Aufnahme: 1995/96
Montagstreff der Senioren / Chronik 1995-1996
04.09.1995 Jahresausflug nach Rohrdorf
Am Montag den 04.09.1995 um 7.30 Uhr starteten wir in Oberpleis zu unserer großen Herbstfahrt. Nach mehreren Pausen kamen wir am späten Nachmittag an unserem Zielort Rohrdorf im Intaldreieck an. Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Bus nach Priem-Stock am Chiemsee. Von hier gings mit dem Schiff zur Herreninsel. Bei schönem Wetter besichtigten wir die Gartenanlagen mit den herrlichen Springbrunnen. Danach wurden wir durch das Schloß geführt, welches nur zum Teil fertiggestellt ist. Wir hatten Gelegenheit die prunkvollen Räume zu betrachten. Das Schloß ist von Ludwig dem II. erbaut worden. Er selbst wohnte allerdings nur 9 Tage dort. Wir alle waren sehr beeindruckt von dem Gesehenen. Weiter ging die Fahrt mit dem Boot zur Fraueninsel. Nach dem Mittagessen wurden wir von Schwester Magdalena durch die Klosterkirche geführt. Sie erklärte uns das Klosterleben von früher bis heute, sowie das Wirken von Schwester Irmengard, die sehr viel für das Kloster und für die Bevölkerung getan hat. Das Kloster hat eine alte Tradition bei der Flüchtlingshilfe. Schon in früherer Zeit wurde Flüchtlingen geholfen und auch heute wohnen einige bosnische Flüchtlingsfamilien dort. Im Kloster, leben heute noch 46 Nonnen. Nach einem erlebnisreichen Tag kamen wir in unserem Hotel zum Abendessen zusammen.
Am Mittwoch stand eine Fahrt nach Kufstein auf unserem Programm. Die Fahrt ging über die Autobahn bis Frasdorf, dann über Aschau, Sachrang, Ebbs, nach Kufstein. Um 12.00 Uhr lauschten wir den Klängen der Heldenorgel. Diese Orgel wurde nach dem 1. Weltkrieg zu Ehren der Gefallenen gebaut. Der Spieltisch befindet sich am TFuß der Festung und die Orgelpfeifen sind viel weiter oben an der Festung angebracht, sodaß die Musik bis hinab in die Stadt zu hören ist. Nach dem Mittagessen im Auracher Löschl fuhren wir mit dem Lift zur Festung hinauf. Von hier hat man einen herrlichen Blick über die Stadt. Auf der Rückfahrt nach Rohrdorf führte uns der Weg über Niederndorf, Nussdorf nach Neubeuern. Hier besichtigten wir den historischen Marktplatz und machten Kaffee Rast. Nach dem Abendessen in unserem Hotel begann der gemütliche Abend. Die Musik spielte zum Tanz und zur Unterhaltung. Fred Euskirchen hatte viele schöne Einlagen ausgearbeitet. Es was ein sehr gelungener Abend.
Donnerstags ging es über oder unter den Wendelstein. Der weitaus größte Teil von uns hatte sich für die Fahrt mit der Zahnradbahn auf den Wendelstein entschieden. Bei schönem Wetter konnte man schon bei der Auffahrt die wunderschöne Bergwelt aus immer wieder neuen Blickwinkeln betrachten. Aber erst auf dem Aussichtsplateau hatte man einen wirklich herrlichen Blick über die Alpen. Ein paar ganz wagemutige von uns kletterten sogar zum Gipfel empor. Aber auch die kleinere Gruppe, die nicht mit auf den Wendelstein wollte, kam auf ihre Kosten. Sie fuhr mit dem Bus über Feilnbach, Miesbach, am Schliersee vorbei bis zum Spitzingsee, wo sie eine halbe Stunde Rast machte. Von hier ging es weiter nach Osthofen, der Talstation der Seilbahn und hier trafen sich die beiden Gruppen wieder. Gemeinsam ging die Fahrt weiter nach Bayrischzell zum Mittagessen im Hotel Alpenrose. Dann fuhren wir weiter zum Waldparkplatz Sudelfeld und besichtigten dort den Wasserfall Tatzelwurm, ein sehenswertes Naturschauspiel. Und weiter ging es zur Tatzelwurm Gaststätte zur Kaffee-Rast. Von der Terrasse und dem Parkplatz hatte man einen herrlichen Blick über die Alpen, die in der Nachmittagssonne glänzten. Bei der Rückfahrt über Niederaudorf, Flinsbach und Nußdorf besuchten wir einen alten Friedhof mit Kreuzen und Gräbern von 1500 1700. Am Abend zurück im Hotel ging es dann ans Kofferpacken.
Am Freitag nach dem Frühstück wurden unsere Koffer eingeladen und die Fahrt ging über die Autobahn an München vorbei, bis zur Raststätte Holledau. Nach kurzer Rast fuhren wir weiter nach Schlüsselfeld ins Hotel Storch, wo wir zum Mittagessen angemeldet waren. Weiter ging es nach dem Essen bis zum nächsten Stopp an der Raststätte Weißkirch von wo aus wir zu Hause anrufen konnten um unsere Ankunftszeit durchzugeben. Durch einen langen Stau unterwegs konnten wir diese Zeit allerdings nicht einhalten. Es war nun an der Zeit den Organisatoren dieser wunderschönen Reise zu danken. Fritz Neuhöfer tat dies in unser aller Namen. Er dankte Fred Euskirchen und seiner Frau für die vorbildliche Ausarbeitung der Reise. Unser Busfahrer erhielt ebenfalls ein Dankeschön für seine gute Fahrweise.
11.09.1995 Generalversammlung im Pfarrheim
Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Fred Euskirchen, laß dieser den Jahresbericht vor. Wir haben z.Z. 48 Mitglieder und ein Durchschnittsalter von 75,5 Jahren. Im letzten Jahr hatten wir 6 Todesfälle zu beklagen. Die Kasse wird später geprüft werden, da der Kassierer Hans Robert Mies und der Kassenprüfer Reinhard Meurer nicht anwesend waren. Der alte Vorstand wurde entlastet und der Ehrenvorsitzende Josef Neuhöfer übernahm die Leitung der Neuwahl des Vorstandes. Der zweite Kassierer Karl Jürgens und der Kassenprüfer Reinhard Meurer standen für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung. Als neuer 2. Kassierer wurde Karl Buhr und als neuer Kassenprüfer Kurt Petrikowski gewählt. Fred Euskirchen wurde einstimmig wieder zum 1. Vorsitzenden gewählt. Der neue Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:
Ehrenvorsitzender: Josef Neuhöfer
1. Vorsitzender: Fred Euskirchen
2. Vorsitzender: Fritz Neuhöfer
1. Kassierer: Hans Robert Mies
2. Kassierer: Karl Buhr
Kassenprüfer: Kurt Petrikowski
Schriftführer: Wilfried Weber
18.09.1995 Geburtstagsfeier Josef Neuhöfer wird 90 Jahre
Um 14 Uhr trafen wir uns in der Kapelle im Konstantiahaus und feierten mit Herrn Pastor Weyler eine hl. Messe im Gedenken der verstorbenen Mitglieder Toni Jonen, Wilhelm Klein und Walter Palmowski. Nach dem Gottesdienst gingen wir alle zu Josef Neuhöfer um mit ihm seinen 90. Geburtstag zu feiern. Nach der Begrüßung und der Gratulation durch den Vorsitzenden wurde unter Leitung von Emst Bogdanski die Geburtstagslitanei vorgetragen. Nachdem wir gespeist hatten, wurde von Fred Euskirchen der Werdegang des Geburtstagskindes von seiner Geburt in Oberpleis, dem Schulbesuch ebenfalls in Oberpleis, von seiner Lehre als Tapezierer, Polsterer Sattler und Dekorateur, von seiner Militärzeit bis hin zu seiner Tätigkeit als Kreistagsabgeordneter berichtet. Josef Neuhöfer war an vielen Oberpleiser Vereinsgründungen beteiligt. Auch unseren Montagstreff hat er mit ins Leben gerufen. Hierfür sei ihm an dieser Stelle besonders gedankt. Für die gute Bewirtung bedanken wir uns bei Josef und seinen Kindern und wünschen ihm Gesundheit für die nächsten 10 Jahre.
