Aufnahme: 2022

Schlussstein vom Tor zum Propsteigarten

Oberpleiser Propst starb 1703 in französicher Haft in Bonn

Johann Adolf Ferdinand Walbott von Bassenheim zu Olbrück und Bornheim
(Propst der Benediktinerpropstei Oberpleis von 1669 bis 1703)


Geburtsdatum: unbekannt – Sterbedatum: 22. März 1703

Seine Großeltern waren Philipp Walbott von Bassenheim zu Bornheim und Maria Margarethe von Eltz zu Kempenich, seine Eltern Johann Wilhelm Walbott von Bassenheim zu Olbrück und Bornheim und Katharina Margaretha Scheiffard von Merode.

Er war Bruder von Ferdinand Freiherr Walbott von Bassenheim zu Olbrück und Bornheim, Johann Jakob Walbott von Bassenheim, Johann Wilhelm Walbott von Bassenheim und Maximilian Franz Walbott von Bassenheim zu Hildesheim.

Johann Adolf Ferdinand Walbott von Bassenheim wurde 1656 in der Erzabtei der Benediktiner in Siegburg von Abt Johann Bock von Pattern aufgeschworen. Bei seinem Eintritt hatte er 300 Gulden gezahlt (Handschrift P XII 4,5 Erzbischöfliches Archiv Köln, Siegburg II a 7). Nach Ableistung seines Noviziat wurde er zum Studium an die Benediktiner-Akademie Salzburg geschickt. Er war am 4. März 1668 Subprior der Benediktinerabtei Siegburg und 1669 Nachfolger von Propst Bertram von Ans Propst von Oberpleis. 1696 veröffentlichte er in Köln als D. JOANNE ADOLPHO LIBERO Barone Walbott ex Bassenheim in Olbruggen & Bornheim, liberae & praenobilis Domus Dei in Siegburg Ordinis S. Benedict: Capitulari, Praeposito S. Pancratii in Oberpleiß das Buch ‚SPECULUM CHRISTIANUM POLITICO-MORALE‘.

Im Winter 1670 weilte er zur Abwehr der pfalz-neuburgischen Angriffe beim Reichshofrat in Wien (Siegburg, Akten 5 Bl. 24). In der Propstei Oberpleis veranlasste er umfassende Baumaßnahmen und in Siegburg ließ er den Oberpleiser Hof erbauen.

Als Franzosen 1703 das Pleiser Hügelland durchstreiften und brandschatzten, empfing sie der Propst an der Propstei mit Flintenschüssen und trieb sie in die Flucht. Sie kamen mit fast vierhundert Mann nach Oberpleis zurück, nahmen die Propstei in Besitz, legten den Propst in Ketten und brachten ihn nach Bonn. Nach acht Tagen französischer Haft starb Johann Adolf Ferdinand von Bassenheim zu Olbrück und Bornheim am 22. März 1703 und wurde im Kapitelhaus der Bonner Franziskaner beigesetzt (Siegburg Repertorien und Handschriften 11 b).

Quelle
Ph. Ernst Schwaben, Geschichte der Stadt, Festung und Abtei Siegburg im Herzogthum Berg, Köln 1826, Erich Wisplinghoff; Die Benediktinerabtei Siegburg, Berlin 1975 Wikipedia
Zur Verfügung gestellt von
Willi Joliet: Foto und Text Schlußstein vom Tor zum Pastoratsgarten - Tür des 1701 unter Propst Johann Adolph Waldbott von Bassenheim neu erbauten Stalls. - SPECULUM CHRISTIANUM POLITICO-MORALE
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Katholische Kirche Oberpleis
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