Aufnahme: 1998
Montagstreff der Senioren / Chronik 1997-1998
01.09.1997 Besuch des "Westdeutschen Rundfunks" in Düsseldorf Bei schönem Wetter, um 12.30 Uhr, ging es los. Unsere Erwartungen waren unterschiedlich. Eines hatten wir alle gemeinsam, wir wollten sehen, was beim Senden von Informationen alles zu beachten ist. hierzu wurde uns ein Film gezeigt, der über die technischen Abläufe informierte. Danach hatten wir die Möglichkeit, das Studio der "Aktuellen Stunde" sowie das Studio des Hörfunks zu besichtigen. Ich selbst hatte mir schon etwas anderes vorgestellt, mußte aber feststellen, daß auch beim Rundfunk nur mit Wasser gekocht wird. Zu erwähnen ist noch, daß das Gebäude, in dem der WDR beheimatet ist, nach harmonischen Gesichtspunkten in Form einer künstlerischen Stahlkonstruktion mit Glas entstanden ist. Betonen möchte ich auch, daß die Personen (junge Studenten), die uns durch das Gebäude geführt hatten, sehr nett und vor allem sehr auskunftswillig waren. Es war mal wieder ein Ausflug des Montagstreffs, der ein großes Interesse bei allen Mitfahrern gezeigt hat. Noch eine kleine Anmerkung zum Montagstreff: Der Montagstreff besteht aus sehr vielen gestandenen Mannsbildern, die es sich zur Aufgabe gemacht haben nicht zu verrosten, sondern an dem politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Geschehen unserer Zeit teilzunehmen. Wa.
08.09.1997 Pfarrheim Oberpleis Auch heute gab es beim Montagstreff wieder einen guten Vortrag. Frau Fielenbach von der Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Rhein-Sieg erklärte uns ihre Arbeit, z. T. anhand von Dias, wie man Wohnungen alters- und behindertengerecht umbauen und gestalten kann. Die meisten Menschen möchten im Alter nach Möglichkeit in ihrer Wohnung und dem bekannten Umfeld bleiben. Das erfordert aber oft eine Umgestaltung der Wohnung, und hier beginnt die Arbeit von Frau Fielenbach. Sie kommt in die Wohnung und macht Vorschläge und Pläne, wie die Wohnung preiswert umgestaltet werden kann. Das Badezimmer z.B., vielen alten Leuten fällt es schwer die Badewanne zu benutzen, hier hilft manchmal schon ein Haltegriff. Besser ist allerdings eine bodengleiche Dusche. Auch die Küchenarbeit kann im Alter schwierig werden. Aber auch hier gibt es verschiedene Hilfsmittel, welche die Arbeit erleichtern. Frau Fielenbach berät nicht nur über die möglichen Veränderungen in der Wohnung, sondern auch über die Finanzierung und evtl. Zuschüsse. Im Anschluß an den für uns alle interessanten Vortrag hat Hans Wald uns für demnächst einmal zu sich nach Hause eingeladen. Er hat seine Wohnung altersgerecht ausgebaut. ye
15.09.1997 Pfarrheim Oberpleis Jahresversammlung beim Montagstreff. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Fred Euskichen gab er den Jahresbericht bekannt. Im letzten Jahr hatten wir 6 Todesfälle zu beklagen, dies sind Pfarrer Josef Weyler, Martin Leven, Josef Gossen, Hans Körfer, Toni Landsberg und Willi Otzipka. Ausgetreten sind Johann Behr und Ernst Bogdanski. Danach hat der Verein 46 Mitglieder mit einem Durchschnittsalter von 76,09 Jahren. Nun folgten der Bericht des 1. Kassierers Hans-Robert Mies, des 2. Kassierers Karl Buhr und des Kassenprüfers Reinhard Meurer. Nach der Entlastung des Vorstandes war als nächstes die Neuwahl des gesamten Vorstandes an der Reihe. Ehrenvorsitzender Josef Neuhöfer, der die Versammlung leitete, schlug vor, darüber abzustimmen, ob der gesamte Vorstand auf einmal gewählt werden solle, statt einzeln. Dem wurde von der Versammlung einstimmig zugestimmt. So wurde der gesamte Vorstand komplett einstimmig neu gewählt. Eine Ausnahme gab es allerdings, der 2. Kassierer Karl Buhr bekam einen neuen Stellvertreter, und zwar Toni Wertenbroich.
So setzt sich der neue Vorstand folgendermaßen zusammen:
- Ehrenvorsitzender Josef Neuhöfer,
- 1. Vorsitzender Fred Euskirchen,
- 2. Vorsitzender Fritz Neuhöfer,
- 1. Kassierer Hans-Robert Mies,
- 2. Kassierer Karl Buhe, Vertreter des 2. Kassierers Toni Wertenbroich,
- Schriftführer Wilfried Weber, Vertreter für den Schriftführer Walter Waskowiak,
- Kassenprüfer Reinhard Meurer,
- Vertreter für Lichtenberg Fonds Kurt Petrikowski.
Nun kam es zum Punkt Verschiedenes. Fred klagte darüber, daß es sehr schwer sei, für jeden Montag einen Redner zu bekommen. Für die monatlichen Besichtigungsfahrten etwas zu finden sei wesentlich einfacher. Darum bat er die Anwesenden um ihre Mithilfe. Es wurden auch einige Vorschläge gemacht und Anregungen gegeben. Hoffentlich werden auch einige Sachen in die Tat umgesetzt. We.
22.09.1997 Pfarrheim Oberpleis Letzte Zusammenkunft vor unserer 5-Tagesfahrt nach Golling im Salzburger Land. Fritz Neuhöfer hielt einen Vortrag über die Renten, Rentenbeiträge, Krankenkassenbeiträge, Arbeitslosenbeiträge und Pflegeversicherungsbeiträge. Er meinte selber, es gehe Kreuz und Quer dadurch. So gab es auch einige heftige Einwände. Fred Euskirchen gab noch einige Termine für die nächsten Veranstaltungen bekannt. Er erinnerte daran, daß am Dienstag, 30.9. pünktlich um 7.30 Uhr nach Golling abgefahren wird und am 6.10. keine Veranstaltung des Montagstreffs im Pfarrsaal ist. Die Frauengemeinschaft hat darum gebeten, an diesem Nachmittag den Pfarrsaal benutzen zu dürfen, da sie dann eine wichtige Versammlung hat. Außerdem ist in Königswinter Winzerfest. So treffen wir uns am 13.10. wieder im Pfarrsaal. We.
30.09.1997 Große Herbstfahrt nach Golling im Salzburger Land. Alle waren rechtzeitig am Bus, so daß pünktlich um 7.30 Uhr in Oberpleis abgefahren werden konnte. Die erste Rast war an der Autobahn Raststätte Weisskirchen. Die Fahrt ging zügig weiter und so konnten wir an der zweiten Raststätte Steigerwald schon vor der geplanten Zeit wieder abfahren. Das Mittagessen nahmen wir im Hotel Zimmermann in Unterremmendorf im Altmühltal ein. Nach einer weiteren kurzen Pause am Nachmittag an der Autobahn-Raststätte Irschenberg kamen wir pünktlich an unserem Hotel "Torrener Hof" in Golling an. Nach der Zimmerbelegung ging es gleich zum Abendessen im Hotel-Restaurant.
01.10.1997 Für heute war die Besichtigung von Salzburg geplant. Aber oh Schreck, es regnete schon am frühen Morgen. Nach dem guten Frühstück ging die Fahrt zuerst zu den Wasserspielen nach Hellbrunn. Das wäre bestimmt sehr schön gewesen, hätte es nicht auch noch von oben geschüttet. Um 11.00 Uhr war Abfahrt zum Parkplatz Nord in Salzburg. Hier besichtigten wir den Mirabellen-Garten mit seinen schönen Anlagen. Von hier aus gingen wir zum Mittagessen ins Hotel Sternenbräu. Um 13.00 Uhr begann nun die Führung durch Salzburg. Als erstes wurden wir in zwei Gruppen geteilt und gingen getrennte Wege, so daß wir uns am Ende der Führung am Winkleraufzug wieder trafen. Nun ging der Marsch durch Salzburg bei strömendem Regen los. Wir bekamen so manche Sehenswürdigkeit gezeigt, aber bei nassen Füßen und trotz Regenschirmen durchnäßter Kleidung waren wohl alle froh, gegen 16.00 Uhr am Winkleraufzug endlich ins Trockene zu kommen. Hier ging es mit dem Aufzug hoch zum Cafe Winkler und alle freuten sich auf eine heiße Tasse Kaffee. Leider war durch das Wetter bedingt die Aussicht von hier oben nicht gut. Als wir zurück zum Bus gingen, hatte der Regen tatsächlich etwas nachgelassen. In unserem Hotel angekommen gab es wieder ein gutes und reichliches Abendessen.