25.09.1995 Pfarrheim Oberpleis
Juden, Christen, Moslems, das war heute das Thema, worüber Fritz Neuhöfer einen Vortrag hielt. Er befaßte sich vor allem mit dem Propheten Mohammed. Mohammed wurde 570 n. Christus in Mekka geboren. Er hatte seit 610 n. Chr. Offenbarungen und versuchte seine Mitmenschen in Mekka zu einem besseren Lebenswandel zu überzeugen. Aber 622 n. Chr. mußte er Mekka wegen zu großem Widerstand gegen seine Lehren verlassen. Er wanderte nach Medina aus und verbreitete hier weiter seine Lehren. Selbst aber hielt er sich nicht immer daran. Um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, überfiel er Karawanen. Wenn man ihm das vorwarf, sagte er nur, Allah habe das so gewollt. Mohammed starb 632 n. Chr. Aber seine Lehren breiteten sich vor allem im 7. und 8. Jahrhundert aus. Fred Euskirchen dankte Fritz Neuhöfer für seinen interessanten Vortrag.
02.10.1995 Pfarrheim Oberpleis
Die Besucherzahl dieses Treffens war etwas niedriger als sonst, weil wohl doch einige zum Winzerfest nach Königswinter gefahren waren, wo auch unser Vorsitzender Dienst tat. Daher hatte Fritz Neuhöfer den Vorsitz übernommen. Er leitete eine Diskussion über das Thema der letzten Woche „Prophet Mohammed", woran wir uns rege beteiligten. Ein weiteres Gesprächsthema waren die französischen Atomversuche. Hier gingen die Meinungen weit auseinander. Die meisten von uns waren gegen diese Versuche. Andere wiederum waren der Meinung, diese Versuche wären notwendig um Erkenntnisse für friedliche Zwecke bei der Gewinnung von Atomenergie zu gewinnen. Wäre die Zeit nicht um gewesen, hätten wir Uber dieses Thema noch lange diskutieren können.
09.10.1995 Fahrt nach Essen zur Villa Hügel
Alle Fahrgäste waren pünktlich um 12.30 Uhr am Pfarrheim versammelt, nur der Bus fehlte. Mit einer viertel Stunde Verspätung kam auch der. Während der Fahrt erklärte uns Fred Euskirchen, der Fahrer gebe sein Bestes, damit wir noch rechtzeitig in Essen ankämen. Tatsächlich kamen wir kurz vor Zwei an unserem Ziel an. Die Villa Hügel wurde von der Firma Krupp errichtet, ein großzügig, mit vielen Räumen ausgestattetes Bauwerk. Um 14.00 Uhr begann nun unsere Führung durch die Ausstellung „Chinesische Kunst". Sie sollte uns einen Einblick geben über die Kunst und Kultur der Menschen aus dem Reich der Mitte. Wir bekamen sehr viele Kunstgegenstände zu sehen, die z. T. aus der Zeit 1500 - 2000 Jahre v. Chr. stammen. Es ist erstaunlich, welche Kunstwerke zu dieser Zeit schon entstanden sind. Nach der Führung war Gelegenheit an einem Dia-Vortrag teilzunehmen, in dem die Hauptausstellungsstücke noch einmal gezeigt wurden. Anschließend ging die Fahrt weiter zum Baldeneysee. Unser Busfahrer bahnte sich einen Weg durch geparkte Wagen zum Cafe' Tiroler Hof, wo wir zum Kaffee angemeldet waren. Nachdem wir uns hier gestärkt hatten, sollte die Rückfahrt beginnen. Es war aber gar nicht einfach für unseren Fahrer, den Autobus zu wenden in dem Fahrzeuggetümmel. Dank der Fahrkunst unseres Busfahrers konnten wir dann doch bald die Heimreise antreten. Obwohl wir auf der Heimfahrt in einen langen Stau kamen, waren wir um 19.00 Uhr wieder in Oberpleis.
16.10.1995 Pfarrheim Oberpleis
„Oberpleis vor der Probsteikirche" war das Thema, worüber Herr Pastor Müller heute zu uns sprach. Nach seinen Nachforschungen muß der Ort Oberpleis und die Umgebung schon in der Steinzeit besiedelt gewesen sein. Das beweisen verschiedene Funde in Rübhausen und Keth. Der Ort Geistingen ist wesentlich älter als Hennef und Oberpleis. Von Geistingen aus ging eine Straße über Rott nach Westerhausen, von hier aus weiter über den Bergrücken bis zum Westerwald. Weil in den Flußniederungen noch große Sumpfgebiete waren, baute man die Straßen in höher gelegene Gebiete. Von diesen Orten zog man mit der Zeit in die Täler, wo der Boden fruchtbarer war. Aber auch über den Probsteihof hatte Pastor Müller Nachforschungen angestellt. Nach seiner Ansicht ist der Probsteihof früher Frohnhof gewesen und von einem sehr wohlhabenden Mann erbaut worden. Auch mehrere Höfe in der Umgebung von Oberpleis gehörten hierzu z.B. der Nonnenbergerhof, der Hönscheiderhof, evt. Gut Kippenhohn, der Bönnschenhof der später an die Stadt Bonn verschenkt worden ist, daher der Name. Fred Euskirchen dankte Herrn Pastor Müller für seinen aufschlußreichen Vortrag.
23.10.1995 Pfarrheim Oberpleis
Hoher Besuch beim Montagstreff. Frau Bundestagsabgeordnete Matthäus-Meier und drei Ratsmitglieder der SPD waren erschienen. (Frau Hassel-Gabbe, sowie die Herren Seger und Kuczerow). Frau Matthäus-Meier hielt einen Vortrag über ihre Arbeit im Bundestag. Vor allem über die Finanzen des Bundes. Danach hat jeder von uns 25 000,- DM Schulden. Sie berichtete, das Kindergeld werde demnächst für alle Einkommensschichten gleich sein und nicht mehr extra ausgezahlt werden, sondern direkt mit der Lohnsteuer verrechnet. Auch über die zu erwartende Änderung des Einheitswertes gab die Abgeordnete Auskunft. Sie war der Ansicht, dass der Einheitswert erhöht wird und auch die Freibeträge bei der Erbschaftssteuer erhöht werden müssen. Aber auch die geplante umstrittene Diätenerhöhung kam zur Sprache und wurde diskutiert. Mit viel Beifall wurde Frau Matthäus-Meier verabschiedet.
