Närrische Sitzung der KG „Rot-Blau-Auelgau"

Abgebildete Personen

Aufnahme: 1969

Närrische Sitzung der KG „Rot-Blau-Auelgau"

Neues Fanfarenkorps und neuer Ehrensenator

"Zum Bersten voll war der Saal der Gastwirtschaft Göbbels „Im Auel" bei der ersten Sitzung der Karnevalsgesellschaft „Rot-Blau-Auelgau". Mit dem neu gegründeten Fanfarenkorps zog der Elferrat der Gesellschaft in den Saal ein und wurde von den vielen Närrinnen und Narren stürmisch gefeiert. Die Darbietungen des Fanfarenkorps waren für das erste öffentliche Auftreten unübertrefflich. Präsident Matthias Müllenholz begrüßte zahlreiche Gäste, auch von anderen Karnevalsgesellschaften. Den Reigen der Darbietungen in der Bütt eröffnete Wilhelm Dietz mit dem närrischen Protokoll. Paul Hochstätter erschien als „Ene Scholljong".

Ihm folgte Hella Kessler als „Antönchen". Jumbo und Wambo wurden dargestellt von Josef Gratzfeld und Karl Jürgens. Elfriede Jürgens zeigte viel Interesse für den Beruf als „Autoschlosser-Girl". Der erste Teil wurde beendet mit dem von Franz Weckauf komponierten und textierten Schlager „Ich bin ein Mann, der nicht nein sagen kann". Michel Kupser eröffnete den 2. Teil mit einem Büttvortrag als „Ene Dorbsmöbbel". Elfriede Jürgens sang ein von ihr verfaßtes Lied: „Das Schönste in diesem Ort". Mit einem Funkentanz erfreute die Oberpleiser Narrenzunft. Witze am laufenden Band erzählte Josef Mieden als „Witzbold". Ihren Kummer trugen Paul Hochstätter und Michel Kupser als „2 geplagte Ehemänner" vor.

Als Frauen verkleideten sich Ludwig Otto und Josef Mieden und wurden oft mit Beifallsovationen unterbrochen. Sie hatten sich die Namen „Frau Schleefkeddel" und „Frau Brasselbotz" zugelegt. Schließlich sei noch Josef Gratzfeld als „et Urrumpels Heinche" zu erwähnen. Aus Köln erschien ein 36 Jungen starker Kindermusikzug. Es soll sich um den jüngsten Kindermusikzug der Bundesrepublik handeln. Ihm gehören Jungen im Alter zwischen 6 und 14 Jahren an. Als Obernarr vom Auelgau erkoren die „Rot-Blauen" den Oberpleiser Bürgermeister Anton Weber und ernannten ihn zu ihrem Ehrensenator. Ihm zu Ehren sang man „Oh pardon, sind sie ein Narr vom Auelgau?" Viele Raketen zischten zum Narrenhimmel empor, und natürlich fehlten Orden und Ehrenzeichen nicht für die zahlreichen gut gekonnten Darbietungen."

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 4 vom 25. Januar 1969
Zur Verfügung gestellt von
Friedrich Müller
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Karneval Presseberichte Presseberichte 1 (bis 1989)
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