02.10.1997 Nach dem Frühstück ging die Fahrt nach St. Gilgen und von hier mit dem Schiff nach St. Wolfgang. Für 11.30 Uhr waren wir im "Weißen Rössel" zum Mittagessen angemeldet, da wir aber 1/2 Stunde früher ankamen, mußten wir draußen noch warten. So hatten wir noch Gelegenheit die Kirche zu besichtigen. Als wir schließlich beim Mittagessen waren, öffnete der Himmel wieder seine Schleusen und mit der schönen Aussicht über den Wolfgangsee war es vorbei. Durch den Regen bedingt wurde auf allgemeinen Wunsch das Nachmittagsprogramm gestrichen und ins Hotel zurückgefahren. Hier folgte nach dem Abendessen der gemütliche Abend mit Tanz, Spielen und Sketchen. Höhepunkt des Abends war wohl die Einlage von Fred Euskirchen und seinen beiden Schwestern. Frau Lehmacher kam mit ihrem Hannes hereingeschleppt und wollte zum Herrn Pastor. Da dieser aber nicht da war, mußten die beiden mit der Sekretärin (Frau Schmitz) vorlieb nehmen. Die beiden wollten heiraten, das heißt, der Hannes wollte eigentlich gar nicht, der mußte nur immer ja nicken und machte ein recht betrübtes Gesicht. Aber während die Braut immer intensiver mit der Sekretärin über die Art und Weise der Trauung verhandelte, sah Hannes seine Chance gekommen dem Unheil zu entgehen. Seine Augen leuchteten auf, er schaute nach links und rechts und suchte schnell das Weite. Die Darsteller wurden mit viel Beifall belohnt.
03.10.1997 Nach dem Frühstück ging die Fahrt nach Bad Dürrnberg mit Besichtigung des Salzbergwerkes. Anschließend fuhren wir mit dem Bus über die Roßfeld Höhenring Straße auf 1600 m hoch zum Berggasthof Ahornkaser, wo wir unser Mittagessen einnahmen. Leider war die Aussicht schlecht, Nebelwolken verdeckten meistens die Sicht. Hier oben waren die Böschungen und die Äste der Tannen schon weiß mit Schnee bedeckt. Nach dem Essen begann die Abfahrt auf der anderen Seite des Berges bis nach Berchtesgaden und weiter zum Königssee Hier hatte jeder Gelegenheit mit dem Boot über den Königssee nach St. Bartholomäi zu fahren oder eine Wanderung am See zu unternehmen. Was Wetter war hier wirklich besser. Nach der Ankunft im Hotel gab es Abendessen und dann Koffer packen.
04.10.1997 Nachdem wir uns am Frühstücksbüffet gut gesättigt hatten, wurden die Koffer verladen und um 8.30 Uhr begann bei strahlendem Wetter die Heimfahrt. Zum Abschied zeigten sich die Berge von ihrer schönsten Seite, die Berggipfel waren weiß mit Schnee bedeckt. Nach kurzer Rast an der Autobahnraststätte Irschenberg ging die Fahrt zügig weiter, so daß wir um 12.00 Uhr im Körschinger Forst zum Mittagessen waren. Nachmittags ging es nicht mehr so schnell weiter, wir gerieten in einige längere Staus. Hans Robert Mies und auch unser Fahrer erzählten jede Menge Witze. Paul Zens unterhielt uns auf der Mundharmonika mit Volksliedern und forderte alle zum Mitsingen auf. Hans Robert Mies dankte Fred Euskirchen und Herbert Schäpertöns für die hervorragende Vorbereitung und Organisation der Fahrt. Fred Euskirchen dankte dem Busfahrer für seine gute und umsichtige Fahrweise. So kamen wir alle um 19.30 Uhr guterhalten in Oberpleis wieder an.
13.10.1997 Pfarrheim Oberpleis Anstelle des vorgesehenen Vortrages über die Schönheit der Alpen, bekamen wir heute einen Dia Vortrag ganz besonderer Art gezeigt. Herr Osinski aus Hartenberg zeigte uns zuerst einig Bilder von Oberpleis vom Hartenberg aufgenommen. Seinen Vortrag nannte er "Wilde Natur in Oberpleis". Nun folgten herrliche Bilder von wildwachsenden Blumen, meistens vom Hartenberg. Viele dieser Pflanzen, die wir als Unkraut bezeichnen würden, vor allem wenn man sie im Garten hat, tragen wunderschöne Blüten wenn man sie einmal genau betrachtet. Es ist schon erstaunlich, was für eine Naturpracht in unserer nächsten Umgebung wächst, man geht vorbei und sieht es nicht. Herr Osinski zeigte uns auch Landschaftsaufnahmen vom Hartenberg aus in Richtung Sonderbusch, weil sich hier demnächst viel verändern wird. Die Autobahn wird verlegt, um der ICE-Neubaustrecke Platz zu machen. Und dann wurde der schöne Lindenbaum am Heiligenhäuschen in den verschiedenen Jahreszeiten gezeigt. Bis auf wenige Aufnahmen wurden alle Bilder ohne Blitzlicht gemacht, alle waren gestochen scharf. Mit viel Beifall wurde Herr Osinski für seinen schönen Diavortrag belohnt. Es gab anschließend noch eine rege Diskussion. We.
20.10.1997 Pfarrheim Oberpleis Eigentlich sollte heute ein Vortrag über den Flughafen Eudenbach stattfinden. Aber Redner Fuhr ist nicht erschienen. So mußte Fritz Neuhöfer wieder einmal kurzfristig einspringen. Aber zuerst wurden die Chroniken, die jetzt fertig gedruckt und gebunden vorlagen, verteilt. Fritz hatte auch wieder gleich zwei ganz aktuelle Themen auf Lager. 1. Der Autoverkehr in Oberpleis und "Allgemeine Verkehrspolitik". Lt. Statistik hat jeder zweite Bundesbürger ein Auto. Laut Vorhersagen von Fachleuten wird diese Zahl bis im Jahre 2010 um 100 % zunehmen und die LKW Anzahl um 200 %. Nun fragte Fritz, was haltet ihr davon, wenn der Plan der Grünen, den Benzinpreis auf 4,50 DM zu erhöhen, verwirklicht würde. Jetzt begann eine heiße Debatte. Die öffentlichen Verkehrsmittel müßten wesentlich billiger werden und nicht jedes Jahr teurer. Oder dann kann sich nur noch der Besserverdienende das Autofahren erlauben, dann entstände eine 2 Klassen-Gruppierung. Wie würde es aussehen, wenn die Autozahl doppelt so hoch wäre? Das zweite Thema von Fritz war das 610-DM-Gesetz. Dieses Gesetz wurde vor Jahren von der Regierung eingeführt, mit der Absicht den Studenten die Möglichkeit zu geben, ehe einen Job zu bekommen, neben dem Studium oder in den Semesterferien. Bei dem 610-DMGesetz ist es so, daß der Arbeitgeber nur 20 % Steuern zu zahlen braucht aber keine Sozialabgaben. Der Arbeitnehmer hat überhaupt keine Abzüge. Nun hat es sich im Laufe der Jahre eingebürgert, daß jede Menge Betriebe und Geschäfte sehr viele Menschen, vor allem Frauen, auf der 610-DM-Basis beschäftigten. Auf diese Weise gehen dem Staat und der Sozialversicherung Millionenbeträge verloren. Nun sind Bestrebungen im Gange, das zu ändern. Jetzt fragte Fritz: Ist das richtig oder nicht. Die Meinungen gingen zwar auseinander, aber der allergrößte Teil sprach sich dafür aus, daß diese Regelung geändert werden muß, weil sonst zu viel Mißbrauch getrieben wird. We.
