Schwesternwohnheim und Kapelle nach Um- und Neubau eingeweiht

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Aufnahme: 1988

Schwesternwohnheim und Kapelle nach Um- und Neubau eingeweiht

gst. Der Franziskanerinnen-Orden von der Ewigen Anbetung, dessen Mutterhaus in Olpe steht, feiert in diesem Jahre sein 125jähriges Bestehen, und im Jubiläumsjahr konnte der Orden, der in Oberpleis das Konstantiahaus unterhält, den Erweiterungsbau des Schwesternaltenwohnheimes und den Neubau der Kapelle feierlichst einweihen. Die Feierlichkeiten wurden mit einer von Weihbischof Walter Jansen zelebrierten Eucharistiefeier eingeleitet. Während des Gottesdienstes weihte der Bischof die Gebetsstätte, benedizierte den Altar und den Tabernakel und entzündete das Ewige Licht. Die Fürbitten und die Lesung sprachen Schwestern des Hauses.

Während der Altarweihe sangen die Gottesdienstbesucher das Lied "Ein Haus voll Glorie schauet". Der Oberpleiser Pankratiuschor unter der Stabführung von Michael Faßbender verschönerte die kirchliche Feier mit mehreren Gesängen. Der Bischof bezeichnete in seiner Ansprache diesen Tag als einen Tag der Gnade und des Heils. Da die Kapelle für alle Altenheimbewohner des Konstantiahauses viel zu klein ist, wurde die kirchliche Weihe durch Lautsprecher in alle Zimmer übertragen. Dem Bischof assistierten bei der Eucharistie der Pater Rektor des Klosters St. Augustin und der Oberpleiser Kaplan Peter Weiffen. Der Weihehandlung wohnten auch Pfarrer Willi Müller aus Oberpleis und Pfarrer Josef Weyler aus Eudenbach bei. Nach dem Gottesdienst und dem Segen des Bischofs zogen die Gläubigen in Prozession zum Altenheim, wo der Bischof den Segen Gottes auf dieses Haus herabflehte.

Die Stifterin des Ordens war 1863 Mutter Maria-Theresia Bonzel, die ihn dann bis 1905 leitete. Zur Erinnerung und aus tiefer Dankbarkeit trägt nun das neu erbaute Schwesternaltenheim den Namen "Theresia-Bonzel-Haus". Beim anschließenden Festakt im großen Saal im Untergeschoss sprach Generaloberin Xaveria herzliche Grußworte an die vielen Gäste, die diesen Tag mitfeiern wollten. Sie bezeichnete die Kapelle als das Herzstück des Hauses. Das Kapellengebäude füge sich in seinem Baustil harmonisch in die Architektur des Hauses und auch der Umgebung ein. Kapelle und Altenwohnheim seien ein gelungenes Werk. "Mögen jetzt die älteren Schwestern nach dem aktiven Dienst an den Mitmenschen nun hier in Oberpleis einen friedlichen Lebensabend verbringen", wünschte die Generaloberin.

Bei der Einweihungsfeier waren auch die Oberpleiser Oberin Schwester Kuniberta, die Provinzialoberinnen Schwester Gisela und Bonifacis und die Generalvikarin Schwester Hildegard anwesend. In Oberpleis können jetzt 26 Schwestern ihren Lebensabend verbringen. Das Gebäude besteht aus drei Geschossen. Zu den Gratulanten zählten auch die Stadt Königswinter und die evangelische Gemeinde. In eineinhalbjähriger Bauzeit schuf Architekt Josef Happ dieses Bauwerk.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 5 vom 4. Febr. 1988
Zur Verfügung gestellt von
Friedrich Müller
Räume & Galerien
Kapellen Presseberichte Presseberichte 1 (bis 1989)
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