Aufnahme: 1999
Montagstreff der Senioren / Chronik 1998-1999
Fahrt in den Bayrischen Wald vom 7. - 11.9.1998 Unsere Fahrt begann um 7.30 Uhr mit dem Bus ab Pfarrheim Oberpleis und endete um 16.30 Uhr am Zielort Maibrunn. Zwischendurch machten wir eine Mittagspause in Schüsselfeld und eine weitere an der Raststätte "Bayrischer Wald". Am folgenden Tag fuhren wir nach Regensburg; dort hatten wir eine Führung durch den wunderschönen Dom. Nach einem kurzen Bummel durch die Altstadt ging es dann zum Mittagessen und anschließend zur "Walhalla". Viele von uns sahen dieses prächtige Gebäude, in dem die Büsten der berühmtesten Menschen aus Politik, Literatur, Kunst, Adel, Wissenschaften und anderen besonderen Persönlichkeiten, aus weißem Marmor gehauen, aufgestellt sind, zum ersten Mal. Um 17.00 Uhr waren wir wieder im Hotel.
Am Mittwoch, 9.9.1998, ging es dann zum Kloster Metten. Dort erwartete uns der Benediktinerpater "Erminold" zu einer Führung. Empfangen wurden wir in der barocken Aula des Gymnasiums, das mit einem Internat zum Kloster gehört. Anschließend ging es in die Kirche und danach in die Bibliothek. Unser Pater, ein Mann von 85 Jahren, der heute noch alle Weltsprachen einschließlich Latein im Gymnasium unterrichtet, hat uns mit seinen Ausführungen eine der schönsten Stunden unserer Fahrt bereitet. Weiter ging es dann nach Bodenmais. Dort konnten wir eine Glasbläserei besichtigen und Glas- und Kristallwaren kaufen, Mittagessen und noch etwas bummeln gehen. Auf dem Weg zurück zum Hotel besuchten wir noch eine Holzartikelausstellung, wo mancher noch ein schönes Andenken erwerben konnte. Nach dem Abendessen begann für uns ein gemütlicher Abend mit Musik, Tanz und schönen Spielen, die alle begeistert mitmachten. Jeder bekam einen Preis.
Am Donnerstag, 10.9.1998, ging die Fahrt nach Passau. Dort besuchten wir ein Orgelkonzert im Dom. Daran schloß sich eine Domführung an. Auch diese Dame verfügte (so wie die in Regensburg) über gute Kenntnisse, die sie uns vermitteln konnte. Zur Mittagspause kehrten wir im Café "Oberhaus" ein, das hoch über dem Zusammenfluß von Inn, H z und Donau liegt. Anschließend machten wir noch Station in Deggendorf. So gegen 18.00 Uhr waren wir wieder in Maibrunn. Nach dem Abendessen hieß es "Koffer packen"; denn am Freitag, 11.9. traten wir die Heimfahrt an. Um 17.30 Uhr kamen wir wohlbehalten in Oberpleis an. Erwähnen möchte ich noch, daß wir aus Sicherheitsgründen immer die Schirme bei uns hatten, sie aber nicht einmal öffnen mußten. All diese schönen Tage und Stunden verdanken wir unserem Fred Euskirchen und vor allem seiner Frau. Wa.
14.09.1998 Fritz Neuhöfer, der wie allen bekannt, vor 6 Monaten nach Bali ausgewandert ist, war heute zu Gast bei uns. Da Fritz sich heute offiziell von uns verabschiedete, hatte er Kartoffelsalat mit einer Riesenbockwurst spendiert. Seinem Bruder Josef wurde zu seinem 93. Geburtstag gratuliert. Nun erzählte Fritz von seinem Leben in Bali. Da er sehr spät zu Bett geht, steht er morgens erst um 10.30 Uhr auf. Nach dem Frühstück wird Zeitung gelesen oder Fernsehen geschaut. Fritz hat sich dort ein Auto gekauft. Ein Chauffeur steht ihm zu bestimmten Zeiten zur Verfügung, aber leider kann er sich nicht mit ihm verständigen, da Fritz kein Englisch spricht. Abends trifft er sich am Stammtisch mit einigen Deutschen. Indonesien besteht aus unzähligen Inseln, auf denen ca. 400 Sprachen und Dialekte gesprochen werden. Fritz sagte, er könne noch stundenlang erzählen, aber dafür reicht die Zeit nicht aus. Alle bedankten sich mit viel Beifall für diesen interessanten Bericht. We.
21.09.1998 Ausflug nach Köln Genauso wie viele andere Vereine wollten auch wir zur 750-Jahrfeier des Domes nicht fehlen. Mit etwas Verspätung kamen wir so gegen 10.15 Uhr in Köln an. Hier erwartete uns schon ein Stadtführer zur Rundfahrt durch die Domstadt. Mit sehr viel Kenntnis und vor allem mit kölschem Witz hat er uns durch die Stadt geführt. Nach gut 2 Stunden ging die Fahrt zu Ende. Zum Mittagessen kehrten wir im "Sion" ein. Hier war für uns ein Raum reserviert. Nach dem Essen hatten wir für eine Stunde Zeit zum Bummeln. Für 15.15 Uhr war eine Domführung angesagt. Leider konnte diese Führung nicht zu 100 %'stattfinden, da im Dom eine Messe gelesen wurde. Aus diesem Grunde wurde die Führung verkürzt und wir bekamen im Domforum einen Film zu sehen. Mit diesem Streifen wurde uns der Dom aus dem Auge des Objektivs näher gebracht. Anschließend ging es noch zum Ausklang unserer Fahrt m das nebenan gelegene Cafe Reichert. Unsere Rückfahrt nach Oberpleis verlief ohne Stau. Wie könnte es anders sein, Fred Euskirchen und seine Frau haben diese Fahrt vorbereitet, ihnen sei hiermit herzlich gedankt. Wa.
22.09.1998 Heute trugen wir unser Mitglied Willi Lenz zu Grabe, der im Alter von 79 Jahren verstarb.
28.09.1998 Da für 16.00 Uhr ein Diavortrag angesagt war begann Fred Euskirchen pünktlich um 15.00 Uhr mit unserer Generalversammlung. Zum 1. Vorsitzenden wurde Fred Euskirchen einstimmig wiedergewählt. Zum 2. Vorsitzenden wurde Herbert Schäpertöns einstimmig gewählt. Zum 1. Kassierer wurde Hans-Robert Mies einstimmig wiedergewählt. Zum 2. Kassierer wurde Toni Wertenbroich einstimmig gewählt. Zum Stellvertreter von Toni wurde Heinrich Weber einstimmig gewählt. Zum Schriftführer und Pressewart wurde Wilfried Weber wiedergewählt. Zum Stellvertreter von Wilfried wurde Walter Waskowiak wiedergewählt Zum Kassenprüfer wurde Kurt Petrikowski einstimmig gewählt. Zum Sachverständigen des Lichtenberg-Fonds wurde Karl Buhr einstimmig gewählt. Fred Euskirchen verlas den Jahresbericht. Der Verein hatte im letzten Jahr vier Todesfälle zu beklagen, derer wir kurz gedachten. Drei Mitglieder sind neu hinzugekommen. Somit haben wir jetzt 45 Mitglieder. Das Durchschnittsalter beträgt z.Zt. 75,5 Jahre. Toni Wertenbroich verlas den Kassenbericht. Reinhard Meurer hatte die Kasse geprüft und für gut befunden. Da die Generalversammlung zügig verlaufen war, konnte Herr Dr. Hauke sofort mit seinem Diavortrag über Bulgarien beginnen. Die Hauptstadt Sofia hat 1,2 Millionen Einwohner. Das gesamte Land hat eine Fläche von 110.992 Quadratkilometern und 8.5 Mio. Einwohner. Man sah auf den Bildern noch überall Freileitungen für Strom, ein Zeichen dafür, daß die Technik noch nicht so weiter fortgeschritten ist wie bei uns. Auf einem Bild war sogar ein Lichtmast zu sehen, auf dem ein großes Vogelnest gebaut war, durch das die blanken Drähte hindurchliefen, bei uns nicht vorstellbar. Außerhalb der Stadt waren regelrechte Armutshütten aus Blech oder Holz zu sehen, wo Zigeuner hausten. Die kamen nicht mit dicken Autos und großen Wohnwagen an, sondern mit Pferd und Wagen. 85% der Bevölkerung sind Bulgaren. Die größte Minderheit stellen mit 9% die Türken. Bulgarien hat 400 km Schwarzmeerküste, was viele Touristen anzieht. Wieder ein sehr interessanter Vortrag beim Montagstreff. We.