27.10.1997 Pfarrheim Oberpleis Nach der Begrüßung durch Fred Euskirchen, hielt Josef Neuhöfer seinen angekündigten Vortrag über seinen Urlaub in Ober-Österreich. Er war in Krems, nicht weit von der Tschechischen Grenze. Hier leben die Menschen größtenteils vom Weinbau und der Landwirtschaft. Fremdenverkehr gibt es hier kaum. Es gibt fast nur eingeschossige Häuser. Der Boden besteht aus festgepreßtem Sand. Die Keller liegen oft bis zu 20 m in der Erde. Die Weinkeller sind bis zu 60 m lang und einfach in den Sand gegraben, der ist so fest, daß er nicht nachrutscht. Ganze Straßen waren wie leergefegt, die Leute waren alle unterirdisch in den Weinkellern beschäftigt. Ein interessanter Vortrag von Josef Neuhöfer. yg
03.11.1997 Pfarrheim Oberpleis Beim 3. Anlauf war es gelungen, Herrn Fuhr aus Eudenbach mit seinem Lichtbildervortrag vom Flugplatz Eudenbach und der Musser Heide zum Montagstreff zu bekommen. Herr Fuhr ist Sachbearbeiter beim Verteidigungsministerium und sammelt nebenbei Dokumente und Unterlagen über die Musser Heide und ihre Verwendung als Flughafen. Im 3. Reich wurde die Musser Heide ganz geheim zum Militärflugplatz hergerichtet. Die Start- und Landebahn wurde mit Gras überpflanzt, zur Tarnung wurde ein kompletter Bauernhof hier aufgebaut. Eine große Schafherde wurde hier gehalten. Verschiedene Flugzeugtypen waren hier stationiert, u.a. Ju 52 und Stukas. Aber eines Tages hatten die Engländer den Flughafen doch entdeckt und bombardierten ihn. Es gab Tote und Verletzte. Auch eine Marineausbildungsschule wurde hier eingerichtet. Heute wird die Musser Heide nur noch als Sportflugplatz benutzt. Ich glaube, daß dieser Vortrag für uns alle viel Neues gebracht hat. We.
10.11.1997 Pfarrheim Oberpleis Herr Osinski zeigte uns heute Dias von der Heiligen Stadt Rom. Er war vor 10 Jahren mit dem Kirchenchor in Rom. Wenn es auch schon so lange her ist, die Baudenkmäler werden bestimmt noch genauso aussehen. Nur der Papst und verschiedene Oberpleiser, die man kannte, sahen auf den Bildern doch noch jünger aus. Wir bekamen sehr schöne Bilder von Rom gezeigt, vor allem vom Petersdom. Herr Osinski zeigte uns auch sehr schöne Fotos vom Petersplatz und von Rom, die er von der Kuppel des Petersdomes auf genommen hat. Viele Kirchen und historische Bauten bekamen wir zu sehen. Fred Euskirchen dankte Herrn Osinski mit einer Flasche Wein für seinen schönen Vortrag. ye
18.11.1997 Fahrt nach Heisterbach Mit Privatwagen fuhren wir heute nach Heisterbach, um die Zehntscheune zu besichtigen. Wir wurden von Pfarrer Kalkert aus Oberdollendorf empfangen. Er erklärte uns die Geschichte der Scheune, die um 1720 gebaut wurde. Hier wurden früher die Feldfrüchte, welche die umliegenden Bauern den Mönchen als Pacht abliefern mußten, gelagert. Die Zehntscheune wurde in den letzten Jahren mit Landes- und Kirchenmitteln, sowie mit Spenden anderer Geldgeber Stück für Stück wieder aufgebaut, so wie das Geld vorhanden war. Die Bruchsteinmauern wurden alle ausgefugt. Das Dach auf einer Seite mit den alten Dachziegeln und auf der anderen Seite mit neuen eingedeckt. Von der Innenseite ist das Dach mit Strohpuppen versehen. In den Holzfußboden wurde eine Fußbodenheizung eingebaut. Der Raum ist mit Stühlen bestückt und vorne ist eine Bühne so daß hier Theaterstücke und Konzerte aufgeführt werden können. Hinter den Stuhlreihen ist ein großer alter Springbrunnen aufgebaut worden, dessen Alter man nicht genau kennt. Er wurde Restauriert und ist betriebsfähig. Nun ging Pfarrer Kalkert mit uns an die bekannte Ruine Heisterbach. Er zeigte uns die ursprüngliche Größe der Kirche. Wie man vor einigen Jahren bei Ausgrabungen festgestellt hat, war die Kirche 80 m lang und 40 m breit und hatte sogar unter dem Boden einen Weinkeller. Es war die größte Kirche im Erzbistum Köln. Die Ruine wurde vor einigen Jahren für viel Geld gegen Feuchtigkeit abgedichtet und in ihrer Substanz neu befestigt. Sie drohte nämlich nach hinten umzukippen, weil keine Verbindung mit dem abgerissenen Teil vorhanden ist. Auch die 3 km lange Mauer um das Klostergelände wurde neu aufgebaut bzw. renoviert für 1000 DM pro Meter. Fred Euskirchen bedankte sich im Namen aller bei Herrn Pfarrer Kalkert für seine interessanten Ausführungen. We.
22.11.1997 Fahrt zum Flughafen Frankfurt a.M. Unsere Fahrt begann um 12.35 Uhr und gegen 14.10 Uhr waren wir auf dem dortigen Parkplatz. Der Bus war mit 46 Personen ausgelastet. Wir haben nach den Sicherheitskontrollen eine ausführliche Rundfahrt durch das gesamte Flughafengelände im flughafeneigenen Bus unternommen. Unsere Begleitung, die uns während der ca. 2 Stunden geführt hat, sprach wie ein Tonband, ohne Ende. Wir erlebten mal den Flughafenbetrieb nicht als Passagier, sondern in seinem betrieblichen Ablauf. Auch wurden wir in die Nähe des noch für die amerikanischen Streitkräfte reservierten Teils des Flughafens gefahren (Golfkrise, oder noch sehr vielen in Erinnerung ' 'Ber1iner Luftbrücke"). Während dieser Rundfahrt durften wir auch einen Blick in die Gepäckstückverfrachtung werfen. Wie bei einer elektrischen Eisenbahn lief alles über elektronisch gesteuerte Weichen ab. Hunderte von Kästen auf Rollen mit den Gepäckstücken sausten zu einem bestimmten Platz, wo sie dann nach 40 Minuten schon in der Abflugmaschine landeten. Mit dieser Gepäckabfertigung können in 24 Stunden ca. einhundertzehntausend Gepäckstücke sortiert und verfrachtet werden; die größte und modernste Anlage der Welt. Da ich nun schon mal bei Zahlen bin, hier noch weitere: Im Jahre 1996 wurden 39,5 Millionen Personen abgefertigt, in diesem Jahr rechnet man mit 42 Millionen Flugreisenden. Am Flughafen sind 52.000 Menschen beschäftigt. Eine große Transportmaschine kann 110 Tonnen Last transportieren. Ferner wurden wir auf die modernste Maschine der Erde aufmerksam gemacht (Lufthansa). Dieser Vogel kann in 48 Stunden mit 680 Fluggästen unsere Erde umfliegen; und zwar ohne Pilot usw. Der Testflug wurde allerdings ohne Menschen und nur mit Meßgeräten unternommen. Nach all diesen Erklärungen wurde uns dann in der Abfertigungshalle gezeigt, wie einfach es ist, einen Flug zu unternehmen. Nach einer kurzen Pause bei einer Tasse Kaffee fuhren wir gen Oberpleis und sind kurz nach 20 Uhr gut zu Hause angekommen. Wa.
