Oberpleis: Narrenzunft in Hochstimmung - Im Saale Bellinghausen „stieg" eine der besten Sitzungen ihrer Geschichte

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Aufnahme: 1963

Oberpleis: Narrenzunft in Hochstimmung - Im Saale Bellinghausen „stieg" eine der besten Sitzungen ihrer Geschichte

-ck- Trotz der Aderlasse an bewährten Kräften von Bütt und Bühne und der Befürchtung, die intensive Narretei zwischen Proklamation und Sitzung könne böse Folgen haben, gelang der Narrenzunft Oberpleis eine der besten Sitzungen ihrer Geschichte. Schwungvoll geleitet von Präsident Helmut Reuter lief im vollbesetzten Saal Bellinghausen ein buntes Programm von Büttreden, Gesang und Kurzspiel ab.

Die Blau-Weißen Funken der Gesellschaft und die benachbarten Thomasberger Husaren mit ihren Tanzpaaren gaben der Sitzunq ein buntes Gepräge. Besonderer Jubel herrschte, als Prinz Willi I. und Prinzessin Therese nach der Pause ihren Einzug hielten.

Nach dem Einzuq des Elferrates begrüßte Präsident Helmut Reuter in wohlgesetzter Rede die Narrenschar; dann stieg Karl-Heinz Dahs als Protokollarius in die Bütt. Besonders die lokale Seite seines Vortrages fand Beifall. Ihm folgte mit Werner Brodesser ein Nachwuchsmann. Sein „geplagter Ehemann" hatte es faustdick hinter den Ohren. „Da mußt du nichts drum geben" sang Mathias Müllenholz und brachte damit die Narren zum Schunkeln.

Von den Sorgen und Nöten eines Feuerwehrmannes von Oberpleis, erzählte Karl-Heinz Leven.
Ihm folgten die Nichtschwimmer - Franz Müllenholz, Lothar Schenk, Hubert Belllinghausen - und ernteten für ihren Gesangsvortrag soviel Applaus wie selten in all den vorangegangenen Jahren.
Den Abschluß des ersten Teiles bildete „de brave Jonq“ Erich Westhofen - seit Jahren ein „guter Mann" der Narrenzunft. „Von mingem Buch, do kann ich mich nicht trenne" tat nach der Pause Mathias Müllenholz glaubhaft dar, und bei Schunkeln und Singen war der Faden gleich wieder gefunden.

Dann hielt das Oberpleiser Prinzenpaar - Prinz Willi I. und Prinzessin Therese - seinen Einzug, begleitet von den Oberpleiser Funken und den Thomasberqer Husaren. Mit schwungvollen Worten begrüßte er die Narrengemeinde und versprach bis Aschermittwoch ein nachsichtiger Herrscher zu sein. Er schritt die Funkenfront ab und zeigte sich erfreut über die Funkentänze.

Erstmals in der Bütt, startete Ewald Ahr wohlgezielte Angriffe auf die Lachmuskeln der Oberpleiser, die gleich anschließend von dem an Deftigkeit kaum zu überbietenden „Pleeser Bur“ (Ludwig Gast) über die Maßen strapaziert wurden. Geistreich und geschliffen wie immer der Vortrag der „Vier Botze" - Erich Lichtenberg, Kurt Wirtz, Helmut Reuter, Heinz Klein. Zu einem gelungenen Zwiegespräch trafen sich auf der Bühne der vorjähriqe Prinz (Wolfgang Schulz) und der aus vielen närrischen Schlachten geläutert hervorgegangene Bernd Wilhelm Dahs. Sein Büttenvortrag „Pechvogel“ beschloß als Höhepunkt die Sitzung.

Quelle
General-Anzeiger vom 21. Februar 1963; Verfasser unbekannt; Fotograf unbekannt
Zur Verfügung gestellt von
Angelika Reuter
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