in den nächsten Tagen ein gemeinsames Protokoll anfertigen und die Unterlagen übergeben. Unser 1. Vorsitzender Klaus Schulzke wird im Oktober aus dem Vorstand ausscheiden. Für seine Nachfolge muß frühzeitig ein Mitglied interessiert werden. Dieser Wechsel muß ebenfalls von einer außerordentlichen Generalversammlung bestätigt werden. Der derzeitige 2. Vorsitzende Bernhard Westphal steht für die Funktion des 1. Vorsitzenden nicht zur Verfügung. Vielmehr muß auch für den 2.Vorsitzenden im Oktober 2015 ein Nachfolger interessiert werden.
Abwesenheiten des 1. Vorsitzenden:
Die Arbeit im Vorstand war in der letzten Zeit infolge häufiger Abwesenheit des 1. Vorsitzenden erschwert. Teilweise war die Abwesenheit dem 2.Vorsitzenden vorher auch nicht bekannt. Klaus Schulzke gab nun seine nächsten Abwesenheiten wie folgt an: 26.03. bis 08.0 4.2014 und 14.04. bis 22.04.2014. Somit wird er am 31.03.und 14.04.2014 auch nicht an den Montagsveranstaltungen im Pfarrheim teilnehmen. Bei zukünftigen Abwesenheiten will Klaus Schulzke frühzeitig den 2. Vorsitzenden über seine Abwesenheiten informieren.
Kassenführung:
Der gemeinsame Kassenbericht von Franz Hermes, Karl Schüller und Bernhard Westphal, Revision 07.03.2014 wurde per E-Mail im Vorstand verteilt, jedoch wurden die E-Mails von mehreren Mitgliedern noch nicht geöffnet. Das Ergebnis wurde daher mündlich wie folgt bekanntgegeben: Die Barkasse mußte im Geschäftsjahr 2012/2013 mit 1673 € vom Sparkonto gestützt werden. In dieser Größenordnung waren somit die Ausgaben höher als die Einnahmen. Eine weitere Revision des vorstehenden Kassenberichtes ist nicht erforderlich und es erfolgt auch keine Verteilung und/oder Information an die Mitglieder des Montagstreffs. Die Kassierer werden versuchen, für das laufende Geschäftsjahr eine andere Form der Darstellung zu finden, die dann auch allen Mitgliedern zur Kenntnis gebracht werden kann. Walter Bolle hat angeboten hierbei mit Vorschlägen behilflich zu sein.
Das Geschäftsjahr wird zukünftig mit dem Kalenderjahr übereinstimmend festgelegt, erstmalig 2015. Das davor liegende Geschäftsjahr 2014/2015 hat somit 15 Monate. Es beginnt zum 01.10.2014 und endet zum 31.12.2015. Die Kassenführung wird zukünftig von beiden Kassenführern EDV-gestützt durchgeführt. Die Programme werden von den beiden Kassenführern abgestimmt und sollten möglichst auch dem Kassenprüfer bekannt sein.
Kontrolle und Auskunftspflicht:
Die Vorsitzenden haben keine Verpflichtung und auch kein Recht die Arbeit der Kassenführer und des Kassenprüfers zu kontrollieren. Aus berechtigtem Interesse haben jedoch alle Mitglieder und somit auch der Vorstand des Montagstreffs das Recht, sich über aktuelle Kontostände, Einnahmen und Ausgaben bei den Kassenführern zu erkundigen.
Haftung und Versicherung des Montagstreffs: Die Haftung des Montagstreffs und seiner Mitglieder richtet sich nach der Satzung unseres „nicht eingetragenen Vereins" Nach einer früheren Auskunft ist der Montagstreff über die Pfarrgemeinde versichert. Wir müssen uns mit dem Pfarrbüro in Verbindung setzen, um zu erfahren, wer der Versicherungsgeber ist, und in welchem Umfang er uns schützt.
30 Jahre Montagstreff:
In diesem Jahr besteht der Montagstreff 30 Jahre. Dies soll gefeiert werden! Die 25-Jahrfeier fand am 21.09.2009 statt entsprechend kann die 30-Jahrfeier für September eingeplant werden.

