Aufnahme: 2000

Montagstreff der Senioren / Chronik 1999-2000

06.09.1999 Pfarrkirche Oberpleis Herr Pastor Müller klärte uns die Bauweise der Kirche und die Veränderungen im Laufe der Zeit. Das Langschiff hatte früher sogar eine Flachdecke Wir besuchten die Krypta, wo im Krieg während des Artillerie-Beschusses von Oberpleis viele Menschen Schutz gefunden haben. Auch hier erklärte uns der Herr Pastor die Bauweise mit den vielen Säulen, die die darüberliegenden Säulen um den Altarraum tragen müssen. Nun ging es nach draußen, wo wir Gelegenheit hatten, den renovierten Kreuzgang zu besichtigen. Der darüber liegende Pfarrsaal bekam einen ganz neuen Dachstuhl aus Stahl, der den ganzen Bau zusammenhalten soll. Im Kreuzgang selber wurden Stahlträger eingezogen, die man nach der Renovierung allerdings nicht mehr sehen konnte. Ohne alle diese teuren Bauarbeiten wäre eines Tages das ganz Bauwerk eingestürzt, denn eine Mauer hatte schon Neigung zum Innenhof. Der Herr Pastor freut sich, daß diese Baumaßnahme fertig ist und hofft, daß im Nächsten Jahr mit dem Ausbau des Pfarrsaales begonnen wird. We.

14.09.1999 Fahrt zur Müllverbrennungsanlage Bonn und Besuch des Museums König Die erste Fahrt nach dem Jahresausflug nach Egloffstein führte uns nach Bonn-Endenich: zur Müllverwertungsanlage. Dort erwartete uns bereits Herr Hardt, der für die Öffentlichkeitsarbeit der Verwertungsanlage zuständig ist. Als Erstes bekamen wir einen Film vorgeführt, der uns über die Planung, Grundsteinlegung, Bauausführung und über den Betrieb des ganzen Werkes informierte. Anschließend erhielten wir von Herrn Hardt, der übrigens ein Königswinterer Bürger aus der Ortschaft Sand ist, Auskunft über Dinge, die uns in diesem Zusammenhang interessierten. Nun konnten wir die ganze Anlage besichtigen. Wir durften alles sehen, z.B. Müllbunker, die Krananlage für die Beschickung der Kessel, die Verbrennung im Kessel selbst, die auf Wanderrosten vor sich geht, die kompletten Filteranlagen, die Anlage zur Abgabe von Wärme an die Stadtwerke für die Fernheizung und Stromgewinnung, das Heiligtum des Werkes, den Leitstand, usw. Hier an dieser Stelle möchte ich auch mal erwähnen, daß unsere Frauen es mal wieder bewiesen haben, nicht nur Hausfrauen zu sein, ihr Wissensdrang war genauso groß wie bei dem Montagstreff, vielleicht sogar noch größer. Im Anschluß daran fuhren wir auf den Venusberg zum Restaurant "Waldau" zum Mittagessen. Gut gestärkt ging es dann mit dem Bus zum Museum "König". Dort erwarteten uns zwei Doktoranden, die uns durch das Haus führten. Die Gruppe, in der ich mich befand, wurde von einer Asiatin geleitet, sie hat ihre Sache sehr gut gemacht. Zu bemerken ist noch, daß es für die Hälfte unserer Mitfahrer eine Wiederholung des Museumsbesuches war, wobei die andere Hälfte eine Bildungslücke geschlossen hat. Gegen 17.00 Uhr trafen wir wieder in Oberpleis ein. Wa.

20.09.1999 Pfarrheim Oberpleis. Beim Montagstreff gab es wieder etwas zu feiern, Heinrich Bennerscheid war 75 Jahre geworden. Das wurde heute mit Kaffee und selbstgebackener Zwetschgentorte gebührend gefeiert. Nachdem alle gesättigt waren, zeigte Heinrich uns einen Video-Film, den er beim Montagstreff vor Jahren aufgenommen hat, als Willi Lenz, den wir vor einem Jahr zu Grabe trugen, einen Vortrag über Wünschelruten und ihre Verwendung hielt. We.

27.09.1999 Pfarrheim Oberpleis Generalversammlung beim Montagstreff der Senioren Nach der Begrüßung wurde von Fred Euskirchen der Jahresbericht vorgelesen. Zur Zeit haben wir 51 Mitglieder, wovon einige seit längerer Zeit schon nicht mehr kommen. Das Durchschnittsalter beträgt 74,6 Jahre. Nun wurden die neuen Listen und Chroniken verteilt. Nachdem der 1. und 2. Kassierer, sowie der Kassenprüfer ihre Berichte vorgelesen hatten, wurde der gesamte Vorstand entlastet. Der komplette Vorstand wurde wiedergewählt, nur für den schwer erkrankten 2. Vorsitzenden Herbert Schäpertöns wurde Walter Waskowiak als Stellvertreter gewählt. So setzt sich der Vorstand wie folgt zusammen:
- Ehrenvorsitzender Josef Neuhöfer
- 1. Vorsitzender Fred Euskirchen
- 2. Vorsitzender Herbert Schäpertöns (Vertr. Walter Waskowiak)
- 1. Kassierer Hans-Robert Mies
- 2. Kassierer Toni Wertenbroich (Vertr. Heinrich Weber)
- Schriftführer, Chronist und Pressewart Wilfried Weber
- Vertreter für Wilfried Weber ist Walter Waskowiak
- Kassenprüfer Kurt Petrikowski - Vertreter für Lichtenberg-Fonds
Da die Generalversammlung schnell über die Bühne ging, blieb noch viel Zeit übrig. Die nutzte Toni Wertenbroich, um über seinen Werdegang bei der Post zu berichten. Als er als Stift bei der Post in Oberpleis anfing, gab es rundum in vielen Dörfern noch eine Poststelle. Die Post wurde überall mit dem Fahrrad ausgetragen. So kam es im Winter auch vor, daß auf zugeschneiten Wegen das Fahrrad mitsamt Briefen und Paketen ein Stück getragen werden mußte. So war es eine große Erleichterung, als die Post Autos bekam, um in die Außenbezirke zu gelangen. We.

04.10.1999 Winzerfest

11.10.1999 Pfarrheim Oberpleis Zu Gast war bei uns heute Herr Dr. Petrak aus Berghausen. Er ist Leiter des Amtes zur Erforschung der heimischen Tierarten und die durch sie entstandenen Wildschäden. Herr Dr. Petrak erklärte uns anhand von Lichtbildern das Verhalten von Rehen in unseren Wäldern. Während der Hasenbestand rückläufig ist, vermehren sich die Rehe so stark, daß der Bestand durch Abschüsse in Grenzen gehalten werden muß. Auch den Steinmarder bekamen wir gezeigt und dessen Lebensgewohnheiten erklärt. Wer ihn auf dem Dachboden hat, kann ein Klagelied davon singen. We.


18.10.1999 Fahrt nach Linz/Kalenborn An einem wunderschönen goldenen Oktobertag fuhren wir von Oberpleis mit dem Bus nach Linz. Von dort ging es mit dem "Drachenland-Express" durch den herbstlich geschmückten Wald nach Kalenborn. Schon alleine diese Fahrt war ein Erlebnis. Auf dem Rückweg mit dem "Teckel" aus dem Jahre 1956 machten wir Halt am Bahnsteig der Steffens-Brauerei. Hier waren wir angemeldet. Nach dem Mittagessen, das sehr gut und preiswert war, hatten wir eine Führung durch die Brauerei. Wir wurden in zwei Gruppen geteilt und durch die gesamte Anlage geleitet. Was vielen von uns neu war und auch nicht logisch erscheint: der Gärkeller war auf dem Speicher. Nach der Besichtigung trafen wir uns wieder in der Brauerei-Gaststätte zu Kaffee und Kuchen. Planmäßig, wie es bei der Bahn immer sein sollte, ging es mit dem Teckel zurück nach Linz, wo der Bus schon auf uns wartete, um uns nach Oberpleis zurückzubringen. All diese schönen Stunden, auch wenn es auf dem Bahnhof in Linz, trotz herrlichem Sonnenschein, etwas kalt war, verdanken wir unserem lieben Fred Euskirchen, der die Fahrt vorbereitet hat. Wa.