30.10.1995 Pfarrheim Oberpleis
Heute beschäftigten wir uns wieder mit Heimatkundlichem. Herr Biesing aus Königswinter hielt einen Vortrag über die Löwenburg. Von der schrittweisen Erbauung und Erweiterung, den verschiedenen Besitzern bis hin zu ihrer Zerstörung. Die Burg wurde abgebrannt. Wir bekamen einen intensiven Überblick über die gesamte Burganlage vermittelt. Herr Biesing trug aber auch viele interessante Angaben zu den umliegenden Burgen vor. In der anschließenden Diskussion tauchte immer wieder die Frage auf, mit was für Mühen die Menschen solche Bauwerke auf den Bergen entstehen lassen konnten.
06.11.1995 Pfarrheim Oberpleis
Heute war Frau Beate Neuhöfer wieder unser Gast. Nachdem Fred Euskirchen die Termine bekannt gegeben hatte, gratulierten wir Karl Buhr zum 71. Geburtstag. Danach begann Frau Neuhöfer mit ihrem Vortrag über die Gesundheitspolitik. Sie erklärte die Verschachtelung von Gesundheits-, Sozial-, Wirtschafts- und Kulturpolitik .Wenn die Kosten sich in einem Bereich verändern, so hat das Auswirkungen auf alle anderen Bereiche. Frau Neuhöfer gab auf viele Fragen präzise Auskunft und Fred Euskirchen dankte für den interessanten Vortrag.
13.11.1995 Besichtigung der Fa. Garfield Aluminium im Gewerbegebiet Ruttscheid
Zahlreich waren die Mitglieder des Montagstreff ins Gewerbegebiet gekommen. Wir wurden von Herrn Hart empfangen und durch den Betrieb geführt. Die Fr. Garfield ist seid zwei Jahren in Königswinter . Sie ist ein Großhandelsunternehmen, welches Aluprofiele bei Herstellern in ganz Europa einkauft, hier lagert und je nach Bestellung weiterverkauft. Herr Hart zeigte uns die vielen verschiedenen Aluprofiele, die hier in der riesigen Halle gelagert waren. Auf einer großen Maschine werden die Aluplatten von beiden Seiten mit Folie beklebt damit keine Kratzer daran kommen.
20.11.1995 Pfarrheim Oberpleis
Herr Dr. Faßbender, der Vorsitzende vom Verschönerungsverein Siebengebirge war an diesem Tag bei uns. Herr Dr. Faßbender erklärte uns den Werdegang und die Arbeit des WS. Als in der Mitte des vorigen Jahrhunderts der Steinabbau im Siebengebirge immer größere Formen annahm, entstand im Räume Bonn eine Initiative einflußreicher Leute, gegen die Zerstörung des Siebengebirges. 1869 wurde der WS gegründet. Er kauft immer mehr Grundstücke auf, um so den Abbau des Siebengebirges zu unterbinden. Durch diese Bemühungen wurde der Drachenfels, der Petersberg und wahrscheinlich auch der Oelberg vor einer Zerstörung gerettet. Für die Wolkenburg war es schon zu spät, sie soll noch höher als der Drachenfels gewesen sein. Aber durch die Stillegung der Steinbrüche gab es auch wieder viele Arbeitslose, vor allem in und um Heisterbacherrott. Der WS wird finanziert durch Mitgliederbeiträge, durch das Lokal und die Postanlagen auf dem Oelberg. Heute macht die geplante Schnellbahnstrecke der Bundesbahn dem WS große Sorgen. Wo der normale Bürger im Naturschutzgebiet keinen Baum fällen darf oder gar ein Haus bauen, setzt sich die Bundesbahn über alle Gesetze hinweg. Mit viel Beifall bedankten wir uns bei Herrn Dr. Fassbender für seinen interessanten Vortrag und die Beantwortung vieler Fragen.
27.11.1995 Pfarrheim Oberpleis
Unser II. Vorsitzender Fritz Neuhöfer hat und heute einen Vortrag über den Zwickel Vorschlag gehalten. Herr Zwickel, neuer Vorsitzender der IG Metall, hat in seiner Antrittsrede der Bundesregierung und den Arbeitgebern einen Kompromiß angeboten. Die Gewerkschaft wolle eine Wende in der Beschäftigungspolitik und beim Sozialabbau erreichen. Zwickel hatte für 1997 eine Lohnforderung in Höhe des Inflationsausgleiches angeboten, wenn die Arbeitgeber 300.000 neue Stellen schaffen. Die Bundesregierung soll in diesem Bündnis auf weiteren Sozialabbau verzichten. Bei 230 Millionen Überstunden im laufenden und voraussichtlich auch im nächsten Jahr könnten jährlich 80.000 bis 100.000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Fritz Neuhöfer begann seine Ausführungen mit dem Jahr 1945. Er erläuterte uns die Finanz- und Arbeitslage bis zur Währungsreform 1948. Die Löhne nach der Einführung der DM im Vergleich zu heute. Danach kam die Eriäuterung zum ZWickel-Vorschlag. Im Anschluß gab es eine sehr rege, manchmal sogar heftige Diskussion. Fred Euskirchen dankte Fritz für seinen gut vorbereiteten Vortrag.
04.12.1995 Pfarrheim Oberpleis
Nikolausfeier beim Montagstreff der Senioren. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Fred Euskirchen teilte uns dieser mit, daß der Nikolaus kurzfristig wegen Krankheit absagen mußte. Fred laß uns Geschichten und Gedichte über den Nikolaus vor. Beim gemeinsamen anschließenden Singen wurden Weckmänner verteilt.
11.12.1995 Fahrt nach Aachen zur Fr. Lambertz
Um 14.00 Uhr fuhren wir vom Pfarrheim ab, über die Autobahn nach Aachen, wo wir um 16.00 Uhr angemeldet waren. Da wir eine halbe Stunde zu früh und noch einige Busse vor uns waren, mußten wir warten, ehe wir eingelassen wurden. Dann wurden wir aber mit Glühwein und Gebäck bewirtet. Gleichzeitig wurde uns ein Videofilm über das Printenbakken gezeigt. Die Firma Lambertz wurde 1688 gegründet. Danach wurde der Verkaufsraum geöffnet. Hier hatte man eine große Auswahl an Printen, Spekulatius und Pralinen. Wer aber geglaubt hatte man könne billig einkaufen, hatte sich getäuscht. Nach dem Einkauf fuhren wir in die Innenstadt und in die festlich erleuchtete Fußgängerzone und über den Weihnachtsmarkt. Um 17.30 Uhr begann die Heimreise, sodaß wir pünktlich um 19.00 Uhr in Oberpleis ankamen.
18.12.1995 Pfarrheim Oberpleis
An diesem Tag hatten wir unsere Weihnachtsfeier. Ais wir im Pfarrheim ankamen, hatten fleißige Helfer schon die Tische festlich gedeckt und mit schönem Gebäck bestückt. Es duftete nach gutem Kaffee. Frau Schmitt, die Schwester unseres Vorsitzenden, las Weihnachtsgeschichten vor. Anschließend spielte Herr Faßbender auf der Hammend Orgel Weihnachtslieder. Alle sangen kräftig mit. Josef Neuhöfer, unser Ehrenvorsitzender, dankte allen die zum Gelingen dieses schönen Nachmittages beigetragen hatten.