05.10.1998 Winzerfest
12.10.1998 Pfarrheim Oberpleis Herr Schol hielt uns heute einen Vortrag über die Verkehrssicherheit von Senioren im Straßenverkehr. Er unterstützte seinen Vortrag durch zwei Filme. Herr Schol machte uns mit den Regeln für den neuen Euro-Führerschein, der ab 1. Januar 1999 gilt, bekannt. Niemand, der einen alten gültigen Führerschein besitzt, muß einen neuen beantragen. Zum Schluß erhielt jeder reichlich Unterlagen zu Verkehrsfragen. We.
19.10.1998 Ausflug nach Blankenheim/Eifel Um 9.30 Uhr ging es ab Pfarrheim los. Der Bus war mit 45 Personen ziemlich gut besetzt. Nach ca. 1 3/4 Stunden Fahrt kamen wir dort an. Zuerst gingen wir zur Quelle der Ahr; sie entspringt unter altem Gemäuer aus dem Felsen des Eifelgesteins. Von dort ging es dann zu Fuß durch die Stadt zum Mittagessen. Nach dem Essen fuhren wir mit Bus zu einer Ausstellung. Ein alter Herr hat in jahrelanger Arbeit auf einer Fläche von 220 qm den Kölner Hauptbahnhof und die Eifellandschaft nachgebaut. Leider konnte er die Züge nicht fahren lassen, da er wegen einer längeren Krankheit ca. 50 Lokomotiven nicht auf den Gleisen hatte. Technisch gesehen kann der Betrieb nur laufen, wenn alle Loks auf den Gleisen sind, weil die ganze Anlage vollautomatisch betrieben wird. Nach der Besichtigung sind wir in einer sich langsam fortbewegenden Karawane zurück in die Stadt gewandert. Petrus hat es nicht nur in dieser Zeit gut gemeint, sondern den ganzen Tag. Nach einem Bummel durch die Stadt und einer guten Tasse Kaffee mit Kuchen ging es dann so gegen 16.15 Uhr zurück nach Oberpleis. Kurz bevor wir Bonn erreichten, setzte dann der Regen ein, der uns bis vor die Haustür begleitet hat. Organisiert hat diese Fahrt unser lieber Fred Euskirchen und Frau. Wa
26.10.1998 Pfarrheim Oberpleis Herr Erhard von der Kreissparkasse hielt bei uns einen Vortrag über das Thema Erben und Vererben. Damit des später beim Erben keine Schwierigkeiten gibt, sollte jeder ein Testament machen. Aber 92% haben keins gemacht. Ein Testament muß von dem Erblasser von Hand geschrieben und mit seiner Unterschrift versehen sein. Es sollte eindeutig beschrieben sein, wer was erben soll. Ein Testament kann zu Hause aufbewahrt werden oder durch einen Notar beim Grundbuchamt eingetragen werden. Wenn etwas vererbt wird, hält Vater Staat gleich die Hand auf. Damit der Staat aber nicht alles abkassiert, gibt es für die Erben Freibeträge. So hat der hinterbliebene Ehegatte einen Freibetrag von 600.000 DM. Kinder 400.000 DM und Enkel 100.000 DM. Bei Immobilien wurde früher nach dem Einheitswert gerechnet, das ist seit dem 1.1.1996 nicht mehr möglich. Seitdem wird nach dem Verkehrswert gerechnet oder dieser nach den Vergleichsmieten ermittelt. Herr Erhard brachte viele Beispiele über das Vererben und es gab noch eine rege Diskussion. Nach diesem Vortrag wurden die Chroniken von 1997 - 1998 verteilt. Ehrenvorsitzender Josef Neuhöfer bemängelte, daß bei der General Versammlung am 28.9.1998, wo er nicht anwesend war, der Beschluß gefaßt wurde, daß Nichtmitglieder bei den Tagesfahrten den doppelten Fahrpreis bezahlen sollten. Das wurde aber auch jetzt von der Mehrheit der Anwesenden für richtig befunden. We.
03.11.1998 Pfarrheim Oberpleis Um 14.00 Uhr feierten wir mit Herrn Pastor Müller in der Pfarrkirche die Hl. Messe für die Verstorbenen des Montagstreffs; besonders für Alois Kane, Kurt Wehrmann, Willi Vogt und Willi Lenz. Im Anschluß gab es im Pfarrheim, aus Anlaß der goldenen Hochzeit von Hans Zerres, Kaffee und belegte Brötchen. Hans und seine Frau verabschiedeten sich von uns, sie machen wieder drei Monate Winterurlaub auf Mallorca. We.
10.11.1998 Fahrt nach Gelsenkirchen und Bochum Diesmal ging unsere Fahrt nach Gelsenkirchen zur Volkssternwarte und anschließend nach Bochum zum Bergbaumuseum. Wir fuhren bereits um 7.30 Uhr los, ohne Stau erreichten wir so gegen 9.40 Uhr die Sternwarte. Dort hat man uns schon erwartet Um 10.00 Uhr hatten wir einen Vortrag im Planetarium mit dem Titel "Reise ins Weltall". Bei dem Vortrag wurden uns anhand von Sternbildern zunächst die uns allen bekannten Himmelsrichtungen erklärt. Weiter ging es dann mit den 9 größten Planeten und den dazu gehörenden Monden, die wir am Himmelszelt auch sehen konnten. Die Milchstraße, zu der unser Sonnensystem auch gehört, wurde uns auch gezeigt und erklärt. Wir wurden mit Entfernungen von Millionen von Lichtjahren und Temperaturen von Millionen Grad Celsius vertraut gemacht. Auch fehlten die am Himmelszelt zu sehenden Kometen, Meteoriten sowie die Weltraumforschung, Sternentwicklung u.v.m. nicht. All dieses wurde uns in verständlicher Weise vorgetragen. Nach einer guten Stunde Vortrag im Planetarium konnten wir dann noch das neue Teleskop der Sternwarte besichtigen. Leider hat Petrus über unsere Sonne den Vorhang nicht fortgezogen, so daß wir keinen Blick ins All machen konnten. Nun ging es weiter zum Bergbau-Museum. Dort haben wir uns zuerst etwas gestärkt. Wir waren angemeldet und konnten daher in der Cafeteria des Museums ein Mittagsmahl nach Wunsch einnehmen. Um 14.00 Uhr hatten wir eine Führung unter Tage. Die Stollen liegen ca. 20 m unter der Erde und sind für Anschauungszwecke angelegt. Die uns gezeigten Maschinen, Stollen und Flöze entsprachen denen, die die Kumpel 1000m und tiefer vorfinden. Nach einer Stunde war die Führung zu Ende, nun konnten wir noch das Museum besichtigen. Es fehlte aber die Zeit, um alle 20 Hallen zu durchforsten. Hier wären 2 Tage nötig. Um 16.15 Uhr trafen wir uns wieder in der Cafeteria. Es gab Kaffee und Kuchen, sehr einfach, aber gut. Um 17.00 Uhr ging dann unsere Fahrt in Richtung Oberpleis, wo wir so gegen 18.30 Uhr wohlbehalten ankamen.
16.11.1998 Pfarrheim Oberpleis Am 8. März wurde Karl Larbig 70 Jahre alt und hatte 200,-- DM gestiftet. Aus diesem Anlaß gab es heute mit etwas Verspätung Kaffee und belegte Brötchen. Nachdem alle gesättigt waren, zeigte Toni Wertenbroich einen Video-Film über einen Schwertransport. Ein riesiges Stahlrohr wurde mit einem Spezialwagen der Fa. Baumann von Mannheim nach Frankfurt transportiert. Trotz guter Vorbereitung gab es unterwegs noch manche Schwierigkeiten, so mußten z.B. Verkehrsschilder abgetrennt oder Bäume abgesägt werden, weil das lange Gefährt sonst nicht um die Kurven kam. Aber nach allerhand kleinen Aufenthalten kam die Ladung pünktlich in Frankfurt an. We.
23.11.1998 Pfarrheim Oberpleis Heute zeigte uns Fred Euskirchen Dias von unserer Herbstfahrt nach Maibrunn im Bayrischen Wald. Da wurden machen Erinnerungen wieder wach. Anschließend zeigte Toni Wertenbroich einen Video-Film über die Holsteinische Schweiz. Eine sehr schöne Landschaft mit vielen Seen, großen Gutshöfen und schönen Villen. We.