01.12.1997 Pfarrheim Oberpleis Eigentlich wollte heute Herr Biesing einen Vortrag über den Drachenfels halten, aber er ist nicht erschienen, ohne abzusagen. Fred Euskirchen gab die nächsten Termine bekannt. Nun mußte Fritz Neuhöfer wieder einmal einspringen, diesmal ging es um die Studenten-Demonstrationen in den letzten Tagen. Fritz fragte nun, warum demonstrieren die? Was wollen die erreichen? Die Antworten waren sehr verschieden, z.B. total überfüllte Hörsäle, bessere Ausstattung der Universitäten mit Lehrmitteln usw. Die Demonstrationen in den Städten weiten sich immer mehr aus, aber die Politiker halten sich weitgehend zurück. Wo kein Geld mehr ist, ist auch nichts mehr zu holen. Josef Neuhöfer forderte uns alle noch einmal auf, uns an der Kirchenvorstandswahl zu beteiligen, damit der von uns vorgeschlagene Kandidat Karl Buhr auch gewählt wird. & We.
08.12.1997 Pfarrheim Oberpleis Nikolausfeier beim Montagstreff. Nach der Begrüßung durch Fred Euskirchen gratulierten wir Karl Buhr zur Wahl in den Kirchenvorstand. Paul Zens Spielte auf seiner Ziehharmonika Nikolaus-Lieder bis der Nikolaus persönlich erschien, dargestellt von Thomas Lissek. Nach einer kurzen Ansprache verteilte der Nikolaus nun die Weckmänner und wünschte jedem "Frohe Weihnachten und ein gutes Neues Jahr“. Paul spielte noch einige Kirchenlieder und alle sangen mit. Nun zeigte Gerhard Reißner Dias vom Erntedankzug in Oelinghoven. Fritz Neuhöfer sagte, er habe sich den Zug einmal angesehen und sei erstaunt gewesen, was so ein kleines Dorf auf die Beine bringt. So etwas sei in Oberpleis wohl nicht möglich. We.
15.12.1997 Pfarrheim Oberpleis Wie angekündigt, hielt heute Hans-Robert Mies einen Dia-Vortrag über unsere Herbstfahrt nach Golling im Salzburger Land. Hier wurden uns noch einmal die Schönheiten der einzelnen Abschnitte der Tour in Erinnerung gebracht. Leider konnte Hans-Robert wegen des Regenwetters in Salzburg selbst nicht viel im Bild festhalten. Er dankte Fred Euskirchen und Herbert Schäpertöns nochmals für die gute Ausarbeitung und Organisation der Fahrt. Nun folgte ein Bericht von Walter Waskowiak über die Fahrt zum Frankfurter Flughafen. Walter hat einen sehr schönen Beitrag von der Flughafenbesichtigung schriftlich festgehalten (Datum vom 22.11.1997). Es wurde nun über die Beschwerden über den Fluglärm, die in letzter Zeit in unserer Gegend laut geworden sind, diskutiert. Ich glaube, die meisten waren der Ansicht, wenn man morgens gegen vier Uhr schon einmal durch ein Flugzeug geweckt wird, ist das wirklich nicht so schlimm. We.
22.12.1997 Pfarrheim Oberpleis Noch bevor unsere heutige Weihnachtsfeier begann, machte Fred Euskirchen die Mitteilung, daß unser Mitglied Heinrich Schoroth verstorben ist. Fred bat uns, uns zu einer Gedenkminute von den Plätzen zu erheben und am 29.12. an der Beerdigung teilzunehmen. Nun konnte unsere Weihnachtsfeier beginnen. Paul Zens spielte auf seiner Ziehharmonika Weihnachtslieder und alle sangen kräftig mit. Frau Schmitz, die Schwester von Fred Euskirchen, las Weihnachtsgeschichten vor. Karl Schüller ließ auf seiner Stereoanlage Cassetten mit Weihnachtsliedern abspielen, während wir uns mit Kaffee und Gebäck stärken konnten. Heinrich Bennerscheid hatte seine nachgebaute Oberpleiser Pfarrkirche mitgebracht. Da Heinrich selbst heiser war, gaben Fred Euskirchen und Fritz Neuhöfer verschiedene Daten und Maße der Kirche bekannt. We.
29.12.1997 Heute war um 14.00 Uhr die Beerdigung und anschließende Meßfeier unseres Mitgliedes Heinrich Schoroth, der am 22.12. im Alter von 83 Jahren von seiner langen Krankheit erlöst wurde. Da wir eine Einladung zum Kaffee nach Herresbach erhalten hatten, mußte der Vortrag über den Drachenfels abgesagt werden. We.
05.01.1998 Pfarrkirche und Pfarrheim Oberpleis Um 14.00 Uhr zelebrierte Pfarrer Müller die Jahresabschlußmesse für die Verstorbenen des Montagstreffs. Anschließend trafen wir uns im Pfarrsaal. Durch die schwere Erkrankung der Gattin von Fritz Neuhöfer, war heute kein direkter Vortrag. Fred Euskirchen hatte so kurzfristig keinen anderen Redner bekommen. So wurden von Reinhard Meurer und Hans-Robert Mies kurze lustige Geschichten vorgetragen. Josef Neuhöfer erzählte noch etwas vom alten Oberpleis.
12.01.1998 Pfarrheim Oberpleis Heute hatten wir beim Montagstreff der Senioren Herrn Dr. Hauke zu Gast. Er hielt uns einen sehr schönen Dia-Vortrag über den Naturschutz in den Alpen. Sein Vortrag begann mit einer Aufnahme vom Königssee mit St. Bartholomäi. Herr Dr. Hauke zeigte uns vor allem Bilder von Bergwiesen, die sich seit einiger Zeit durch die Intensiv-Düngung, vor allem mit Gülle, im Aussehen stark verändert haben. Das Gras ist zwar kräftig grün, aber Blumen und Kräuter sind hier weitgehend ausgestorben. Durch die immer weiter vordringende Zivilisation, z.B. durch immer mehr Bergbahnen, Seilbahnen und Ausbau von Wegen, dringt der Tourismus in Regionen vor, wo vor Jahren noch unberührte Natur war. Dadurch wird sehr viel Natur vernichtet. Ein anderes Bild zeigte, wie durch einen Windbruch ein Breiter Streifen Bäume an einem Berghang weggerissen wurde. Der ganze Hang mußte jetzt in mühseliger Arbeit wieder neu aufgeforstet werden. Fred Euskirchen dankte Herrn Dr. Hauke für seinen sehr interessanten Vortrag. We.
19.01.1998 Pfarrheim Oberpleis Nach der Begrüßung durch Fred Euskirchen bekamen wir einen Videofilm von den 3. Bundeswehr Musikfestspielen in Berlin gezeigt. Kurt Petrikowski hatte sich diesen Film ausgeliehen. Wir bekamen zwei Stunden Marschmusik geboten, an der sich 9 Nationen beteiligten. Auch einige Folkloregruppen zeigten ihr Können. Es war wirklich ein Genuß. T,
26.01.1998 Fahrt in die Eifel Bei herrlichem Sonnenschein fuhren wir in die Eifel, um dort eine Bleigrube aus dem 15. Jahrhundert zu besichtigen. Diese Grube "Wohlfahrt" wurde 1952 endgültig geschlossen. Heute dient sie als Besucherbergwerk und wird vom Heimatverein Rescheid e.V. in Hellenthal gepflegt und versorgt. Der z.Zt. begehbare Stollen ist 780 m lang (eine Strecke) und wird durch 4 Schächte mit frischer Luft versorgt. Die Temperatur beträgt 8-9 Grad Celsius; die Luftfeuchtigkeit liegt bei 99 %. Der Schacht ist so ausgebaut worden, daß ein natürlicher Ablauf des Wassers gegeben ist. Von den Grubenführern wurde uns erklärt und gezeigt, wie die Bergleute das Erz in den verschiedenen Epochen gefördert haben. Die ersten Stollen waren 50 cm breit und 90 cm hoch. In diesen Stollen wurde auf dem Bauch oder Rücken im Wasser liegend gearbeitet. Nach dieser Phase wurden dann 1,20 m hohe Stollen geschaffen. Im 19. Jahrhundert wurden die Stollen auf 2 m erhöht. Die Bergleute wurden höchstens 38 Jahre alt. Viele waren schon früher erschöpft. In der Grube selbst ist die Geschichte unserer Erde von 600 Millionen Jahren erkennbar. Fossilien aus dieser Zeit, als das Gebiet der Eifel noch Meer war, sind heute noch stumme Zeugen. Nach 11/2 Stunden Begehung war unsere Neugier beendet und das Tageslicht hatte uns wieder. Wir fuhren nun mit dem Bus nach Wildenburg und kehrten dort in dem schönen Cafe Degenhard ein, wo es Kaffee und guten Kuchen gab. Anschließend ging die Fahrt zurück nach Oberpleis, wo wir so gegen 19.15 Uhr ankamen.
