Aufnahme: 1987
Indianer auf dem Kriegspfad in Oberpleis
gst. Die Oberpleiser Jecken freuten sich. Es war wieder mal ein Karnevalszug mit Pfiff. Viele aktuelle Themen wurden von den Pleeser Karnevalisten närrisch beleuchtet. Tausende Zuschauer kamen an den Straßenrändern auf ihre Kosten. Aus vielen Häusern erklang flotte Musik und auf den Bürgersteigen schunkelte das närrische Volk. Fast 1000 Aktive gestalteten diesen Zug, für den der TuS verantwortlich zeichnete, mit vielen Gruppen und Festwagen zu einer Symphonie der Farben und der Freude für Prinz Adolf und Ihre Lieblichkeit Prinzessin Liesel, die das Finale des Zuges bildeten und umjubelt wurden. Die 33 Festwagen und Fußgruppen verulkten das Orts- und überörtliche Geschehen. Pleiserhohner Jecken forderten auf ihre Art die Beseitigung des Aidsproblems.
Die Bundespolitik wurde auf einem Narrenschiff unter die närrische Lupe genommen. Zu lesen war: „Johannes wollte nach Bonn, jetzt fährt er mit dem Traumschiff davon." Im Oberpleiser Narrenzug wurde auch bleifrei gezapft, allerdings nur Bier. Nun gibt es auch in Oberpleis eine Klinik, aber nur für die Karnevalstage. In die „Pleestalklinik" drängten Ärzte und Patienten. Herrlich anzuschauen die zahlreichen buntkostümierten Fußgruppen, so die Blumenkinder, die Pilze, die Zunftfrauen als Harlekine, die Zauberer vom „Vrengsveedel", die „Räuber vom Düwelsarsch", die Wiesengrundbärchen und der „Hühnerhof" des Club Hup 17. Die Zunftsterne begeisterten mit ihren Tänzen ebenso wie die „Blau-Wieße Ströpp". Die Blau Weißen Funken bildeten zum Schluß des Zuges die Streitmacht für das Prinzenpaar.
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