Die Krankensalbung "Blinde sehen, Lahme gehen, Aussätzige werden rein!"

Aufnahme: 2012 - 2013

Die Krankensalbung "Blinde sehen, Lahme gehen, Aussätzige werden rein!"

Das geschieht da, wo die Botschaft Jesu ernsthaft in Anspruch genommen wird. Es sind Zeichen, mit denen ER seine Reich-Gottes-Herrschaft bezeugt. Was damals gilt, ist auch heute noch wirkmächtig in den Heilszeichen der Sakramente unserer Kirche. Darin will ER lebendig nahe sein. Als Klinikseelsorger habe ich oft erlebt, wie wirkmächtig das Heilszeichen der Krankensalbung ist, selbst bei jenen Patienten, die nicht mehr bei Bewusstsein waren. Da ist aber auch die Erinnerung in mir, dass vor allem eingefleischte katholische Patienten diesem Sakrament mit Skepsis begegneten." Nä, Herr Diakon, so weit is et noch nit!" So die oft gebrauchte Abwehrformel. Die Hintergründe für diese Abwehr sind vielfältig. Zu lange wurde dieses so heilsame Zeichen als "letzte Ölung" benannt." Es ist ein Skandal, dass unsere Kirche das zugelassen hat!", so der Dominikanerpater Michael Marsch, in seinem Buch " Heilung durch die Sakramente". Er hat mir dieses Sakrament in einer Exerzitienwoche sogar zur Heilung meiner seelischen Wunden gespendet. Ich bin ihm noch heute dafür dankbar.

Liebe Mitchristen in unserer Pfarreiengemeinschaft, ich melde mich hier auf diesem Weg zu Wort, weil ich bei meinen Hausbesuchen und vielen Gesprächen immer wieder feststellen muss, dass dieses so heilsame Sakrament so manchem Kranken und Leidenden gut getan hätte, wäre danach verlangt worden. Zu oft wurde diese Chance vertan. Darum rufe ich hier auch im Namen unseres Seelsorgeteams dazu auf, wachsam hinzuschauen, wo Kranke, einsam Leidende oder gar Sterbende in ihrer Nähe leben, denen dieses heilsame und befreiende Sakrament guttun würde. Es ist gute Christenpflicht hier wachsamer aufeinander zu achten. Auch das ist tätige Nächstenliebe! Melden Sie rechtzeitig solche Gemeindemitglieder an unsere jeweiligen Pfarrbüros, damit unsere Priester davon erfahren. Sie werden mit der notwendigen Sensibilität auf die Betroffenen und ihre Angehörigen zugehen.

Auch hören wir immer wieder, dass alte und kranke Gemeindemitglieder, die ans Haus gebunden sind, schon lange keine Kommunion mehr empfangen haben. Bitte melden Sie uns auch Solche, wenn Sie davon erfahren. Unsere Seelsorgerlnnen und Kommunionhelfer vollziehen diesen so wichtigen Dienst in jedem Monat. Liebe Mitchristen, unser Hl. Vater, Papst Benedikt, hat uns in Europa zu einer Neuevangelisierung aufgerufen. Auf solche Art und Weise können wir uns wertvoll und lebendig daran beteiligen. Auch so werden wir adventliche Christen, solche eben, die noch etwas erwarten. Für diese kommende segensreiche Zeit wünsche ich Ihnen viele heilsame Erfahrungen.

Ihr Diakon i. R. Peter Schmitz

Quelle
Pfarrbrief von 2012 / 2013; Text: Diakon i.R. Peter Schmitz
Zur Verfügung gestellt von
Edith Jarzombek / Pfarrbüro St. Pankratius Oberpleis
Räume & Galerien
Katholische Kirche Oberpleis
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