30.11.1998 Besuch im Haus Maranatha (Burg Niederbach) Heute besuchten wir das Haus Maranatha (Burg Niederbach) in Oberpleis. Hier befindet sich ein CVJM Zentrum für Seelsorge und Lebenshilfe. Wir wurden von dem Leiter des Hauses, Herrn Wiedenmann begrüßt. Er erklärte uns die Arbeit des Hauses. Hier werden junge Leute zwischen 18 und 30 Jahren aufgenommen, die durch die verschiedensten Schwierigkeiten nicht in der Lage sind, mit dem Leben fertig zu werden. Den jungen Leuten wird hier vielerlei Hilfe angeboten. Der Tag beginnt mit Sport, Frühstück und Morgenandacht, danach werden verschiedene praktische Arbeiten im Haus oder Garten durchgeführt. Dann werden Gruppengespräche geführt, Bibelstunden abgehalten und darüber diskutiert. Nach dieser ausführlichen Information führte uns Herr Wiedenmann durch das Haus und die angrenzenden Gebäude. Hier bekamen wir gezeigt, was schon alles in Eigenleistung an und in den Gebäuden geschafft wurde. Zum Abschluß dieses sehr aufschlußreichen Nachmittages wurden wir noch zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Auch der Kuchen war selbstgebacken. Alle bedankten sich mit einer Spende. We.
07.12.1998 Pfarrheim Oberpleis Zum Montagstreff erschienen diesmal 35 Mitglieder. Zuerst wurde zwei Herren ein Geburtstagsständchen gebracht. Im Anschluß wurde uns ein Neuzugang vorgestellt: es handelt sich um Franz Wirtz, der uns schon bekannt ist, da er schon an vielen Ausflügen teilgenommen hat. Da wir am 6. Nikolaus hatten, und er auch traditionsgemäß jedes Jahr erschien, mußten wir diesmal auf ihn verzichten, da er erkrankt ist, und das Bett hüten muß. Vergessen hat er uns aber nicht. Jeder bekam ein Briefchen und einen Weckmann von Heiligen Mann. Das Briefchen mit interessanten und lehrreichen Sprüchen. In Ermangelung der sonst üblichen Aussprache und Diskussion mit dem Nikolaus (Thomas Lissek) haben wir uns einen Video-Film über die Zillertalbahn und die Acherseebahn angeschaut. Die Bahnen, deren Inbetriebnahme vor der Jahrhundertwende erfolgt ist, laufen mit den alten Dampfrössern heute noch und sind in der Ferienregion ein sehr beliebtes Verkehrsmittel. Um 17.00 Uhr beendeten wir unsere Zusammenkunft und gingen nach Hause. Wa.
14.12.1998 Fahrt nach Herborn "Festgemauert in der Erden steht die Form aus Lehm gebrannt ..." so hat Friedrich Schiller eines seiner besten Werke "Das Lied von der Glocke" begonnen. Auch wir vom Montagstreff hatten am 14.12. die Gelegenheit, einmal zu sehen, wie eine Glocke entsteht. Wir fuhren mit.40 Personen nach Sinn bei Herborn zur Glockengießerei "Rinker". Die Gießerei Rinker besteht schon seit 1590. Unsere Gruppe wurde von einem bereits in Rente stehenden Glockengießermeister, der in der dortigen Gießerei tätig war, geführt. Er erklärte und zeigte uns anhand von Modellen und schon fertigen Teilen, wie die Form gemauerte bzw. hergestellt wird, und zwar aus ungebrannten Ziegeln und aus Lehm mit Gerstenstroh vermischt. Glockengießer ist ein anerkanntes Handwerk, das es schon seit über 500 Jahren gibt. Damals wie heute wird der Klang der Glocke vor dem Guß bestimmt. Es wird daher bei der Fertigung der Formen mit größter Genauigkeit gearbeitet. Nach der Besichtigung der Gießerei kehrten wir in Herborn zum Mittagessen ein. Nach einem Stadtbummel durch die wunderschöne Stadt fuhren wir um 14.00 Uhr weiter zur Burg "Greifenstein". Dort besichtigten wir zuerst eine Doppelkirche. Im unteren Teil liegt die Katharinenkapelle, die in den Jahren 1448 - 1476, erbaut wurde. Darüber liegt die noch heute genutzte evangelische Kirche. In dieser seinerzeitigen Schloßkirche sind sehr wertvolle Stuckarbeiten zu sehen. Bei dem Stuck handelt es sich nicht um Gips, sondern um gemahlene Muscheln aus der Nordsee. Im Anschluß an die Kirchenbesichtigung wurden wir noch in die "Rossmühle" geführt. Dort sind jetzt keine Mühle und Pulverkammern zu sehen, sondern es wurde ein Glockenmuseum eingerichtet. In diesem Museum sind sehr viele und besondere Glocken aus Deutschland; die älteste Glocke ist aus dem 11. Jahrhundert. Bei einer solchen Fahrt durfte als Abschluß eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen nicht fehlen. Anschließend ging es dann in Richtung Oberpleis, wo wir gegen 18.50 Uhr wieder gut ankamen.
21.12.1998 Pfarrheim Oberpleis Weihnachtsfeier beim Montagstreff Als wir ankamen, waren die Tische schon festlich geschmückt und die Teller mit Süssigkeiten gefüllt. Nach der Begrüßung durch Fred Euskirchen begann die Feier mit Weihnachtsliedern, die von Paul Zens mit seiner Ziehharmonika begleitet wurden. Frau Schmitz las uns Weihnachtsgeschichten vor. Zwischendurch spielte Karl Schüller Kassetten mit Weihnachtsmusik ab. Auch er las einige Geschichten vor. Ein sehr schöner Nachmittag. We.
29.12.1998 (Dienstag) Pfarrheim Oberpleis Heute war Herr Bürgermeister Herbert Krämer unser Gast. Herr Krämerinformierte uns über die Finanzlage der Stadt und zeigte uns Lichtbilder mit Grafiken von den Ein- und Ausgaben. Dabei war deutlich zu sehen, daß der weitaus größte Teil der Ausgaben die Kreisumlagen sind. Und hieran gibt es nichts zu rütteln. Der nächste größere Ausgabenposten sind die Personalkosten, gefolgt von Sozialkosten und Nebenkosten. Durch den Konjunktureinbruch z.B. bei Fa. Lemmerz und den Didier-Werken wurde die Einnahmenseite durch fehlende Steuermittel stark geschwächt. Das heißt sparen, aber wo? Herr Krämer erklärte uns die Situation an den Schulen. Wir brauchen unbedingt mehr Klassen, nicht weil mehr Kinder da sind, sondern weil es einfach nicht mehr möglich ist, so viele Kinder in einer Klasse zu unterrichten. Es wurde über einen Standort für eine neue Grundschule in Oberpleis diskutiert. Weiterhin brachte Herr Krämer den Streit zwischen der Stadt und dem Wasserbeschaffungsverband über die Löschwasserversorgung zur Sprache. Und schließlich wurde noch über die geplante Bebauung der Obstplantage Niederstein gesprochen. Ein sehr aufschlußreicher Nachmittag. We.
05.01.1999 (Dienstag) Um 14.00 Uhr feierten wir mit Herrn Pastor Müller in der Pfarrkirche unsere Jahresabschlußmesse. Anschließend trafen wir uns im Pfarrheim. Nach der Begrüßung und alle guten Wünsche für das neue Jahr durch Fred Euskirchen, zeigte uns Toni Wertenbroich einen Video-Film über die Tierwelt in Afrika. Vom Elefanten bis zu kleinen Lebewesen, die alle immer wieder ums Überleben kämpfen müssen, sei es wegen Trockenheit oder Regen, Kälte, Hunger und Durst. Erstaunlich mit welcher Geduld und Ausdauer solche Aufnahmen zustande kommen. We.