17. 03. 2014 Pfarrheim
Die aktuellste Meldung des heutigen Montagstreffs war die offizielle Bekanntgabe von Klaus Schulzke, das er seinen Posten als erster Vorsitzender höchstens noch bis Oktober dieses Jahres ausführen wird. Zur Begründung seiner Entscheidung gab er an, daß ihn private Verpflichtungen zu oft an der Teilnahme des Montagstreffs hindern und er somit die anfallende Arbeit in der erforderlichen Sorgfalt nicht mehr ausführen kann. Der zweite Vorsitz wird auch weiterhin von Bernhard Westphal geführt, er erklärte aber auch, daß er für den ersten Vorsitz nicht zur Verfügung stehe. Karl Schüller und Josef Casper haben ihre Arbeit mit sofortiger Wirkung zur Verfügung gestellt. Der Grund für diese Entscheidung ist das Erreichen einer Altersgrenze, in der diese Aufgaben zu schwer fallen. Nun müssen für diese Aufgaben jüngere Hände gefunden werden, bis dahin haben sich Udo Dieckmann und Norbert Lichtenberg zur Verfügung gestellt, die Posten kommissarisch zu übernehmen.
Napoleon und die Völkerschlachtfanden vor zweihunderteins Jahren statt und sollten heute das Thema für einen Bericht von Bernhard Westphal sein, aber ein viel aktuelleres Ereignis hat Napoleon auf einen späteren Zeitpunkt verdrängt. Am 13. Januar 2012 kollidierte die „Costa Concordia" vor der Insel Giglio im Mittelmeer mit einem Felsen, schlug Leck und lag mit rund 65 Grad Schlagseite in der Nähe des kleinen Hafens der Insel auf Grund. Die Costa Concordia war zum Zeitpunkt der Indienststellung das größte italienische Kreuzfahrschiff von fast 300 Meter Länge. Ein Beispiel menschlichen Versagens bei dem 32 Menschen ihr Leben verloren haben. Viel hat nicht gefehlt und die Katastrophe von 1912 mit der Titanic hätte sich wiederholt. Volles Verständnis, daß Bernhard diesen Vortrag und den Film vorgezogen hat.
25. 03.2014 Busfahrt nach Maria Laach und Mendig.
Die erste Busfahrt des Montagstreffs in diesem Jahr wurde von unserem Mitglied Reinhard Sattler geplant und auch während der Fahrt dokumentiert. Der Andrang für die erste Fahrt in diesem Jahr war erwartungsgemäß recht groß. Bei 70 Anmeldungen hagelte es allerdingst auch 20 Absagen meinerseits womit ich mir leider keine Freunde geschaffen habe. In der Frühe um 9:00 Uhr standen so viele Leute am Pfarrheim, daß ich befürchtete, die gehen bestimmt nicht alle in den Bus rein, zum Schluß aber fehlten doch noch zwei Leute, die unentschuldigt fern geblieben sind. Pünktlich um 9:00 Uhr ging die Fahrt über Niederpleis zur Autobahn 565 um dann auf der A61 nach Maria Laach und Mendig zu gelangen. Die Außentemperatur lag bei recht frischen 5 Grad plus aber mit nur kleinen Unterbrechungen hatten wir einen sonnigen Tag erwischt. Regenschirme hatten heute Dienstfrei bis auf die Rückfahrt, aber da saßen wir im Bus und haben einen wunderschönen Regenbogen gesehen. Um etwa 10:30 Uhr waren wir in Maria Laach dem ersten Haltepunkt der heutigen Fahrt angekommen, wo jeder nach Lust und Laune bis 13:00 Uhr die Zeit verbringen konnte. Die Abtei „Maria Laach" ist eine hochmittelalterliche Klosteranlage die an der Südwestseite des Laacher Sees liegt. Sie wurde zwischen 1093 und 1216 als Stiftung Heinrichs II. von Laach und seiner Frau Adelheid erbaut. Der sechstürmigen Klosterkirche wurde 1926 von Papst Pius XI der Ehrentitel „Basilika minor" (kleine Basilika) verliehen. Nach der Besichtigung dieser großen Kirche machten wir einen Bummel am See entlang, in dem immer noch ein Flugzeug aus dem zweiten Weltkrieg liegen soll. Ebenso sollen in dem See Gasblasen vulkanischen Ursprungs aufsteigen. Punkt 13:00 Uhr starteten wir die kurze Fahrt nach Mendig wo im Brauhaus ein gutes Mittagsmahl auf uns wartete. Das Brauhaus, eine große Gaststätte, aber auch Brauerei ist für Mendig ein touristischer Anziehungspunkt. Zu dem Brauhaus gehört auch der Felsenkeller der in 35 Meter Tiefe unter dem Brauhaus liegt, und in dem unter anderem Biere liegen, die eine weite Reise bis nach Amerika antreten (müssen). Mendig ist eine Stadt, die beim Basaltabbau entstand und mit der Basaltlava Architektur auch heute noch viele Besucher anzieht. Etwa um 18:00 Uhr konnten wir in Oberpleis wohlbehalten den Bus wieder verlassen.