08.01.1996 Konstantiahaus Oberpleis
Pfarrer Weyler laß die Jahresabschlußmesse für die verstorbenen Senioren des Montagstreff. Um 15.00 Uhr begann im Pfarrheim die Feier zum 75. Geburtstag von Hans Wald. Nach der Geburtstagslitanei wurden wir mit belegten Brötchen und Bier bewirtet. Fred Euskirchen überreichte dem Geburtstagskind einen Frühstückskorb und trug den Lebenslauf von Hans Wald vor. Rheinhard Meurer erfreute uns mit lustigen Versen. Nachdem wir alle gesättigt waren, zeigte uns Fred Euskirchen Dias von unserem Herbstausflug nach Rohrbach im Inntaldreieck. Zum Abschluß wurden Dias vom Erntedankfest in Oelinghoven von Georg Reißner gezeigt.
15.01.1996 Besichtigung der Ford-Werke
Um 13.00 Uhr fuhren wir vom Pfarrheim ab zu den Ford-Werken nach Köln. Dort wurden wir von einer Führerin begrüßt und zu einem kleinen Imbiß eingeladen. Anschließend bekamen wir einen Film über den Werdegang des Werkes und die verschiedenen Automodelle im Laufe der Jahre gezeigt. Die Ford Motor Company wurde 1925 in Berlin gegründet. 1929 wurde der Plan gefaßt in Köln ein Automobilwerk zu bauen. 1931 wurde das Berliner Werk geschlossen und in Köln mit der Produktion begonnen. Bereits 1938 wurde alle 3 Minuten ein Auto fertiggestellt. Heute werden pro Tag 1050 Personenwagen gefertigt. Die Belegschaft in Köln beträgt 22.000 Personen.
Nach diesen Erklärungen bestiegen wir einen kleinen Zug, den unsere Führerin geschickt durch das Werk steuerte. Gleichzeitig erläuterte sie uns die einzelnen Fertigungsvorgänge an den unterschiedlichen Arbeitsplätzen. Sehr interessant war die Stanzerei. Dort werden von Automaten einzelnen Bleche in eine erste Presse gelegt und zugeschnitten. Von hier gelangen die Bleche in die nächste Presse und werden geformt und gelocht. Nach mehreren solcher Vorgänge kommt am Ende der Anlage das fertige Teil heraus. So konnten wir den Werdegang eines PKW verfolgen, bis zum Einbau des Motors in das fertig montierte und lackierte Gehäuse, der sogenannten „Hochzeit". Zum Abschluß hatten wir noch Gelegenheit einige fertige Ausstellungswagen zu besichtigen. Nach der Besichtigung kehrten wir in der bekannten Gaststätte Früh in Köln ein.
22.01.1996 Pfarrheim Oberpleis
Heute feierten wir den 70. Geburtstag von Hans-Robert Mies. Reinhard Meurer hatte allerlei lustige Geschichten über Zahnärzte gesammelt, die er zum Besten gab. Hans-Robert erzählte uns seinen Lebenslauf von der Schulzeit in Oberpleis, seiner Lehre bei einem Dentisten, seiner Arbeitsdienstzeit, Militärzeit bis zu seiner Tätigkeit als Selbständiger Zahnarzt. Fritz Neuhöfer berichtete, was seit dem Geburtsjahr von Hans Robert 1926 an politischen und geschichtlichen Ereignissen geschehen ist. Wir wurden anschließend zu belegten Brötchen und Bier eingeladen. An diesem Tag hatten wir eine Rekord Besuchszahi von 41 Senioren. Heinrich Bennerscheid zeigte uns noch einen Videotilm einer Musikaufführung der Christopherus Schule Königswinter mit 160 Schülern, Dirigentin Brigitte Mies, der Tochter von Heinrich Bennerscheid.
29.01.1996 Pfarrheim Oberpleis
Als erstes machte uns der Vorsitzende Fred Euskirchen die traurige Mitteilung, daß Herr Pfarrer Weyler im Alter von 83 Jahren verstorben war. Fred bat die Anwesenden sich von den Plätzen zu erheben und eine Gedenkminute einzulegen. Herr Seger vom Wasserbeschaffungsverband und gleichzeitig Ratsmitglied von Königswinter berichtete uns anschließend über die Kanalbaumaßnahmen in der Stadt Königswinter. Er informierte über die hohen Kosten, welche die Bürger zu tragen haben. Da die Gebühren erst vor kurzem durch die Stadt stark erhöht worden waren, gab es genügend Gesprächsstoff und viele Fragen, die Herr Seger ausführlich beantwortete. Leider macht er aber auch die Mitteilung, daß dies noch nicht die letzte Gebührenerhöhung der Stadt, sei. Fred Euskirchen dankte Herrn Seger für seinen Vortrag.
05.02.1996 Pfarrheim Oberpleis
Zu Beginn dieser Zusammenkunft erinnerte unser Ehrenvorsitzender Josef Neuhöfer an den Todestag von Peter Lichtenberg, welcher in dieser Woche 96 Jahre geworden wäre. Josef erzählte uns vom Lebensweg des Verstorbenen und der großen Erbschaft die Peter Lichtenberg der Kirche für die Senioren von Oberpleis vermacht hat. Das Pfarrheim ist durch diese Mitfinanzierung umgebaut und eingerichtet worden. Danach begann unser 2. Vorsitzender Fritz Neuhöfer mit seinem Vortrag zum „Bündnis für Arbeit". Die beteiligten Partner von Regierung, Gewerkschaft und Arbeitgeber trafen sich letzte Woche zu Verhandlungen, aber es gab noch kein greifbares Ergebnis. Der Vortrag von Fritz war sehr interessant und vielseitig. Er wurde oft durch Zwischenfragen unterbrochen, die er beantworten mußte, sodaß am Ende noch viel Disskusionsbedarf bestand.
12.02.1996 Karneval im Montagstreff
Fred Euskirchen eröffnete die Sitzung im bunt geschmückten Pfarrheim. Punkt 15.00 Uhr erschien als erster Redner der zweite Bürgermeister der Stadt Königswinter, Hans Remig. Er überbrachte uns auf sehr lustige Art die Grüße der Stadt und aller Fraktionen. Fred Euskirchen und Hans Robert Mies traten mehrmals als Büttenredner auf. Nachdem wir uns alle mit Kaffee und Berlinern gestärkt hatten, kam der Höhepunkt des Nachmittags. Das Oberpleiser Prinzenpaar Günter Herr und Frau erschien in Begleitung der Funken, welche uns mit einigen schönen Tänzen erfreute. Aber das Prinzenpaar hatte noch weitere Überraschungen für uns bereit. Die Gruppe Jojo tanzte in ihren bunten Kostümen für uns und zum Schluß begeisterten uns die „Dille Döppchen" mit gekonnten Tänzen. Auch Reinhard Meurer und Fritz Neuhöfer hielten Vorträge und trugen zum Gelingen dieses schönen Nachmittages bei.