11.01.1999 Treffpunkt Pfarrheim Oberpleis Von hier aus fuhren wir mit Privatwagen nach Königswinter zum Heimatmuseum. Hier besichtigten wir die Sonderausstellung über den Kölner Dom. Wir bekamen viele Zeichnungen und Bilder von der Bauzeit am Dom zu sehen. 1248 begann man mit dem Dombau, aber die Türme waren noch nicht gebaut, als das Geld ausging. So kam es, daß man erst nach 300 Jahren weiterbaute. Es wurden Spendenlisten angelegt, so auch in Oberpleis, was hier im Museum in Büchern nachzulesen war. Aber mit der Zeit ließ die Spendenfreudigkeit nach und man gründete eine Lotterie. Jetzt kam genügend Geld zusammen. Man arbeitete zeitweise mit 500 Menschen am Dom. Dadurch wurde der Dom 20 Jahre vor der geplanten Zeit vollendet. Im zweiten Weltkrieg blieb der Dom zwar stehen, aber er wurde doch schwer beschädigt. So war in der Dombauhütte wieder viel Arbeit. Aber bald zeigten sich noch andere schwere Schäden an den Steinen durch Verwitterung und Umwelteinflüsse. So wird der Dom wohl eine ewige Baustelle bleiben. Im Siebengebirgsmuseum waren nun viele verwitterte Steine und Figuren als Leihgabe der Dombauhütte zu sehen. Die Dombauhütte hat zur Zeit 96 Mitarbeiter. Nach dieser interessanten Besichtigung ging es zum Sophienhof zum Kaffeetrinken. We.
19.01.1999 Fahrt nach Ratingen Am 19.1.1999 machten wir unsere Monatsfahrt nach Ratingen. Kurz nach 12.00 Uhr fuhren wir ab Pfarrheim los. Für 14.00 Uhr war eine Führung durch das Industriemuseum bestellt. Bei diesem Museum handelt es sich um die erste Fabrik auf deutschem Boden zur Verspinnung von Baumwolle, die im Jahre 1783/84 durch den Kaufmann und Verleger Gottfried Brügelmann gebaut wurde. In diesem Unternehmen wurden, wie es heute noch in Asien, Afrika und Lateinamerika üblich ist, zum größten Teil Kinder im Alter von 6 - 1 4 Jahren beschäftigt. Dies änderte sich erst ab 1854 bei der Einführung der Schulpflicht. Zuerst wurde es dem Fabrikinhaber untersagt, Kinder im Alter von 6 - 8 Jahren zu beschäftigen. Der Schulunterricht wurde dann in der Fabrik erteilt. Die Kinder hatten damals eine 6-Tage-Woche mit täglichem 12 - 14 Stundentag. Wenn man dies alles so hört, kann man die Aufrufe der UNESCO über die Kinderarbeit viel besser verstehen. Es wurde aber auch erfreulicheres mitgeteilt: Die Firma Brügelmann war auch das erste Unternehmen, das für seine Leute Wohnungen bereitgestellt hat. Die im Museum vorhandenen Maschinen, welche alle in Betrieb sind, sind Nachbildungen der Originale und bestehen zu 90 % aus Holz. Die Antriebskraft war zur Zeit der Gründung des Betriebes das Wasser der Anger. Im Jahre 1904 wurde dann auf Dampfkraft und in den 30er Jahren auf Elektromotoren umgestellt. Nach dem zweiten Weltkrieg ging es mit diesem Unternehmen, wie so vielen aus der gleichen Branche immer mehr den Berg hinab bis zur Schließung. Zum Schluß wurde uns das Wohngebäude (Schloß) des Firmenbesitzers gezeigt, auch dieses Gebäude gehört mit zum Museum. In den unteren Räumen des Wohnhauses ist auch eine Cafeteria untergebracht. Hier war für uns die Kaffeetafel gedeckt. Bevor wir unsere Rückfahrt antraten, haben wir noch einen Blick auf den schönen "Blauen See" und den Märchenzoo werfen können. Kurz nach 18.00 Uhr waren wir wieder in Oberpleis. Wa.
25.01.1999 Pfarrheim Oberpleis Nach der Begrüßung durch Fred Euskirchen las uns Hans Wald eine Biographie über Fritz Neuhöfer vor. Anschließend bekamen wir einen Video-Film von unserer letzten Fahrt nach Ratingen gezeigt, ^ den Karl Schüller aufgenommen hatte. Hiernach zeigte uns Toni Wertenbroich einen kurzen Film über die Drachenfelsbahn und dann einen Film über eine Fahrt mit der Zahnradbahn zum Wendelstein mit herrlichen Gebirgsaufnahmen.
01.02.1999 Um 15.00 Uhr begann heute bei Fred Euskirchen unsere Vorstandssitzung. Frau Euskirchen überraschte uns gleich mit leckeren Häppchen und Kaffee.
Anwesend waren:
- Ehrenvorsitzender Josef Neuhöfer
- Vorsitzender Fred Euskirchen
- 2. Vorsitzender Herbert Schäpertöns
- 1. Kassierer Hans-Robert Mies
- 2. Kassierer Toni Wertenbroich Stellvertreter Heinrich Weber
- Schriftführer Wilfried Weber Stellvertreter Walter Waskowiak.
Die Tagesordnung bestand aus folgenden Punkten:
1. Karnevalssitzung
2. weitere Programmpunkte
3. Jahresfahrt nach Egloffstein
4. Verschiedenes
Zu Punkt 1 wurde festgelegt, was noch alles gekauft und besorgt werden muß, und wer das macht. Punkt 2: Hier wurden die nächsten Programmtermine festgelegt Punkt 3: Zu unserem geplanten Jahresausflug gab Fred einen kurzen Bericht. Wir werden von dem Hotel aus mit einem Bus in Oberpleis abgeholt und auch wieder zurückgebracht. Da Egloffstein nicht so weit ist, sollen auf der Hinfahrt noch zwei Kirchen besichtigt werden. Fred wird im April die Strecke abfahren und das Programm zusammenstellen. Den Punkt 4: "Verschiedenes" hatte eigentlich Josef Neuhöfer schon vorweg genommen, indem er noch einmal ausführlich darüber berichtete, wie die Gelder von Peter Lichtenberg aufgeteilt werden. Er appellierte noch einmal dafür, daß bei den Tagestouren alle das gleiche bezahlen müssen, ob sie dem Verein angehören oder nicht. Vor lauter Diskutieren war es 18.15 Uhr geworden. We.
05.02.1999 Betriebsbesichtigung bei "Hennecke" Am Freitag, dem 5. Februar um 15.00 Uhr machte der Montagstreff eine Werksbesichtigung bei der Hennecke GmbH-Polyurethan Technology in Birlinghoven. Dort erwartete uns der Geschäftsführer des Unternehmensbereichs Technik und Entwicklung, Herr Michael Sulzbach. Er erläuterte uns zunächst anhand von Grafiken die Unternehmensstruktur, die Produktpalette, die weltweiten Vertriebsaktivitäten, die Zusammensetzung der 450 Mitarbeiter umfassenden Belegschaft, das Ausbildungswesen und vieles mehr. Bei der Firma Hennecke handelt es sich um eine 100%ige Tochter der Bayer AG. Hier in Birlinghoven werden Maschinen und Anlagen zur Herstellung von Produkten aus Polyurethan gebaut. Dieser Chemiewerkstoff, der eine Kunststofffamilie sehr unterschiedlicher Eigenschaften umfaßt, von polsterweich über gummi-elastisch bis knochenhart, ist aus unserem Leben nicht mehr fortzudenken: Aus PUR sind Weichschaumstoffe für Matratzen und Polstermöbel, Hartschaumisolierungen für Kühlmöbel und Wand- und Dachelemente für Industriebauten, Halbhartschäume für Lenkräder, Armaturenbretter und andere Teile am Automobil, Integral-Hartschäume für Ski, Tennisschläger, Sitzmöbel u.a. Die bei Hennecke entwickelten und gebauten Produktionsanlagen weisen zum Teil einen sehr hohen Automationsgrad auf. So produziert z.B. eine Schäumanlage für Kühlschrankgehäuse alle 20 Sekunden ein Gehäuse. Dieses Gehäuse besteht aus einem dünnwandigen Innenbehälter und einer Außenhaut aus metallbeschichtetem Papier. Erst der injizierte PUR-Hartschaum gibt diesem lockeren Gebilde dann Gestalt und Festigkeit. (Übrigens: Hennecke hat alle europäischen Kühlmöbel-Hersteller auf das Schäumen ohne FCKW umgerüstet.) Grundlage der auf Hennecke-Maschinen verarbeiteten flüssigen PUR-Rohstoffe ist Erdöl. Wir erfuhren bei dieser Gelegenheit, daß nur 5% der gesamten Erdöl-Förderung für Kunststoffe, medizinische Produkte und ähnliche Anwendungen verbraucht werden. Der Rest von 95% wird verbrannt als Treibstoff für Autos, Luft- und Schiffahrt, sowie als Heizmaterial für Kraftwerke, Gebäudeheizungen usw. Nach diesem Vortrag wurde uns der Betrieb gezeigt. Da freitags schon um 14.00 Uhr Feierabend ist, konnten wir ungestört und ohne zu stören durch die Montagehallen gehen. Beeindruckend war die Vielfalt der zu besichtigenden in Montage befindlichen Baugruppen und Anlagenteile, die uns Herr Sulzbach eingehend erläuterte. Hennecke arbeitet mit vielen mittelständischen Unternehmen unserer Region zusammen, die nach Vorgaben fertigen und zuliefern. Alle Baugruppen aber, die spezielles Hennecke-Know-How enthalten, werden in Birlinghoven selbst hergestellt. Im Anschluß an die Betriebsbesichtigung wurden uns anhand von Videos produzierende Anlagen verschiedener Sachgebiete gezeigt, wie sie bei Hennecke-Kunden im Einsatz sind. Nebenbei erfuhren wir, daß Hennecke gute Aussichten hat, in den nächsten Jahren auf seinem Spezialgebiet weltweit Markführer zu werden. Für uns alle war dieser Nachmittag von 15 bis 18 Uhr, auch wenn man woanders bereits dem närrischen Treiben nachging, ein Erlebnis, wofür wir Herrn Sulzbach und der Firma Hennecke nochmals unseren Dank aussprechen.