31. 03.2014 Pfarrheim
Sankt Petersburg, im Volksmund auch „Venedig des Nordens" genannt, war das Thema über das Karl Mohr heute einen Reisebericht im Montagstreff gehalten hat. Dreimal ist er mit seiner Frau und weiteren Familien Angehörigen im Sinne der Kriegsgräber Fürsorge im hohen Norden gewesen. Der Grund für diese Reisen war in erster Linie der Besuch der Grabstätte seines Vaters. Sankt Petersburg ist die nördlichste Millionenstadt der Welt mit über fünf Millionen Einwohnern. Wenn man in dieser Stadt ist, will man sie auch etwas näher kennenlernen, und wenn es nur durch eine Stadtrundfahrt mit dem Bus ist. Die historische Innenstadt mit 2.300 Palästen, Prunkbauten und Schlössern ist Weltkulturerbe der UNESCO. In dieser Hinsicht wird St. Petersburg weltweit nur noch von Venedig übertroffen. Das krasse Gegenteil dieser Stadt haben die Besucher bei einer Busfahrt aufs Land kennengelernt, dort herrscht auch heute noch eine unvorstellbare Armut, man glaubt es nicht, wenn man es nicht selbst gesehen hat - so Karl Mohr. Der Name Sankt Petersburg wurde auch nach der Gründung beibehalten. Nach Ausbruch des ersten Weltkriegs wurde aus St. Petersburg „Petrograd" auf deutsch Peterstadt. Nach Lenins Tod (21. 01. 1924) wurde die Stadt im selben Jahr in Leningrad umbenannt. 1991 führte eine Volksabstimmung zur Rückbenennung auf Sankt Petersburg. Karl Mohr versicherte uns glaubhaft, Sankt Petersburg ist die schönste aller Städte die er je gesehen hat. Im Volksmund wurde und wird die Stadt von den Einheimischen liebevoll„Piter" genannt.
08. 04.2014 Besichtigung: Haus der Geschichte in Bonn
Peter Reiter wollte die Vergangenheit unserer Heimat in uns wachrütteln, und hat dazu den Vorschlag gemacht, das Haus der Deutschen Geschichte in Bonn zu besuchen. Die Beteiligung an dieser Besichtigung war nicht allzugroß, dafür aber sehr interessant. Das Haus der Geschichte ist ein Museum und zeigt in seiner Dauerausstellung die deutsche Geschichte von 1945 bis zur Gegenwart. Mit jährlich 852 000 Besuchern ist es eines der meistbesuchten Museen in Deutschland. Es gibt noch zwei weitere Museen dieser Art, einmal das Zeitgeschichtliche Forum in Leipzig und den Tränenpalast in Berlin. Altbundeskanzler Helmut Kohl war der Initiator zum Bau dieser Museen. In seiner Regierungserklärung, am 13. Oktober 1982forderte er den Aufbau einer Sammlung zur Geschichte der Bundesrepublik Deutschland und der deutschen Teilung seit 1945. Am 14. Juli 1994 wurde das Museum von Helmut Kohl eröffnet. Als 1989 die Bauarbeiten für das Haus der Geschichte beginnen, stoßen Archäologen auf einen gut erhaltenen römischen Keller aus dem 2. Jahrhundert nach Christus. Diese römische Fundstätte wurde beim Bau des Museums voll integriert. Es wurden zahlreiche Funde aus dem römischen Bonn sichergestellt. Im Untergeschoß des Hauses kann man diese Dinge betrachten und wird auf Wunsch von kundigem Personal unterrichtet. Der erste Dienst - Mercedes von Konrad Adenauer und der Eisenbahnsalonwagen der Bundeskanzler stimmen bereits im U - Bahn - Eingang des Hauses (Station Heussallee) auf den Besuch ein und beleuchten zusammen mit weiteren Objekten die Zeit der Bundeshauptstadt Bonn. In den oberen Etagen findet man rund 7000 Exponate - Gegenstände, Dokumente, Fotos und Medien - stehen zueinander in Beziehung, sind in Szenen und Ensembles zusammengestellt. Die Bandbreite der Ausstellungsstücke reicht vom Originalmobiliar des ersten Deutschen Bundestages über Teile eines sowjetischen T34- Panzers, ein original Kino aus den 1950 Jahren einen Hippie - Bulli bis zum Haftbefehl für Erich Honecker. Der Besuch des „Hauses der Geschichte" ist wirklich ein lohnendes Ziel, man sollte nur eines mitbringen „Zeit".

14. 04.2014 Pfarrheim
Von Kernkraftwerken und Braunkohlebaggern wollte uns Bernhard Westphal heute einen Vortrag halten. Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt, das war auch der Grund, weshalb Walter Bollé für ihn eingesprungen ist, er tat es mit einem Bericht über eine Reise durch das östliche Mittelmeer. Seine Reise begann in Bonn, von Bonn aus ging es erst einmal mit dem Bus in einem Rutsch nach Venedig. Für eine solche Anreise hat er allerdings strikt abgeraten, Es ist besser eine Zwischenübernachtung einzuplanen oder die schnellere Variante mit dem Flugzeug zu wählen. Mit der „Costa Serena" einem Schwesterschiff der „Costa Concordia" die leider ein so unrühmliches Ende gefunden hat, begann dann die Reise mit einer Umrundung Venedigs. Die Notfallübung auf dem Schiff wurde auf die leichte Schulter genommen, man rechnete ja nicht damit was in naher Zukunft mit einem Schiff alles so passieren kann. Ein alter Spruch lautet: Venedig sehen und sterben. Mit dem Sterben eilt es ja überhaupt nicht, aber Venedig sollte man wenigstens einmal im Leben gesehen haben. Bei den Fahrten mit der Gondel muß man sehr vorsichtig sein, denn die Gondoliere ziehen einen bei dem Preis schamlos über den Tisch. Es gibt keine zweite Stadt die es in Punkto Kunst und Architektur mit Venedig aufnehmen könnte. So hat man der Stadt natürlich auch einen Besuch abgestattet. Diese Stadt hat etwa 400 Brücken, jede Menge Kirchen, Paläste, Museen und andere Sehenswürdigkeiten. Die Reise ging weiter entlang der Adriatischen Küste mit Zwischenstops an verschiedenen Orten bis nach Bari. Bari ist die Hauptstadt der Region Apulien mit über 300.000 Einwohnern und vielen Sehenswürdigkeiten die im Rahmen der zur Verfügung stehenden Zeit besichtigt wurden. Die Reise ging natürlich noch weiter, aber der zweite Teil dieser Reise wird in einem Vortrag zu gegebener Zeit erfolgen.