26.02.1996 Pfarrheim Oberpleis
Da heute kein anderer Referent zur Verfügung stand, mußte Fritz Neuhöfer wieder einmal einspringen. Nachdem er schon zwei Nachmittage mit dem Thema Bündnis für die Arbeit bestritten hatte, sprach er heute hauptsächlich über Löhne und Lohnnebenkosten. Er verglich die Löhne und deren Nebenkosten in der Bundesrepublik mit denen im europäischen Ausland und Amerika. Dabei zeigte sich, daß wir an der Spitze der Lohnkosten liegen. Während des Vortrages kam es wie immer zu Diskussionen. Hierbei vertrat Emst Bogdanski die Ansichten der Gewerkschaften und Fritz Neuhöfer die der Arbeitgeber.
04.03.1996 Konstantiahaus
Wir feierten mit Franz Weber die Hl. Messe zum Gedenken des verstorbenen Pfarrer Weyler. Anschließend trafen wir uns im Pfarrheim. Da die Kirche zur Glaubenswoche aufgerufen hatte, war heute Herr Thomas Lissek bei uns. Er diskutierte mit uns das Thema: „Warum bist du noch in der Kirche?" Viele waren der Ansicht, weil sie in die Kirche hineingeboren wurden und von ihren Eltern so erzogen seien und an Gott glaubten. Danach kam die Frage auf, warum heute so wenige Menschen in die Kirche gehen, bzw. sich sogar abwenden von der Kirche, selbst wenn sie eine kath. Erziehung hatten. So setzten wir uns mit so mancher kirchlichen Frage auseinander und Herr Lissek unterstützte uns dabei.
11.03.1996 Besuch der Forschungsanstalt für Wildschäden
In der Forschungsanstalt in Ramersdorf wurden wir von zwei Herren über die Arbeit der unteren Forstbehörde unterrichtet. In einem großen Glasschrank waren sehr viele ausgestopfte Tiere zu sehen. Vögel, Kaninchen, Füchse, Hasen, Rehe, Wildkatzen, Wildschweine und vieles mehr. Die Verhaltensweise der Tiere wurde uns erklärt und Fragen über die .lagtbestimmungen beantwortet. Die Führer gaben uns auf all unsere Fragen ausführlich und zufriedenstellend Antwort.
18.03.1996 Pfarrheim Oberpleis
An diesem Tag hielt Frau Beate Neuhöfer einen interessanten Vortrag mit Dias über Afrika. Frau Neuhöfer war mit einer Gruppe des Agnes Fröhlich Vereins in Missionsstationen in Afrika gewesen, wo Waisenhäuser und Schulen von Spenden des Vereines gebaut werden. Die Schulen sind meistens als Internate errichtet und werden von Ordensschwestern geleitet. Frau Neuhöfer zeigte uns Bilder von der mühsamen und primitiven Wassergewinnung, wo ein Loch in das ausgetrocknete Flußbett gegraben worden war um an Wasser zu gelangen. Krankheiten sind so natürlich vorprogrammiert. Aber auch moderne Bewässerungsanlagen, die im Bau waren und von Helfern des Vereins montiert wurden, bekamen wir zu sehen. Selbst die tiefsten Gräben mußten von Hand gegraben werden. Die Arbeiten wurden häufig von Frauen verrichtet. Während die von den Nonnen geführten Schulen meist in gutem Zustand waren, war die Behausung der Bevölkerung sehr primitiv. Dagegen wohnen wir hier in Deutschland wirklich im Paradies.
25.03.1995 Abtei Rommersdorf
Um 13.00 Uhr fuhr der voll besetzte Bus bei schönem Wetter nach Königswinter und dann am Rhein entlang nach Rommersdorf bei Neuwied. Hier waren wir zur Besichtigung der Abtei angemeldet. Um 15.00 Uhr begann die Führung. Vorher hatten wir Gelegenheit, die große Gartenanlage mit Brunnen und Goldfischen zu besichtigen. Die Abtei Rommersdorf wurde 1117 von Benediktinermönchen gegründet. Die Mönche konnten sich aber nur bis 1125 hier halten. Dann mußten sie die Abtei wegen Armut aufgeben. Die Abtei und ihre umfangreichen Ländereien wurden später von einem anderen Orden übernommen. Im Laufe der Zeit wechselte häufiger der Besitzer. 1978 übernahm ein Förderverein die Abtei vom letzten Besitzer in total verkommenem Zustand als Geschenk. Seitdem bemüht sich dieser Verein, der inzwischen 600 Mitglieder hat, durch Mitgliedsbeiträge und Spenden die alte Abteikirche in ihrer Bausubstanz wieder herzustellen und zu erhalten. Nach einer einstündigen, sehr interessanten Führung waren wir jedoch alle froh, wieder ins Freie zu kommen, da es in dem alten Gemäuer sehr kalt und luftig war. Da war uns eine heiße Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen im Cafe am Pilz allen recht willkommen.
01.04.1996 Pfarrheim Oberpleis
Bei der heutigen Zusammenkunft, die letzte vor Ostern, wurden von der katholischen Pfarrei die Ostergrüße und ein Blümchen für die Kranken in den einzelnen Ortschaften verteilt, die die Senioren des Montagstreff dann weiterleiteten. Anschließend begrüßten wir zwei junge Damen unserer Gemeinde, die Pater Alvin in seinem Heimatland Indien besucht hatten. Fr. Hermes und Fr. Weber erzählten uns über ihre Reise nach Warur in Zentralindien. In Nagpur holte Pater Alvin die beiden Besucherinnen ab, um sie zu seiner 200 km entfernten Missionsstation zu bringen. Hier wurden sie herzlich empfangen. Zu der Missionsstation von Pater Alvin gehören 12 Dörfer. Bei den Besuchen dort nahm er die beiden Gäste überall hin mit. Die beiden jungen Damen zeigten uns sehr schöne Dias von ihrer Reise. So wurden uns neben Landschaften auch Krankenstationen, die von Ordensschwestern betreut werden und Internate, wo Kinder leben und lernen gezeigt. Die Bevölkerung lebt meistens von der Landwirtschaft. Hier wird Chili, Baumwolle und Hirse angebaut. Zum Abschluß wurde von uns Senioren eine Geldspende für die Missionsstation überreicht.
15.04.1996 Treffpunkt ev. Kirche Oberpleis
Hier besuchten wir das Theaterstück „An der Kette", welches von der Theatergruppe der ev. Kirchengemeinde Stieldorf - Heisterbacherrott in der ev. Kirche aufgeführt wurde. Es ging um die Konflikte die in der Familie entstehen können, wenn Angehörige die Pflege übernehmen und unterschiedliche Erwartungen und Ansprüche aufeinanderprallen. Im Anschluß an die Theateraufführung hatten wir eine rege Diskussion über die Schuldfrage der gezeigten Situation.