22.02.1999 Pfarrheim Oberpleis Beim heutigen Montagstreff bekamen wir einen Einblick in die neue Gemeindeordnung des Landes Nordrhein-Westfalen. Zuerst brachten wir aber unserem Geburtstagskind Oswald Borchert ein kleines Ständchen. Auf Einladung des Montagstreffs hat sich Herr Peter Wirtz von der Stadtverwaltung Königswinter und Kandidat der CDU für den Posten des hauptamtlichen Bürgermeisters bereit erklärt, uns das neue Gemeinderecht und die hieraus entstehenden Änderungen zu erläutern. In diesem Zusammenhang konnten wir erfahren, wie es bei der nächsten Kommunalwahl im September zugehen wird; bei dieser Wahl wird zum ersten Mal ein hauptamtlicher Bürgermeister direkt gewählt. Im Anschluß an diesen Vortrag hatten wir noch die Möglichkeit, Herrn Wirtz zu verschiedenen Themen und Problemen, die wir als Bürger mit der Verwaltung unserer Stadt haben, zu befragen. Um 16.30 Uhr bedankten wir uns bei Herrn Wirtz für diesen Vortrag. Nach anschließender kurzer Aussprache mit der Bekanntgabe der nächsten Termine schloß Fred um 17.00 Uhr unsere Zusammenkunft.
01.03.1999 Pfarrheim Oberpleis Am heutigen Tage machten wir eine Reise durch das Land Costa Rica von der Karibik bis zum Pazifischen Ozean. Unser Freund Dr. Ulf Hauke brachte uns mit einem Lichtbildervortrag dieses Land etwas näher. So konnten wir die Strände beider Ozeane, echte Reste der Regen- und Urwälder, Hochebenen, die noch zum Teil bewaldet sind, Kaffeeplantagen, Blumen- und Ziergrünplantagen, Dörfer und Städte, und nicht zu vergessen, erloschene und noch tätige Vulkane sehen. Kraterseen, gefüllt mit Schwefelsäure oder Regenwasser, flüssige, sich langsam ins Tal bewegende rotglühende Lava wurden uns ebenfalls gezeigt. Auch wurden wir über die Geschichte des Landes und die Zusammensetzung der Bevölkerung unterrichtet. Gegen 17.20 Uhr schloß Dr. Hauke seinen Vortrag mit dem Hinweis, bei passender Gelegenheit uns über ein weiteres Land zu informieren. Wa
08.03.1998 Pfarrheim Oberpleis Nach der Begrüßung durch Fred Euskirchen hielt uns Herr Dr. Elmar Heinen einen zweistündigen Vortrag über die plattdeutsche Sprache in unserer Heimat. Herr Dr. Heinen machte uns an vielen Beispielen die Unterschiede der Sprache in den einzelnen Rheinorten klar. Das Pleser Platt unterscheidet sich wieder vom Königswinterer oder Bad Honnefer Platt. In Aegidienberg ist der Unterschied noch stärker. Durch Lichtbilder mit Landkarten wurden uns die Grenzen der Sprachbereiche verdeutlicht. Ein sehr interessanter und aufschlußreicher Nachmittag. We.
15.03.1999 Pfarrheim Oberpleis Fred Euskirchen stellte uns als neues Mitglied Herrn Schol vor, der uns allen durch seine Vorträge über Verkehrssicherheit bekannt ist. Nachdem die Geburtstagskinder der letzten Woche begrüßt waren, stellte Fred uns Herrn Uhlenbroich vor, Herr Uhlenbroich, 1923 in Köln geboren, zog in seiner Jugendzeit mit seinen Eltern nach Hühnerberg. Der Oberhau wurde seine Heimat und er interessierte sich sehr für die Heimatgeschichte. So kam es, daß er immer mehr zusammentrug und aufschrieb. Aus diesen Aufzeichnungen las uns Herr Uhlenbroich mehrere Berichte vor. Unter anderem eine Aufzeichnung von den Separatisten-Kämpfen, die Josef Neuhöfer, der selbst dabei war, ihm zur Verfügung gestellt hatte. We.
22.03.1999 Pfarrheim Oberpleis Heute nachmittag bekamen wir einen schönen Vortrag über die Musser Heide zu hören. Herr Meurer erklärte uns, was dort alles wächst; und zwar nicht nur Heide, sondern hier gibt es eine sehr reichhaltige Pflanzenwelt. Wer hätte wohl gedacht, daß hier sogar Orchideen und Enzian wachsen. Anhand von Lichtbildern zeigte Herr Meurer uns, daß die Musser Heide auch eine Wasserscheide ist, wo viele Quellen sind und das Wasser nach allen Seiten abfließt. Auch Quarzit; wurde hier gewonnen, der mit der Brölbahn bis nach Beuel transportiert wurde. Fred Euskirchen bedankte sich im Namen aller für den interessanten Vortrag. We.
29.03.1999 Pfarrheim Oberpleis Da Fred Euskirchen in Urlaub und sein Stellvertreter Herbert Schäpertöns krank war, hatte Walter Waskowiak heute den Vorsitz übernommen. Matthias Pannenbecker feierte heute mit uns seinen 80. Geburtstag. Es gab Kaffee und Kuchen. Karl Schüller trug die bekannte Geburtstags-Litanei einmal anders vor, und zwar in Gesangform und alle sangen die Antworten kräftig mit. Nachdem uns der leckere Kuchen geschmeckt hatte, sollte eigentlich noch ein Video-Film von Pater Alvin gezeigt werden, aber es gab noch soviel zu diskutieren, daß es hierfür zu spät wurde. We.
12.04.1999 Fahrt zu den Kirchen in Bonn: Kreuzbergkirche und Doppelkirche in Schwarzrheindorf Bei schönem Wetter ging unsere Fahrt um 12.00 Uhr los. In Bonn-Endenich an der Kreuzbergkirche erwartete uns Herr Blumenthal. Unsere Führung durch die schöne Barockkirche begann um 13.00 Uhr. Es war für uns alle ein Erlebnis, die schöne Kirche anzuschauen und den Ausführungen des Herrn Blumenthal zu folgen. An die Führung durch die Kirche schloß sich eine Besichtigung der "Heiligen Stiege" an. Dieser Raum war aber noch eingerüstet. Vier Damen aus Polen restaurierten die Deckengemälde. Im Anschluß daran konnten wir noch den Turm besteigen. Von hier aus hatten wir bei schönem Wetter mit Sonnenschein einen wunderschönen Ausblick auf die Stadt Bonn und die Eifel. Weiter ging unsere Fahrt nun nach Schwarzrheindorf zur Doppelkirche. Hier hat uns Herr Blumenthal allerdings nur die Unterkirche zeigen können und deren Geschichte erklärt. Bei dieser Kirche handelt es sich um ein rein romanisches Bauwerk. Diese Kirche ist mit sehr schönen Wand- und Deckengemälden ausgeschmückt. Es sind alles Motive aus dem alten und neuen Testament. Die obere Kirche war noch eingerüstet. Einen Blick in diesen Raum konnte, wer wollte, auch hier jeder machen. Nach dieser Führung ging es dann ins Cafe "Assenmacher". Hier erwartete man uns schon. Nach einer guten Tasse Kaffee und einem großen Stück Kuchen ging es dann wieder in Richtung Oberpleis, wo wir so gegen 18.00 Uhr ankamen. Wa.