25.10.1999 Pfarrheim Oberpleis "Münner unter Strom" hieß der Video-Film, den Karl Schüller uns zeigte. Hier ging es um eine Hochspannungsleitung, die unterbrochen werden mußte, weil ein riesiger Schaufelbagger sonst nicht hindurch konnte. Die Monteure mußten nun an den Masten ca. 70 - 80 Meter hochklettern und die Leitungen durchtrennen und später, als der Bagger zwischen den Masten hindurch war, auch wieder verbinden. Eine Arbeit in einer solchen Höhe ist bestimmt nicht jedermanns Sache. Anschließend bekamen wir einen Film über die Tagesfahrt nach Kalenborn gezeigt, über die Walter Waskowiak berichtete. Und zum guten Schluß zeigte uns Toni Wertenbroich einen Film über die Arbeiten an der ICE Strecke, vor allem von den Bauarbeiten im ÄgidienbergTunnel.

08.11.1999 Pfarrheim Oberpleis Am heutigen Tage trafen wir uns, um den 85-ten Geburtstag unseres Freundes Karl Peterson zu feiern. Zuerst wurde den anderen Geburtstagskindern ein Ständchen gebracht. Nach der traditionellen Litanei bekam jeder ein halbes Hähnchen. Nach dem Essen erzählte uns Karl etwas aus seinem Leben. Hierbei ging es in der Hauptsache um den "beruflichen Werdegang der Kinder". Es endete mit den Worten: Kinder kann man zum Lernen nicht zwingen, sie müssen es von sich aus tun. Zum Schluß hat uns Hans-Robert Mies noch ein Gedicht vorgetragen, ob es selbstgestrickt war, oder von Wilhelm Busch stammte, kann ich nicht sagen, jedenfalls traf es den Nagel auf den Kopf. Um 17.00 Uhr machten wir uns dann wieder auf den Heimweg. Wa.

15.11.1999 Pfarrheim Heute war wieder ein Geburtstag zu feiern, und zwar der 80-te von Paul Fuchshofen. Begonnen wurde mit unserer Geburtstagslitanei sowie mit dem Geburtstagsständchen. Im Anschluß daran gab es Kaffee und belegte Brötchen. Hierbei ging es dann, wie könnte es anders sein: Weiß du noch usw. Nach ca. 1 Stunde wurde die Kaffeetafel abgeräumt und es gab Bier zum Nachspülen, auch ein Schnäpschen hat nicht gefehlt. Bei dieser geselligen Runde ergriff Hans-Robert Mies das Wort und trug uns das Gebet einer spanischen Nonne (Hl. Theresa von Avila) vor. Dieses Gebet ist schon sehr alt aber heute noch aktuell. Danach folgte noch ein Sketch und ein Lied, vorgetragen von Paul Zens. Zum Schluß hat Fred noch die Termine für die kommenden Treffen bekanntgegeben. Wa.

22.11.1999 Pfarrheim Nach der Begrüßung durch Fred Euskirchen hielt Hans-Robert Mies einen Vortrag über die Brölbahn, spätere Rhein-Sieg-Eisenbahn. Hans Robert erklärte uns, daß Oberpleis früher eine sehr arme Gegend war. Straßen, soweit überhaupt vorhanden, waren in einem sehr schlechten Zustand. Die Bevölkerung lebte hauptsächlich von der Landwirtschaft. Im Bröltal begann eigentlich der Ursprung der Brölbahn. In Ruppichteroth wurde Erz abgebaut, dieses wurde mit Pferdewagen nach Friedrich-Wilhelms-Hütte transportiert. Später wurden Schienen aufgebaut und die Pferde mußten die Wagen über die Schienen ziehen. Aber die Technik ging weiter, so wurde der Betrieb auf Dampflokomotiven umgestellt. Es folgte der Ausbau der Strecke mit Personenbeförderung bis Waldbröl. Weitere Strecken wurden gebaut von Hennef bis Asbach und von Siegburg nach Oberpleis, später bis Rostingen. Hans-Robert zeigte uns Bilder von Bahnhöfen, aber auch von verschiedenen Unfällen mit Güterwagen. Mit der Zeit ging die Entwicklung weiter, es wurden immer mehr Strecken stillgelegt. Der Personenverkehr wurde auf Busse verlagert und der Güterverkehr auf Lastwagen. So wurde 1964 auch die Strecke Oberpleis - Siegburg stillgelegt. Mit viel Beifall bedankten sich alle für diesen interessanten Vortrag aus der Vergangenheit.

29.11.1999 Fahrt in die Eifel Um 8.30 Uhr fuhren wir los, unser erstes Ziel war die Zuckerfabrik Pfeiffer und Langen in Euskirchen. Zunächst bekamen wir einen Vortrag über das Werk und deren Besitzer zu hören. Gleich im Anschluß einen nicht zu langen Film über den Ablauf der Produktion von der Zuckerrübe bis zum Zucker zu sehen. Da unser Bus mit 50 Personen voll besetzt war, teilten wir uns in zwei Gruppen. Geführt wurden wir von Pensionären des Werkes. Einer der Herren kam aus der kaufmännischen Abteilung, der andere aus der elektrischen. Uns wurde das ganze Werk mit allen Abläufen gezeigt. Da wir bei der Besichtigung kaum Personal sahen, kam die Frage auf: Wieviele Menschen arbeiten hier. Wir hörten und staunten: 26 Personen in einer Schicht. Gearbeitet wird während der Kampagne (15.9. bis wahrscheinlich 19.12.) in 4 Schichten. Nachdem wir nun alles sehen durften, ja sogar die Leitstände durften wir betreten, von denen aus alles gesteuert und überwacht wird. Zum Schluß kamen wir in die Abteilung, in der die Zentrifugen für die Zuckerherstellung stehen. Hier bekamen wir nach 3 1/2 Stunden Führung erst dem Namen "Zuckerfabrik" entsprechend Zucker zu sehen. Die Führung endete mit einer Geschenktüte mit verschiedenen Zuckerarten und einem Kochbuch. Da es nun schon kurz vor 14.00 Uhr war, ging es ins Stadtwaldrestaurant "Inden" zum Mittagessen. Hier wurden wir schon erwartet. Nach dem guten Essen fuhren wir um kurz nach 15.00 Uhr nach Bad Münstereifel zum Weihnachtsmarkt. Die Altstadt mit ihrer Fußgängerzone ist sehr schön geschmückt. Da es schon langsam dunkel wurde und die vielen Sterne mit den Lichtern erstrahlten, war es ein Genuß hier durchzuschlendern. Nach dem Bummel durch die Stadt trafen wir uns um 17.00 Uhr an unserem Bus und fuhren zurück nach Oberpleis, wo wir kurz nach 18.00 Uhr ankamen. Aus meiner Sicht war es ein gelungener Ausflug. Wa.

06.12.1999 Pfarrheim Wieder gab es ein Fest zu feiern beim Montagstreff. Karl und Anneliese Buhr hatten uns aus Anlaß ihrer Goldenen Hochzeit eingeladen. Nach der Begrüßung gab es Gulaschsuppe mit Brötchen. Hans-Robert Mies hielt einige lustige Vorträge. Karl Schüller kam als Pastor verkleidet herein und sprach von der Kanzel über die Jungfrau Anneliese, die sich einen lieben Mann wünschte, der ihr immer treu blieb. Zur gleichen Zeit betete im Siegerland der Karl Buhr, Gott möge ihm eine treue Frau schenken. Da erschien ihm ein Engel und sagte ihm, er solle nach Boseroth am Fuße des Ölbergs wandern, dort werde er seine Angebetete finden. Wa.