22.04.1996 Pfarrheim Oberpleis
Fred Euskirchen gab einen kurzen Überblick über die geplante 5 Tage Tour, die für den Herbst geplant war. Der Ausflug soll in den Teutoburger Wald gehen. Fred ist die Strecke bereits abgefahren und hat das Programm schon ausgearbeitet. Die Kosten werden allerdings pro Person 50 DM.- höher liegen als beim letzten male. Anschließend zeigte uns Heinrich Bennerscheid einen Videofilm über die Zerstörung Dresdens. Der Film begann mit einer Aufnahme, als Hitler bei einer Lagebesprechung sagte: Habt ihr euch schon einmal den Stadtplan von London angesehen, die Straßen und Häuser sind so eng gebaut, da muß es doch ein Leichtes sein, diese Stadt mit ein paar Bomben zu vernichten. Er gab den Befehl, London zu vernichten. Es gab viele Tote, besonders unter der Zivilbevölkerung. Im laufe des Krieges wurden die meisten deutschen Großstädte von Bomben zerstört. Nur Dresden wurde, von kleinen Angriffen abgesehen, bis Anfang 1945 verschont. Nun gab Winston Churchill den Befehl, Dresden zu vernichten. In der Nacht zum 13. Februar flog die englische Luftwaffe mit einer großen Anzahl Bomber über Deutschland in verschiedene Richtungen um die deutsche Flugabwehr zu täuschen, mit dem Ziel Dresden. Nachdem die Stadt durch Leuchtkugeln hell erleuchtet war, begannen die Bomber mit ihrem tödlichen Werk. Als die Überlebenden aus den Kellern kamen, bot sich ihnen ein Bild der Verwüstung. Aber schon kamen die nächsten Flugzeuge und warfen Bomben ab. Mittags, als man glaubte, nun sei alles vorbei und es sei nichts mehr zu zerstören, kamen amerikanische Bomber und warfen eine Unmenge Brandbomben auf die ohnehin zerstörte Stadt und brannten sie völlig nieder. Die Zahl der Toten kann nur geschätzt werden, mindestens 25.000 Menschen kamen ums Leben, man spricht aber auch von 35.000 toten Menschen. Da bleibt nun doch die Frage, sind das nicht auch Kriegsverbrecher, die solche Befehle geben? Zumal der Krieg für die Alliierten längst gewonnen war.
29.04.1996 Verteidigungsministerium Hardthöhe
Im Verteidigungsministerium auf der Hardthöhe in Bonn wurden wir von einem Oberstleutnant begrüßt und über die Arbeit und die Aufgaben dieses Ministeriums unterrichtet. Das Verteidigungsministerium wird nicht nach Berlin verlegt, wohl aber ein zweiter Dienstsitz für den Minister in Berlin eingerichtet werden. Das Ministerium ist in viele Abteilungen aufgegliedert, z. B. gibt es die zivile Abteilung, die Personalabteilung, die Haushaltsabteilung, die Abteilung Verwaltung und Recht, die Abteilung Unterbringung, Liegenschaften und Bauwesen, die Sozialabteilung, die Hauptabteilung Rüstung und schließlich die Abteilung für den inneren Dienst. Ohne alle diese Abteilungen würde gar nichts richtig laufen. Sie haben natürlich alle ihre bestimmten Aufgaben und Vorschriften. Mit einem Film wurden uns die ganzen Zusammenhänge verdeutlicht. Es kam zu einer regen Diskussion und der Oberleutnant mußte viele Fragen beantworten. Dieser Nachmittag war von Kurt Petrikowski arrangiert worden.
06.05.1996 Pfarrheim Oberpleis
Fritz Neuhöfer hielt heute einen Vortrag über die Völkerwanderung im europäischen Raum. Er begann mit den schwäbischen Hütejungen, die früher im Frühjahr von Schwaben bis in die Schweiz zogen, um bis zum Herbst auf den Almen das Vieh zu hüten. Dann kam Fritz auf die Wolgadeutschen zu sprechen. Ein Volksstamm deutscher Bürger, die vor ca. 300 Jahren von Deutschland nach Rußland an die Wolga auswanderten. Hier hatten sie ihre eigenen Rechte, genau wie z.B. die Ukrainer auch. Sie hatten deutsche Schulen, wo deutsch und nicht russisch gelehrt wurde. Hier konnten sie in Frieden leben, bis Stalin sie 1941 mit Zügen und Lastwagen nach Sibirien verfrachtete. Bei den extremen Lebensbedingungen überlebten nur die Stärksten von ihnen. Erst als Stalin starb, gab es für diese Menschen Erleichterungen. Als nach der Wiedervereinigung Deutschlands die Bundesregierung diesen Menschen die Möglichkeit gab in die alte Heimat zurück zu kommen, kamen so viele, daß man extra Häuser bauen mußte um die Familien unterzubringen. So auch bei uns in der Herresbacher Str. Aber auch über die Auswanderung nach Amerika berichtete Fritz. Die aber durch Hitler dann verboten wurde. Fred Euskirchen dankte Fritz für seinen interessanten Vortrag.
13.05.1996 Pfarrheim Oberpleis
Heute feierten wir den 75. Geburtstag von Josef Gossen. Wir wurden mit Essen und Getränken gut bewirtet. Nachdem Ernst Bogdanski die Geburtstagslitanei vorgelesen hatte, erzählte Fritz Neuhöfer den Lebenslauf von Josef Gossen. Aber wie konnte es anders sein, kam er auch auf den Vater von Josef, den Lehrer Gossen zu sprechen. Nun war genügend Gesprächsstoff vorhanden. Die meisten kannten ihn noch aus der eigenen Schulzeit. Allgemein war er als guter, aber strenger Lehrer bekannt.
20.05.1996 Fahrt nach Xanten
Um 8.15 Uhr war Abfahrt am Pfarrheim nach Xanten am Niederrhein. Trotz einiger Staus auf der Autobahn, kamen wir pünktlich in Xanten an, um den gotischen Dom zu besichtigen. Der Dom wurde 1263 - 1529 gebaut. Unsere Führung begann mit der Besichtigung der Krypta. Hier fand man 1933 ein unversehrtes Doppelgrab. Die Wissenschaftler fanden heraus, das die Skelette aus den Tagen des Kaisers Julian (361 - 263). stammten. Also zur Zeit der Christenverfolgung. Die Männer waren 35 - 40 Jahre alt, und waren eines gewaltsamen Todes gestorben. Über ihrem Grab wurde schon kurz nach ihrem Tode eine Gedenkstätte aus Holz errichtet, die später durch eine Kirche aus Stein ersetzt wurde. In der Krypta sind auch Gedenktafeln für Opfer der Nazizeit, für Männer, die für ihren Glauben starben, angebracht.
Im Verlauf der Führung bekamen wir die vielen schönen Altäre und Fenster gezeigt und erklärt. Am 21. Februar 1945 wurde der Dom durch Bomben zu 85 % zerstört. Die Zerstörung war so groß, daß man in Erwägung zog, die restlichen Mauern abzureißen und das Gelände einzuebnen. Der Beherztheit einiger Xantener Bürger ist es zu verdanken, daß dieses herrliche Bauwerk doch nach alten Plänen wieder aufgebaut wurde. Zum Glück waren die wertvollsten Altäre und Fenster im Krieg in ein nahegelegenes Salzbergwerk eingelagert und vor einer Zerstörung bewahrt worden. Nach dem Mittagessen in Xanten ging die Fahrt weiter zum Archäologischen Museum Xanten. Hier konnten wir gewaltige Bauwerke besichtigen, die an Hand von Ausgrabungen aus der Römerzeit hier aufgebaut worden waren, z. B. ein Amphitheater das 1000 Menschen Platz bieten. Die Ausgrabungen gehen immer noch weiter. Xanten war eine große Römerstadt. Nach dieser interessanten Besichtigung gings zum Kaffeetrinken und anschließend traten wir die Heimfahrt an.
