Aufnahme: 1992
Mächtige Gerüste füllen den Innenraum der Pfarrkirche St. Pankratius
Montag, 13. April 1992: Ein nächtliches Erdbeben wirft uns aus den Betten. Am Morgen steht Herr Limbach mit besorgtem Gesicht an der Tür: "Haben Sie schon einmal in die Kirche gesehen?"
Das sieht nicht gut aus, zwischen Turm und Langhaus klafft ein breiter Riß, auch sonst sind viele Risse in den Wänden. Wir informieren den Architekten, Herrn Hügel, und die Bauabteilung des Generalvikariates. In ganz kurzer Zeit sind die Herren zur Stelle; gefährdete Bauteile müssen durch Stützgerüste gesichert werden. Noch am selben Tag beginnt die Firma Goertz und Oleff mit den Arbeiten. Am Mittwoch stehen die Gerüste, die Fachleute betrachten die Schäden aus der Nähe. Am Nachmittag kommen Architekt und Statiker mit ernstem Gesicht ins Pfarrhaus: Die Kirche muß aus Sicherheitsgründen für längere Zeit geschlossen werden.
Krisensitzung im Pfarrhaus:
Alle Gottesdienste werden in die Filialkirche St. Michael in Uthweiler verlegt. Gott sei Dank finden wir großes Verständnis bei Pater Columban und den Gemeindemitgliedern aus Uthweiler. Einige Wochen später ein kleiner Lichtblick: Wir können den Raum auf der Empore der Kirche für Werktagsgottesdienste nutzen. Nach umfangreichen Untersuchungen und Berechnungen der Vermessungstechniker und Statiker wird am 16.10.1992 mit der Wiederherstellung der Kirche begonnen. Man rechnet mit einer Bauzeit von einem guten Jahr. Das Erzbischöfliche Generalvikariat sagt uns eine großzügige Unterstützung zu. Auch die Gemeinde schafft während weniger Monate einen Spendenfonds von rd. 50.000.00 DM.
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