Abgebildete Personen
Aufnahme: 2001
Romwallfahrt des Kirchenchores St. Pankratius Oberpleis vom 7. bis 12. Oktober 2001
Fast 4000 Sängerinnen und Sänger aus 139 Kirchenchören des Erzbistums Köln wallfahren nach Rom.
Es gibt Menschen, die vergessen alles Negative und behalten nur positive Geschehnisse, und dazu gehöre ich. Unsere Reise begann am Sonntag, 8.00 Uhr, in Oberpleis. In Rom erwarteten uns nach dem Flug mehrere Busse, die uns nach Frascati in unser Hotel brachten. Wir versammelten uns zum gemeinsamen Abendessen. Nach dem Essen fuhren wir nach Rom zur Basilika „St. Paul vor den Mauern" zum Eröffnungs-Gottesdienst, wo wir von „Pfarrherrn er Kirche" willkommen geheißen wurden. Die Messe wurde von Herrn Kardinal Kaspers gehalten. Zu dieser Messe waren weit über 3000 Sängerinnen und Sänger zusammen gekommen.
Im Nachhinein möchte ich behaupten: Der Anfang der Chorreise stand im sakralen Bereich unter einem guten Stern. Nach 2 ½ Stunden feierlichem Gottesdienst ging es dann zu den Bussen. Am Montag waren wir schon sehr früh auf den Beinen. Um 8.00 Uhr versammelten wir uns in der Kirche von Frascati zur Morgenandacht. Die Gestaltung dieser Andacht und auch alle darauf folgenden wurde hauptsächlich von unserem Michael Fassbender vorgenommen. Unser zweiter Gebetsleiter, Norbert Schmitz-Witter aus Hennef musste sich um organisatorische Dinge kümmern. Die mitgereisten Chorleiter bildeten die Schola, die im Wechsel mit den Chören und der Gemeinde die Psalmen und Fürbitten sangen.
Im Anschluss an das Morgenlob ging es mit dem Bus nach Rom. Hier konnten wir die Basilika „St. Paul vor den Mauern“ nochmals bei Tageslicht anschauen. Unsere Fahrt führte uns weiter zu den größten Katakomben Roms. Hier wurden auch die ersten Christen beigesetzt. Auch dienten diese unterirdischen Höhlen als Zufluchtsstätten der Christen während ihrer Verfolgung. In diesen Katakomben wurden aber nicht nur Christen, sondern auch Juden und Römer beigesetzt. Dann ging es zum Kolosseum, wo uns eine sehr nette Reiseführerin in Empfang nahm, die meinte, uns keinen Geschichtsunterricht zu erteilen. Bei vielen Sehenswürdigkeiten ließ es sich aber nicht vermeiden, so tauchten Daten wie 800 v. Chr. bis 600 n. Chr. oder Namen wie Caesare Konstantin, Helena, usw. auf. Nach dem Kolosseum ging es ins Forum Romanum mit den Triumphbögen und aus Tempeln entstandenen christlichen Kirchen und weiter zum römischen Rathaus, dem „Kapitol". Vollgestopft mit Wissen über die Geschichte einer Dreimillionenstadt über eine Zeitdauer von 3.000 Jahren kehrten wir in unser Hotel zurück, wo wir nach dem Abendessen unsere Abendandacht hatten. Da der Mensch ja nicht vom Brote allein lebt, trafen wir uns nach der Andacht zu einem Glas Wein, wo es nicht bei einem Glas geblieben ist.
Am Dienstag nach dem Frühstück hielten wir unsere Morgenandacht wieder in der Hauskapelle und fuhren anschließend nach Rom. Wir besuchten zuerst den Trevi-Brunnen. Danach ging es durch die Altstadt, vorbei an vielen Kirchen zum Pantheon bis zur Piazza Navona, wo wir uns trennten, unser Mittagessen einzunehmen. Nach dem Mittagessen gingen wir weiter zum Petersdom. Vom Fernsehen oder von Postkarten meinte ich, das alles schon zu kennen. Aber von der Wirklichkeit war ich, und nicht nur ich, sondern viele andere auch, überwältigt. Mit einem Wort gesagt, ein Erlebnis, welches immer in mir bleiben wird. Nach dem Besuch des Domes ging es wieder in Richtung Frascati.
Es war Halbzeit angesagt und Mittwoch der dritte Tag. Nach dem Frühstück ging es nach Rom zur Papst-Audienz. Bilder, die uns aus Fernsehen und Filmen bekannt waren, verblassen, wenn man selbst dabei ist. Der Petersplatz voller Menschen aus der ganzen Welt. Ein unvergesslicher Eindruck. Dann die Ankunft des Papstes, seine Ansprache in mehreren Sprachen an die Gläubigen. Der Nachmittag stand zur freien Verfügung. Nach all diesen Erlebnissen ging es wieder zurück nach Frascati, wo wir in der Kathedrale mit Monsignore Koch einen Abendgottes-dienst feierten.
Am Donnerstag fuhren wir mit dem Bus nach Frascati bzw. nach Castel Gandolfo und zum Albaner See. Am Nachmittag versammelten sich alle Chöre in einem riesigen Zelt zu einem gemeinsamen Mahl. Wir trafen uns danach auf dem Vorplatz der Kirche „Santa Croce in Gerusalemme" und zogen von dort in einer Lichterprozession zur Kirche „St. Giovanni in Laterano" zum Abschlussgottesdienst mit unserem Kardinal Meissner. Ein beeindruckendes Bild: ca. 4000 Sängerinnen und Sänger mit brennenden Kerzen in der Hand auf dem ca. 1 km langen Weg.
Der letzte Tag verlief dann im Zeichen der Abreise. Kurz nach 21,00 Uhr sind wir wohlbehalten in Oberpleis angekommen.
Walter Waskowiak
Papstaudienz auf dem Petersplatz in Rom
Gruppenfoto vor der Lateran-Basilika
Abschluss-Foto auf dem Dach des Hotels San Jovanni
Bildbericht in der Kirchenzeitung
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