29.04.2014 Bustour Bad Camberg
Wir hatten in diesem Jahr einen frühen und so schönen Frühling, daß einige einen verregneten Reisetag gar nicht für möglich hielten. Aber es nieselte ruhig und stetig, ganz so wie es Bauern und Gärtner lieben. So erfreuten wir uns halt am frischen Grün der Natur auf unserem Weg durch den Westerwald und hinunter zur Lahn nach Diez. Unser erstes Ziel war Schloß Oranienstein. Das ansehnliche Barockschloss der Fürsten von Nassau-Oranien aus dem frühen 18. Jh. ist der Stammsitz des niederländischen Königshauses. Es liegt in einer weiten Parkanlage oberhalb der Lahn und gilt heute als „schönste Kaserne" der Bundeswehr. Die Gebäude und Anlagen sind von ihr aufwendig restauriert worden, sind penibel gepflegt und - obwohl Militärgelände -für Besichtigungen und Konzertveranstaltungen teilweise frei gegeben. Eine Dame vom Denkmalsamt Diez führte uns durch prächtig gestaltete Räume mit aufwendigen Stuckdecken, Treppenhäusern, interessante Gartenanlagen und die Schloßkapelle und sie wußte viel zu erzählen. Danach ging es wieder auf die Autobahn nach Bad Camberg, aber vor der Besichtigung fuhren wir die Gaststätte „ Walkmühle" an. Der Regen hatte sich verstärkt, wir fühlten uns drinnen bestens aufgehoben und haben in Muße gutgelaunt gespeist. Vor der Abfahrt gab es noch im Bus einen Schnaps auf den Geburtstag von unserem lieben Peter Kintscher. Sogleich erhellten sich die Mienen und auch die Wolken rissen auf. In Bad Camberg begannen wir am Obertorturm unseren Weg durch die lebendige alte Kernstadt mit pittoresken Gassen und einer Fülle typisch hessischer Fachwerkbauten unterschiedlichster Herkunft. Gleich oben am Tor steht das Ensemble des Amtshofes, An der alten Apotheke vorbei geht es zum geräumigen Marktplatz mit stattlichen Händler-, Handwerker- und Gasthäusern und dem Ziegenbrunnen. Von dort aus erstrecken sich die gemütlichen Pflasterstraßen bis hinunter zum Untertorturm. Die sehenswerte Barockkirche mit einem viel älteren Kirchturm paßt nicht so recht zu den vielen bunten Fachwerkhäusern am schönen Kirchplatz, aber der Ort insgesamt ist gar nicht verstaubt und sehr harmonisch. Das Kurhaus sowie gepflegte Kuranlagen liegen gleich neben der Altstadt. An deren unterem Ende bot sich ein köstlicher Abschluß unseres Bummels. Dort hat der Amerikaner Phil mit seiner Frau ein bescheidenes Fachwerkhaus abenteuerlich aufgeputzt und vertreibt neben Hot Dogs und Coffee Shakes ein sagenhaft leckeres Eis in riesigen Portionen zu bescheidenem Preis. Das war vor der Heimfahrt ein gelungenes Highlight für unsere Gruppe. Beim nächsten Stau auf der Autobahn nach Frankfurt wissen wir, wo sich eine Abfahrt lohnt.