12. 06.1996 Fahrt nach Wiehl
Leider konnte ich an dieser Fahrt nicht teilnehmen. So hat Fred Euskirchen freundlicherweise folgenden Bericht aufgeschrieben. Da die Firma Sinzig keinen Bus für uns zur Verfügung hatte, war die Firma Uschi Reisen eingesprungen und hatte uns einen zweistöckigen Bus gesandt, der uns wohlbehalten zu allen geplanten Stellen und auch wieder zurück nach Hause brachte. Gerhard Reissner hatte die Fahrt vorbereitet. Sie führte uns zunächst über die Autobahn bis Lohmar und nach Much. Von hier aus ging die Fahrt nach Wiehl zum Museum der Bergischen Achsenfabrik. Um 10.30 Uhr war dort eine Führung für uns vorgesehen. Der Führer erklärte uns an Hand der Exponate alles über die Entstehung von Achse, Rad und Wagen bis hin zur Neuzeit. Gegen 12.00 Uhr war die Führung beendet und wir fuhren Richtung Nümbrecht zum Ausflugslokal „Historische Holstein Mühle". Hier war das Mittagessen vorbestellt. Leider war die Suppe und die Erbsen stark versalzen. Dafür schmeckte das Bier um so besser. Um 13.45 Uhr ging es weiter zum Schloß Homburg, wo wir in zwei Gruppen geführt wurden. An Hand der uns gezeigten Waffen und Rüstungen konnten wir gut erkennen, wie vor 600 Jahren kriegerische Auseinandersetzungen stattfanden. Gegen 15.45 Uhr brachte uns der Bus nach Nümbrecht zum Kaffee Ley, wo wir einkehrten und uns Kaffee und Kuchen schmecken ließen. Um 17.00 Uhr hatten wir dann als Abschluß eine Führung In der evangelischen Schloßkirche von Nümbrecht. Um 17.45 Uhr fuhren wir wieder durch das Brohltal über Hennef nach Oberpleis, wo wir kurz nach 19.00 Uhr wohlbehalten ankamen.
17.06.1996 Pfarrheim Oberpleis
Heute gab es gleich zwei 70. Geburtstage zu feiern, von Paul Behr und Hans Zerres. Als wir ankamen, hatten fleißige Hände schon die Tische gedeckt. Wir wurden mit Bier und Brötchen bewirtet. Nachdem wir gesättigt waren, bekamen wir einen Videofilm von der Insel Mallorca gezeigt. In dem Film wurden die herrlichen Strände und die wunderschöne Vegetation mit Blumen und Sträuchern gezeigt. Aber auch das harte Leben mit schwerer Feldarbeit wurde gezeigt. Maschinen, die bei uns schon seit 40 Jahren nicht mehr in Gebrauch sind, kamen dort zum Einsatz.
24.06.1996 Pfarrheim Oberpleis
Unser zweiter Vorsitzender Fritz Neuhöfer hatte heute wieder ein aktuelles Thema, das Sparpaket der Regierung. Am vergangenen Sonntag hat in Bonn eine Großdemonstration gegen den geplanten Sozialabbau, an der 350000 Menschen teilgenommen haben, stattgefunden. Fritz berichtete nun über die einzelnen Punkte des Sparpaketes und die Auswirkungen dadurch. Es wurden viele Zwischenfragen gestellt, die Fritz immer wieder beantwortete. Wir stellten fest, daß das alte Sprichwort „spare zur Zeit, so hast du in der Not" immer noch gilt. Nur unsere Herren an der Regierung kennen das scheinbar nicht!
01.07.1996 Pfarrheim Oberpleis
Nachdem Fred Euskirchen einige Bekanntmachungen verkündet hatte, sprach Fritz Neuhöfer ein paar Worte zur Einleitung über die Eisenbahn allgemein. Dann zeigte Heinrich Bennerscheid einen Videofilm über Dampfloks, das Personal und deren Probleme. Es wurde ein Güterzug gezeigt, der in Saalfeld abfuhr und wegen der zu bewältigenden Steigung mit zwei Dampflokomotiven bestückt wurde. Aber als die Steigung am stärksten war, fiel eine Lokomotive wegen einer defekten Wasserpumpe aus. Dadurch kam der Zug ganz zum Stillstand. Der Zugführer mußte vom nächsten Streckentelefon eine Ersatzlok anfordern, die nun helfen muß den Zug über den Berg zu schieben. Immer wieder hörte man das Schimpfen und Fluchen der Lokführer. Den ganzen Film über sah man die großen Mengen Qualm, welche die Lokomotiven in die Luft bliesen. Aus Umweltschutzgründen wäre es heute undenkbar, so etwas heute noch zuzulassen. Im Anschluß an diesen Film brachte Fritz Neuhöfer eine interessante Diskussion in Gange. Er erzählte, als die Eisenbahnlinie Köln - Siegburg -Gießen geplant wurde, sollte diese über Geistingen führen. Durch die Gegenwehr der Bürger wurde das aber verhindert. So ging die Strecke dann über Hennef. Dadurch entwickelte sich in Hennef sehr viel Industrie. Aber auch die geplante ICE Strecke wurde nun Gesprächsthema. Hier waren wir der allgemeinen Auffassung, das man die Technik nicht aufhalten kann.
06.07.1996 Goldhochzeitsfeier Borchert
Mit der Familie Borchert feierten wir in der Paul Mohr Schule in der Boserother Straße. Fred Euskirchen überreichte im Namen der Senioren des Montagstreff einen Frühstückskorb. Gemeinsam mit der Nachbarschaft des Jubelpaares und einem Wanderclub dem die Borcherts angehören, konnten wir bei guter Bewirtung und Musik einen gemütlichen Abend verbringen.
08.07.1996 Besuch des Luftwaffenstützpunktes
Da alle früh genug anwesend waren, konnten wir schon 5 Min. vor 8.00 Uhr in Oberpleis abfahren um in Kerpen die Boeldtke-Kaserne zu besuchen. Hier wurden wir von Hauptmann Feckler empfangen. Er begleitete uns für die Dauer der Besichtigung und erklärte uns alles ausführlich. Als erstes bekamen wir einen Film über die Tornadobomber gezeigt, mit ihren vielseitigen Einsatzmöglichkeiten im Ernstfall. Dann fuhren wir mit dem Bus zur Start- und Landebahn. Hier konnten wir beobachten, wie einige Tornados landeten und auch gleich wieder, mit ohrenbetäubendem Lärm, starteten, sodaß wir uns die Ohren zuhalten mußten. Anschließend hatten wir Gelegenheit einen Blick in die große Halle zu werfen, wo die Flugzeuge gewartet und überholt werden. Hier nahm sich unser Hauptmann die meiste Zeit. Er erklärte die Maschinen und beantwortete jede Menge Fragen. Zum Abschluß der Besichtigung bekamen wir noch einen Rettungshubschrauber gezeigt und von dem Piloten genau erläutert. Jetzt hatten wir vom Fliegen genug gehört und gesehen, und begaben uns mit unserem Hauptmann zur Kantine zum Essen. Hier konnten wir uns sättigen und unseren Durst löschen. Nach dem Essen verließen wir das Flughafengelände und unser Bus brachte uns durch die Stadt Kerpen zum Schloß Augustusburg in Brühl. Während der Fahrt durch Kerpen sprach Fritz Neuhöfer einige Worte über Adolf Kolping, der hier in Kerpen 1813 geboren wurde und zur Schule ging. In Brühl bewunderten wir die schönen Schloßanlagen, es war Gelegenheit die Stadt zu besuchen und Kaffee zu trinken. Um 15.30 Uhr begann die Heimfahrt nach dieser schönen interessanten Besichtigungstour.
