Aufnahme: 1980

Heiligenhäuschen auf dem Hartenberg

Altenfahrt zum Kölner Dom

Schon im Herbst vergangenen Jahres war bei der Kolpingjugend der Gedanke aufgekommen, etwas  Sinnvolles, Handfestes, anzufangen. Man grübelte hin und her und kam schließlich auf die Idee,  das "Heiligenhäuschen auf dem Hartenberg" zu renovieren;  - aber diese Arbeit  konnte erst begonnen werden, nach­ dem der Besitzer gefunden war. Die Familie Meurer von Zweikreuze, denen das Heiligtum gehört,  war erfreut, daß sich junge  Leute gefunden hatten, die sich diese uneigennützige Aufgabe  gestellt  hatten. Aber bevor man zur Tat schreiten konnte, kam der Winter und so verschob man den Termin für die "Renovierung" auf das Frühjahr 1980.

Im Mai war es dann soweit. Mit Eimern, Pinseln und Farbe rückte man den Wänden zu Leibe. Weiß sollten die Wände außen und innen werden, und der Überstand vorne, wie die Tür und das alte Steinkreuz innen, braun gehalten werden. Während Kai und Ralf das Fun­dament braun strichen und die Farbe mit feinfühliger Hand auf das Steinkreuz im Innern auftrugen,  waren Uschi, Carmen,  Judith,  Claudia,  Martin,  Peter,  Harald,  Erich, Michael, Dirk, Agnes, Maria, Paul und Robert usw. dabei, die Wände in makelloses Weiß zu tauchen. Schön sah alles aus nach mehreren  Nachmittagen fröhlicher Arbeit - aber die Türen. Regen und Wind hatten ihnen stark zugesetzt. 

Die Türblätter mußten erneuert werden, Rahmen, Scharniere und die schönen genieteten Gitter konnte man noch verwenden. Neue Türblätter wurden besorgt, gehämmert,  geschweißt und genietet,  bis schließlich nach eini­gen Wochen - die Ferien waren mittlerweile verstrichen - am 17. August die Türen eingesetzt werden konnten. Man mußte ja fertig werden, denn am 24. August wollten die "Bellekese Buure" ja ihr Erntefest feiern und man war fertig.

Am Samstagvormittag wurden noch einige Flecken ausgebessert und am Sonntag, dem 25. August um 11.00 Uhr ze1ebrierte dann OStR Weyler einen Feldgottesdienst am Heiligenhäuschen auf dem Hartenberg und anschließend gab es Musik und Freude in dem hastig aufgeschlagenen Zelt direkt in der Nähe. Aber auch die Jugend wollte ihren Dankgottesdienst halten. Am Samstag, dem 6.9. trafen sich 45 Jugendliche um 7 .00 Uhr abends in der untergehenden Abendsonne mit ihrem Präses, Herrn Weyler, um in einer Meßfeier Gott zu danken für die gelungene Arbeit. 

Im Jugendheim im Auel gab's dann Würstchen und Kartoffelsalat für die Helfer bei der Renovierung, gestiftet von der Kolpingsfamilie. - Es freut einen doch, wenn man auf einem Spaziergang oben auf dem Hartenberg auf einer der Bänke Rast macht, den Flug­ zeugen der Modellsegler nachschaut und dann beim Abschied für ein kurzes Gebet die Tür des Heiligenhäuschens öffnet, "dort auf dem Steinsockel ein Kerzlein brennen sieht, einige Feldblumen vorfindet. - Alles ist sauber und gepflegt, nur der Wind hat einige Blätter und Gräser durch die Gitter der Türen hineingetragen.

Alfons Wegen

Quelle
Pfarrfamilie St. Pankratius Oberpleis Nr. 5, Oktober/November1980
Zur Verfügung gestellt von
Irina Wistoff: Aus dem Nachlass von Thomas Lissek
Räume & Galerien
Kapellen Katholische Kirche Oberpleis Presseberichte Presseberichte 1 (bis 1989)
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