05. 05. 2014 Pfarrheim
Seit mehr als 40 Jahren ist Klaus Schol für mehr Sicherheit im Straßenverkehr tätig. Er geht in Schulen und bringt den Kindern bei wie sie sich im Straßenverkehr richtig verhalten sollen, ebenso macht er sie darauf aufmerksam, daß ihre Fahrräder in verkehrssicherem Zustand sein müssen. Auch die Kleinsten, die noch in den Kindergarten gehen werden auf die Gefahren im Straßenverkehr hingewiesen. Aber auch wir, die alten Hasen, wurden von Klaus Schol darauf hingewiesen und aufmerksam gemacht, daß viele Erwachsene gravierende Fehler auf Bundesstraßen und ganz besonders auf Autobahnen machen. Viele Verkehrsteilnehmer haben scheinbar große Probleme mit dem simplen Kreisverkehr. Klaus Schol sagte, wenn man das Verhalten einiger Verkehrsteilnehmer im Kreisverkehr beobachtet, ist es ein Wunder, daß nicht viel mehr passiert. Von Zeit zu Zeit gibt es neue Reglungen und Vorschriften die zu beachten sind, ganz aktuell ist die neue Punkteverordnung oder die Promillegrenze beim Autofahren.
13. 05.2014 Besuch Bundeskanzler-Adenauer-Haus in Rhöndorf
Eine Gruppe von etwa zwanzig Leuten machte sich heute auf den Weg, das Haus von Altbundeskanzler Konrad Adenauer in Rhöndorf bei Bad Honnef zu besuchen. Der normale Besuch der Gedenkstätte an Altbundeskanzler Konrad Adenauer beginnt in dem Ausstellungsgebäude in der K. Adenauer Straße. Zur Zeit wird das Ausstellungsgebäude umgebaut und saniert so daß man sich in dem Provisorium anmelden muß. Mit einem Mitarbeiter der Stiftung Herrn Artan Barisha gingen wir den historischen Weg den K. Adenauer jeden Tag runter und auch wieder rauf zu Fuß gegangen ist, rauf zu seinem Wohnhaus. Immerhin sind es 58 Stufen die zu erklimmen sind, einige von uns haben oben ganz schön gepustet und nach Luft geschnappt. Es ist doch wirklich erstaunlich, wie der alte Mann es all die Jahre geschafft hat Das Leben dieses Mannes ist so spannend, es würde bei weitem den Rahmen sprengen, hier auch nur einen kleinen Teil zu erwähnen. Nur so viel, er wurde am 05. Januar 1876 in Köln geboren und ist am 19. April 1967 in seinem Haus in Rhöndorf gestorben. Von 1949 bis 1963 war er der erste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschlands. Sein Haus wurde noch in seinem Todesjahr 1967 zur „Stiftung Bundeskanzler-AdenauerHaus".Die Stiftung fördert begabte Studenten und Doktoranden mit Stipendien. Ferner obliegt ihr die Pflege und Ausbau des seit 1967 stetig wachsenden umfangreichen Adenauer Archivs und die Erhaltung des früheren Wohnhauses sowie die Pflege des Grabes auf dem Rhöndorfer Waldfriedhof. Adenauer hat privat und Politik strikt getrennt, in seinen Privaträumen hat er nur wenige Politiker empfangen, ein ganz besonderer Gast war Charles de Gaulle mit dem er die Deutsch-Französische Freundschaft beschloß. Ein holländischer Bildhauer hat diese zwei Männer in Bronze gegossen und im Garten in Rhöndorf aufgestellt. Adenauer war ein sparsamer Mensch was sich auch in der Ausstattung des Hauses wiederspiegelt, von Prunk kann eigentlich keine Rede sein. Auch wenn man vom Haus nicht allzuviel zu sehen bekommt, so war es doch ein unterhaltsamer Nachmittag.

19. 05. 2014 Besuch der Firma Dynamit Nobel in Troisdorf
Wolfgang Hilger, ehemaliger Mitarbeiter der Dynamit Nobel in Troisdorf konnte uns durch die Besichtigung dieses Werkes einen Einblick in den Bereich „Sprengstoff" verschaffen. Jeder Erwachsene hat schon von Dynamit gehört und weis das mit dem Zeug Sprengungen durchgeführt werden. Wann wurde Dynamit erfunden? Bei der Einführung der Besichtigung wurden wir darüber aufgeklärt. Es gibt viele unterschiedliche Sprengstoffe, weil es viele unterschiedliche Anwendungen gibt. Ob im Bergbau, egal ob über oder unter Tage, bei Abbruchunternehmen oder in der Kaltverformung bestimmter Metalle, ohne Sprengstoffe würden Teile unserer Wirtschaft stillstehen. Eines der ältesten Sprengstoffe ist das Schwarzpulver, dieses Pulver ist der älteste bekannte Explosivstoff und wurde weit vor dem Dynamit erfunden. Die Dynamit Nobel AG war ein deutsches Chemie-und Rüstungsunternehmen in Troisdorf. Die Gründung der Dynamit Nobel AG geht auf das Jahr 1865 zurück und wurde 1866 in Krümmel in Geestacht bei Hamburg von dem schwedischen Chemiker Alfred Nobel erfunden. Dynamit besteht aus 75 % Glyceroltrinitrat (volkstümlich „Nitroglyzerin" genannt als explosiver Komponente, 24,5 % Kieselgur (eine weißliche, pulverförmige Substanz) als Trägermaterial und 0,5 % Natriumcarbonat (Soda) als chemischen Stabilisator. Damals wurde Sprengstoff auf Basis von Nitroglyzerin hergestellt, heute geht man andere Wege. Durch den ersten und zweiten Weltkrieg hat die Dynamit AG eine sehr wechselvolle Geschichte erlebt. Heute wird in Troisdorf kein Dynamit - Sprengstoff mehr hergestellt. Man hat sich viel mehr auf Zulieferartikel für Sprengstoff und Munition eingestellt.

