Aufnahme: 1981
Diakon Peter Schmitz
Was kommt da nur auf uns zu, so werden viele fragen, die gar nicht begreifen können, daß Oberpleis in der Gunst des Erzbistums plötzlich so weit vorne liegt. Gleich zwei Mann Verstärkung für unsern Pastor, das kann doch nicht mit rechten Dingen zugehen! "Add wedde e Wunder" würde man in Köln sagen. Als Produkt wundersamer Ereignisse fühle ich mich allerdings nicht, zumindest steht davon nichts in meinem Stammbuch. Kurz vor Weihnachten 1944, genau am 21. Dezember, kam ich in Düsseldorf-Kaiserswerth zur Welt. Und wie das in jenen Tagen so üblich war, feierten wir dank unliebsamer Gäste am heimatlichen Himmel, die auch noch gefährliche Gegenstände auf uns warfen, aus reiner Vorsicht meine Geburt und Heiligabend gleich im Keller der elterlichen Wohnung. Später dann, als die Luft sich wieder klärte, wurde ich von meinen Eltern doch noch ans Licht geführt und so schufen sie die Grundlage für meine bisherige Entwicklung.
Und so ging es weiter:
- von 1951-1960 Besuch der kath. Volksschule in Düsseldorf—Kaiserswerth bis zum 9. Schuljahr
- 3 Jahre Schlosserlehre, 1964 Gesellenprüfung, im gleichen Jahr freiwilliger Eintritt in die Bundeswehr
- 1967 Heirat in Düsseldorf
- im gleichen Jahr Versetzung zur Luftwaffe und Umsiedlung mit Ehefrau Ute nach Lindau am Bodensee - zuletzt Feldwebel und Fernmeldemeister
- 1972 Austritt aus der Bundeswehr und Umsiedlung nach Düsseldorf
- 1973 - 1977 Tätigkeit als Verwaltungsangestellter in Handel und Industrie
- 1977 Beginn des Abendstudiums am erzbischöflichen Diakoneninstitut in Köln, gleichzeitig - Übernahme der Küsterstelle in der heimatlichen Pfarre St.Suitbertus in Düsseldorf- Kaiserswerth
- 15.12.1979 Weihe zum Diakon
- Januar 1980 - Juli 1981 praktische Seelsorgearbeit in der Pfarre St. Bruno in Düsseldorf-Unterrath.
Inzwischen ist meine Familie auf fünf Personen angewachsen. Neben Ehefrau Ute sitzen jetzt noch drei kleine Esser mit am Tisch. Kirsten ist unsere Älteste mit gerade 12 Jahren, Henning ist seit Februar 8 Jahre und unser Nesthäkchen Anne genau 20 Monate alt. Apropos Essen: ich mag alles, am liebsten einen kräftigen Eintopf, und das am besten nach ausgedehnter Gartenarbeit in frischer Luft. Das heißt nicht, daß ich nicht auch Sinn für ausgefallene Kleinigkeiten hätte.
Kölsch ist mir durch die Studien in Köln ebenso vertraut wie "dat leckere Düssel Alt". Seit einigen Jahren hat jedoch ein einfacher französischer Landwein die Favoritenrolle bei meinen Geschmacksnerven übernommen. Nieren, Magen und Leber scheinen ihn auch zu bevorzugen, denn bisher haben sie noch nie protestiert. Das Rauchen habe ich vor zehn Jahren eingestellt, zum Leidwesen meiner Freunde und Verwandten, die sich nun bei gegebenen Anlässen immer ausgefallenere Geschenke einfallen lassen müssen.
Was ich eigentlich nicht mag, sind humorlose Mitmenschen und solche, die sich für unentbehrlich halten. Ansonsten lebe ich nach dem Grundsatz: In jedem Miesepitter sitzt irgendwo ein guter Kern! Mein großes Vorbild für meinen Dienst als Diakon ist Roger Schütz, der Prior der ökumenischen Mönchsgemeinschaft von Taizé in Frankreich.
So Gott will und der Spediteur pünktlich ist, wohnen wir im August bereits auf der Ittenbacher Str. 64; bis dahin, viele Grüße.
Etwas zu ergänzen?
Kennen Sie abgebildete Personen, das Jahr oder Hintergründe zu diesem Bild? Schicken Sie uns einen Hinweis – wir prüfen ihn und ergänzen das Objekt.