02.02.1998 Pfarrheim Oberpleis Im buntgeschmückten Pfarrheim feierten wir heue Karneval. Karl Schüller hatte seine Musikanlage mitgebracht und sorgte für Stimmung. Paul Zens spielte auf seiner Ziehharmonika Karnevalslieder und alle sangen kräftig mit. Fred Euskirchen und Hans-Robert Mies stiegen in die Bütt und brachten lustige Vorträge. Nun kamen die Dilledöpje und erfreuten uns mit ihren Tänzen. Jetzt folgte der Höhepunkt des Nachmittags, Prinz Wolfgang II. und Prinzessin Annelie I. kamen mit ihren kleinen Funkenmariechen an. Auch diese Tanzgruppe zeigte uns schöne Tänze. Als nächster kam unser kleiner Bürgermeister, Hans Remig, als Feuerwehrmann mit einem lustigen Vortrag. Nicht zu vergessen Karl Schüller mit seinem Vortrag über seine Tante aus Ochsenfurt "so sah sie auch aus", die jedes Jahr zu Besuch kam. Es war ein gelungener Nachmittag. Fred dankte allen Mitwirkenden. We.
10.02.1998 Fahrt nach Düsseldorf Am 10.2., also mitten im Winter, bei Temperaturen wie im Mai ging unsere Fahrt nach Düsseldorf ab. Dort erwartete uns schon eine Hosteß zur Stadtrundfahrt. Die Stadt wurde uns von der schönsten Seite gezeigt und erklärt, die 1288 das erste Mal schriftlich und man höre und staune, gerade in Köln beim Bistum erwähnt wurde. Am Schluß der Fahrt, die ca. 2 Stunden dauerte, sind wir am Rathaus zu Füßen des bekanntesten Mannes der Stadt "Jan Weilern" angekommen. Hier bekamen wir noch einmal ausführlichen Geschichtsunterricht. Anschließend ging es dann zu Fuß in den "Schlüssel" zum Mittagessen. Um 14.45 Uhr setzten wir unsere Fahrt mit dem Bus zum Landtag fort. Dort wurden wir zunächst, wie könnte es anders sein, mit einem Film über unser Land Nordrhein-Westfalen informiert. Anschließend bekamen wir den Landtag zu sehen und auch sehr informativ erklärt. Nach der Führung begrüßte uns unser Landtagsabgeordneter, Herr Riscop (CDU) mit einem Vortrag über seine dortige Arbeit und die kommunale Tätigkeit in Königswinter. Ein Besuch in der Kantine des Landtages durfte auch nicht fehlen, dort wurde uns Kaffee und Kuchen serviert, selbstverständlich auf Kosten des Hauses. Um 16.30 Uhr haben wir dann von dem Turm neben dem Landtag in einer Höhe von 168 m noch einmal die Stadt bei untergehender Sonne gesehen. Gegen 18.15 Uhr traten wir die Rückfahrt nach Oberpleis an, wo wir gegen 19.30 Uhr wohlbehalten ankamen. Zum Schluß möchte ich noch erwähnen, daß unser Kollege, Herr Reißner, diese Fahrt vorbereitet hat, ihm sei hiermit recht herzlich gedankt. Wa.
16.02.1998 Pfarrkirche und Pfarrheim Um 14.00 Uhr trafen wir uns in der Kirche, um an der Messe für Heinrich Schoroth teilzunehmen. Anschließend war Zusammenkunft im Pfarrheim. Herr Pfarrer Müller hielt uns einen Vortrag über Oberpleis im Mittelalter. Nach seinen Ermittlungen war Oberpleis schon vor der Errichtung des Propsteihofes ein Mittelpunkt. Zum Propsthof gehörten mehrere Höfe in der Umgebung, z.B. der Bönnschenhof, der Weilerhof, der Höhnscheiderhof, die Nonnenberger Mühle, evtl. auch Gut Kippenhohn. Nach diesem interessanten Vortrag sprach Fritz Neuhöfer, unser 2. Vorsitzender, noch einige Abschiedsworte zu uns. Fritz war heute das letzte Mal bei uns, er wird in Zukunft bei seiner Tochter in Bali wohnen. Fred Euskirchen bedankte sich im Namen aller bei Herrn Pastor Müller für seinen Vortrag und bei Fritz Neuhöfer für seine viele Arbeit und so manchen Vortrag.
02.03.1998 Pfarrheim Oberpleis Zu Beginn zeigte uns Fred Euskirchen Dias von unserer Karnevalsfeier. Anschließend hielt Josef Neuhöfer einen Vortrag über Oberpleis vor dem 1. Weltkrieg. Damals hatte Oberpleis nur 87 Häuser. 1912 wurde die neue Schule gebaut, die heute auch schon nicht mehr steht, und die alte abgerissen. Josef erzählte uns ausführlich, was für Geschäfte, Handwerker, Gastwirte und Landwirte es in dieser Zeit in Oberpleis gab. Ein sehr interessanter Vortrag.
03.03.1998 Vorstandssitzung des Montagstreffs bei Fred Euskirchen.
Programm:
1. Begrüßung
2. Neuer Vizepräsident
3. Jahresausflug im Herbst
4. Neue Vorträge und Fahrten in nächster Zeit
5. Verschiedenes
Anwesend waren:
Ehrenvorsitzender Josef Neuhöfer
1. Vorsitzender Fred Euskirchen
1. Kassierer Hans-Robert Mies
2. Kassierer Karl Buhr
Stellvertreter Toni Wertenbroich
Schriftführer Wilfried Weber
Stellvertreter Walter Waskowiak
Nach der Begrüßung durch Fred Euskirchen ging es gleich zu Punkt 2: Durch die Auswanderung von Fritz Neuhöfer mußte ein neuer Vizepräsident ernannt werden, hier wurde nun in Abwesenheit Kurt Petrikowski vorgeschlagen, in der Hoffnung, daß er dieses Amt annimmt. Zu Punkt 3: Die Herbstfahrt soll nach Sankt Engelmar im Bayrischen Wald gehen, dort ist man vor Jahren zwar schon 2 mal gewesen, aber es gibt dort noch sehr viele Sehenswürdigkeiten. Zu Punkt 4: Hier wurde vor allem über eine geplante Fahrt nach Wuppertal diskutiert, sie soll voraussichtlich am 30 März sein. Zu Punkt 5: Hier ging es um einen Stand auf dem Kirchplatz bei der 1050 Jahrfeier von Oberpleis, es sollen Bilder ausgestellt und Wein verkauft werden.
09.03.1998 Besichtigung von Gut Friedrichstein in Siegburg-Mülldorf Um 15.00 Uhr fuhren wir mit unseren Privatwagen nach Siegburg-Mülldorf. Hier wurden wir von dem Besitzer, Herrn Fritz Becker, begrüßt. Er zeigte uns seine Stallungen und seinen große Viehbestand. Der Betrieb hat eine Größe von 150 ha und erstreckt sich von der Sieg bis nach Birlinghoven. Herr Becker hat mit 6 Kühen angefangen und besitzt heute 120 Milchkühe, mit den Jungtieren insgesamt 300 Stück Rindvieh. Wir hatten Gelegenheit beim Melken zuzusehen. 12 Kühe wurden gleichzeitig in den Melkraum eingelassen; hier bekamen sie erst die Füße mit Wasser abgespritzt, dann das Euter abgewaschen. Nun wurde die Melkmaschine angehängt. Die Milch lief in einen 4000- Liter-Tank. Während des Melkvorgangs bekam jede Kuh in einem extra Trog automatisch Trockenfutter eingefüllt, damit sie ruhig stehen blieb. Der ganze Betrieb wird heute von dem Schwiegersohn des Herrn Becker mit drei Mitarbeitern bewirtschaftet. We.