13.12.1999 Pfarrheim Nikolausfeier bei den Senioren des Montagstreff Gerade wollten wir einen Video-Film anschauen, da wurde der Nikolaus (Thomas Lissek) angesagt, den wir mit einem Nikolauslied empfingen. Er erzählte uns eine Geschichte vom Hl. Nikolaus und verteilte an alle einen großen Weckmann. Nun konnten wir einen Videofilm über eine Reise des Thomasberger Kirchenchores nach Rom ansehen, bei der unser Mitglied Paul Zens mitgefahren ist. Es waren viele schöne Bilder von Kirchen und historischen Bauten in Rom zu sehen. We.

20.12.1999 Pfarrheim Pünktlich um 15.00 Uhr begann unsere Weihnachtsfeier, leider ohne unseren Vorsitzenden Fred Euskirchen, der mit einer starken Erkältung das Bett hüten mußte. Aber seine Schwester, Frau Schmitz, hatte er trotzdem geschickt, die uns wieder schöne Weihnachtsgeschichten vorlas. Karl Schüller sorgte mit seiner Stereoanlage für die richtige musikalische Unterhaltung. Paul Zens spielte bekannte Weihnachtslieder, bei denen alle kräftig mitsangen. Zwischendurch trug Hans-Robert Mies, der heute den Vorsitz übernommen hatte, wieder einige passende Geschichten zur Unterhaltung bei. Aber auch Karl Schüller hatte wieder einige schöne Geschichten über Weihnachten auf Lager. Bei Kaffee und Süßigkeiten ging ein schöner Nachmittag zu Ende.

27.12.1999 Pfarrheim Nachdem Fred Euskirchen die Geburtstagskinder begrüßt hatte, gab er die nächsten Termine bekannt. Für die Fahrt nach Bayer Leverkusen wurde eine Teilnehmerliste rundgereicht. Diesmal können allerdings nur Männer mitfahren. Fred berichtet, daß Pastor Müller keine Möglichkeit sehe, für uns eine Jahresabschlußmesse zu lesen. Auch einen Taschenkalender für uns konnte Fred nicht besorgen, da die Volksbank das Geld für soziale Zwecke verwendet, anstatt für Kalender. Karl Buhr wollte im nächsten Jahr die Nikolausfeier streichen und mit dem gesparten Geld Kalender kaufen, da war aber die Mehrheit dagegen. Für 2000 muß sich jeder selbst einen Kalender besorgen, und für das Jahr 2001 will Klaus Schol für alle einen Taschenkalender besorgen. Die restliche Zeit des Nachmittags wurde mit allgemeiner Unterhaltung bestritten.

03.01.2000 Pfarrheim Da die Sternsinger unseren Raum belegt hatten, mußten wir im 1. Stock unsere Versammlung abhalten. Fred Euskirchen verteilte noch einige Kalender. Hans Robert Mies trug viele lustige Geschichten vor. Zum Schluß bekam jeder eine große Neujahrs-Brezel. We.

10.01.2000 Pfarrheim Herr Willi Joliet hielt uns heute einen ausführlichen Dia-Vortrag über den Kreuzgang unserer Propsteikirche. Zu Beginn bekam jeder eine Broschüre mit Bildern und Erklärungen zu den einzelnen Bezeichnungen. Herr Joliet zeigte uns auch Dias vom Kreuzgang des Bonner Münsters, um uns die Ähnlichkeit mit Oberpleis zu zeigen. Es hätte nicht viel gefehlt und Napoleon hätte auch unsere Propsteikirche abreißen lassen, genau wie die Klosterkirche in Heisterbach. Da aber zu dieser Zeit die alte Pfarrkirche vor dem Hochkreuz noch stand, die in einem sehr schlechten Zustand war, wurde nach Verhandlungen mit den Franzosen die alte Pfarrkirche abgerissen. We.

17.01.2000 Treffpunkt Pfarrheim Oberpleis Um 14.45 Uhr ging die Fahrt mit Privatwagen los nach Rauschendorf, um die Fensterbau-Firma Schmitz zu besichtigen. Wir wurden schon vom Junior-Chef erwartet, der uns durch den Betrieb führte. Wir hatten Gelegenheit, die Entstehung der Fenster vom Zuschneiden des Kunststoffprofils bis zur Verglasung zu beobachten. Die Profile werden in 6m Länge angeliefert und auf den Maschinen, durch Laserstrahl gesteuert, haargenau abgeschnitten. In jedes Stück Kunststoff wird ein passendes Stück Eisen eingelegt. Dann erfolgt die Zusammensetzung der einzelnen Stücke zu einem Rahmen, von hier ging es auf die automatische Schweißmaschine, wo alle vier Kunststoffwinkel gleichzeitig verschweißt wurden. Es folgte die Befestigung der Beschläge, das Anbringen der Dichtungen. Und nach vielen Arbeitsgängen, die Herr Schmitz uns alle erklärte, folgte schließlich das Einsetzen der Glasscheibe. Die Fenster konnten zum Versand gehen. Jetzt führte uns Herr Schmitz in den Ausstellungsraum für Fenster und Haustüren, die nach verschiedenen Sicherheitsstufen gebaut waren. Als wir nun alles gesehen hatten, wurden wir zu einem Imbiss eingeladen, hier erwartete uns Herr Schmitz sen. und seine Frau. Herr Schmitz sen. beantwortete noch so manche Frage. Die Firma Schmitz feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen und hat z.Zt. 65 Mitarbeiter. We.

24.01.2000 Pfarrheim Da unser Gast, Herr Hauke erst um 16.00 Uhr kommen konnte, hatten wir eine ganze Stunde Zeit um uns zu unterhalten. Fred Euskirchen erzählte uns, er habe für unsere Herbstfahrt etwas Passendes gefunden, und zwar in Büchern im Odenwald. Fred bat um Zustimmung der Anwesenden; alle waren einverstanden, daß er das Hotel bestellt. Um 16.00 Uhr kam nun Herr Hauke, der uns einen Dia-Vortrag über Georgien hielt. Er erklärte uns, daß hier die gesamte Wirtschaft zusammengebrochen ist. Es gibt so gut wie nichts' zu kaufen, unter der Bevölkerung herrscht große Armut. Häuser und Straßen sind richtig verkommen.

31.01.2000 Pfarrheim Genau auf Hl. Abend hatte Reinhold Gerber Geburtstag, er wurde 70 Jahre alt Und das wurde heute bei Kaffee und belegten Brötchen gefeiert. Nachdem alle gesättigt waren, bekamen wir einen Video-Film über die Postbeförderung in Australien gezeigt. Dort geht es anders zu, als wir es gewohnt sind. Unter schwierigen Bedingungen in Außenbezirken mit Jeeps, mit Booten und Flugzeugen, auch unter extremen Wetterbedingungen mußte die Post an ihren Bestimmungsort gebracht werden.

07.02.2000 Pfarrheim Heute feierten wir den 80. Geburtstag von Raffaele Scudieri. Nach der Geburtstagslitanei wurden wir mit Kartoffelsalat und Würstchen beköstigt. Als alle satt waren, bekamen wir noch einen Video-Film über einen englischen Komiker gezeigt. We.

