Aufnahme: 2023
Die Ordensschwestern verließen das Konstantiahaus unbemerkt
Kaum zu glauben,
mag manches Gemeindemitglied gedacht haben, als sich die Nachricht vom Weggang der Ordensschwestern aus dem Konstantiahaus in Oberpleis verbreitete. Die Ordensfrauen der Franziskanerinnen von der ewigen Anbetung Olpe zogen sang- und klanglos nach Drolshagen.
Im April 1903 kamen die ersten Schwestern des Konvents ins Konstantiahaus, nachdem die Immobilie dem Orden per Schenkungsvertrag durch den emeritierten Pfarrer Jakob Schmitz übertragen worden war.
Dort errichteten sie zuerst eine Art Hilfsmittelpunkt für Kranke mit ambulanter Pflege, dem alsbald eine Neugeborenenstation folgte. Auch die Leitung des ersten Kindergartens in Oberpleis, der unter Federführung des Pfarrers Hans Wichert 1959 errichtet wurde, oblag den Schwestern des Konstantiahauses.
Während der darauffolgenden Jahre konzentrierte sich das Aufgabengebiet der Schwestern auf die Alten- und Krankenpflege. Es entstand ein Seniorenhaus. Nachdem nunmehr weltliche Fachkräfte die Leitung und Pflege der Heimbewohner leisten, befand sich in einem Trakt des Hauses der Wohnsitz der im Ruhestand lebenden Ordensschwestern, sowohl der hiesigen, als auch der Schwestern aus den umliegenden Ordensniederlassungen.
Die Frauen der Ordensgemeinschaft von der ewigen Anbetung Olpe haben das Ortsbild in Oberpleis über Jahrzehnte mitgeprägt. Schade, dass ihr Auszug aus dem Konstantiahaus mit der Pfarrgemeinde nicht kommuniziert wurde und eine verdiente Würdigung nicht stattfinden konnte. Edith Zens-Jarzombek
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