16.03.1998 Pfarrheim Oberpleis Josef Neuhöfer berichtete heute über Oberpleis im Jahre 1931/32. Da zu dieser Zeit in Oberpleis zwei Säle bestanden und in vielen Nachbarorten auch ein Saal war, wurde ein Kartellverein gegründet, der die Aufgabe hat, die geplanten Veranstaltungen der einzelnen Vereine zu koordinieren, damit es keine Überschneidungen gab. Nach diesem Vortrag zeigte uns Toni Wertenbroich einen Videofilm über Grauhörnchen. Hier wurde uns gezeigt, mit welcher Raffinesse die Tiere alle Hindernisse überwinden, um an ihr Futter zu kommen. Immer wieder neu ausgedachte Barrieren überwanden sie meisterhaft. We.
23.03.1998 Besuch im Gewerbegebiet Wahlfeld Heute war Besichtigung der Verpackungsfolien-Fabrik Helmut Schmidt im Wahlfelder Gewerbegebiet. Das Ehepaar Schmidt führte uns zuerst durch das Lager, in dem die Folienrollen in verschiedenen Breiten und Stärken gelagert werden; ein Vorrat für ca. 3 Wochen. Nun wurden wir in die Fertigungshalle geführt, wo an langen Automaten auf der einen Seite die Folienrolle aufgespannt war und am anderen Ende als fertige Tüte, sogar bedruckt, wieder heraus kam. Das ganze ging allerdings nicht ohne eine gewisse Lautstärke vonstatten. Die Firma wurde 1961 gegründet und hat sich von einem Kleinbetrieb im Laufe der Jahre zu einer Firma mit 40 Mitarbeitern entwickelt. We.
31.03.1998 Fahrt des Montagstreffs nach Wuppertal Um 9 Uhr sollte es los gehen. Da aber alle Mitreisenden sehr pünktlich waren, befanden wir uns um 9 Uhr schon auf der Autobahn. Ohne Aufenthalt brachte uns der Bus bis Vohwinkel, die Anfangs- und Endstation der Schwebebahn. Wegen unserer Pünktlichkeit mußten wir auf dem Bahnsteig warten und konnten so den Betrieb dieser einmaligen Bahn beobachten. Dann schwebte der für uns reservierte Kaiserwagen ein. Kaiserwagen heißt er, weil am 24. Oktober 1900 seine Majestät Kaiser Wilhelm II. und Gemahlin von Elberfeld bis Vohwinkel mit diesem Wagen fuhren. Die Reise in dem luxuriös ausgestatteten Zug war für die meisten von uns ein besonderes Erlebnis. Von Vohwinkel ging's schwebend bis Oberbarmen und wieder zurück. Während der 2x30 Minuten erklärte uns eine, in der Mode der Jahrhundertwende gekleidete Fremdenführerin die Geschichte der Bahn und vieles über die durchfahrenen Stadtteile. Von einem Unfall mit einem Zirkuselefanten wußte sie zu berichten, der zu Werbezwecken mitfuhr, dem die Sache aber unheimlich wurde und darauf mit seinem Hinterteil die Tür zertrümmerte und während der Fahrt in die zehn Meter tiefer gelegene Wupper ausstieg. Er landete im Schlamm und blieb ohne Verletzungen. Die Zeit ging im Fluge vorbei und bald saßen wir wieder im Bus, der uns zu einem guten Speiselokal "Zur alten Bergbahn" brachte, in der wir unser Mittagsmahl einnahmen, und dann anschließend zum "Museum für Frühindustrialisierung" fuhr. Durch eine ausgezeichnet informierte Führerin wurden wir in die Zeit der Heimarbeit, des Spinnens und Webens, des Beginns der Industrialisierung und der damit verbundenen Ausbeutung der Arbeitskraft versetzt. Die Maschinen fingen schon in der Mitte des vorigen Jahrhunderts an, Arbeitskräfte überflüssig zu machen, was damals fatale Folgen hatte. Wir konnten alte Maschinen bei der Arbeit erleben, wie sie durch Lochkarten gesteuert, Bänder und Spitzen herstellten. Gerne wären wir noch länger geblieben, um über das Leben der Leute im Tal der Wupper und die Auswirkungen der unaufhaltsam fortschreitenden Industrialisierung zu hören. Im Gasthaus "Zum alten Kuhstall", in der Nähe des weithin bekannten Wuppertaler Zoo, legten wir noch eine Kaffeepause ein, nach der es Zeit zur Heimfahrt war. Der Initiator dieser Fahrt, unser Freund Walter Waskowiak, konnte leider nicht mitfahren, da er schwer erkrankt war. Wir wünschen gute Besserung und hoffen, daß er bald wieder zum Montagstreff kommt
05.04.1998 Pfarrheim Oberpleis Fred Euskirchen verteilte heute die Karten für die Ostergeschenke für die alten Leute der Pfarrgemeinde, die der Montagstreff dann in den einzelnen Ortschaften überbringt. Anschließend hielt Karl Buhr einen Vortrag über seinen beruflichen Werdegang bei der Polizei. Karl lernte in Siegen Kraftfahrzeugelektriker. Durch diese Ausbildung bekam er später die Gelegenheit in Bonn bei der Polizei in der Werkstatt als Kraftfahrzeug-Elektriker anzufangen. Um seine Fachkenntnisse zu erweitern, wurde er von hier aus zu Lehrgängen in den Werken von BMW, Mercedes, Opel und Ford geschickt. Nach mehrjähriger Arbeit in der Werkstatt kam er zum BKA in den Erkennungsdienst. Auch hier mußte Karl zuerst wieder viel lernen, um in der Verbrechensermittlung auf Zack zu sein. Ein sehr interessanter Vortrag, in dessen Anschluß eine rege Diskussion stattfand. We.
20.04.1998 Pfarrheim Oberpleis Vom heutigen Nachmittag gibt es eigentlich nicht viel zu berichten Fred Euskirchen beschrieb uns die geplante Herbstfahrt nach Englmar, die er jetzt vorgefahren war. In die Tschechei wird nicht gefahren, weil das zu weit und auch zu teuer wird. Reinhard Meurer hatte wieder einige lustige Anekdoten gesammelt, die er uns vorlas.
27.04.1998 Pfarrheim Oberpleis Da es Fred Euskirchen nicht gelungen war, einen Redner für heute zu bekommen, zeigte Toni Wertenbroich einen Video-Film über das Ruhrgebiet. Es begann mit dem Ende des zweiten Weltkrieges. Die Städte waren zum größten Teil von den Bomben zerstört, aber was von den Maschinen in den Fabriken noch brauchbar war, wurde von den Alliierten demontiert und ins Ausland geschafft. Gezeigt wurde auch, unter welchen schwierigen Bedingungen die Bergleute unter Tage arbeiten mußten. Damals lief die Kohleförderung noch auf Hochtouren, aber im Laufe der Jahrzehnte vollzog sich ein Wandel. Die Kohle konnte im Ausland billiger gekauft werden als im Ruhrgebiet gefördert werden. So kam es, daß eine Zeche nach der anderen stillgelegt wurde. Das Ruhrgebiet mußte sich nach anderen Einnahmequellen umsehen. Aus den verrußten Städten sind heute vielfach blühende Einkaufszentren geworden. We.
