Pfadfinderinnen und Pfadfinder des Stammes Oberon freuen sich über Unterstützung

Abgebildete Personen

Aufnahme: 1990

Pfadfinderinnen und Pfadfinder des Stammes Oberon freuen sich über Unterstützung

R. Stammesführer Björn Seelbach überreichte dem Leiter der Oberpleiser Geschäftsstelle der Kreissparkasse, Willi Sülzen, der eine Spende aus den Prämienspar-Erträgen überbrachte, als Dank ein Modell einer Jurte. Zwei solcher Zelte wollen sich die Jungen und Mädchen des Stammes Oberon, der örtlichen Gruppe des Bundes der Pfadfinderinnen und Pfadfinder e. V. (BdP) im Siebengebirge, von dem Geld kaufen. Die Jurten (Aufenthaltszelte) und Kohten (Schlafzelte), die sie benutzen, bestehen aus einzelnen schwarzen Zeltplanen, die auf den Fahrten auf die Rucksäcke verteilt werden können und zum Aufbau miteinander verknüpft und dann mit Seil und Holzstangen aufgestellt werden. Diese Zelte der deutschen Jugendbewegung wurden ursprünglich in den 20er Jahren von Eberhard Koebei, dem Gründer einer damaligen Gruppe, der deutschen Jungenschaft 1.11. (dj. 1.11.), entwickelt.

Pate standen die ebenfalls für das Unterhalten eines Feuers unter dem Feuerloch in der Mitte geeigneten Zelte der Nomaden in Lappland und der Mongolei. Ebenfalls von den Mongolen stammt die Tradition des Haddaks, mit dem die Pfadfinder das Dankeschön übergaben: Wie Gildenführer Bastian Lossen, der Gruppenleiter der 11- bis 13-jährigen beim Stamm Oberon, erklärte, druckte der Empfänger eines solchen Stoffstreifens sein eigenes Zeichen zu den bereits darauf befindlichen. So wurden die guten Wünsche weitergegeben; und wer einen „vollen" Haddak erhielt, hängte ihn als Glücksbringer in seine Jurte! Die Pfadfindergruppen in Oberpleis nutzten die Gelegenheit, auf ihr Ziel für 1991 aufmerksam zu machen: Ein Gruppenheim soll her! Für die wöchentlichen Treffen wird seit vielen Jahren vergeblich ein Heimraum gesucht, in dem sich die Jungen und Mädchen einrichten und wohlfühlen könnten. In den Räumen der Stadt und der Schulen bieten sich hierfür keine Möglichkeiten. Daher bittet der Stamm Oberon die Bürgerinnen und Bürger um Hilfe und Hinweise, wo sich eine ständige Unterkunft, ggf. auch eine Miete, finden ließe.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 31 vom 02.08.1990; Foto: Günther Steeg; Text: R.
Zur Verfügung gestellt von
Rudolf Pieper (SZ)
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