19.04.1999 Pfarrheim Oberpleis Schon wieder gab es beim Montagstreff einen Anlaß zum Feiern, und zwar den 75. Geburtstag von Oswald Borchert. Jeder bekam ein halbes Hähnchen. Nachdem alle gesättigt waren, verteilte Klaus Schol Broschüren über "Verkehrssicherheit in der Dunkelheit" und "Gut zu Fuß". Ein kleines Heftchen gab Auskunft über den neuen EU Kartenführerschein. Hierzu beantwortete Klaus noch so manche Frage. We.
26.04.1999 Studienfahrt zum "Deutschen Center für Luft- und Raumfahrt" in Köln-Porz Um 8.30 Uhr ging unsere Fahrt, die schon lange vorbereitet war, los. Wir waren dort für 9.30 Uhr angemeldet. Die Führung begann, wie es bei deutscher Gründlichkeit üblich ist, sofort. Unsere Personalausweise brauchten wir nichtvorzeigen, da dem Institut eine Teilnehmerliste vorlag. Zuerst bekamen wir durch einen Lichtbildervortrag einen Überblick über das gesamte Unternehmen und dessen Finanzierung. Dann ging es los mit der Besichtigung: Unterdruckkammern zum Testen für die Raumfahrt (absolute Luftleere); Simulatoren für die Schwerelosigkeit im All; Anlagen für die Erforschung eines Kometen, der im Jahre 2007 in die Nähe unseres Sonnensystems kommt; bereits im Rohbau hergestellte Simulatoren für die Erforschung und die künstliche Herstellung von Kometen. Fast am Ende dieser Führung wurde uns ein Sonnenkollektor gezeigt, der nicht nur Infrarotstrahlen, sondern auch Ultraviolettstrahlen bündelt und somit Temperaturen erzeugen kann, wie sie auf der Sonne vorherrschen. Mit diesen Strahlen wurde eine 30 mm dicke VA-Platte bei einer Temperatur von sage und schreibe 3.500 Grad C. geschnitten. Als Krönung durften wir die Raumstation "Mir" der Russen und "Space-Lab." der Amerikaner besichtigen. Bei diesen Raumfahrtkapseln handelt es sich aber nur um Nachbauten, denn beide Raumstationen sind noch im Einsatz. Kurz vor 14.00 Uhr ging es dann mit gefülltem Kopf und leerem Magen in die Kantine. Nach einem guten Mittagessen fuhren wir dann weiter nach "Stadt Blankenberg". Leider war die Kirche verschlossen, aber dafür war das Cafe extra für uns geöffnet. Nachdem wir uns dort mit Kaffee, Kuchen oder Eis gestärkt hatten, war noch etwas Zeit, eine der kleinsten Städte Deutschlandes zu besichtigen. Einige von uns, wozu ich mich auch zähle, hatten durch Zufall das Glück, auch die Burg in Blankenberg besichtigen zu können. Um 17.30 Uhr ging es dann in Richtung Oberpleis zurück. Wa.
03.05.1999 Treffpunkt Pfarrheim Oberpleis Um 15.00 Uhr sollte die Fahrt mit Privatwagen nach Windhagen losgehen, um die Firma Wirtgen zu besichtigen. Aber vorher berichtete uns Fred Euskirchen noch, daß er diese Woche die Herbstfahrt nach Egloffstein vorfahren wolle, und daß schon 9 Personen nicht mitfahren wollen, wenn, wie vorgesehen, ein Bus von unserem Ferienort uns in Oberpleis abholen würde. Mit der Begründung, der Fahrer würde schon müde hier ankommen und noch den ganzen Tag über fahren müssen. Alle waren der Ansicht, lieber 20,00 DM mehr zu bezahlen und ein hiesiges Busunternehmen zu beauftragen. Pünktlich um 15.30 Uhr begann unsere Führung durch die Fa. Wirtgen. Hier werden Fräsmaschinen verschiedener Größe gebaut, die im Straßenbau eingesetzt werden, um die Straßendecke aufzurauhen oder ganz abzutragen. Wir wurden zuerst durch das Lager und die Materialannahme geführt. Dann konnten wir uns in den großen Fertigungshallen ansehen, wie aus großen Eisenplatten durch Laserstrahlen viele verschiedene Teile sauber herausgetrennt und später mit anderen Teilen zusammengeschweißt wurden. Den Werdegang der Fräswalzen konnte man verfolgen vom Abdrehen der großen Walze, dem Aufschweißen der Fräsköpfe bis hin zum Einschlagen der Hartmetallbolzen. Wir konnten einige der großen Maschinen besichtigen, die alle mit Dieselmotoren angetrieben werden. Die Firma Wirtgen arbeitet in drei Schichten und beschäftigt 840 Mitarbeiter plus 70 Leiharbeiter. Die Auftragslage ist sehr gut. Die hier angefertigten Maschinen gehen praktisch in die ganze Welt.
10.05.1999 Pfarrheim Oberpleis Fred Euskirchen berichtet von seiner Fahrt nach Egloffstein, wohin unsere Herbstfahrt führt. Fred sagte uns, daß ein Bus von dort schon einen Tag vorher in Oberpleis ankommt und der Fahrer hier übernachtet. Nun wurde" den Geburtstagskindern Reinhard Meurer (in Abwesenheit) und Kurt Petrikowski gratuliert. Toni Wertenbroich zeigte uns einen Video-Film über verschiedene Dampflokomotiven, die besonders gebaut waren, um Bergstrecken zu bewältigen. Hauptsächlich waren sie in Thüringen im Einsatz. Die Aufnahmen waren alle im Winter bei Schnee gemacht worden. Die Lokomotiven stießen in den Bergstrecken unheimlich viel schwarzen Qualm aus, was in der Schneelandschaft noch schlimmer wirkte. We.
17.05.1999 Pfarrheim Oberpleis Heute feierten wir den 85. Geburtstag von Reinhard Meurer. Es waren sehr viele gekommen, um Reinhard zu gratulieren. Nachdem uns allen der Kartoffelsalat mit Würstchen und Brötchen geschmeckt hatte, trug Fred Euskirchen die Geburtstagslitanei vor. Hans Robert Mies erfreute uns mit mehreren lustigen Geschichten. We.
31.05.1999 Kirmesmontag Um 11.00 Uhr traf sich der Montagstreff in der Gaststätte Bramkamp zum traditionellen Frühschoppen. In geselliger Runde wurde so manche lustige Anekdote erzählt. We.
07.06.1999 Fahrt zur historischen Wassermühle nach Birgel / Eifel Unsere Fahrt begann um 8.30 Uhr. Wir fuhren, bis auf ein kurzes Stück Autobahn, über die Landstraßen durch die Dörfer der Eifel. Schon allein die Fahrt dorthin war ein Erlebnis. Um 10.30 Uhr kamen wir an. Zunächst konnten wir eine Tasse Kaffee trinken und uns die alten Landwirtschafs-Maschinen anschauen. Ein paar dieser Oldtimer möchte ich aber einmal aufzählen: Stiftmaschinen, Breitdrescher, Windmaschinen auch Wurfmaschinen genannt, Getreideschroter, Häckselmaschinen für Handbetrieb und auch für maschinellen Antrieb, einen Göpel, hierbei handelt es sich um eine Antriebsmaschine, die von Pferden gezogen wird. Ich könnte diese Aufzählung weiter fortsetzen. Alle diese Maschinen waren zum Teil bis zum Anfang des zweiten Weltkrieges in Betrieb, vielleicht auch noch länger. Um 11.00 Uhr begann die Führung; wir teilten uns in zwei Gruppen. Die erste ging in die Backstube zum Brotbacken, jeder, der es wollte, konnte sein Brot selbst kneten, es signieren und nach dem Backvorgang gegen ein Entgelt mit nach Hause nehmen. Anschließend ging es in die Senfmühle, wo heute wieder Senf gemahlen und zubereitet wird. Es werden 6 verschiedene, z.T. nach historischen Rezepten hergestellte Senfsorten zum Kauf angeboten. Nach dieser Führung ging es zum Mittagessen. Die Führung ging anschließend weiter: Zuerst in die Mühle. Bei diesem dreistöckigen Bauwerk handelt es sich um eine frühere Wassermühle, die man in den zehner Jahren umbaute und die jetzt mit Strom betrieben wird, der durch mit Wasserkraft angetriebenen Turbinen erzeugt wird. Das in der Backstube verarbeitete Mehl kommt ausschließlich aus dieser Mühle. Nun ging es noch in das Sägewerk. Hierbei handelt es sich um ein vertikales Einblattgatter. Auch dieses Gatter ist betriebsfähig und wurde uns auch vorgeführt. Eine Schmiede wurde uns auch gezeigt, aber hier blieb die Esse kalt. Nach so viel früherer Technik war eine Tasse Kaffee bei einem Stück Kuchen sehr angebracht. Im Anschluß daran ging unsere Fahrt durch das schöne Ahrtal zurück nach Oberpleis, wo wir kurz vor 18.00 Uhr ankamen. Wa.