02. 06.2014 Pfarrheim
Mit Bedauern mußten wir zur Kenntnis nehmen, daß zwei unserer Freunde für immer von uns gegangen sind. Otto Köllner wurde am 21. August 1934 geboren und ist im Alter von 80 Jahren am 18. Mai d. J. nach langer Krankheit für immer von uns gegangen. Er war seit dem 27. August 2007 einer von uns im Montagstreff und war bei uns sehr gerne gesehen. Am 24. Mai d. J. mußten wir auch von Theo Becker Abschied nehmen, er war erst 75 Jahre alt. Theo Becker, geb. am 13. Mai 1939 war seit Februar 2001 Mitglied im Montagstreff und vom 20. Oktober 2003 bis zum 19. September 2005 erster Vorsitzender im Montagstreff. Viele Wege sind wir gemeinsam gegangen, gemeinsam haben wir gesungen, gefeiert, gelacht und Freunden gedacht. Sie haben eine Lücke hinterlassen, die zu schließen braucht viel Zeit. In unseren Reihen ist wohl keiner so weit in der Welt herumgereist wie unser Freund Reinhard Sattler. Irgendwann in den letzten Jahren ist er in Indien gewesen und hat uns heute in einem Lichtbilder Vortrag seine Reiseeindrücke über dieses Land geschildert. Indien ist kein Land wo man einfach mal ein Wochenende verbringt, sondern ein Staat der den größten Teil des indischen Subkontinents umfaßt. Der Himalaya bildet die natürliche Nordgrenze Indiens, im Süden umschließt der Indische Ozean das Staatsgebiet. Dieser Staat hat eine Größe von rund 3,3 Millionen km2. Deutschland im Vergleich nur knapp 358 Tausend km2. In den 6 Wochen die Reinhard in diesem Land unterwegs war, konnte er natürlich nur einen Bruchteil bereisen. Der moderne Tourist fliegt nach Indien, wohnt in 4 oder 5 Sterne Hotels, setzt sich in einen klimatisierten Reisebus, und durchstreift auf luxuriöse Art und Weise das Land. Reinhard macht es anders, er fliegt auch nach Indien, mietet sich dann aber ein motorisiertes Dreirad mit einem ortskundigen Führer, wohnt und übernachtet bei einfachen Leuten oder in einfachen Herbergen um so Land und Leute besser kennen zu lernen. Auf diese Art kommt er in Gegenden, die der normale Tourist wohl kaum zu sehen bekommt. Er war in Moscheen und Parkanlagen die vor Sauberkeit nur so strahlten, er sah aber auch genau das Gegenteil wo der Unrat in großen Haufen am Straßenrand lag und der Gestank ihm fast den Atem nahm. So schön wie Reisen in ferne Länder auch ist, um solch krasse Gegensätze zu sehen, braucht man nicht solche Strapazen und Kosten auf sich zu nehmen, billiger und bequemer kann man dieses (zweifelhafte) Vergnügen am heimischen Fernseher erleben. Aber weil Indien so faszinierend ist, will Reinhard demnächst noch einmal in dieses ferne Land reisen.

09. 06. 2014 ist Pfingstmontag und kein Montagstreff.

16.06.2014 ist Kirmesmontag in Oberpleis und kein Montagstreff. Einige Montagsmänner treffen sich an diesem Tag nach altem Brauch zum Frühschoppen in Oberpleis.

24. 06. 2014 Bustour nach Höhr-Grenzhausen und zur Burg Lahneck
Im Gegenteil zur Fahrt am 27. 05. nach Kettwig haben wir heute einen Sonnentag erwischt. Frohgelaunt ging es auf die relativ kurze Fahrt nach Höhr-Grenzhausen zum Keramik Museum. Keramik: Ein paar Worte zur Keramik die uns der „Führer" unserer Gruppe gesagt hat. Keramik, auch keramische Massen, bezeichnet eine Vielzahl anorganischer, nicht metallischer Stoffe mit einer Grobunterteilung in Irdenware, Steingut, Steinzeug, Porzellan und Sondermassen für die Feuerfest-Industrie. Die Herstellung von Keramik gehört zu den ältesten Kulturtechniken der Menschheit. Der Grundstoff für Keramik war zumindest im Altertum der Ton (Bodenart). Ton ist ein natürlich vorkommendes Material, das hauptsächlich aus feinkörnigen Mineralien besteht, und bei ausreichenden Wassergehalten generell plastisch verformbar ist. Der Begriff 'Keramik' schließt heute allerdingst auch Werkstoffe auf der Grundlage von Metalloxiden ein. Früher, im Altertum oder im Mittelalter wurden hauptsächlich Gegenstände zur Aufbewahrung von Lebensmitteln hergestellt. Die heutige Palette reicht vom einfachen Krug bis hin zu elektronischen Bauteilen. Das Museum ist ein faszinierendes Bauwerk auf mehreren Etagen, groß, luftig, freizügig, es kommt kein Gefühl von Enge oder Beklemmung auf. Die Exponate der Ausstellung reichen von sehr alt über alt bis zu modern. Gegen 12 Uhr Mittag machten wir uns auf den relativ kurzen Weg nach 56 379 Weinähr wo uns im Landhotel Weinhaus Treis ein deftiges Mittagsmahl serviert wurde. Einige von unseren Leuten waren von diesem Haus so begeistert, so daß sie beschlossen, in absehbarer Zeit hier einige Tage Urlaub zu verbringen. Durch das idyllische Gellbachtal hindurch erreichten wir unseren letzten Programmpunkt des heutigen Tages, die Burg Lahneck. In diesen Gemäuern kann man sich nur unter Begleitung eines Führers bewegen, die einem die Geschichte von Jahrhunderten um die Ohren hauen. Der Turm, knapp 30 m hoch ist frei zugänglich und bietet von oben einen imposanten Blick auf den Ort Lahnstein und den Zusammenfluß von Lahn und Rhein. Die meisten Eigentümer solcher Gemäuer sind auf die Eintrittsgelder der Besucher angewiesen um der finanziellen Belastung einigermaßen Herr zu werden die diese Häuser mit sich bringen. Bis auf einen Regenschauer am Nachmittag war es ein sehr schöner Tag, alle waren gutgelaunt und zufrieden. 30. 06. 2014 Pfarrheim Bernhard Westphal hatte für heute den zweiten Teil seines Berichtes über den Unglücksdampfer „Costa Concordia" halte wollen. Leider ist er z. Z. gesundheitlich nicht in der Lage, am Montagstreff teilzunehmen. Wir wünschen ihm gute Besserung und außerdem fehlt er uns. Unser Weltenbummler Reinhard Sattler ist mit einem Reisebericht über die Insel Sumatra in die Bresche gesprungen. Spätestens jetzt wissen wir, Sumatra ist ein Indonesische Insel mit einer Größe von fast fünfhunderttausend km2 und somit die sechs größte Insel der Welt. Der Äquator überquert die Mitte der Insel, was sich in Fauna und Flora wiederspiegelt. Er hat dort auch die „Rafflesia"fotografiert die größte Blume der Welt. Nicht nur in Indien oder Afrika auch auf Sumatra gibt es Elefanten, Nashörner den seltenen Sumatra - Tiger, Oran Utas und viel anderes Getier. Was er davon gesehen hat, wir wissen es nicht so genau. Auf jeden Fall hat ihm die Reise dorthin viel Freude bereitet. Im Dezember 2004 wurde Sumatra von einem schweren Seebeben mit folgendem Tsunami getroffen das viele Menschenleben gefordert hat.