14.02.2000 Besuch des Siebengebirgsmuseums in Königswinter Anlaß für unseren Besuch im Museum war die Sonderausstellung über die Funde in Stieldorferhohn, die beim Bau der ICE-Strecke von Köln nach Frankfurt gemacht wurden. Zunächst gab uns Herr Scheuren eine kurze Einführung. Danach übergab er das Wort an den Ausgrabungsleiter, Herrn Dr. Schuler. Von diesem Herrn erfuhren wir, daß es sich bei den Funden um eine Siedlung der Kelten handelt, die ungefähr 300 Jahre vor unserer Zeitrechnung entstanden ist. Die meisten Fundstücke sind Scherben von Haushaltsgegenständen, die von den "damaligen Bewohnern selbst gebrannt wurden. Hierbei muß berücksichtigt werden, daß es den Menschen in der Siedlung nicht möglich war, hohe Temperaturen zum Brennen ihrer Gefäße zu erzeugen. Bei den Funden sind auch Scherben von Gegenständen, die die Bewohner höchstwahrscheinlich gekauft oder getauscht hatten. Gekauft schließt man daraus, daß in der Region Goldmünzen aus der damaligen Zeit gefunden wurden (sogenannte "Regenbogenschüsselchen"). Die gekauften Scherben sind mit viel höheren Temperaturen gebrannt worden. Wir dürfen nicht vergessen, daß wir uns bei diesen Menschen in der Eisenzeit befinden. Eisen wurde in Stieldorferhohn nicht gefunden, es hat sich im Laufe der 2000 Jahre aufgelöst. Die Häuser und Stallungen waren aus Holz, Fundamente gab es damals noch nicht. Es wurde alles nur in die Erde gepflanzt. Ferner wurde auch eine Gerberei entdeckt, in deren Nähe wurden Gegenstände aus der Steinzeit gefunden, z.B. Messer, Schaber und auch Pfeilspitzen. Die Wasserversorgung erfolgte damals aus Quellen, die aus dem höher gelegenen Umfeld stammen. Die Quellen sind auch heute noch vorhanden und behindern den Ausbau der ICE-Trasse. Aufgegeben wurde die Siedlung wahrscheinlich durch das Vorrücken der Römer. Es deutet alles darauf hin, daß dies sehr schnell und plötzlich geschehen mußte. Nach ca. 1 1/2 Stunden schloß Dr. Schuler seine Führung durch die Sonderausstellung. Ihm sei hiermit nochmals herzlich gedankt für die interessante Führung in unsere vorchristliche Heimatgeschichte. Wa.

21.02.2000 Pfarrheim Karneval beim Montagstreff Fleissige Hände hätten den Pfarrsaal mit bunten Girlanden und Luftschlangen in einen Festsaal verwandelt. Fred Euskirchen eröffnete die Sitzung und stieg auch gleich als Protokollarius in die Bütt. Gleich zwei "Musikkapellen" standen uns zur Verfügung: Karl Schüller sorgte mit seiner Stereo-Anlage für die nötige Stimmung, auf der anderen Seite begleitete uns Paul Zens mit seinem Quetschbüggel zu den Liedern. Als erster kam ein Mitarbeiter der Fa. Mögel Bruch zu uns herein (Hans Remig) und berichtete uns von seinem schweren Beruf. Als er sich vorstellte sagte der Chef, was wollen Sie denn hier, Sie Liliputaner, sagt er zum Chef: na und, haben Liliputaner keine Möbel? Er wurde zu einer Wohnung im 5. Stock geschickt: wie soll ich das Klavier runterkriegen? Das ist kein Klavier, das ist ein Flügel sagt die Frau. Wenn das Ding Flügel hat, ist die Sache einfach, Fenster auf und ab ging der Flug. Aber scheinbar hatte das Ding doch keine Flügel. Nun folgte die Tanzgruppe "Die Ströppche", die ihre Tänze vorführten. Kurz danach kam das Kinderprinzenpaar in Begleitung der Tanzgruppe "Diddeldöppche", auch sie verschönerten den Nachmittag mit ihren Tänzen. Alle Kinder erhielten als Dank Schokolade und Cola. Mit Vorträgen von Fred Euskirchen, Hans-Robert Mies und Karl Schüller ging das Programm seinem Höhepunkt entgegen: Das Oberpleiser Prinzenpaar Prinz Lothar I und seine Prinzessin Gundi I (Dahs) kamen mit Begleitung an. Die Prinzessin verteilte an alle Senioren ein Fläschchen Kümmerling. Der Prinz hatte gleich mehrere Witze auf Lager. So ging ein sehr schöner Nachmittag zu Ende.

28.02.2000 Besichtigung der Bayerwerke in Leverkusen Unsere Fahrt ging um 12.30 Uhr ab Pfarrheim nach Leverkusen. Für 14.00 Uhr waren wir angemeldet und so hat uns dort auch pünktlich eine Dame des Werkes empfangen. Zuerst wurde uns in groben Zügen die Entstehung des Werkes vorgetragen. Danach wurden wir in extra für Besucher eingerichtete Schauräume geführt. Es waren dies, um nur ein paar zu nennen: Die Schädlingsbekämpfung, die Herstellung von Grundstoffen für die Farbenindustrie, sowie Grundstoffe für Kunststoffe. In dem letzten Ausstellungsraum war ein Auto, das mit Ausnahme des Motors komplett aus Kunststoff hergestellt war, ein Fahrrad, das aus einer Kombination aus Aluminium und Kunststoff konstruiert wurde. Dieses Rad wird bereits gebaut und kostet ca. 3.800,— DM. Auch ein Segelschiff und Teile, die im Flugzeugbau verwendet werden, waren dort ausgestellt. Neuerdings wird ein Kunststoff für Blumentöpfe gefertigt, der in der Erde innerhalb von 6 Wochen verrottet. Dieser Stoff ist aber z.Zt. 3 mal so teuer wie der herkömmliche Kunststoff. Mit einem Satz gesagt: alle diese Stoffe sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Zum Schluß bekamen wir ein Modell der Kläranlage und der dazugehörenden Filter zu sehen. Hierbei wurde uns erklärt, daß die Firma Bayer 140 Millionen DM allein in Leverkusen für die Beseitigung von Abfallprodukten ausgibt. Das Wasser, das aus dem Rhein entnommen wird, fließt in besserer Qualität zurück. Nach all diesen hochinteressanten Ausführungen hatten wir noch die Gelegenheit, 1 Stunde mit unserem Bus durch das ganze Werk zu fahren. Hierbei bekamen wir auch die Wasseraufbereitungsanlage, die Verbrennungsanlage und die Restmülldeponie zu sehen. Es wurde uns mit einer großen Offenheit das ganze Werk gezeigt. Im Anschluß an die Besichtigung wurden wir zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Gegen 17.00 Uhr ging es dann wieder in Richtung Oberpleis. Wa.

13.03.2000 Pfarrheim Nachdem Fred Euskichen die Geburtstagskinder begrüßt hatte, hielt uns Herr Joliet einen Vortrag über den Schmuckfußboden in unserer Pfarrkirche, unterstützt mit einigen Dias. Als die Kirche 1974 renoviert wurde, entdeckte man bei der Tieferlegung des Fußbodens die Reste des keramischen Fußbodens. Das keramische Komosbild war vom 30. April bis 27. Juli 1975 im Schnütgenmuseum in Köln zentrales Ausstellungsstück. Das Original wurde danach deponiert und heute weiß keiner mehr, wo es sich befindet. 1978 wurde von der Niederländischen Firma Tichelaar eine Kopie gefertigt und in der Pfarrkirche verlegt. Herr Joliet erklärte uns ausführlich die Bedeutung der einzelnen Bezeichnungen auf dem Kosmosbild. Zur besseren Erklärung bekam jeder eine Broschüre, um zu Hause in Ruhe nochmal alles nachlesen zu können. We.

