Aufnahme: 2015
Dieser Beichtstuhl hat bis 2015 in der Kirche St. Pankratius gestanden
Im Konzil von Trient 1545 – 1563 wurde die Bedeutung des Bußsakramentes nachdrücklich betont. Danach wird - angeregt durch Karl Borromäus (+ 1584) – der Beichtstuhl mit Trennwänden und Sprechgittern zwischen Priester und Beichtkind allgemein üblich. In Deutschland setzte sich diese Form des Beichtstuhls nach 1600 im Zusammenhang mit der Gegenreformation in katholischen Kirchen allgemein durch.
Meistens besteht der Beichtstuhl aus drei Teilen, der Mittelteil enthält eine Sitzbank für den Priester, in den Seitennischen ist je eine Kniebank für den Beichtenden angebracht. Sprechgitter in den Zwischenwänden verbinden den Beichtenden mit dem Priester.
Auch in Oberpleis gab es bis in die 1980er Jahre zwei solcher Beichtstühle, von denen wir aber leider keine Bilder mehr finden konnten. Der hier zu sehende Beichtstuhl wurde unter Pastor Müller aufgestellt. Er hat nicht die überlieferte Form, sondern ermöglichte auch ein Gespräch von Angesicht zu Angesicht.
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