CDU-Wanderer im Rosengarten in Oberpleis

Abgebildete Personen

Aufnahme: 1995

CDU-Wanderer im Rosengarten in Oberpleis

st. Wer hat schon einmal ei­nen Rosenbaum gesehen, so groß wie ein riesiger Apfelbaum? Einen solchen gibt es im größten privaten Rosengarten der Bundesrepublik. Er befindet sich in Oberpleis, hinter der Pankratiuskirche. In dem zwei Morgen großen Areal züchtet der Oberpleiser Bürger Heinz Lindlar weit mehr als 1000 Ro­sensorten.

Der Rosenbaum trägt den Namen „Pauls Himalayamusk-Rambler". Zwischen 1875 und 1900 hat der indische Rosenzüchter Pauls diese Rose zwar nicht selbst gezüchtet, aber in den Handel gebracht. Wer sie gezüchtet hat, ist unbekannt, erklärte Heinz Lindlar bei einer Wanderung mit der Königswinterer CDU durch „seinen" Ro­sengarten.

Doch zuvor führte Lindlar seine Gäste durch die renovierte Pankratiuskirche und den Kreuzgang. Kirche und Kreuz­gang bilden ein geschichtliches Kleinod. In einer zweiten Bauperiode von 1210 bis 1250er hielt die 948 bereits erwähnte Kirche ihr heutiges Aussehen. Die Vierung und der Ostchor wurden auf dem alten Grundriß neugestaltet, das Langhaus wurde eingewölbt. Das nördliche Seitenschiff, das wegen des schlechten Baugrundes baufällig geworden war, wurde zu Beginn des 16. Jahrhunderts in go­tischen Formen erneuert.

Die Säkularisierung im Jahre 1803 brachte das Ende der Propstei. Die Kirche kam in den Besitz der Pfarrgemeinde, sie gehörte früher dem Kloster Michaelsberg in Siegburg. Eine gründli­che Renovierung erfolgte von 1890 bis 1894 unter dem Bau­meister Heinrich Wiethase. Die Kirche wurde statisch gesi­chert, anstelle eines unförmi­gen Strebepfeilers wurde die Sakristei angebaut, die Krypta, die lange Zeit als Keller benutzt worden war, wieder hergestellt.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 27 vom 06.07.1995; Foto und Text: Günther Steeg
Zur Verfügung gestellt von
Rudolf Pieper (SZ)
Räume & Galerien
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