Aufnahme: 1995
Oberpleiser Jugendliche halfen bei Klosterinstandsetzung
"Getreu dem Leitspruch 'Bete und arbeite!' verbrachten elf Freiwillige aus Oberpleis und Umgebung eine Zeit im Tschechischen Kloster Osek. Dort übernahm der deutsche Zisterzienser-Mönch Bernhard Thebes 1990 die Verantwortung für die 17 Hektar große aber renovierungsbedürftige Abtei. Der Oberpleiser Kaplan Bruno Nebel machte die Bekanntschaft des idealistischen Mannes bei dessen Besuch im Kölner Priesterseminar, worauf er beschloss, ihn in seinem Vorhaben zu unterstützen.
Zu Zeiten des Kommunismus diente diese Anlage als Internierungslager für etwa 250 Nonnen verschiedener Orden und wurde aufgrund der kirchenfeindlichen Haltung des damaligen Staates stark vernachlässigt. Die Oberpleiser fanden ein Teil der Klosteranlagen, die immerhin halb so groß sind wie der Vatikan, noch sehr desolat vor. Unter anderem bedürfen die etwa 1000 Engeldarstellungen in der Barockkirche erheblicher Aufbauarbeiten. Auch die Kirche selbst wies starke Schäden auf. Die Oberpleiser Gruppe verrichtet hauptsächlich vorbereitende Maler- und Elektroarbeiten im Wohnbereich.
Sie kratzten die Kalkfarben ab, entfernten defekte Elektroleitungen und klopften Schlitze für neue Leitungen. Außerdem befreiten sie die Kirche vom gröbsten Schmutz. Außer den Oberpleisern war noch eine Gruppe aus Essen dort, die die Orgel wieder bespielbar machte. Zum Abschluss der Arbeitswoche hörten die Jugendlichen ein Orgelkonzert. Ein Höhepunkt war eine Tagesfahrt nach Prag. Dabei sah man die vielen Kunstbauten der Goldenen Stadt und den Kontrast der mondänen Weltstadt, gegenüber dem ausgebeuteten trist wirkenden Nordböhmen.
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