Abgebildete Personen
Aufnahme: 1967 (Bericht 1969)
"Neues vom Club Hupp 17 - Horrido, lieber Leser!"
Der Club Hupp 17 stellte sich den Oberpleisern in der Siebengebirgszeitung mit diesem munteren, im Blödel-Stil verfassten Artikel vor:
"Sollten Sie jetzt stutzig geworden sein, so sind Sie es nicht! Gönnen Sie Ihren abgelesenen Augen ruhig noch ein paar Zeilen dieses ungewöhnlichen Berichtes, und Sie werden ihn voll der Freude zu Ende lesen. Dies soll kein verfrühter (bzw. verspäteter) Karnevalsscherz sein; wir wollen Sie auch nicht auf den Arm nehmen (denn dazu sind wir nicht stark genug), nein, vielmehr möchten wir durch den Zusteller dieser Zeitschrift frohe Botschaft in Ihre Häuser bringen: Es tut sich wieder was in Königswinter, Ortsteil Oberpleis!
Zwei Jahre sind es her, da fanden sich in diesem Ort zwölf muntere, sympathische Burschen zu ihrem Club 'Hupp 17' zusammen. Allüberall wurde seitdem gerätselt, was diese Bezeichnung wohl zu bedeuten habe. Hier und heute können wir Ihre Neugierde nun befriedigen und den Schleier lüften, der sein schwarzes Gewand bisher darübergelegt hatte. CLUB: das ist englisch (bzw. amerikanisch) und heißt soviel wie: Verein, Gesellschaft.
HUPP: Das ist der Gruß, den sich die Kerle entbieten, wenn sie beim fröhlichen Umtrunk beisammensitzen. 17: Diese Zahl hat, wie vielfach angenommen, durchaus keine magische Bedeutung, so dass die Vermutung, hier habe sich ein Zauberzirkel oder eine religiöse Sekte zur Durchführung ihrer undurchsichtigen Geschäfte zusammengetan, völliger Unsinn ist.
(Diese Ansicht wurde schon mehrfach gegenüber Clubmitgliedern geäußert.) Nein! Die Lösung ist ganz einfach und jedem einleuchtend. Die Jungen wiegen nämlich in nüchternem Zustand 16 1/2 Zentner und haben sich im Alter von 17 Jahren, als ihr Durchschnittsalter erstaunlicherweise ebenfalls 17 betrug, begründet. In diesem Frühjahr ging nun ein langgehegter Wunsch aller in Erfüllung: Der Club Hupp 17 bekam ein Zuhause. Von dem Vorschlag: 'Wir brauchen ein Clubhaus!' aber, der aus eigenen Reihen kam und sofort mit dem Ausruf: 'Ja, wir brauchen ein Clubhaus!' die Zustimmung aller fand, bis zu dessen Fertigstellung war es ein weiter, mühsamer Weg. Voll jugendlichen Elans und emsig wie die Bienen schlugen die Jungens Planke an Planke, und die vielen Hammerschläge, die, vom Abendwind getragen, durch das verträumte Örtchen Bellinghausen klangen, ließen jeden Einwohner ahnen, dass hier Großes im Entstehen war. Unter den gutgemeinten Schlägen der zwölf Freunde krümmte sich mancher Nagel. Schweiß stand auf ihrem Antlitz, Mückenstiche bereiteten ihnen Pein, und die Sonne brannte unbarmherzig auf sie herab.
Doch das konnte ihrer Entschlossenheit, das Werk zu vollenden, keinen Abbruch tun. Und heute ist es endlich geschafft; Ein wahrlich großartiges Kleinod! Eingebettet in die ach so herrliche Landschaft unseres Siebengebirges liegt es da im Schutze des Oelbergs und macht den Lärm der Bundesautobahn vergessen. Man kann es sich gar nicht vorstellen, dass es nicht schon immer dort gestanden hat. Drei Fenster, eine von beiden Seiten durchgehbare Tür und ein Dach, durch welches die Benutzung des Gebäudes auch bei Regen möglich ist, sind seine signifikanten Merkmale. Etwaige Bewerber für den Hausmeisterposten müssen leider enttäuscht werden: Die Jungen haben leider vergessen, eine Hausmeisterwohnung einzurichten, doch wollen sie das so bald wie möglich nachholen."
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