Michael Faßbender, geb. am 7.10 1952 in Bad Godesberg, ab 1.9.1982 neuer Kirchenmusiker unserer Gemeinde, stellt sich vor:

Aufnahme: 1982

Michael Faßbender, geb. am 7.10 1952 in Bad Godesberg, ab 1.9.1982 neuer Kirchenmusiker unserer Gemeinde, stellt sich vor:

Vor einigen Tagen hat mich Herr Kaplan Bunse gebeten, ich solle mich doch mit einigen Zeilen in der "Pfarrfamilie" der Gemeinde in Oberpleis vorstellen. Ich versprach ihm, dies zu tun, doch als ich mich dann hinsetzte, bemerkte ich, daß so ein Vorhaben gar nicht so einfach ist. Womit fängst du an? Interessiert das überhaupt jemanden? Nun, ich will es versuchen und mit dem beginnen, was mich letztlich nach Oberpleis geführt hat. Als 8-jähriger Junge wurde ich in meiner Heimatgemeinde Lannesdorf Meßdiener, und bald begann ich, mich für den Klang der Orgel in unserer Kirche zu interessieren.

Irgendwann erklärte ich meinen Eltern: "Ich werde Organist! ", so wie andere Jungen in meinem Alter vielleicht sagten: "Ich werde Lokomotivführer!" Doch da ich diesen Berufswunsch in der folgenden Zeit öfters wiederholte, kauften meine Eltern ein Klavier und ich bekam die ersten Stunden. Meine Schwester und meine drei Brüder spielten ebenso Musikinstrumente und mit Klarinette, Blockflöte, Akkordeon und Klavier hatten wir zeitweilig ein richtiges "Hausorchester". Nach der Mittleren Reife begann ich, an der Bischöfl. Kirchenmusikschule in Aachen Kirchenmusik zu studieren. Hier bekam ich eine umfangreiche Ausbildung, und ich lernte, daß es mit dem Orgelspielen alleine in diesem Beruf nicht getan ist. Den Gemeindemitgliedern, vom 8-jährigen Grundschüler bis zum 70-jährigen Senior zu helfen, als Chormitglied oder einfacher Gottesdienstbesucher, Gott im Gesang zu loben, erforderte doch einiges mehr.

Nach bestandenem Examen machte ich 1973 in der Eifel gemeinde Hellenthal meine ersten beruflichen "Gehversuche". Bevor ich jetzt nach Oberpleis kam, war ich 5 Jahre in Oberwinter Kirchenmusiker und Küster. Hier wuchs besonders meine Freude an der Chorarbeit. Ich rief einen Kinderchor zurück "ins Leben" und gründete einen Jugendchor. Mit dem dortigen Kirchenchor habe ich eine Vielzahl von Chorwerken einstudiert. Auf meine Arbeit hier in Oqerpleis freue ich mich besonders, weil ich nicht alleine hier hinziehe. Meine Braut Gisela und ich werden im Oktober auf der Insel Nonnenwerth heiraten und am dortigen Gymnasium wird sie als Lehrerin arbeiten. Für uns beide bitte ich Sie um Ihre Hilfe, damit wir vielleicht irgendwann "richtige Oberpleiser" werden.

Quelle
Pfarrfamilie Nr. 5, Oktober - November 1982;
Zur Verfügung gestellt von
Michael Faßbender
Räume & Galerien
Katholische Kirche Oberpleis
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