Aufnahme: 2015

Die Marienkapelle in Rhöndorf von Süden gesehen, im Hintergrund der Drachenfels

Welche Verbindung gibt es zwischen der Marienkapelle in Rhöndorf und der ehemaligen Propstei in Oberpleis?

Johannes Bertram Graf von Nesselrode-Rhade, Propst in Oberpleis, stiftete das Grundstück für den Bau der Kapelle.

Johann Bertram Graf von Nesselrode-Rhade, Sohn des Johann Saletin Wilhelm Graf von Nesselrode-Rhade und der Francisca Margarethe Christina Freiin von Bremt, ist seit 1696 im Benediktinerkloster auf dem Michaelsberg in Siegburg bezeugt. Er leistete Profeß kurz nach dem 20. Oktober 1697. Johann Bertram Graf von Nesselrode-Rhade suchte am 17. Februar 1698 um die Promotion zum Diakon nach (Siegburg, Akten 9), ist als Propst in Oberpleis seit dem 3. Juli 1703 nachweisbar, als Subprior seit dem 22. Dezember 1704 und als Kellner am 3. März 1707. Er starb am 25. Juli 1720 im Alter von 52 Jahren (Siegburg, Akten 49, 143, Rep.u.Hs.11b).

Die unter Denkmalschutz gestellte Marienkapelle in Rhöndorf, einem Ortsteil der Stadt Bad Honnef, ist ein barocker Bruchsteinbau von 1714. Sie steht seit dem Ausbau der Rhöndorfer Straße im Jahre 1907 inmitten der Fahrbahn auf einer kleinen Verkehrsinsel.

Benutzte Literatur
GERMANIA SACRA, NEUE FOLGE 9. ERZBISTUM KÖLN. 2. DIE BENEDIKTINERABTEI SIEGBURG, bearbeitet von Erich Wisplinghoff (Berlin 1975)
Karl Günter Werber, Die Rhöndorfer Kapelle, in: Horizont. Kirchenzeitung für den Pfarrverband Bad Honnef, Dezember 2009, S. 5/6

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