Abgebildete Personen
Aufnahme: 1996
Beschwingte Matinee zum Jubiläum der "Möschtijalle"
"st. Das war eine frohe und beschwingte Morgenveranstaltung im Stieldorfer Pfarrheim. Der 'Mundart-Singkreis „Möschtijall' feierte mit einem eineinhalbstündigen Konzert sein zehnjähriges Bestehen. Zu diesem Geburtstag kamen zahlreiche Gratulanten. Der stellvertretende Bürgermeister Hans Remig meinte: 'Wenn üsch der Ostermanns Will em Himmel jehürt hätt, dann schriev der üsch noch e Leedche.' Remig stiftete dem Singkreis die Noten für ein neues Lied. Dr. Elmar Heinen überbrachte in Mundart die Glückwünsche der Niederdollendorfer 'Sproch- un Spelljrupp' aus der die Singgemeinschaft entstanden ist, und versprach ebenfalls Notenmaterial für rheinische Mundartlieder. Bürgermeister Herbert Krämer war auch begeistert bei der Matinee dabei und verpasste fast noch einen anderen Termin.
Er hatte als Geschenk der Stadt 100 DM mitgebracht. Heinz Vogt von der befreundeten Oberpleiser Narrenzunft setzte noch einen drauf und überreichte, wie es sich für Karnevalisten gehört, 111 ‚11 DM. Bernd Fiebig, der Sprecher des Singkreises, sagte zur Begrüßung, dass die Männer die Mösche (Spatzen) und die Frauen mit ihren lieblichen Stimmen die Nachtigallen seien, zusammengefasst in dem Namen 'Möschtijalle'. Zur Eröffnung erklang das Motto-Lied 'Die Mösch' von Willi Ostermann. Weiter ging es mit dem volkstümlichen Lied 'Uns 'Fritzche', das schon vor zehn Jahren unter dem Motto gesungen wurde 'Pänz sin och Minsche'. Ein Lieblingsplatz von Willi Ostermann war eine Bank auf dem Weg zur Löwenburg.
Sie konnte nach der Renovierung durch die Spelljrupp und die Möschtijalle am 8. Juli 1988 wieder 'in Betrieb' genommen werden. Sie wurde eingeweiht mit der Spielszene 'Rötsch mer jet ob de Willi Ostermann-Bank' und dem Lied 'Rötsch mer jet, Annelies', das auch jetzt wieder erklang. Der Jubiläumsreigen ging dann weiter mit rheinischen Liedern von Willi Ostermann und neueren Kompositionen und Heimatliedern zum Drachenfels ‚ der Löwenburg; den Buure vom Kloster Heisterbach , dem Pleeser Wind und zum 'Wochemaat en Kölle' und weiteren Liedern aus der Domstadt: Die Niederdollendorfer Kinnes wurde besungen und zum guten Schluss 'Et letzte Leedche' nach einem Beatles-Song, aber in rheinischer Fassung: 'Jesonge, jeluustert, jelaach, dat wor ne schöne Daach'. Und so war es wirklich. Zu dem gemütlichen Beisammensein spielten dann noch die Niederdollendorfer Bläserfreunde auf."
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