07. 07.2014 Pfarrheim
Die Pfarreiengemeinschaft Königswinter hatte vom 04. bis 15. November 2013 eine Pilgerreise nach Israel unternommen, an der Josef Göbel und seine Frau Marianne 34teilgenommen haben. Sein Angebot, über diese Reise im Montagstreff einen Lichtbildervortrag zu halten, haben wir gerne angenommen. Heute nun wurde dieses Angebot in die Tat umgesetzt. Josef und Marianne Göbel schilderten abwechselnd sehr anschaulich ihre Erlebnisse auf dieser Reise. Eine Pilgerreise ist keine Urlaubsreise im üblichen Sinne, wo Spaß und Erholung den Ton angeben, sondern im Vordergrund steht die Bibel, die Besichtigung und das Feiern heiliger Messen an den heiligen Orten und Gedenkstätten an denen Jesus gewesen ist oder gewesen sein könnte. Es ist ganz sicher ein besonderes Erlebnis, Orte wie Jerusalem, Betlehem, Palästina, die Grabeskirche, den See Genezareth, das Tote Meer und viele andere Heiligtümer mit eigenen Augen zu sehen. Die Lebenserwartung der Menschen in Israel gehört zu der höchsten der Welt. Im Jahr 2011 betrug das Alter der Frauen im Durchschnitt 83,4 Jahre, das der Männer fast 79 Jahre. Wie in vielen Ländern der Erde ist auch in Israel der Tourismus ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Die meisten Touristen kommen aus den USA, Rußland und Frankreich. Der Reisebericht von Marianne und Josef Göbel war für uns ein Blick ins Heilige Land wofür wir uns bei ihnen herzlich bedankten.

14. 07. 2014 Pfarrheim
Der Namenstag einer Person ist der Gedenktag des Heiligen dessen Namen diese Person trägt. In manchen Regionen oder Ländern ist die Feier des Namentags bedeutender als oder wenigstens ebenso wichtig wie die des Geburtstag. Zu Ehren unserer Mitglieder die den Namen Heinrich, Heinz, Karlheinz oder so ähnlich tragen, hat der Montagstreff seit vielen Jahren oder gar seit seines Bestehens Mitte Juli das Heinifest gefeiert. Damals gab es mehrere Mitglieder mit Namen Heinrich was zur Einführung des Heinifestes führte. Am 13. Juli ist der Namenstag von Heinrich, Arno und Sarah. Da der 13. Juli nicht immer auf einen Montag fällt, wird eben etwas später gefeiert. Heute jedoch blieb die Küche kalt, unser langjähriger Organisator für derlei Feierlichkeiten hat wegen einer Unstimmigkeit kurzer Hand die Flinte ins Korn geworfen und aus ist es zumindest in diesem Jahr mit dem Heinifest. Am 15. September d. J. wollen wir 30 Jahre Montagstreff feiern, ob das was wird, steht noch in den Sternen. Über die Pleite mit dem Heinifest waren alle sehr enttäuscht.Diefrei gewordene Zeit heute haben wir mit einigen Videofilmen über große Flugzeuge die ausschließlich für Schwertransporte bestimmt sind überbrückt.