04.05.1998 Besichtigung des Heimatmuseums in Beuel
11.05.1998 Pfarrheim Oberpleis Um 15.00 Uhr ging die Fahrt nach Beuel mit Privatwagen los. Leider war die Beteiligung sehr gering. Karl Schüller hatte seine Filmkamera mitgebracht und filmte während der Führung. Da Karl diesen Videofilm am 11.5. im Pfarrheim zeigte, möchte ich diese beiden Berichte zusammenfassen. Das Heimatmuseum in Beuel ist in mehreren zusammenhängenden Gebäuden untergebracht. In einem alten Gebäudeteil wurden z.B. die Werkzeuge einer alten Schusterwerkstatt, einer Schmiede und einer Schreinerei gezeigt. In einem anderen Teil war eine komplette Wohnung aus früherer Zeit zu besichtigen. In einer neu aufgebauten Scheune gab es im Parterre eine alte Presse zum Prägen von Orden zu sehen; weiterhin alte Bügeleisen, alte Waschmaschinen usw. Im Obergeschoß gab es viele alte Fahnen von verschiedenen Vereinen zu betrachten. Dann war ein Modell der Eisenbahnfähre, welche die Züge über den Rhein brachte, als es zwischen Bonn und Beuel noch keine Brücke gab, aufgebaut. In einem weiteren alten Gebäude gab es z.B. die Nachbildung einer kompletten Uniform eines römischen Soldaten zu sehen. Auch eine Wurfmaschine für Steinkugeln, die nach alten Skizzen nachgebaut wurde, war hier zu bewundern. Ein sehr interessanter Nachmittag und von Karl Schüller sehr schön im Film festgehalten. We.
18.05.1998 Besichtigung der Sankt Antonius Kapelle in Wahlfeld Unser Mitglied Heinz Hübbers hatte uns nach Wahlfeld eingeladen. Er erklärte uns hier, warum die Kapelle heute in Wahlfeld steht, da sie doch früher in Uthweiler stand. 1886 wurde die Kapelle von dem Stieldorfer Pfarrer Oswald eingesegnet. Im Laufe der Jahre zerfiel sie jedoch immer mehr. "Die Familie Bäßgen sorgte für einen fachgerechten Abbruch. Franz Schurff stellte ein Grundstück in der Nähe des Bönnschenhofes zur Verfügung, wo die Kapelle mit viel Eigenleistung neu aufgebaut und 1982 feierlich eingesegnet wurde. Die Familie Hübbers sorgt heute für die Instandhaltung. Nach diesem interessanten Vortrag wurden wir von der Familie Hübbers zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Hierfür heute noch ein herzliches Dankeschön.
25.05.1998 Fahrt nach Oppenheim Pünktlich wie die Maurer ging unsere Fahrt am heutigen Montag um 8.30 Uhr in Richtung Oppenheim los. Durch eine kleine Fahrtverfehlung kamen wir verspätet in Nierstein an. Dort erwartete uns die Dame, welche uns in die Geschichte der wunderschönen Kirche "St. Katharinen" zu Oppenheim einführte. Wie viele Kirchen eine große Vergangenheit haben, so auch diese Kirche. Hier handelt es sich um ein Bauwerk der gotischen Kunst, das sich in den Reigen der Bauwerke des Straßburger Münsters und des Kölner Domes einreiht. Uns wurde alles in einer sehr verständlichen Weise erklärt. Außerdem konnten wir auch das "Beinhaus" mit den Gebeinen von ca. 20.000 Menschen anschauen. Anschließend ging es zum Mittagessen. Nach dem Gaumenschmaus, so nannte sich unser gemeinschaftliches Essen, ging es dann in das "Deutsche Weinbaumuseum Oppenheim". Alles aufzuschreiben, was uns dort gezeigt und erklärt wurde, wäre m.E. zu viel. Eines möchte ich aber doch erwähnten, es war für viele unserer Gruppe, wozu ich mich auch zähle, sehr interessant. Einen Abschlußkaffee, wie üblich, gab es nicht, da die Zeit nicht reichte. Gegen 19.30 Uhr erreichten wir wieder Oberpleis. Zu danken wäre noch unserem lieben Fred, der die Fahrt vorbereitet hat, aber leider nicht mitfahren konnte; stellvertretend hat aber Kurt Petrikowski die Reiseleitung zu aller Zufriedenheit übernommen. Wa.
08.06.1998 Kirmesmontag In gemütlicher Runde saßen wir in der Gaststätte Bramkamp und erzählten uns so manche Geschichten. Montagstreff einmal anders. We.
16.06.1998 Fahrt in die Eifel Am Dienstag, dem 16. Juni um 8.15 Uhr ging diesmal unsere Montagsfahrt in die Eifel nach Brohl. Gegen 9.50 Uhr starteten wir mit dem Vulkan-Express nach Engeln. Zuerst haben wir uns davon überzeugt, daß auch die Radreifen keine Risse hatten, wir gingen davon aus "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser", zumal der Express ja eine Geschwindigkeit von ca. 15 km pro Stunde erreicht. Es war für uns alle ein Erlebnis. Zuerst die wunderschönen Holzbänke, wir wurden in die Vergangenheit von vor 60 Jahren zurückversetzt. Eine weitere Neuentdeckung war die Waggonkonstruktion, es war nur ein Puffer vorne und einer hinten; des weiteren konnte man die Expresswagen schaukeln wie einen Kinderwagen. Der Service war einmalig, es gab kalte und warme Getränke, Würstchen und Kuchen. Um notdürftige Belange zu erledigen, hielt der Express extra in Niederzissen. So gegen 11.30 kamen wir dann am Zielbahnhof Engeln an. Von dort aus ging es dann mit dem Bus nach Hohenleimbach zum Mittagessen. Danach fuhren wir durch die herrliche Eifellandschaft nach Remagen und besichtigten dort die wunderschöne Apollinariskirche. Dort angekommen erwartete uns schon ein Franziskaner-Pater, den Namen habe ich leider vergessen, zur Kirchenführung. Ich war erstaunt über seine Ausführungen; denn er wußte zu berichten, was Franz Ittenbach und seine Gehilfen und Gefährten bei der Ausmalung der Kirche vor ca. 200 Jahren gedacht hatten. Einen solchen Weitblick kann m.E. nur ein Gelehrter haben. Alles in allem, wir hatten einen sehr guten Einblick in die Geschichte der Apollinariskirche erhalten. Wir machten noch einen kurzen Abstecher in ein Cafe am Rhein und fuhren dann nach Oberpleis zurück. Verantwortlich für diese schönen Stunden war unser Freund Gerhard Reissner, herzlichen Dank von uns allen dafür. Wa.
20.06.1998 Oberpleis feiert 50 Jahre
21.06.1998 nach der Jahrtausendfeier Beginn mit einer ökumenischen Andacht in der Pfarrkirche. Ein buntes Programm rund um die Kirche, sogar mit Modenschau, sorgte für genügend Unterhaltung. Auch der Montagstreff hatte einen Stand aufgebaut. Hier waren viele Bilder aus dem Vereinsleben zu betrachten, und es wurde Wein zum Verkauf angeboten. We.
22.06.1998 Montagstreff in Sandscheid Anläßlich seiner goldenen Hochzeit hatte uns Hanns Wald nach Sandscheid eingeladen. Bei schönem Wetter konnten wir daußen im Garten zwischen zwei Fischteichen sitzen und chinesisch oder Kotelett vom Grill mit Kartoffelsalat essen. Nachdem alle satt waren, setzten wir uns rund um den großen Fischteich und schauten zu, wie einige ihr Anglerglück versuchten. Anglerkönig wurde Walter Waskowiak. Er hatte in kurzer Zeit gleich zweimal eine große Forelle an der Angel. Auch Herr Bürgermeister Krämer kam, um der Familie Wald mit einem Blumenstrauß zu gratulieren. Vom Montagstreff übereichte Fred Euskirchen einen Frühstückskorb.
29.06.1998 Pfarrheim Oberpleis Hubert Dahm hatte am 14.6. Geburtstag, er wurde 85 Jahre. Aus diesem Anlaß hatte er einen größeren Geldbetrag geschickt. Deshalb waren heute die Getränke frei und es gab belegte Brötchen. Während wir es uns schmecken ließen, las Karl Schüller einen Brief von Fritz Neuhöfer vor, den er aus Bali an den Montagstreff geschickt hatte. Fritz schreibt, daß es ihm gut gehe und er montags immer an seine Freunde in Oberpleis denke. Er hat jetzt sein eigenes Auto und kann sich nun die Umgebung etwas genauer ansehen. Natürlich kommt in seinem Brief die Politik nicht zu kurz. Von den Unruhen in Indonesien hat er, genauso wie wir, nur in den Nachrichten gehört. Schließlich möchte Fritz allen gut zureden, ihren Urlaub in Bali zu verbringen, es gibt gute Hotels und Restaurants hier, nur die Touristen fehlen. Anschließend zeigte Heinz Hübbers Bilder von der St. Antonius Kapelle in Wahlfeld, die wir vor kurzem besuchten. Von ihrem früheren Standort in Uthweiler, ihrer totalen Restaurierung und dem Wiederaufbau in Wahlfeld, der feierlichen Einweihung, von der 10-Jahresfeier und anschließend vom Besuch des Montagstreffs mit gemütlicher Kaffeetafel bei Familie Hübbers.