22.03.2000 Fahrt nach Siegen Bei herrlichem Frühjahrswetter führte uns unser Ausflug über die Dörfer, auf Land- und Bundesstraßen bis nach Siegen. Hierbei lernten wir auch die Heimat unseres Kollegen Karl Buhr kennen. Karl hat uns während der Fahrt einen Überblick über Geschichte, Kultur, Industrie, Land und Leute gegeben. Auch berichtete er über kleine Episoden aus seiner Kindheit und Jugend. Punkt 10.00 Uhr waren wir in Siegen am oberen Schloß, wo uns bereits zwei Stadtführerinnen erwarteten. Wir teilten uns in zwei Gruppen und begannen sofort mit der Führung. Die einzelnen Stationen waren das Museum, der kleine Park um das obere Schloß, danach durch die wiederaufgebaute Altstadt, die am 16.12.1944 durch Bomben zerstört wurde, bis zum unteren Schloß. Zu den Schlössern wäre noch zu sagen: das obere Schloß ist als Museum eingerichtet, und zwar 1. mit dem Oraniersaal und 2. mit dem Rubenssaal. Für die weiteren Ausstellungsräume hatten wir keine Zeit. Im Oranier-Saal sind Gemälde der Landesfürsten, allen voran Johann Moritz Fürst zu Nassau-Siegen ausgestellt. Im Rubenssaal sind nur Bilder vom Meister selbst und seiner Schule zu bewundern. Die Stadt Siegen hat mit dieser Sammlung von Bildern, die in Antwerpen gemalt wurden, ihrem Sohn Peter Paul Rubens, ein schönes Denkmal gesetzt. Im unteren Schloß, welches jetzt als Behördenhaus eingerichtet ist, kann man aus der damaligen Zeit nur noch die Fürstengruft besichtigen. Gegen 12.30 Uhr war unsere Führung beendet. Es war vorgesehen, mit dem Bus vom unteren Schloß zu den Schloßstuben am oberen Schloß zu fahren. Leider hat man uns die Busausfahrt mit regelwidrig abgestellten Autos verstellt, und so mußten wir zu Fuß den Weg bergauf zurückgehen. Nach einem guten Mittagessen gingen wir zur Nikolai-Kirche. Hier hatten wir um 15.00 Uhr eine Führung. Der Küster hat uns in einer 3/4 Stunde die ganze Kirchengeschichte erzählt, besonders über die Zerstörung am 16.12.1944 und den Wiederaufbau. Festhalten möchte ich noch, daß dieses architektonisch wunderschöne Gotteshaus zuerst katholisch, dann nach der Reformation lutherisch-evangelisch, für eine kurze Zeit wieder katholisch war und nun wieder eine evangelisch-reformierte Kirche ist. Im Anschluß an diese Kirchenbesichtigung ging es zu Kaffee und Kuchen in die Schloßstuben. Um 16.45 Uhr war Abreise. Kurz vor 19.00 Uhr erreichten wir wieder Oberpleis. Wa.

27.03.2000 Pfarrheim Den Geburtstagskindern wurde ein Lied gesungen, leider war keiner von ihnen anwesend. Der Besuch war heute sowieso sehr minimal. Fred Euskirchen zeigte Dias von unserer Karnevalssitzung. Nun bekamen wir den 2. Teil des Berichtes über eine Romfahrt gezeigt, bei der unser Mitglied Paul Zens unter den Reisenden war. Es gab viele Kirchen und Denkmäler zu sehen. We.

03.04.2000 Pfarrheim Kurt Petrikowski, selbst gebürtiger Berliner, hielt uns heute einen Vortrag über die Bundeshauptstadt Berlin. Kurt rät allen, die sich in Berlin nicht gut auskennen, nicht mit dem Auto in die Stadt zu fahren, sondern die U-Bahn zu benutzen. In West-Berlin gibt es keine Straßenbahnen mehr, nur noch U-Bahnen. Dagegen fahren in Ost-Berlin noch überall Straßenbahnen. Berlin hat heute 4 Millionen Einwohner und ist eine riesige Baustelle. We.

10.04.2000 Fahrt nach Waldbreitbach Unsere Monatsfahrt führte uns am 10.4. nach Waldbreitbach zu den Franziskanerinnen unserer lieben Frau. Bei herrlichem Sonnenschein fuhren wir um 12.30 ab. Unser Bus war mit 35 Personen gut besetzt. Nach einer Stunde Fahrt kamen wir dort an und hatten erst einmal Gelegenheit den mächtigen Gebäudekomplex anzuschauen. Da Petrus es an diesem Tage gut mit uns meinte, haben einige von uns die Zeit genutzt, sich von der Sonne bescheinen zu lassen. Gegen 15.00 Uhr sind wir dann in einer der Kloster-Cafeterias zu Kaffee und Kuchen zusammen gekommen. Im Anschluß daran haben wir uns in der Klosterkirche versammelt, wo uns die Schwester Oberin Luitgard schon erwartete. Zuerst wurde uns die Klostergründung durch die damalige Schwester Rosa geb. Fletsch im Jahre 1863 erklärt. Schwester Luitgard hat uns über alle Höhen und Tiefen des Klosters von der Gründung bis heute berichtet. Es war eine Freude, dieser Frau zuzuhören. Anschließend wurden wir durch das Kloster geführt. Wir bekamen alles zu sehen, natürlich mit Ausnahme der privaten Räume der Schwestern. So gegen 17.30 Uhr war die Führung beendet. Schwester Luitgard schloß mit den Worten: "Kommen Sie gut nach Hause und besuchen Sie uns wieder". Wir bedankten uns, kauften noch etwas im Klosterlädchen ein und fuhren um 18.00 Uhr in Richtung Heimat. Vorbereitet hat diese Fahrt unser lieber Fred, wofür wir ihm herzlich danken.

17.04.2000 Pfarrheim Heute wurden, wie jedes Jahr vor Ostern, Adressen und eine Osterblume für die älteren und kranken Leute in der Gemeinde verteilt. Eine Aktion der kath. Frauengemeinschaft. Die Mitglieder des Montagstreffs bringen diese Ostergrüße zu den Leuten hin.

08.05.2000 Pfarrheim Eigentlich gibt es heute nicht viel zu berichten. Fred Euskirchen stimmte auf die Geburtstagskinder ein Lied an, wenn sie auch nicht da waren. Der Besuch war heute sehr schwach. Walter Waskowiak gab noch einige Erklärungen zu der Fahrt am 16.5. nach Ahrweiler ab. Das war schon alles.

16.05.2000 Fahrt nach Ahrweiler und Mendig Ein Tag bevor der langersehnte Regen kam, machten wir unseren Maiausflug in die Eifel. Zuerst besuchten wir das Museum "Weißer Turm" in Ahrweiler. Die Leiterin des Museums führte uns durch das ganze Haus und gab uns einen Einblick in die Geschichte der Städte Ahrweiler und Bad Neuenahr. Es war interessant zu hören, was in einer Stadt, die vor ca. 3000 Jahren mit Siedlungen der Kelten begonnen hatte, alles geschehen ist. Nach 90 Minuten Führung war der Geschichtsunterricht zu Ende. Wir machten uns sodann auf den Weg über den schönen Markplatz zum Busbahnhof hinter der Stadtmauer und fuhren weiter nach Niedermendig zum Vulkan-Brauhaus, wo wir schon erwartet wurden. In diesem Brauhaus nahmen wir unser Mittagessen ein. Als traditionelles Getränk gab es "trübes" Hell- und Dunkelbier. Nach dem Mittagsmahl ging es für diejenigen, die sich vor 153 Stufen nicht fürchteten, in die historischen Basalt-Felsenkeller. Auch hier hatten wir einen Führer. In der Blütezeit der Jahre von 1850-1930 hatten in diesen Steinbrüchen 28 Brauereien ihre Kühlhäuser eingerichtet. Es herrscht dort eine konstante Temperatur von 8-9 Grad Celsius. Durch Verfüllen von Eis im Winter, erreichte man die für das Bier erforderliche Lagertemperatur von 2 Grad. Durch die Entwicklung der Kühlmaschinen wurden die Kühlkeller immer weniger genutzt. Seit ca. 15 Jahren gehören diese Kühlanlagen der Geschichte an. Da diese Steinbrüche aber nicht als Kühlräume für Bier geschaffen wurden, hier noch ein kurzer Überblick über die Entstehung der "Felsenkeller": Die aus dieser Höhle herausgeschlagenen Basaltblöcke wurden zur Zeit der Römer und auch später als Mühlsteine genutzt. Ferner wurden in späteren Zeiten die Steine zum Bau von Häusern verwendet. Im 19. Jahrhundert ging das meiste Material in den Straßenbau. Nach einer Stunde Aufenthalt in den Gewölben ging es dann wieder nach oben zum Bus. Von Niedermendig aus fuhren wir nach Maria Laach. Hier konnte sich jeder die 1 1/2 Stunde Aufenthalt selbst gestalten (Kirchenbesuch, Spaziergang am See usw.). Um 17.15 Uhr fanden wir uns für die Rückfahrt nach Oberpleis ein, wo wir dann auch kurz nach 18.00 Uhr eintrafen. Wa.