15.07.1996 Pfarrheim Oberpleis
Drei 75 jährige hatten ihre Geburtstagsfeier auf den heutigen Tag zusammengelegt um mit uns zu feiern. Herbert Schäpertöns, Heinrich Klasen und Paul Zenz. Aus diesem Anlaß gab es heute für alle gegrillte Hähnchen zu essen. Es hat allen recht gut geschmeckt. Natürlich fehlte die Geburtstagslitanei an diesem Tage nicht. Fritz Neuhöfer gab einen Bericht über das Jahr 1921, in welchem die Jubilare geboren wurden. Es war eine sehr schlechte Zeit damals. Das einzig Gute im Jahr 1921 war die Entdeckung des Insulins. Fritz erklärte, daß in den ersten 50 Jahren in denen die Jubilare lebten, die Welt sich mehr verändert habe, als in 1000 Jahren vorher. Wissenschaftler behaupten, daß sich auch im nächsten Jahrhundert die Welt weiter gewaltig verändern werde.
22.07.1996 „Heini-Fest"
Bei herrlichem Wetter und allerseits guter Laune konnten wir in Eisbach im Hofe Bennerscheid unser Sommerfest feiern. Die Würstchen und Koteletts wurden dieses Jahr von Hans- Robert Mies gegrillt. Paul Zens zapfte wieder ein gutes Bier vom Faß, damit wir unseren Durst löschen konnten. Essen und Trinken schmeckte allen recht gut.
29.07.1996 Pfarrheim Oberpleis
Hans-Robert Mies sprach heute über Amalgam und seine evt. Folgen auf die Gesundheit. Amalgam wird zusammengesetzt aus Zink, Silber und Quecksilber. Es ist z. Z. das beste und vor allem haltbarste Füllmaterial für defekte Zähne. Aber es kann, wenn es nicht fachgemäß verarbeitet wird, zu gesundheitlichen Störungen kommen, wie Migräne, Allergien. Wenn jemand eine Krankheit hat, deren Ursache nicht zu ergründen ist, sollte es sich untersuchen lassen, um festzustellen, ob sie nicht vom Amalgam herrührt. Es gibt auch anderes Plombenmaterial, z.B. Kunststoff oder Zement. Dieses Material ist aber nicht abriebfest und läßt sich nicht gut verarbeiten. Nach Ansicht von Hans-Robert Mies werden die Nachteile von Amalgam letzter Zeit durch die Medien ziemlich hochgespielt. Fred Euskirchen dankte Hans Robert Mies für seinen aufschlußreichen Vortrag. Anschließend berichtete Fritz Neuhöfer noch über den Stromverbrauch und über die Tageabbau-Anlage Gazweiler II. Auch für diesen Vortrag sprach Fred Euskirchen seinen Dank aus.
04.08.1996 Geburtstagsfeier Leven
Martin Leven hatte uns zu seinem Geburtstag nach Eudenbach in die Gaststätte zur Post eingeladen. Martin wurde an diesem Tage 85 Jahre alt. Nachdem Fred Euskirchen dem Geburtstagskind einen Frühstückskorb überreicht hatte, las Ernst Bogdanski die gewohnte Geburtstagslitanei vor. Nach dem guten Abendessen kam die Überraschung des Abends, die „Herzbuben" traten auf. Sie wurden für ihre Darbietung mit viel Beifall belohnt. Nun kam noch ein Zauberkünstler, der allerlei Kunststücke vorführte. Damit ging ein schöner Abend zu Ende.
05.08.1996 Pfarrheim Oberpleis
Rheinhard Meurer hielt einen kurzen Vortrag über Millionen, Milliarden und Billionen. Enorme Summen und was man damit alles machen könnte, wenn man sie nur hätte. Anschließend sprach Fred Euskirchen über die Vorbereitungen zur Herbstfahrt im nächsten Jahr und daß er in aller Kürze dem Hotel eine Zusage geben müsse. Herbert Scheperdöns hatte ein preisgünstiges Hotel ausfindig gemacht. Nur wegen des günstigen Preises wollte Fritz Neuhöfer aber nicht dorthin fahren und so entstand eine heftige Debatte. Eine Entscheidung wurde an diesem Tag nicht getroffen.
12.08.1996 Tagesfahrt in die Eifel
Um 8.00 Uhr war die Abfahrt in Oberpleis. Die Fahrt ging über Königswinter, Oberkassel und die Südbrücke nach Bad Godesberg. Von hier aus ging es durch die Eifel nach Himmerroth. Auf der Hinfahrt berichtete Fritz Neuhöfer über die Christianisierung der Eifel. Um 11.00 Uhr war eine Führung in Himmeroth durch die Kirche vorgesehen. Von der Abtei in Himmeroth aus wurde die Abtei in Heisterbach gegründet. Um 12.45 Uhr war Mittagessen im Eifelpark Gondorf bei Bitburg. Nachdem alle gesättigt waren, begann die Fahrt durch den Freizeit- und Erlebnispark. Es gab Bären, Hirsche, Steinböcke, Gemsen und noch vieles mehr zu sehen. Aber auch auf dem Kettenkarussell hatten noch manche von uns Senioren ihre Freude. Nachdem sich alle noch einmal mit Kaffee und Kuchen gestärkt hatten begann um 17.00 Uhr die Heimfahrt über Nürburg, Bad Neuenahr, Bad Godesberg und über die Südbrücke nach Oberpleis, wo wir gegen 19.45 Uhr ankamen.
19.08.1996 Pfarrheim Oberpleis
Heute feierten wir den 80. Geburtstag von Josef Wolters. Von seiner Tochter und seinen Enkelkindern wurde uns leckerer Kartoffelsalat mit Würstchen serviert. Emst Bogdanski verlas die Geburtstagslitanei, Reinhard Meurer und Hans-Robert Mies trugen einige Verse vor. Fritz Neuhöfer sprach über das Geburtsjahr von Josef Wolter, das Kriegsjahr 1916. Josef Wolter wurde in Stieldorferhohn als Jüngstes von sieben Kindern geboren. Er erzählte uns von seinem Schulweg und seiner Jugendzeit.
26.08.1996 Pfarrheim Oberpleis
Da unser erster Vorsitzender Fred Euskirchen in Urlaub war, führte unser zweiter Vorsitzender Fritz Neuhöfer das Regiment. Fritz hatte sich für heute Nachmittag mehrere Quiz-Spiele ausgedacht. Er stellte Fragen vom Sport, aus der Politik und allgemeine Fragen, z.B. wann und zu welchem Zweck wurde die Sektsteuer eingeführt? Diese Steuer stammt aus dem ersten Weltkrieg und wurde zum Aufbau der Reichsmarine verwendet. Es gab auch etwas zu gewinnen. Den ersten Preis, eine Flasche Sekt gewann Hans Zerres. Unser Ehrenvorsitzender Josef Neuhöfer versprach, demnächst einen Vortrag über das alte Oberpleis zu halten und zwar um die Zeit von 1912. Da er diese Zeit selbst bewußt erlebt hat, ist es für uns alle ein sehr interessantes Thema.
Schriftführer: Wilfried Weber
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