Aufnahme: 2007
Farbigkeit der Kirche
Die Kirche war im Mittelalter farbig angestrichen. Das jetzige Erscheinungsbild ist also ursprünglich wie zur Zeit der Entstehung. Auch wenn es größtenteils keinen exakten Befund gibt, wurde ein mittelalterlicher Gesamteindruck hergestellt, der damals im Original eher noch bunter war. Die "Steinsichtigkeit", wie wir sie von alten Fotos kennen, hatte sich im Lauf der Zeit einfach ergeben und war besonders im 19. Jahrhundert, zur Zeit der Romantik, sehr beliebt.
Im Mittelalter jedoch wurde das Natürliche "veredelt": die Natur des Menschen durch Gebete, die Natur der Steine durch Farbe. Mit der Farbe wurden die Mauern entmaterialisiert, und ihnen wurde "himmlischer Glanz" verliehen. Hier spiegelt sich beispielhaft die Denkweise des Mittelalters wider.
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