21. 07.2014 Pfarrheim
Wer kennt Hark Olufs? Die Meisten von uns haben von diesem Herrn noch nie etwas gehört oder gelesen. Jochen Collin hat sich mit dem Leben dieses Mannes etwas näher beschäftigt, und ihn uns heute in einem Vortrag vorgestellt. Hark Olufs wurde am 17. oder 19. Juli 1708 in dem Ort Süddorf auf Amrum geboren und ist am 13. Oktober 1754 im Alter von nur 46 Jahren auf Amrum gestorben. Da dieser Mann einen faszinierenden Lebenslauf hatte, fand er das Interesse von Jochen Collin. Hark Olufs wurde mit 13 Jahren Matrose auf einem Schiff seines Vaters der Kapitän war. Mit 16 Jahren geriet Hark in die Hände von algerischen Seeräubern. Er und zwei seinen Cousins wurden nach Algier verschleppt. Die Familie konnte die hohe Summe, die für den Freikauf Hark Olufs* von den Sklavenhändlern gefordert wurde, nicht aufbringen. H. O. wurde daraufhin als Sklave verkauft. H. 0. hat sich nicht unterkriegen lassen, und aus seinem Schicksal das Beste gemacht. Er wurde Lakai bei einem Herrscher, stieg zum Schatzmeister auf, wurde Kommandeur einer Leibgarde und schließlich Oberbefehlshaber der Kavallerie. Im Jahre 1735 nahm er an der Eroberung von Tunis durch die algerische Armee teil. Zum Dank wurde er am 31. Oktober 1735freigelassen und kehrte nach Amrum zurück. Am 13. Oktober 1754 ist er in Süddorf auf Amrum gestorben. Auf seinem Grabstein kann man auch heute noch seine Kurzbiographie lesen. Dank Jochen Collins haben wir heute einen Mann des Nordens kennengelernt, wenn uns nun einer fragt, wer ist, oder war, Hark Olufs? Bekommt er eine positive Antwort.

29. 07.2014 Busfahrt zum Schloß Bürresheim bei Mayen in der Eifel.
Der Initiator für diese Fahrt war unser Freund Reinhard Sattler. Als Mayener Junge war Schloß Bürresheim ihm wohlbekannt und daher bedurfte es keine Große Überredungskunst den Montagstreff für diese Fahrt zu begeistern. Die Eifel, für den Montagstreff absolut kein Fremdwort, wohin die heutige Fahrt ging, ist nicht weit entfernt, in gut einer Stunde hatten wir unser Ziel erreicht Nordwestlich der Stadt Mayen erhebt sich auf einem Felsrücken das Schloß - unser erstes Ziel. Dieses Schloß zählt zu den seltenen Beispielen, die eine stufenweise Entwicklung von der mittelalterlichen Wehranläge zur barocken Wohnburg so deutlich aufzeigen können. Aus der Ferne betrachtet, könnte man glauben, dieses Schloß aus manchem Gruselfilm zu kennen, und mancher Film wurde hier schon gedreht. Ein kleiner aber schöner Barockgarten ziert das Anwesen seit 400 Jahren. Das Innere des Schlosses hinterläßt den Eindruck, als hätten die Bewohner das Schloß erst kürzlich verlassen und nicht schon 1938. Den Rest des Tages haben wir in Mayen verbracht. Im Brauhaus wartete ein Mittagsmahl auf uns daß wir in aller Ruhe gemessen konnten. Es war überhaupt kein Problem, die Zeit bis zur Heimfahrt in Mayen zu verbringen.

04. 08.2014 Pfarrheim
Das Mittelmeer, ein Eldorado für Urlauber mit vier Großen und einer Unzahl kleiner Inseln war unser heutiges Thema im Montagstreff. Korsika, die viertgrößte Insel im Mittelmeer nach Sizilien, Sardinien und Zypern wurde uns heute zu einem kleinen Teil von Werner Remlinger in einem bunten Bilderbogen vorgestellt. Werner hat im Süden der Insel Urlaub gemacht, schöne Bilder und geschichtliches für den Montagstreff mitgebracht. Der Süden der Insel ist zum größten Teil Flachland wogegen der Rest der Insel 86 % Bergland und Gebirge sind. Wer Korsika erwandern will, muß schon sehr gut zu Fuß sein. Immerhin sind es von Nord nach Süd 183 km und von Ost nach West 83 km. Korsika gehört zu Frankreich und ist von Frankreich fast genau so weit entfernt wie die Insel von Nord nach Süd lang ist nämlich 180 km. Die Hauptstadt Korsikas ist Ajaccio und liegt auch im Süden. Das Korsische Wappen zeigt einen Mohrenkopf mit weißem Stirnband das eigentlich das Freiheitssymbol der Korsen darstellen soll, aber es gibt noch zahlreiche andere Bedeutungen. Wer kennt nicht Napoleon Bonaparte? Er ist der größte Sohn Korsikas und wurde in Ajaccio geboren, hat es bis zum Französischen Kaiser gebebracht und fand sein unrühmliches Ende auf der Insel St Helena im Südatlantik. Es war wieder eine schöne und interessante Stunde dieses Mal auf Korsika im Mittelmeer.

Quelle
Chroniken des Montagstreffs
Zur Verfügung gestellt von
Anno Schoroth (Text- und Bildbearbeitung) hier der erste Teil der Chronik
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