Abgebildete Personen
Aufnahme: 2012
Montagstreff Fahrt zu den Ford-Werken am 27.03.2012
Das frühlingshafte Wetter hatte uns schon ein paar Tage verwöhnt und richtig Lust auf unseren ersten Ausflug in diesem Jahr gemacht. Das erste Ziel war aber nicht die Natur, sondern eines der größten Industriewerke unserer weiteren Region. Seit 1930 betreibt der US-amerikanische Automobilhersteller Henry Ford seine deutschen Produktionsstätten in Köln, wo die legendären Modelle Rheinland, Köln, Eifel, Taunus, Capri, M 12, P3 (Badewanne). Fiesta und Focus das Licht der Wett erblickten sowie die überaus erfolgreichen Transporter FK 1000 und Transit.
Wir erreichten das Werk, das in Köln-Niehl direkt am Rhein und gegenüber den Bayerwerken von Leverkusen liegt, aufgrund des üblichen Verkehrsstaus um Köln etwas verspätet, aber das kennt man dort. Herr Fischer begrüßte uns namens der Werksleitung sehr herzlich und stellte uns im Besucherzentrum die Geschichte der Firma Ford, des Kölner Werkes und einige der aktuellen Fahrzeugmodelle vor. Dann ging es, ausgestattet mit Schutzbrillen, in einem Besucherbähnchen durch verschiedene Werkshallen. Wir folgten dem Produktionsverlauf eines Fiesta von der Blechrolle über den Zuschnitt zu imposanten Pressen, wo Karosserieteile ihre Form erhalten, dann nach und nach von den Geisterarmen der Roboter aufgenommen, zusammengefügt und verschweißt werden. Über Bänder, Hängebahnen und auf Luftkissen laufen die Einzelteile weiter, werden dabei zunehmend komplettiert, schließlich grundiert und lackiert. Kabelbäume und Innenausstattungen, der fertig zusammengefügte Motorenblock, Antriebsstränge und Bremsen, Leuchten, Schalter, Türen und Scheiben schweben zur rechten Zeit herbei und finden ihren Platz.
In der Endausstattung sieht man dann auch Facharbeiter bei der Tätigkeit, die einen recht entspannten Eindruck machen und genau wissen, welches Teil aus welcher Boxe an welche Stelle im jeweiligen Fahrzeug anzubringen ist. Irgendwann ist das Auto aufgetankt und plötzlich fährt es, - wie an jedem Tag 1.800 Stück - mit eigener Kraft vom Band in die Endabnahme und zu den Transportschiffen. Die logistische Organisation eines solchen Ablaufs ist perfekt abgestimmt und schon bewundernswert. Nach dem Funkenflug und Getöse der Werkshallen fühlten wir uns dann auch in der Sonne wieder besser aufgehoben. Unsere Mittagspause nahmen wir im Biergarten der Rennbahn von Weidenpesch, einem sehr gemütlichen Lokal im Stil der 20er Jahre. Die Bewirtung dort war vorzüglich und wir hatten danach auch noch Zeit für einen Blick auf die Rennbahn.
Nachmittags fuhren wir mit dem Bus zur Kölner Flora, dem Gartenschmuckstück der Kölner Bürgerschaft mit angeschlossenem Botanischen Garten. Die alten Festsäle, in der Zeit um 1860 als Gusseisen-Glasanlagen-Konstruktion errichtet, werden derzeit stilgerecht neu gebaut. Die Gartenanlagen zeigten den ersten Frühlingsflor aus Blumenzwiebeln, Zierpfaumen, Scheinhaseln, Primeln, Magnolien und Weiden. Aufgrund der Bauarbeiten gab es hier leider keine Gastronomie, sodass manch einer den gemütlichen Ausklang unserer Touren bei einer Tasse Kaffee vermisste. Bei der Rückfahrt standen wir nur auf der Zoobrücke nochmal im Stau und konnten dabei das Panorama auf den Dom in Ruhe genießen. Zeitig gegen 18.00 Uhr waren wir zurück in Oberpleis.
Werner Remlinger
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