Aufnahme: 1981
8000 sahen den Pleeser Narrenzug
Ein großer Karnevalszug in der Pleismetropole. In jedem Jahr locken die Oberpleiser Narren viele tausend Schaulustige in den östlichen Königswinterer Stadtteil. So waren auch am Sonntagnachmittag, lange bevor sich der närrische Lindwurm durch die Straßen schlängelte, Scharen von Karnevalsfreunden eingetroffen. 8 000 sollen es gewesen sein. Aus vielen Häusern erklang flotte Musik und auf den Straßen schunkelte und tanzte das närrische Volk. Den rheinischen Gruß „Alaaf" hörte man immer wieder. 80 Zentner Kamelle wurden geworfen. Eine Fußgruppe der Herresbacher Straße imitierte ein „Lustiges Dreigestirn". Ruttscheider Bürger stellten den „Maler Klecksel" dar. Die Buchholzer katholischen Mädchen hatten sich zu einem Drachen „zusammengefunden". Auf dem Jungkolpingwagen wurde gezaubert und einen herrlichen Anblick bot die Fußgruppe Buchholz als „Schlafmützen".
Hexen stellten Uthweiler Bürger dar. In herrliche Blumenkinder hatte sich der Frauenelferrat aus Westerhausen verwandelt. Die Westerhausener Männer servierten ihren selbst gebrannten Schnaps. Auf Ölsuche waren Bürger und Bürgerinnen aus Niederbuchholz gegangen. Aus Berghausen war ein lustiges Gefäng nis nach Oberpleis gekommen. Beifall spendeten die Zaungäste auch den Junggesellen als „Rugbyspieler". Die Bennerscheider Jugend hatte sich die Tornadoaffäre zur Zielscheibe ihrer Glossierung gesetzt. Natürlich fehlte auch Lokalkolorit nicht. So wurde die ·Umgehungsstraße und die im Bau befindliche Tiefgarage unter die närrische Lupe genommen. Weitere lustige Gruppen: „Köche", „Cafe Oriental ", „Frösche", „Kunstmaler ", „Harlekine" und „Clowns". Das Finale bildeten die Blauen Funken mit dem Prinzenpaar Kurt und Gundi. Insgesamt bestand der Zug aus 38 Wagen und Fußgruppen und aus zwei Kapellen. gst.
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