Der neue Vorstand des Dekanatsrates - Neuer Dekanatsratsvorsitzender

Abgebildete Personen

Aufnahme: 1990

Der neue Vorstand des Dekanatsrates - Neuer Dekanatsratsvorsitzender

st.  Franz-Hubert-Werner Sand von der St. Laurentiuspfarre Oberdollendorf wurde neuer Dekanatsratsvorsitzender. Mit großer Mehrheit wurde er bei der jüngsten Dekanatsratsvollversammlung im Pfarrheim zu Oberpleis gewählt. Er trat damit die Nachfolge von Bernhard Plümpe an, der nach achtjähriger Tätigkeit auf eine Wiederwahl verzichtete. Auch Günter Schlüter legte sein Amt als Geschäftsführer und Kassierer nieder. Diese Posten werden demnächst innerhalb des neuen Vorstandes neu besetzt. Als neue Vorsitzende wurde auch Ursula Voll vorgeschlagen. Doch diese lehnte eine Annahme als erste Vorsitzende ab, ließ jedoch das Amt der stellvertretenden Vorsitzenden offen. Sie wird nun Franz-Hubert-Werner Sand vertreten. Pfarrer Willi Müller aus Oberpleis, der auch das Amt des Dechanten bekleidet, dankte Bernhard Plümpe und Günter Schlüter mit einem Geschenk für ihre engagierte Tätigkeit im Weinberg des Herrn. Als Beisitzer werden Ekkehard Klaebe und Katharina Klann fungieren. Franz-Hubert-Werner Sand, der bisher im Beirat mitwirkte, wird auch das Dekanat bei der Vollversammlung des Diözesannrates vertreten.

Neue Kassenprüfer wurden Hermann-Josef Hermes, Günter Schlüter und Wilhelm Rölwer. Michael Faßbender, der den Sachausschuß „Kirchenmusik" leitet, sagte in seinem Bericht, daß es in den Pfarrgemeinden des Dekanates 17 Kirchenchöre mit etwa 500 Sängerinnen und Sängern gibt. Das Dekanat Königswinter sei das Einzige im Erzbistum Köln mit einem Sachausschuß „Kirchenmusik". Auch in der kommenden Legislaturperiode wird es wieder vier Sachausschüsse geben: „Caritas und Soziales", Ehe und Familie", „Jugend" und „Kirchenmusik". Felicitas Weich berichtete über die Arbeit des Jugendausschusses, der sich in der vergangenen Amtsperiode von 1986 bis 1990 71-mal traf. Anfangs wirkten 12 Pfarreien mit, heute sind es nur noch neun. Besonders gut besucht waren die Kreuzwege und die Adventsmessen. Durch seine Versetzung schied bereits nach vier Monaten Dekanatsjugendseelsorger Thomas Bergenthal aus. Für ihn hat sich bis heute kein Nachfolger gefunden. Nach einem Jahr legte auch Annette Otzipka ihr Amt nieder. Felicitas Weich wurde Nachfolgerin. Viermal im Jahr tagte der Caritas-Ausschuß, über den Dyneke Jennis sprach.

Eckehard Klaebe, der über den Ausschuß „Ehe und Familie" referierte, teilte mit, daß bis Ende vergangenen Jahres 441 Brautpaare die Ehevorbereitungsseminare besuchten. Allein im Jahre 1989 waren es 86. An diesen Kursen nehmen auch Paare von außerhalb des Dekanates teil. Für die Brautpaare verfügt der Ausschuß in Zusammenarbeit mit dem Borromäusverein über ein Bücherangebot. Auch 1990 werden die Eheseminare, insgesamt zehn, weiter durchgeführt, bisher mit 32 Paaren. Der scheidende Vorsitzende, Bernhard Plümpe, gedachte in seinem letzten Rechenschaftsbericht des verstorbenen Dechanten Franz Padberg aus Bad Honnef. Nach einem Gebet für den Verstorbenen stellte er der Versammlung den neuen Dechanten Willi Müller aus Oberpleis vor. Zum Abschluß seiner Rede rief er alle Mitmenschen, ob Ausländer, Aussiedler oder „Eingeborene" auf, miteinander zu leben und sich nicht gegenseitig auszugrenzen. „Setzen Sie sich dafür ein, daß Flüchtlinge, Aussiedler und Asylbewerber in unseren Gemeinden auf- und angenommen werden." Günter Schlüter legte die Jahresrechnung 1989  und den Haushaltsplan 1990 vor, die beide angenommen wurden. Ewald Kruft bestätigte eine einwandfreie Kassenführung. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 14 vom 05.04.1990; Foto und Text: Günther Steeg
Zur Verfügung gestellt von
Rudolf Pieper (SZ)
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Katholische Kirche Oberpleis Presseberichte Presseberichte 2 (ab 1990 bis 2000)
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