22.05.2000 Pfarrheim Fred Euskirchen gab einen kurzen Bericht über die geplante Herbstfahrt nach Kuchen im Odenwald. Nach allen Berechnungen wird die Fahrt pro Person 390,-- DM kosten. Herr Joliet hielt uns heute einen sehr interessanten Dia-Vortrag über die Kunst des Fliesenlegens im Altertum. Er zeigte uns Bilder von Babylon, Griechenland, Italien u.v.a. Aber auch die Herstellung der Fliesen und die Ausnutzung der Kinder bei dieser Arbeit wurde uns gezeigt und erklärt. We.

29.05.2000 Pfarrheim Da Fred Euskirchen zu den Passionsspielen nach Oberammergau war, und Walter Waskowiak sich auch für heute abgemeldet hatte, sollte Toni Wertenbroich den Vorsitz übernehmen. Aber Toni mußte wegen einer Herz-Attacke nach Königswinter ins Krankenhaus. So mußte nun Heinrich Weber die Versammlung leiten. Heute feierten wir bei Kaffee und Kuchen den 65. Geburtstag von Willi Schneider. We.

05.06.2000 Pfarrheim Nach der Begrüßung gab Fred Euskirchen einen kurzen Erlebnisbericht von den Oberammergauer Passionsspielen. Danach zeigte uns Klaus Schol Video-Filme über Verkehrssicherheit von Senioren vor allem bei Dunkelheit. Man sollte regelmäßig den Augenarzt aufsuchen und die Augen untersuchen lassen. Zudem sollte man als Fußgänger im Straßenverkehr im dunkeln helle Kleidungsstücke tragen, damit man gesehen wird. We.

19.06.2000 Kirmesmontag Um 11.00 Uhr war, wie jedes Jahr, Treffpunkt des Montagstreffs in der Gaststätte Bramkamp. 15 Mann waren der Einladung gefolgt. Hier wurde noch über verschiedene Termine gesprochen. Ansonsten wurde in lockerer Runde über alles Mögliche geredet. We.

20.06.2000 Pfarrheim Am Dienstag, 20.6., traf sich der Montagstreff im Pfarrheim zu einem Vortrag über Bienen generell und speziell über Bienen im Siebengebirge. Referent war Herr Berndt, stellvertretender Vorsitzender des Imkervereines Siebengebirge. Zuerst hörten wir, was in alten Schriften über die sehr nützlichen Tiere berichtet wurde. Da die Honigsammler in früheren Zeiten nur für das Überleben im Winter gesorgt hatten, hat der Mensch mit seinen Fähigkeiten schon sehr früh angefangen, den fleißigen Tieren etwas von den süßen Kostbarkeiten abzunehmen. Mit sehr harter Strafe wurde derjenige belegt, der den Bienen zu viel Honig abgenommen hatte. Mit zunehmendem Wissen über den Aufbau von Bienenvölkern hat man dann den Bienen künstliche Behausungen geschaffen, indem man alte Bäume, die von innen morsch waren, ausgehöhlt und mit Türen an der Rückseite versehen hat. Erst mit der landwirtschaftlichen Entwicklung und der Herstellung von Zucker wurde die Imkerei zu dem, was sie heute ist. So kann man den Tieren ihren eigenen Vorrat für den Winter fast ganz abnehmen und sie im Winter mit Zucker ernähren. Wir hörten, daß ein gesundes Volk im Jahr bis zu 50 kg Honig einsammelt. Ein solches Volk besteht aus ca. 80.000 Bienen, wobei eine Arbeitsbiene in der Haupterntezeit ungefähr 3 bis 4 Wochen lebt. Auch wurde uns erklärt, wie heutzutage friedliche Völker herangezogen werden. Als vorletztes durften wir dann einen Bienenkasten mit Brutabteilung und Honigspeichern sowie volle Waben, Honigschleuder und weiteres Imkerwerkzeug bewundern. Zum Schluß kam noch ein nicht sehr angenehmes Thema zur Sprache: "Krankheiten'. Mit eine der schlimmsten ist der Befall mit Milben. Diese kleinen Sauger, sichtbar nur mit einem Vergrößerungsglas, können ganze Völker ausrotten. Über weitere Krankheiten konnten wir uns nicht mehr unterhalten, da es bereits 17.30 Uhr war, also eine halbe Stunde länger, als sonst üblich. An dieser Stelle möchte ich nochmal im Namen aller Zuhörer Herrn Berndt recht herzlich danken. Wa.

26.06.2000 Pfarrheim Heute feierten wir die goldene Hochzeit von Karl Jürgens und seiner Frau Martha. Wir wurden mit leckerer Gulaschsuppe bewirtet. We.

03.07.2000 Pfarrheim Eigentlich wollte Klaus Schol uns Video-Filme zeigen, aber das Gerät klappte nicht. So bekam zuerst jeder einmal reichlich Schriften für "Ältere aktive Kraftfahrer". Nun hielt Klaus uns einen sehr interessanten Vortragüber das Verhalten von älteren Menschen im Straßenverkehr, nicht nur als Autofahrer, sondern auch als Fußgänger. Man sollte immer nach links und rechts schauen und sich überzeugen, ob die Fahrbahn frei ist, bevor man sie überquert. Manche Fußgänger sind der Ansicht, sie hätten immer Vorrecht auf der Straße, das stimmt nicht. Vor allem sollte man Kindern immer ein Vorbild sein. We.

11.07.2000 Nachmittagsausflug nach Brühl zum Jagdschloss "Falkenlust" Der Weg führte uns über die Dörfer (Vorgebirge) nach Brühl zum Jagdschloss von Clemens August, Kurfürst und Erzbischof von Köln. Dort erwartete man uns schon. Um 14.00 Uhr hatten wir eine Führung durch das Schloß Falkenlust. Zuerst bekamen wir einen Überblick über das Leben und Wirken von Clemens August, der 1700 geboren und 1761 verstorben ist. Anhand von Bildern, Skizzen und Trophäen konnten wir erfahren, wie es damals am Hofe bei der Jagd zuging. Auf Falkenlust wurde, wie bereits der Name sagt, nur mit Falken gejagt. Zu erwähnen wäre hier noch, daß es sich um eine unblutige Jagd handelte. Gejagt wurden Fischreiher, die das Gebiet des Parks überflogen, um im nahe gelegenen Rhein zu fischen. Aus den damals gemachten Aufzeichnungen geht hervor, daß man Fischreiher bis zu 5 mal fing; denn die gefangenen Tiere wurden jeweils mit einem Ring versehen und wieder freigelassen. Da es zu dieser Zeit noch sehr viel Wald um das Schloss Falkenlust gab, wurden auch von dort aus Hetzjagden auf Rot- und Schwarzwild veranstaltet. Nun zum Schloss: Baumeister war ein französischer Architekt. Die Stuckarbeiten wurden von italienischen Stukkateuren ausgeführt. Die meisten Darstellungen beziehen sich auf die Falkenjagd. Neben diesen Jagdmotiven sind auch Gottheiten aus der Antike zu sehen. Da es sich bei Clemens August um einen Erzbischof handelt, wurde uns erklärt, daß es in dieser Zeit bei gebildeten Menschen üblich war, auch die alten Götter zu verehren. Eines der Schätze dieses Schlosses ist das ganze Treppenhaus. Clemens-August ließ für die Herstellung der Kacheln extra holländische Keramiker kommen. Die Kacheln wurden in den Farben weiß-blau mit Motiven der Jagd gefertigt. Die Farbe weiß-blau bezog sich auf die Nationalfarben von Bayern, da Clemens August von den Wittelsbachern abstammt. Nach dieser schönen und lehrreichen Führung ging es mit dem Bus zur Innenstadt, wo wir noch 1 1/2 Stunde zur freien Verfügung hatten. Um 17.00 Uhr war die Abfahrt in Richtung Oberpleis. Wir fuhren durch Bonner Gebiet, das man normalerweise nicht zu sehen bekommt, da die Autobahn um diese Zeit überlastet war. Wa.

