Aufnahme: 1989

Christa Neumann, Pastoralassistentin

Nachdem ich mich nun ein bißchen in Oberpleis eingelebt habe, ist es an der Zeit, mich im großen Kreis der „Pfarrfamilie“ vorzustellen.

Mein Name ist Christa Neumann, ich bin 33 Jahre alt und werde hier als Pastoralassistentin bzw. -Referentin (nach meiner Berufseinführungszeit) voraussichtlich für fünf Jahre tätig sein. Aufgewachsen bin ich (ebenso wie Pater Alvin) in einer großen Familie mit sechs Geschwistern in Hochdahl bei Düsseldorf. Die dortige Pfarrgemeinde St. Franziskus ist mir auch geistige Heimat geworden und hat stark meine Lebensorientierung mitgeprägt.

Um mit Menschen auch beruflich viel in Kontakt zu sein, ihre Freuden und Sorgen zu teilen und gemeinsam nach einem guten Lebensweg zu suchen, habe ich zunächst begonnen, Psychologie zu studieren. Während dieser Zeit wuchs aber weiter das Anliegen in mir, auch im Glauben zu wachsen, mehr über die Geschichte Gottes mit uns Menschen und besonders Jesu Wort und Wirken zu erfahren. Aus diesem Grunde nahm ich nach dem Grundstudium in Psychologie dazu noch das Theologiestudium an der Bonner Universität auf.

Jahre des Lernens, geistiger Auseinandersetzungen und praktischen Engagements in der Studentengemeinde folgten. Während dieser Zeit verdiente ich meinen Lebensunterhalt als Nachtschwester in der Kinderneurologischen Klinik in Bonn (Gustav-Heinemann-Haus) auf einer Station für körperlich und geistig behinderte Kinder. Das war für mich ein sehr bodenständiger Ausgleich zum Studium, der mich die Größe der „kleinen Schritte“ zum Leben und die Grenzen unserer menschlichen Fähigkeiten sehen lehrte.

Nach Abschluß der beiden Studiengänge bin ich nun seit 1987 im kirchlichen Dienst tätig, wobei ich bereits in zwei Gemeinden (in Köln-Ehrenfeld und Dormagen-Hackebroich) erste Erfahrungen in der pastoralen Arbeit sammeln konnte. Auf diesem Weg bin ich also nun in Oberpleis „gelandet“ und werde zusammen mit Pastor Müller und Pater Alvin das Gemeindeleben hier mitgestalten. Meine Aufgabenbereiche sind noch nicht eng umgrenzt festgeschrieben (es bleibt noch Raum für Ideen!), aber eine erste Orientierung haben wir schon vorüberlegt.

Neben gemeindetechnischen Aufgaben (Mitarbeit bei der Firmvorbereitung, den ökumenischen Gesprächen, der „Glaubenswoche“ u.ä.), der Gestaltung von Gottesdiensten – speziell auch den vielen Schulgottesdiensten – sowie einem Hineinwachsen in die Jugendarbeit, habe ich vor allem die reizvolle Aufgabe bekommen, für die vielen jungen Erwachsenen (die 20 bis 35-jährigen) in dieser Gemeinde eine Ansprechpartnerin zu sei. Wenn Sie also zu diesem Personenkreis gehören und Interesse an Begegnungs- und Gesprächsmöglichkeiten in der Gemeinde haben, so melden Sie Sich doch einmal bei mir. Ich bin dankbar für jede Anfrage und Anregung, die mir von Ihnen entgegenkommt. Im Allgemeinen kann ich sagen, daß ich mich in Oberpleis schon recht wohlfühle. Ich freue mich darauf, Sie – die Menschen, die diese Gemeinde mit Leben erfüllen – kennenzulernen und mit Ihnen zusammen hier zu leben, zu feiern und zu arbeiten.

Quelle
Pfarrfamilie Nummer 5, Oktober/November 1989
Zur Verfügung gestellt von
Edith Jarzombek / Pfarrarchiv St. Pankratius Oberpleis
Räume & Galerien
Katholische Kirche Oberpleis Presseberichte Presseberichte 1 (bis 1989)
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