Aufnahme: 1974
Anekdoten - Aus alten Zeiten
Das Standquartier war in den ersten Jahren bei Dresens, oder wie man so schön sagte: Die Funken schliefen bei Dresens! Eines Karnevalssonntags - es war schon montags früh - kamen zwei hängengebliebene Funken vor dem Dresen-Haus an, Einlaß heischend. Aber der Schlüssel lag nicht unter der Matte. Verzweifeltes Hin und Her! Da läuteten die Glocken zur ersten Messe und Hubert Bellinghausen sagte zum Gratzfelds Jupp: "Weißt Du was, nach Hause gehen lohnt sich nicht; wir gehen in die Kirche!" Gesagt - getan, nun erklommen die Beiden die Orgelempore und ließen sich bei Kurt Wirtz häuslich nieder.
Der freundliche Organist nahm ihnen irgendwann zur Erleichterung die Hüte vom Kopf, und dann kam die Wandlung - und im Duett erklang von der Orgelempore ein Schnarchen. Um 10 Uhr wurde das Rathaus gestürmt. Kurz vorher erwachten die Schläfer, gingen erst zum "Flinks Finchen" Kaffee trinken und wurden tüchtig ob ihres Zuspätkommens ausgezankt. Im Standquartier bei Dresens passierte so allerlei. Eines Morgens wurde es höchste Zeit für Bernd Dresen und Jupp Losem. Dem Bernd fehlte noch etwas zur Uniform, und er schickte den Jupp in sein Zimmer, das Teil holen, nicht ganz bei der Sache vertat sich Jupp im Stockwerk und landete im Schlafzimmer der Frau Dresen. Er war so schnell wieder draußen, wie er hineingekommen war.
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