17.07.2000 Heini Fest Wie alljährlich wurde unser Heini Fest bei Bennerscheids in Eisbach gefeiert. Toni Wertenbroich hatte wieder bestens für Essen und Trinken gesorgt. Karl Schüller servierte in weißer Schürze und Käppi den leckeren Braten an die zahlreich erschienenen Mitglieder. Nach dem Essen spielte Paul Zens noch einige Lieder auf seiner Ziehharmonika und alle sangen kräftig mit.

24.07.2000 Pfarrheim Fred Euskirchen verteilte die Einzahlungsbescheide für die Herbstfahrt nach Buchen. Kurt Petrikowski las einen großen Artikel aus dem heutigen General-Anzeiger vor. Hier wurde über den plötzlichen Tod des Erzbischofs von Fulda, Johannes Dyba, berichtet. Er war ein sehr beliebter Bischof, der immer zu seinem Wort stand. We.

31.07.2000 Pfarrheim Da Fred Euskirchen, wie angekündigt, heute nicht da war, mußte Walter Waskowiak die Versammlung leiten. Unser Mitglied Karl Fresmann, Experte für Pflanzenschutz, gab uns Auskunft auf so manche Frage über Schädlingsbekämpfung im Garten.

07.08.2000 Wahlfeld Diesmal hieß es nicht Pfarrheim. Unseren Montagstreff hatten wir diesmal bei Heinz Hübbers, nicht etwa um "die schöne Kapelle" zu besichtigen, sondern um seinen 75-jährigen Geburtstag zu feiern. Es haben sich zu dieser Feier 31 Kollegen eingefunden. Frau Hübbers (Cläre) überraschte uns mit selbstgebackenen Kuchen. Tochter und Schwiegertochter servierten uns die Leckereien. Wir kamen uns vor wie Könige. Nach dem Kaffee, wie könnte es anders sein, gab es einen weißen Kurzen, da die meisten mit dem Auto da waren, verzichteten die Autofahrer auf einen Zweiten. Da es sich in dieser Situation bei Männern auch um Kaffeetanten handelt, wurde der Nachmittag im Schnellflug beendet. Kurz nach 17.00 Uhr ging es dann wieder in Richtung Heimat. Einen recht herzlichen Dank an Frau Hübbers und ihre Kinder sowie an Heinz. Wa.

14.08.2000 Tunnelbegehung in Ittenbach Heute hatten wir die Gelegenheit, die Bauarbeiten am Tunnel der Neubaustrecke Köln - Rhein-Main der Deutschen Bahn zu besichtigen. Herr Jungbluth aus Ittenbach hatte mit der Bauleitung einen Termin ausgemacht. Der bauleitende Ingenieur hat uns an Ort und Stelle den Ablauf der Tätigkeiten am Ausbau sehr gut erklärt. Der Tunneldurchbruch erfolgte schon vor mehreren Wochen. Die jetzigen Arbeiten dienen dem Ausbau der Röhre. Es herrschte ein reger Verkehr auf der Baustelle. Wir durften bis zur Einschalungsmaschine vorgehen. Hier konnten wir beobachten, wie Flüssigbeton in die Verschalung des Tunnels gebrückt wurde. Daten über Kubikmeter oder Tonnen von Beton wurden uns mitgeteilt; es sind unvorstellbare Zahlen. Nach 1 1/2 Stunde Aufenthalt in der Röhre kamen wir dann wieder an das Tageslicht zurück. Es war für uns alle ein sehr interessanter Ausflug in die Arbeitswelt des Tunnelbaus. Wa.

21.08.2000 Ausflug nach Oberhausen Um 8.00 Uhr, bei strömendem Regen starteten wir in Richtung Ruhrgebiet. Schon auf dem Wege dorthin machte Petrus die Schleusen zu. Als wir ankamen regnete es nicht mehr. Unser erstes Ziel war der Gasometer. Von außen ein über hundert Meter hohes Ungetüm, von innen eingerichtet als Museum. Hier erlebten wir die größte Überraschung unserer Ausflüge. Die Ausstellung "Der Ball ist rund" - Hundert Jahre Fußball in Deutschland hat alle, auch die mit Fußball nichts am Hut hatten, begeistert. Wir konnten hier im Zeitraffer 100 Jahre Fußball mit den sozialen, gesellschaftlichen, politischen, wirtschaftlichen und vor allem sportlichen Eigenschaften kennenlernen. Im Anschluß an die Führung, die von sachkundigen Personen durchgeführt wurden, ging es dann mit dem gläsernen Aufzug auf das Dach des Gasometers. Aus einer Höhe von 117 Metern konnten wir bei nun herrlichem Sonnenschein, das halbe Ruhrgebiet überschauen. Ein paar Orte möchte ich hierbei erwähnen: Recklinghausen, Bottrop, Essen, Mülheim-Ruhr, Duisburg, Oberhausen usw. Nach 2 Stunden Aufenthalt im Gasometer fuhren wir mit unserem Bus zum "Brauhaus Zeche Jacobi", um unser Mittagessen einzunehmen. Hier gab es, wie könnte es im Brauhaus einer Zeche anders sein, Essen wie "Kumpel Anton‘s Lieblingspfanne, Püttmanns-Steak, Platen in de Pan usw." und natürlich eigen gebrautes Bier. Nach dem Essen hatten wir noch ca. 2 1/2 Stunden Zeit, um das weit über Deutschlands Grenzen hinaus bekannte "Centro" zu besichtigen. Bei diesem Centro handelt es sich um ein früheres Industriegelände, das mit ungefähr 2 Milliarden DM aufgebaut wurde. Hierbei könnte man von einer Stadt in der Stadt sprechen. Der Besucher kann dieses Centro mit Bus oder Bahn, Auto oder zu Fuß erreichen, und dort seine Einkäufe tätigen. Es gibt nichts, was es dort nicht gibt und das ganze Centro ist überdacht. Auf den Straßen stehen Bäume wie Palmen, schwarze Oliven und darunter Sitzbänke zum ausruhen. Da alles ein Ende hat, war auch für uns die Zeit (16.00 Uhr) gekommen, unsere Rückreise anzutreten. Gegen 17.30 Uhr trafen wir wieder in Oberpleis ein. Wa.

28.08.2000 Pfarrheim Klaus Schol zeigte uns heute Video-Filme über Motorradfahren, vor allem wie es nicht sein sollte. Wildes Rasen und gefährliche Überholmanöver. In zwei Fällen wurde gezeigt, wie Motorradfahrer mit einer aufgebauten Kamera selbst ihre Fahrt in den Tod gefilmt hatten. Motorradfahren kann schön sein, ist aber auch gefährlicher als Autofahren. We.

04.09.2000 Pfarrheim Fred Euskirchen zeigte uns heute einen Video-Film über seine Reise nach St. Petersburg. Wir bekamen viele prächtige Bauwerke, schöne Kirchen und Schlösser von außen und innen gezeigt. Fred gab viele Erläuterungen zu den einzelnen Bildern. Ein sehr schöner Film. Da noch etwas Zeit war, zeigte uns Toni Wertenbroich noch einen Film über einen Schweretransport der Firma Baumann. Viele Schwierigkeiten und Hindernisse mußten überwunden werden. We.

12.09.2000 Geburtstagsfeier bei Josef Neuhöfer Unser Ehrenvorsitzender Josef Neuhöfer wurde heute 95 Jahre alt. Er hatte uns alle zu sich nach Hause eingeladen. Josef freute sich, daß alle seiner Einladung gefolgt waren. Außer dem Montagstreff waren unser ehemaliger Bürgermeister Herbert Krämer, der ehemalige Landtagsabgeordnete Franz Riscop und der ehemalige 1. Beigeordnete der Stadt, Erich Lichtenberg gekommen, um Josef zu gratulieren. Bei herrlichem Wetter konnten wir alle draußen sitzen und uns den Kaffee und die Pflaumentorte schmecken lassen. Aber auch Hans Remig ließ es sich nicht nehmen, Josef Neuhöfer zu gratulieren und einige seiner Geschichten zu erzählen. We.

