Aufnahme: 1986
Die Schnellbahntrasse im Narrenzug
Die Siebengebirgs-Zeitung berichtete:
gst. Mit 39 Zugnummern wand sich der närrische Lindwurm am Sonntagnachmittag bei strahlendem Sonnenschein, aber grimmiger Kälte durch die Pleismetropole. Schwerpunkte der Zugthemen waren die „Pleesklinik" in Abwandlung der Schwarzwaldklinik, der Boris-Becker-Boom und die geplante Schnellbahntrasse der Bundesbahn durch das Siebengebirge. Eine Fußgruppe mit Klaus und Klaus von der Nordseeküste fehlte auch nicht. Die Jecken der Herresbacher Straße bereiteten sich humorvoll auf die Fußballweltmeisterschaft vor, desgleichen mit einem Festwagen die Badminton - Abteilung des TuS 05 Oberpleis, der auch Ausrichter des Zuges war.
Das Uthweiler Kinderprinzenpaar grüßte die närrischen Untertanen aus einer aus tausenden von Papierblumen hergestellten Milchkanne, gezogen von zwei hölzernen Kühen. Dahinter die Familie Bäßgen mit dem Wahlfelder Almabtrieb. Marlene Lichtenberg aus Pleiserhohn persiflierte ebenfalls die „Nordseeküste". Die Berghausener hatten sich der Schnellbahn angenommen. „Alle reden vom Wetter und vom Umweltschutz, wir von der Bahn." Hinter der Nachahmung des Ölberges hatte man auf einem Kleinwagen eine Lokomotive gebaut. Ständig umlagert war der Wagen der „Berse Bube", die Glühwein an die Zuschauer am Straßenrand ausgaben. Ebenfalls von Berghausener Jecken wurde die Schwarzwaldklinik aufs Korn genommen. Neben den Vereinen beteiligten sich am Oberpleiser Karnevalszug auch viele Familien und Straßengemeinschaften. Köstlich anzuschauen war das „Kölsch Hänneschen" der Anwohner der Wolkenburgstraße.
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