Aufnahme: 2017 - 2018
Sylvia Reuter - Unsere neue Pfarrsekretärin in Oberpleis
WIR STELLEN VOR
Seit dem 1. Oktober 2017 hat unsere Pfarreiengemeinschaft eine neue Pfarrsekretärin in Oberpleis. Frau Reuter trat damit die Nachfolge von Frau Jarzombek an, die nach 37 Jahren am 30.09.2017 im Propst-Gerhard-Saal von der Gemeinde verabschiedet wurde. Wer Frau Reuter ist, wie der Start gelungen ist, welche Vergleiche sie zur Pfarreiengemeinschaft Troisdorf zieht, was ihr am Herzen liegt, darüber spricht sie im Interview.
Frau Reuter, am 1. Oktober haben Sie das Pfarrbüro in Oberpleis übernommen. Was hat sie in unsere Pfarreiengemeinschaft geführt?
Ich lebe bereits seit meiner Heirat 1988 in Thomasberg. Meine mittlerweile erwachsenen drei Söhne sind hier zur Schule gegangen, ich habe mich damals als Kommunionkatechetin eingebracht und heute bin ich in der Taufkatechese aktiv. Als Informations-Elektronikerin habe ich in Thomasberg Computerkurse gegeben. Die Pfarreiengemeinschaft ist mir deshalb gar nicht so fremd.
Und mit ihrem Hobby Akkordeon spielen sind sie ebenfalls in Königswinter unterwegs.
Ja, neben Lesen, im Siebengebirge spazieren gehen und Technik macht mir auch das sehr viel Spaß.
Wo waren sie vorher beschäftigt?
Ich habe 10 Jahre in Bad Honnef in einem Verlag gearbeitet, bevor ich 2014 in das Pfarrsekretariat der Pfarreiengemeinschaft Troisdorf wechselte.
Dann wissen sie ja schon, wie es in einer Pfarreiengemeinschaft zugeht?
Ja und Nein. Auch in Troisdorf gab es fünf Pfarreien im Seelsorgebereich und auch die Pfarrkirchen lagen weit auseinander. Die Veränderungen für die Gemeindemitglieder mit ihren lieb gewonnenen Heimatkirchen und Büros vor Ort, in der alle Angelegenheiten erledigt werden konnten einerseits und der dann notwendigen Zusammenführung von zentralen Aufgaben andererseits, sind von der Thematik schon vergleichbar. Aber die Anzahl der Gemeindemitglieder war höher und die zentralisierten Aufgabenfelder mehr. Dafür gilt es hier nicht nur das Büro in Oberpleis zu betreuen, sondern mit meinen Kolleginnen, mit denen ich sofort ein sehr gutes Verhältnis hatte, auch in den anderen Büros direkt vor Ort ansprechbar zu sein. Es ist also hier bei weitem nicht alles zentral am Ort des leitenden Pfarrers angesiedelt.
Sind die Menschen hier anders als in Troisdorf?
Nein (lacht!), aber die Menschen kommen hier bisher doch mit anderen Anliegen zu mir. In den ersten Wochen ha mich fast ausschließlich Gemeindemitglieder aus Oberpleis besucht. In Troisdorf war das anders. Dort lag unser Büro neben einem Brennpunkt für Obdachlose. Da machte die Not der Menschen nicht vor der Konfession oder dem zuständigen oder nicht zuständigen Büro oder den Öffnungszeiten halt. Das schärfte bei uns den Sinn dafür, was Kirche und Christsein vor Ort wirklich ist und die Schicksale ließen wir auch nicht immer einfach zurück, wenn wir nach Dienstschluss die Tür abgeschlossen haben.
Gibt es etwas, was sie den Menschen unserer Pfarreiengemeinschaft sagen möchten?
Ja, das möchte ich sehr gerne. Ich habe mich über die offene Aufnahme in der Pfarreiengemeinschaft sehr gefreut. Die Arbeit in einem Pfarrbüro und der direkte Kontakt zu den Gemeindemitgliedern macht mir große Freude und ich bin dankbar, dass ich dies nun in meiner Heimatgemeinde tun darf. Deshalb wünsche ich mir, dass unsere Pfarrmitglieder keine Scheu haben, ihre Anliegen mich zu richten, sodass ich es entweder selbst erledigen oder an die entsprechenden Stellen weiterleiten kann. Ich würde mich freuen , wenn die Gemeindemitglieder das Pfarrbüro als eine offene Tür wahrnehmen und sie will kommen sind, egal ob per E-Mail, Telefon oder persönlich.
Vielen Dank für dieses einladende Angebot und das offene Gespräch.
Das Interview führte Christoph Schönenborn
für die Pfarrbriefredaktion
Etwas zu ergänzen?
Kennen Sie abgebildete Personen, das Jahr oder Hintergründe zu diesem Bild? Schicken Sie uns einen Hinweis – wir prüfen ihn und ergänzen das Objekt.