18. - 22.09.2000 Jahresfahrt des Montagstreff nach Hollerbach Am 18.09. um 7.30 Uhr war es wieder soweit, unsere Fahrt in den herrlichen Odenwald begann. Unsere erste Rast machten wir an der Raststätte Alsbach. Danach ging es weiter nach Erbach. Dort besichtigten wir das Elfenbein-Museum. Eine solche Fülle von Exponaten hätten wir uns alle nicht vorstellen können. Wir konnten Meisterwerke aus allen Epochen und allen Kontinenten bewundern. Es waren nicht nur Kunstgegenstände aus Elfenbein ausgestellt, sondern auch aus Mammutbein und Bernstein. Mammutbein wird heute sehr viel verwendet, da das Elfenbein aufgrund des Artenschutzes sehr knapp geworden ist. Das Mammutbein kommt aus den ewigen Eiswüsten in Sibirien. Nach der Besichtigung des einmaligen Museums ging es dann zum Mittagessen im gleichen Haus nebenan. Hier erlebten wir unsere zweite Überraschung, ein Mittagessen für 14.00 DM, kaum vorstellbar, aber wahr. Nach dem Essen fuhren wir mit dem Bus zum Schloß. Hier hatten wir um 14.30 Uhr eine Führung. Hier wurde uns als erstes eine Sammlung von Geweihen gezeigt, die durch Krankheiten oder erlittene Unfälle deformiert waren. Danach ging es in die Waffenkammer. Bei diesen Waffen handelt es sich fast ausschließlich um Jagdwaffen aus allen Epochen, vom Vorderlader bis zum modernsten Jagdgewehr. Erwähnen möchte ich noch das Zimmer mit den Rüstungen. Eine solche Rüstung hat immerhin ein Gewicht von ca. 38 kg. Wenn man bedenkt, daß die Männer zu dieser Zeit im Durchschnitt nur 150 cm groß wurden, war das schon eine schwere Last. Zuletzt wurden wir in einen Raum mit den größten Rotwildgeweihen geführt. Hier wurden wir darauf aufmerksam gemacht, daß die Wälder und somit auch der Lebensraum der Tiere größer war als heute, was zur Folge hatte, daß die Tiere größer und die Geweihe auch viel größer und schwerer waren. Nach der Schloßbesichtigung ging es dann weiter nach Michelstadt, wo wir Zeit genug für einen Rundgang durch die schöne Altstadt mit dem historischen Rathaus hatten. Nun ging es zum Ziel unserer Reise "Hallerbach". Hier wurden wir bereits erwartet.
Am Dienstag war unser erstes Reiseziel die Wallfahrtskirche Walldürn. Hier erwartete uns eine Dame, die uns die Kloster- und Kirchengeschichte sehr gut und verständlich nahegebracht hat. Sie erzählte uns, wie es zu diesem Wallfahrtsort, der ja weit über die Grenzen des Odenwalds und Deutschlandbekannt ist, kam. Im Anschluß daran fuhren wir zum Mittagessen nach Amorbach. Hier stand nach dem Mahl ein weiterer Höhepunkt auf dem Programm, und zwar die Besichtigung der Abtei mit der Kirche. Zuerst wurden wir in den sogenannten "Grünen Saal" geführt. Dieser Raum wird heute, wie zur Zeit der Mönche als Musiksaal genutzt. Von dort aus ging es zur Bibliothek. Von dem literarischen Erbe der Mönche ist nicht viel übriggeblieben. Der neue Hausherr, der durch die Säkularisation im Jahre 1803 diesen Besitz als Entschädigung für die Vertreibung aus seiner linksrheinischen Heimat erhalten hat, gab die meisten Bücher an andere Klöster. Anschließend wurden wir in die Kirche geführt, wo wir ein kleines Orgelkonzert erleben durften. Bei dem Instrument handelt es sich um die weltberühmte "Stumm-Orgel" aus dem Jahre 1782. Abgeschlossen wurde das Kurzkonzert mit dem Finale D-Dur von Lemens. Die Abteikirche wird seit der Vertreibung der Mönche als evangelische Gemeindekirche genutzt und ist bis heute im Privatbesitz der Fürsten von Leiningen. Da der Tag noch nicht zu Ende war, gingen wir noch zu einem ganz anderen Museum. In diesem Haus hat die Familie Berger 2.500 Teekannen in allen möglichen und unmöglichen Variationen gesammelt. Meiner Vorstellung von Teegenuß entsprechen einige der Exponate nicht. Neben diesen ulkigen Gebilden war auch in einem besonderen Raum chinesisches Porzellan zur Schau gestellt. Bei diesen Kannen und Teetassen kann man da schon mit Fug und Recht von kostbarem Teeporzellan reden. Weiter waren in weiteren Räumen große Puppensammlungen ausgestellt. Hier waren sehr kostbare Puppen zu bewundern, z.B. Käthe Kruse und Schildkrötpuppen. Die Familie Berger hat In diesem Haus noch so mancherlei Gegenstände gesammelt und ausgestellt, z.B. einen Mercedes aus abgebrannten Streichhölzern. Um 16.00 Uhr fuhren wir mit unserem Bus wieder zurück zum Hotel, wo wir um 18.30 Uhr unser Abendessen bekamen.
Am Mittwoch fuhren wir zunächst nach Buchen. Dort machten wir einen Spaziergang durch die schöne Altstadt. Danach ging es weiter zur Erbacher Tropfsteinhöhle. In der "Seeterasse" nahmen wir unser Mittagessen ein. Um 14.00 Uhr war eine Führung in der Höhle angesagt. Die Tropfsteinhöhle war erst 1971 bei Sprengungen im Steinbruch entdeckt worden. Sie ist ca. 600 m lang (ausgebaut) und ca. 1 Million Jahre alt. Als wir wieder ans Tageslicht kamen hatten wir noch ca. 1 1/2 Stunde zur freien Verfügung. Nach dem Abendessen begann unser "Rheinischer Abend" mit Spielen, Vorlesungen und einem lustigen Sketch. Es wurde auch tüchtig das Tanzbein geschwungen. Als zu später Stunde (12.00 Uhr) die Schlußlieder verklungen waren, bedankte sich der Alleinunterhalter bei uns allen für das tüchtige Mitmachen beim Singen, Schunkeln und Tanzen.
Der Donnerstag war mit einer Fahrt durch den schönen Odenwald nach Heidelberg und Schwetzingen ausgefüllt. In Heidelberg hatten wir zunächst eine Schloßführung. Im Anschluß an den Rundgang ging es zum "Backhaus" Mittagessen. Nachdem wir gestärkt waren, fuhren wir nach Schwetzingen und besuchten dort die schönen Parkanlagen. Von dort aus ging es dann über Leimen wieder zum Hotel nach Hollerbach zurück, wo wir kurz nach 18.30 ankamen. An diesem Tag Haben wir den ersten Regen bekommen, glücklicherweise saßen wir trocken im Bus.
Unser letzter Tag brachte schon bei der Abreise eine gute Überraschung. Fred sagte uns, daß wir nicht die zunächst vorgesehene Strecke fahren würden, sondern durch den Odenwald zum Main und am Main entlang bis Aschaffenburg. Auf diese Weise lernten wir auch diese Gegend kennen. Leider konnten wir das Schloß von Aschaffenburg nur aus der Ferne ansehen, da man ohne Genehmigung nicht in die Innenstadt fahren darf. Nun ging die Reise ziemlich zügig. Eine kurze Rast wurde in Weisenborn eingelegt. Der nächste Halt war die Raststätte Bad Camberg. Hier konnte man sich die Beine vertreten, ein Mittagessen einnehmen und evtl. zu Hause anrufen. Kurz vor der Autobahnausfahrt wurden dann die Dankesworte für alle, die an der Vorbereitung und Durchführung der Fahrt beteiligt waren ausgesprochen. Dies waren in der Hauptsache unser liebes Ehepaar Euskirchen. Wa.

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Chronisten: Walter Waskowiak, Wilfried Weber

Quelle
Chroniken des Montagstreffs (Wolfgang Hilger)
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