14.06 1999 Pfarrheim Oberpleis Fred Euskirchen war heute nicht anwesend, daher übernahm Walter Waskowiak den Vorsitz. Wir bekamen von Herrn Joliet einen sehr interessanten Dia-Vortrag über das 1300 qm große Fußbodenmosaik des Kölner Doms gezeigt und wurden über die Verlegetechnik der Firma Villeroy & Boch unterrichtet. Herr Joliet empfahl jedem, bei einem Dombesuch nicht nur nach oben zu schauen, sondern auch den Fußboden einmal genauer zu betrachten. Mit viel Beifall bedankten sich alle für den guten Vortrag. We.
21.06.1999 Pfarrheim Oberpleis Nachdem den Geburtstagskindern ein Ständchen gebracht wurde, * zeigte Karl Schüller einen Video-Film von der Fahrt nach Birgel in der Eifel am 7.6.1999. Hier konnte sich manch ein Teilnehmer im Fernsehgerät wiedersehen. Im Anschluß daran bekamen wir einen Film über das schöne Siebengebirge gezeigt. Die herrlichen Aussichtspunkte, gepflegte Wanderwege, Naturdenkmal Weilberg, Stenzelberg, Drachenfels usw.. Bad Honnef und Königswinter wurden gezeigt, nur Oberdollendorf sowie Oberpleis waren den Produzenten scheinbar nicht bekannt, schade. We.
28.06.1998 Pfarrheim Oberpleis Aus ganz besonderem Anlaß hatte Fred Euskirchen uns heute eingeladen. Am vergangenen Donnerstag wurde Fred von Landrat Franz Möller das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Karl Schüller hatte nun diesen feierlichen Akt im Haus Bachem mit seiner Videokamera aufgenommen und diesen Film bekamen wir heute gezeigt. Seit 1947 engagiert sich Fred Euskirchen als aktiver Sänger im Männergesangverein "Gemüthlichkeit". Bürgermeister Herbert Krämer hob unter anderem die Verdienste von Fred beim Montagstreff hervor. Walter Waskowiak hielt eine kurze Ansprache und gratulierte im Namen des Montagstreff mit einem großen Blumenstrauß. Auch vom Männergesangverein wurden Geschenke überreicht. Die ganze Feier wurde verschönert durch Lieder des Männergesangvereins, begleitet von einem russischen Streichorchester. Bei unserem Zusammentreffen gab es Kaffee mit belegten Brötchen. Als Gäste waren erschienen: Frau. Euskirchen, Frau Schmitz (die Schwester von Fred), sowie Hans Remig, der noch einige lustige Vorträge hielt. Paul Zens spielte auf seiner Ziehharmonika. Alles in allem ein gemütlicher Nachmittag. We.
05.07.1999 Pfarrheim Oberpleis Fred Euskirchen verteilte als erstes das Programm und die Teilnehmerliste für unsere Herbstfahrt nach Egloffsein. Es folgte ein Video-Film von Karl Larbig über die Rhein-Sieg-Eisenbahn, vor allem über die Abbrucharbeiten an den Gleiskörpern. Hans Robert Mies erzählte manche Geschichte über seine Fahrten mit der Rhein-Sieg. Klaus Schol zeigte uns einen Video-Film über Bremswege. Nun kam Walter Waskowiak und erklärte uns zwei Fälle, wo er wegen Überschreitens der Geschwindigkeit geblitzt wurde. Walter geriet immer mehr in Rage, sobald die lieben Kameraden auch noch ein bißchen nachhalfen.
12.07.1999 Pfarrheim Oberpleis Für heute war kein Programm vorgesehen. Hans Robert Mies hatte einen Brief an Fritz Neuhöfer geschrieben, der rundging, damit alle unterschreiben konnten. Nun bekamen wir einen Video-Film aus der Fernsehserie "Fahr mal hin" gezeigt. We.
19.07.1999 Heini Fest in Eisbach Wie üblich, wurde bei Bennerscheids gefeiert. Aber bevor wir anfangen konnten, gab es ein kräftiges Gewitter. Toni Wertenbroich hatte seinen Wagen vollgeladen mit Getränken und leckerem Grillbraten. Während wir uns gut sättigten, kam auch die Sonne wieder heraus. We.
27.07.1999 Fahrt nach Dillenburg Wieder einmal machte der Montagstreff eine Fahrt in die Vergangenheit. Diesmal waren es die Oranier in Dillenburg. Zunächst besuchten wir die "Villa Grün", in der ein Museum eingerichtet wurde. In den Räumen dieser Villa sind Ausstellungen über die Erzgewinnung und Eisenverarbeitung, die Industrialisierung, die Leinen- und Tongewinnung und Verarbeitung. Das Hauptgewerbe war die Förderung von Erzen; hierzu gehören Eisen, Kupfer und in kleinen Mengen auch Silber und Veredelungsmetalle. Nach dem Rundgang durch die Industrie-Geschichte hatten wir noch die Möglichkeit eine Ausstellung von Küchen aus dem Jahre 1900 bis heute, sowie über Großküchen, Bordküchen in Flugzeugen usw. anzuschauen. Auch waren sehr schöne alte Öfen und Ofenplatten ausgestellt. Nach Abschluß der Besichtigung der "Villa Grün" konnten wir uns noch etwas im Schloßpark aufhalten. Zum Mittagessen ging es in das Haus "Kanzelstein". Hier erwarteten uns schon die Chefin und der Koch. Nach dem sehr guten Essen ging es dann in die Stadt Dillenburg. Hier konnten wir die schöne Altstadt anschauen. Ein Eiscafe lud zum Verweilen ein. Der zweite Teil der Besichtigung waren die Kasematten (Verteidigungsanlagen) im Schloßberg. Das Geschlecht der Oranier besaß in Dillenburg ein Schloß (Burg). Dieses Bauwerk wurde im Siebenjährigen Krieg von den Franzosen gestürmt und zerstört. Nach Abzug der Besetzer wurde auch das Burggelände sowie der Burggraben geschliffen. Die Steine wurden für den privaten Haus- und Hofbau genutzt. Seit dem Jahre 1930 wurden die Kasematten nach und nach freigelegt. Bis heute ist ca. 1/3 der ganzen Anlage begehbar. Zum Schluß wurden wir von unserer Begleiterin zu einem Brunnen geführt, der ca. 62 m tief ist. Es soll eine Quelle unter der Dill sein. Nach der Reise in die Vergangenheit kehrten wir (ohne Schwund in den Kasematten) wohlbehalten, nach Oberpleis zurück.
02.08.1999 Treffpunkt Pfarrheim Um 15.00 Uhr ging unsere Fahrt los zum Hof von Toni Wasserheß in Berghausen. Toni hatte im Hof schon Tische und Bänke aufgestellt und holte gleich Getränke aus seiner Kühlkammer. Nach kurzer Zeit führte uns Walter Waskowiak zu einer Wiese unterhalb von Tonis Hof. Hier hatte der Nachbar von Walter Geräte der Firma Bucher aufgebaut, um sie uns vorzuführen. Alles sehr robuste Maschinen, die im Landschaftsbau oder in großen Anlagen eingesetzt werden, z.B. Sichelmäher, mit dem ein Teil der Wiese abgemäht wurde, obwohl hier Holzpfähle, Eisenmatten und Pflastersteine lagen. Wäre man hier mit einem normalen Rasenmäher drangekommen, der wäre in Stücke geflogen. Nach der Vorführung von weiteren Geräten ging es wieder zu einem kurzen Umtrunk in den schattigen Hof. We.
