Theaterstück "Im Siebengebirge Anno 1869"

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Aufnahme: 2009

Theaterstück "Im Siebengebirge Anno 1869"

Anlässlich der 140Jahrfeier des Verschönerungsvereins für das Siebengebirge (VVS) führte die Theatergruppe der kfd Eudenbach im Hotel "Königshof"  in Bonn vor 350 geladenen Gästen ein Theaterstück von Annelore Broscheid - nach historischen Begebenheiten - auf.

Von links: Annelore Broscheid, Angelika Limbach

In einer Zeitreise in das Jahr 1869 besucht Kronprinzessin Viktoria (Angelika Limbach) mit  einem höfischen Begleiter (Annelore Broscheid) das Siebengebirge. Bestaunt dessen Schönheit, stellt aber mit Entsetzen fest, dass die vielen Steinbrüche den Bergen bereits tiefe Wunden geschlagen haben und sie total zu zerstören drohen.

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Von links: Maria Koll, Renate Wolter, Angelika Limbach

Parallel dazu erhält die Kronprinzessin Besuch von zwei Herren. Es sind der 1. Vorsitzende des Verschönerungsvereins, Geheimrat Heinrich von Dechen ( Maria Koll) und der Initiator einer großen Bürgerinitiative zur Rettung des Siebengebirges, Justizrat Josef Humbroich ( Renate Wolter). Diese zwei Herren nutzen die Anwesenheit der Kronprinzessin um ihr die Sorgen wegen der Verschandelung des Siebengebirges mitzuteilen und um ihre Unterstützung zu bitten.
Schnell ist man sich einig, dass nur die sofortige Schließung aller Steinbrüche das Siebengebirge noch vor der vollkommenen Zerstörung retten können.

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 Aber man hat die Steinbrucharbeiter vergessen, die dort den Lebensunterhalt für Ihre Familien verdienen. Diese - allen voran Otto Knüles (Angelika Schumacher) -  wehren sich lautstark mit den wüstesten Beschimpfungen. Ebenso Düres (Marlies Meier), Henderich (Hannelore Heinrich) und Mattes (Beate Klein) drohen sogar mit Handgreiflichkeiten gegen die vorgesehenen Schließungen. Ob "Buheimäächer", "Rattepack"  oder "Aapenjeseechter" und sonstige deftige Schimpfwörter erfolgen in schönster Oberhauer Mundart.

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Zum Schluß gelingt es dem Geheimrat doch die Gemüter zu beruhigen. Er zeigt den Steinbrucharbeiter Wege auf, wie sie bei Schließung der Steinbrüche, durch die zu erwartende große Anzahl der Touristen, ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Und das noch bei leichter und ungefährlicher Arbeit als im Steinbruch.

Fazit: Die Steinbrüche wurden in der nächsten Zeit geschlossen,  die Steinbrucharbeiter fanden u.a. auch Arbeit in der Touristenbranche und das Siebengebirge wurde gerettet.

Quelle
Bildarchiv: Annelore Broscheid
Zur Verfügung gestellt von
Fotos: Karl Heinz Blum, Text Annelore Broscheid
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Gruppen Katholische Kirche Eudenbach Kulturelles
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