Aufnahme: 2019
Blick aus dem westlichen Kreuzgang auf das Wohnhaus der Pröpste von Oberpleis
Oberpleis und damit die Propstei litten im jülich-klevischen Erbfolgekrieg unter durchziehenden Truppenverbänden. Dokumentiert sind Plünderungen der Propstei im Jahre 1614 durch spanische Truppen. Auch der dreißigjährige Krieg (1618-1648) brachte der Oberpleiser Bevölkerung unruhige und schwere Zeiten. Im Jahre 1632 plünderten schwedische Truppen unter General Heinrich von Baudissin die Propstei und beschädigten im erheblichen Maße die Gebäude.
Unter Propst Bertram von Ans wurden alle Klostertrakte bis auf den Westflügel niedergelegt und 1645 durch repräsentative Wohngebäude ersetzt. An der Fassade des einfachen, verputzten Gebäudes mit Walmdach findet man die Jahreszahl 1645 in Eisenankern. Zwischen Barockportal und Fenster der 1. Etage prangt das Wappen des Propstes Bertram von Ans. Nach Aufhebung der Propstei infolge der Säkularisation 1803 wurden die Wohngebäude der Propstei Pastorat und Kaplanei.
Die ehemalige Benediktinerpropstei Oberpleis wurde am 11. Februar 1985 von der Stadt Königswinter als Nummer A 7 in die Liste der geschützten Baudenkmäler eingetragen.
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