09.08.1998 Pfarrheim Oberpleis Heute wurden wir durch den Vorsitzenden des Wasserbeschaffungsverbandes, Herrn Heinz Lindlar und den Betriebs Ingenieur, Herrn Schütteier, über die Streitigkeiten zwischen dem WBV und der Stadt Königswinter informiert. Man wird sich nicht einig, wer für die Bereitstellung von genügend Löschwasser zuständig ist. Überall werden ganze Ortschaften dazugebaut oder geplant, auch Gewerbegebiete kommen immer mehr hinzu. Die Stadt weigert sich bisher, spezielle Anlagen, z.B. besondere Hydranten oder größere Wasserbehälter zu zahlen. Das hat dazu geführt, daß der WBV an verschiedenen Orten sagen mußte, halt, hier ist der Löschwasserbedarf nicht gesichert. Deshalb konnte die Stadt hier keine Baugenehmigungen erteilen. Nun hat der Oberkreisdirektor entschieden, daß die Stadt für die Löschwasserversorgung zuständig ist. We.
16. bis 20.08.1999 Jahresfahrt nach Egloffstein Pünktlich um 7.30 Uhr ging unsere Fahrt mit dem Bus ab. Das Busunternehmen Vogel aus Egloffstein holte uns ab. Es ging zuerst über die A3 bis Limburg, danach die Bundesstraße in Richtung Marburg. Unsere erste Rast machten wir im Rasthof "Rimberg"; die zweite Pause wurde an der Raststätte "Rhön" gemacht. Dann ging es weiter nach Staffelstein zur Mittagspause. Gut gestärkt ging es dann weiter zum Kloster Banz. Hier hatten wir eine Führung durch die wunderschöne Barockkirche. Nach einer Stunde Aufenthalt ging es dann weiter zur Basilika "Vierzehnheiligen". Auch hier hatten wir eine Führung durch die schöne Rokoko-Wallfahrtskirche. Begeistert von Glanz und Schönheit der beiden Gotteshäuser machten wir uns auf nach Egloffstein, wo wir kurz vor 19.00 Uhr ankamen. Abendessen gab es um 19.30 Uhr.
Am Dienstag besuchten wir Nürnberg, wo wir um kurz nach 10.00 Uhr ankamen. Uns erwartete schon eine Stadtführerin mit Namen "Goldmann". Bei dieser Frau spielte der Name Gold eine große Rolle; denn sie war ein Goldstück unter allen Führerinnen, die ich je kennengelernt habe. Zuerst ging es zu Fuß auf den Freiplatz der Burg. Hier hatten wir einen schönen Blick auf die ganze Stadt Nürnberg. Frau Goldmann gab uns Geschichtsunterricht über die 950-jährige Stadt, aber nicht trocken heruntergerasselt, sondern anschaulich und humorvoll erklärt. Anschließend machten wir eine Stadtrundfahrt zu allen historischen Plätzen, wozu auch ein Friedhof zählte. Es ist ein besonderer Friedhof. Niemand von uns hatte je solch einen Friedhof gesehen. Wir besuchten dort die Gräber von Anselm Feuerbach und Albrecht Dürer, wohl der berühmteste Bürger der Stadt. Von dort aus ging es zum Stadtteil des 1000-jährigen Reiches. Hier konnten wir feststellen, daß der "Führer", wie er sich selbst nannte, nicht nur in Bezug auf die Menschenrechte, sondern auch sonst ein Wahnsinniger war. Nach dem Besuch unserer jüngsten Geschichte ging es dann zum Marktplatz. Dort bekamen wir noch Geschichtsunterricht über das erste und zweite Reich deutscher Nation. Im Anschluß daran ging es zum Mittagessen in das bekannte "Bratwurst Röslein '. Anschließend hatten wir noch Gelegenheit, einen Bummel durch die Altstadt zu machen. Um 17.30 Uhr ging es dann heimwärts durch ein großes Gemüseanbaugebiet, ähnlich dem Vorgebirge bei Bornheim, nach Egloffstein. Nach dem Abendessen konnten wir noch einen Lichtbildervortrag über die fränkische Schweiz ansehen.
Am nächsten Tag (Mittwoch) besuchten wir den Tierpark mit großen Freigehegen in Hundshaupten. Im Anschluß daran ging es mit dem Bus zum Schloß Hundshaupten. Vor dem Schloß, im Burggraben, ist eine Freilichtbühne eingerichtet worden; hier und auch im Innenhof des Schlosses finden im Sommer Konzerte statt Das Schloß war bis 1991 in Privathand. Die Besitzerin, Gudila von Pölnitz, hat das Schloß, das 330 Jahre im Familienbesitz war, dem Landkreis Forchheira geschenkt, und zwar mit dem gesamten sehr wertvollen Inventar. Das Schloß wurde zu einem Museum umgestaltet und somit der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Mittagessen wurde im Haus Schäfer (unserem Domizil in Egloffstein) serviert. Der Nachmittag stand zur freien Verfügung. Er wurde genutzt für ein Mittagsschläfchen und zur Erkundung des Ortes und der Burg Egloffstein. Der "Bunte Abend" mit Musik, Tanz, Sketchen, Wettspielen und viel Spaß klang gegen 23.30 Uhr aus. Jeder bekam einen Preis (Trostpreis).
Am Donnerstag war Rothenburg ob der Tauber unser Ziel. Vom Parkplatz gingen wir zu Fuß in die wunderschöne Innenstadt. In der Ratsstube waren wir zum Mittagessen angemeldet. Um 13.00 Uhr hatten wir Gelegenheit, am Rathausplatz den "Bürgermeister-Trunk" anzuschauen. Unsere Stadtführerin leitete uns zunächst in die St. Jakobs-Kirche. In dieser Kirche steht der "Heilig-Blut-Altar", geschaffen von dem berühmten Würzburger Bildhauer Tilman Riemenschneider. Vor so einem . großen Werk zu stehen oder zu sitzen und es dann auch noch von Fachleuten erklärt zu bekommen, ist schon etwas Einmaliges. Weiter ging unsere Führung durch die Stadt durch den Klostergarten der Benediktinerinnen zur Stadtmauer mit den Stadttoren; diese Mauer ist noch ganz erhalten. Unsere Führung endete am Marktplatz vor dem Rathaus. Auch hier wurden wir über die Bauperioden der letzten 800 Jahre aufgeklärt. Nun hatten wir noch 1 1/2 Stunden Zeit, um sich noch einige Dinge (Weihnachtsmarkt usw.) anzusehen. Um 16.30 Uhr traten wir unsere Rückreise nach Egloffstein an, wo wir um 18.30 Uhr unversehrt und mit vielem Wissen über die Stadt Rothenburg ankamen.
Freitag, um 9.15 Uhr, begann unsere Heimreise. Der Busfahrer, Herr Vogel machte noch eine Runde durch Forchheim, danach ging es in Richtung Oberpleis. Damit eine Reise nicht zu langweilig wird und man ja auch Hunger bekommt, haben wir in Schlüsselfeld Mittagspause gemacht und sind dann bis Medenbach gefahren. Von hier aus konnten dann unsere Abholdienste bestellt werden. Um 17.00 Uhr erreichten wir Oberpleis. All diese schönen Stunden und Tage verdanken wir unserem lieben Fred und seiner lieben Frau. Hiermit nochmals unser aller "Dankeschön".
23.08.1999 Pfarrheim Oberpleis Diamanten-Fieber hieß ein Video-Film, der uns zeigte, wie unter strengster Bewachung auf dem Meeresboden nach Diamanten gesucht wurde. Auch wenn ein winziger Stein gefunden wurde, ließ man ihn nicht aus dem Auge. Jeder Mitarbeiter wurde ständig beobachtet. Toni Wertenbroich zeigte uns einen Film über Fahrten mit Dampflokomotiven, die vom Bahnhof Wollstein (dem einzigen noch bestehenden Lokschuppen für Dampflokomotiven) aus in Richtung Lissa, Benschen, Neusalz und Glogau gemacht wurden. Dies ist die Heimat von Walter Waskowiak. Nun erklärte uns Klaus Schol die neuesten Techniken bei Verkehrsmessungen . We.
30.08.1999 Pfarrheim Oberpleis Heute feierten wir mit belegten Brötchen und Kaffee meinen 70. Geburtstag. Hier möchte ich allen fleißigen Helfern recht herzlich danken. Nachdem alle gesättigt waren, ergriff Karl Buhr das Wort. Er erläuterte noch einmal den Streit zwischen der Stadt und dem Wasserbeschaffungsverband Thomasberg über die Zuständigkeit für die Löschwasserversorgung. Nun forderte Karl Josef Neuhöfer als früheres Ratsmitglied der CDU auf, hierzu seine Stellungnahme abzugeben. Josef antwortete prompt, er stelle sich eindeutig auf die Seite des WBV.
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