06.07.1998 Pfarrheim Oberpleis Kurt Petrikowski leitete heute die Zusammenkunft, da Fred Euskirchen noch in Urlaub war. Nach kurzer Begrüßung bat er Herrn Ulrich Osinski mit seinem angekündigten Dia-Vortrag über Oberpleis in den letzten 50 Jahren zu beginnen. Herr Osinski zeigte uns eine ganze Menge alter Bilder von Oberpleis. Am meisten hat sich wohl das Zentrum verändert. Wo früher die Schule stand, ist heute ein Einkaufszentrum und Busbahnhof. Wo heute die Volksbank steht, war früher die Löwen Apotheke. Die alte Shell Tankstelle an der Dollendorfer Straße sowie die alte Röttgens Schmiede wurden gezeigt. Auch ein Bild vom Post Mattes Saal war dabei. An dieser Stelle soll demnächst ein modernes Geschäfts- und Wohnhaus entstehen. Somit geht immer mehr vom alten Oberpleis verloren. Herrn Osinski wurde mit viel Beifall für seinen sehr guten Diavortrag gedankt. We.
13.07.1998 Pfarrheim Oberpleis Am 7. Juli wurde Josef Thomas 80 Jahre alt und das wurde heute beim Montagstreff gefeiert. Josef hatte seine Frau, seine Tochter und Enkelin mitgebracht. Sie hatten leckere Häppchen zubereitet, die sie uns servierten. Als wir es uns schmecken ließen kam eine Überraschung. Der bekannte Karnevalist Willi Armbröster, er war von einem Nachbarn von Josef bestellt worden, hielt nun eine ganze Reihe lustiger Vorträge. Zum Schluß überreichte er Josef einen Karnevalsorden, mit dem er sogar bei "Rot" über die Ampel gehen dürfe. Es gab viel zu lachen. We.
20.07.1998 Heini-Fest in Eisbach Bei herrlichem Wetter waren fast alle in Eisbach erschienen. Fred Euskirchen eröffnete mit einer kurzen Ansprache das Fest. Dieses Jahr wurde nicht gegrillt, sondern Siedewürstchen heiß gemacht. Karl Buhr hatte die Wurst, das Brot und auch die Getränke eingekauft. Im und auch den vielen Helfern sei hier herzlich gedankt. Es war wieder einmal ein schönes Fest. We.
27.07.1998 Pfarrheim Oberpleis Wie angekündigt, bekamen wir heute einen Reisebericht über Japan zu sehen und zu hören, aber nicht von Josef Neuhöfer, der kürzlich für ein paar Wochen in Japan war, sondern von seiner Schwiegertochter, die schon seit vielen Jahren mit ihrer Familie in Japan lebt und so mit dem Leben in diesem Land bestens vertraut ist. Wir bekamen nun 1 1/2 Stunden lang schöne Dias von Tokio gezeigt, die von Frau Neuhöfer bestens erklärt wurden. Aber auch sehr viele Zwischenfragen wurden von ihr mit viel Sachkenntnis beantwortet. So einen Vortrag über ein fernes Land kann nur wirklich jemand halten, der sich hier genau auskennt. Alle waren begeistert.
03.08.1998 Pfarrheim Oberpleis Da Fred für heute keinen Redner hatte, zeigte Toni Wertenbroich einen Film von der Wuppertaler Schwebebahn. Hier wurde gezeigt, wie ein 30 Meter langes Stück der Stahlkonstruktion der Schwebebahn übers Wochenende ausgewechselt wurde. Alles mußte ganz präzise vorbereitet sein. Die alten Teile mußten herausgetrennt, neue Fundamente für die Befestigung im Boden gegossen, das neue Stück eingesetzt und befestigt werden. Alles lief ab wie ein Uhrwerk trotz starker Regenfälle und Hochwassers der Wupper. Während der Umbauzeit wurden die Passagiere mit Bussen befördert. Genau nach Plan konnte die Schwebebahn ihren Betrieb am Wochenbeginn wieder aufnehmen. We.
10.08.1998 Pfarrheim Oberpleis Auch an diesem Montag war kein bestimmtes Programm vorhanden, daher spielte Paul Zens auf seiner Ziehharmonika lustige Wanderlieder und alle sangen kräftig mit. Reinhard Meurer las zwischendurch etliche Witze vor. Zum Schluß wurde noch überlegt, was in Zukunft unternommen werden kann. We.
17.08.1998 Pfarrheim Oberpleis Als Gast konnten wir heute Herrn Ulrich Osinski begrüßen. Er hatte wieder einen sehr interessanten Dia-Film mitgebracht, und zwar Bilder von einer Urlaubsreise zur Insel Rügen im Jahre 1995. Sehr schöne Landschaftsaufnahmen bekamen wir gezeigt, aber auch viele Bauwerke und Häuser, die noch an DDR Zeiten erinnern, wo einfach nichts dran getan wurde. Allerdings waren auch damals schon einzelne Häuser renoviert. Heute wird es da bestimmt anders aussehen. We.
24.08.1998 Pfarrheim Oberpleis Als Überraschung am heutigen Nachmittag gab es Kaffee und leckeren Kuchen, Herr Sülzen und Herr Henseler von der Kreissparkasse Oberpleis hatten ihn spendiert. Die Herren hielten nun einen für uns alle sehr aufschlußreichen Lichtbildervortrag über die neue Währung, den Euro. Am dem 1.1.1999 können Firmen ihre Rechnungen in DM oder in Euro ausstellen; dann sollte man auf der Überweisung auch die gleiche Währung wie auf der Rechnung angeben. Ab 1.1.2002 wird die DM in Euro umgetauscht. Spätestens bis 30.6.2002 ist diese Umtauschaktion beendet, und ab dann kann nur noch in Euro bezahlt werden. Die Herren Sülzen und Henseler betonten immer wieder, daß es sich nicht um eine Währungsreform handelt, sondern um eine Umstellung auf eine neue europäische Gemeinschaftswährung. In der anschließenden Diskussion müßten die Herren viele Fragen beantworten. Fred Euskirchen bedankte sich im Namen aller für die Aufklärung über den Euro und den leckeren Kaffee und Kuchen.
31.08.1998 Fahrt zum Sägewerk Rauenhahner Mühle Mit Privatwagen ging die Fahrt um 15.00 Uhr ab Pfarrheim los. Am Sägewerke wurden wir von dem Besitzer, Herrn Frings, empfangen. Er erklärte uns die einzelnen Arbeitsgänge an der großen Anlage. Obwohl in dem Sägewerk fast alles automatisiert ist, sind hier noch 15 Mann beschäftigt. Größtenteils wird hier Nadelholz geschnitten, welches überwiegend aus Belgien bezogen wird. Das Holz wird zu Balken oder Brettern geschnitten und als Bauholz verwendet. Alle Abfälle, sogar Sägespäne, werden in große Container verladen und an die Spanplattenindustrie verkauft. Die Rauenhahner Mühle ist seit ca. 100 Jahren in Familienbesitz und wurde früher sogar als Getreidemühle betrieben. Nach dieser interessanten Besichtigung fuhren wir nach Wülscheid zu Toni Wertenbroich, der uns zu einem Umtrunk eingeladen hatte. Toni zeigte uns seine Modelleisenbahn, die ein ganzes Zimmer ausfüllte. Er hat ca. 2 Jahre für den Aufbau gebraucht. Alle bedankten sich bei Toni für die freundliche Einladung.
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