Möschtijallen pflegen den Mundartgesang

Abgebildete Personen

Aufnahme: 1991

Möschtijallen pflegen den Mundartgesang

Die Siebengebirgs-Zeitung berichtete:

st. Im Studio der „Bläck Fööss" in Köln nahmen die „Möschtijalle" aus dem Siebengebirge erstmalig eine Kassette mit heimatlichen Liedern auf. Zur Vorstellung luden die Sängerinnen und Sänger alle Freunde des Mundart-Gesanges in das Haus Bachem in der Altstadt ein. Bürgermeister Herbert Krämer sprach Wilkommensworte und dankte dem Chor unter der Leitung von Edgar Zens für seine Bemühungen, das mundartliche Lied präsent zu machen. Krämer war dann auch der erste Bürger, der die Kassette erhielt, ein passendes Geschenk zu seinem 54. Geburtstag.

Die Matinee eröffnete der Chor mit dem Ostermannlied von der „Mösch bei us en d'r Kösch". Über die „Möschtijalle" sprach Johannes Christenn. Er berichtete, dass der Ursprung des Chores bei der Niederdollendorfer „Sproch- un Spelljrupp" zu suchen sei, aus der die Gesangsgruppe hervorging. Und so war es denn auch kein Wunder, dass Dr. Elmar Heinen von der Laienschauspielschar die Glückwünsche im heimatlicher Mundart überbrachte. Edgar Zens komponiert selbst Lieder in Dialekt. Für sein Engagement für den Chor erhielt er einen Blumenstrauß. Blumen und je eine Porzellanfigur, darstellend „en Mösch" (Spatz), konnten auch Hildegard Heinen und Käthe Bohnen entgegennehmen. Auch sie haben sich ständig für die Laienspielschar und den Mundartchor eingesetzt.

Käthe Bohnen sprach das Gedicht „Et Leed von de Ahle un Jonge". Bernhard Fiebig las zwei Anekdoten aus dem alten Honnef. Begeistert hörte man dann das Lied von der Löwenburg. Margret Leischner sprach einen Sinnspruch, und Angelika Reuter-Zens rezitierte das Gedicht von „de Freud". Köstlich auch das von Käthe Bohnen vorgetragene Werk von der „Heimat". Dazwischen immer wieder Gesänge der „Möschtijalle". Da bei der Veranstaltung auch französischer Besuch aus Cognac anwesend war, übersetzte Wilfried Jansen ins Französische.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 32 vom 8.8.1991
Zur Verfügung gestellt von
Friedrich Müller Videoaufzeichnung der Matinée
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