Aufnahme: 1980
Kolpingsfamilie Oberpleis reiste 1980 Jugoslawien und 1981 nach Südnorwegen
Studienfahrt der Kolpingsfamilie Oberpleis nach Jugoslawien 1980.
Ziel unserer neuntägigen Busreise Opatija an der Adriaküste in Jugoslawien. Am 6.9. ging es früh in Oerpleis los. Erste Rast war am Rasthaus im Spessart. Weiter ging die Fahrt vorbei an Nürnberg, über die Donau, an Hopfenfeldern bis Allershausen vor München. Hier wurde zu Mittag gegessen. Bei Kiefersfelden ging es nach Österreich. Sehr schön war nun die Fahrt über Ellmau, Kitzbühel bis zu unserem ersten Tagesziel Mittersill. Am nächsten Tag fuhren wir durch den Felbertauerntunnel und über den Gallbergsattel. Im Lerchenhof bei Hermagor gab es ein gutes Abendessen. Bei Tarviso fuhren wir über die Grenze nach Italien. Über die Autobahn Udine-Triest und die Grenzstation Kozina erreichten wir unser Ziel Opatija. Unser Hotel lag direkt am Meer. Nach der etwas schwierigen Zimmerverteilung besuchten wir eine Abendmesse.
Danach überreichte unser Reiseleiter zwei Gitarren und Noten für den dortigen Kinderchor der katholischen Kirche. Montags ging die Fahrt südlich über Rijeka an der Küste vorbei bis Senj. Landeinwärts erreichten wir den National-Park Plitvicer Seen. Eine einheimische Reiseleiterin führte uns bei der Bootsfahrt und beim Gang über die Knüppelstege an den herrlichen Wasserfällen vorbei . Unvergeßlich, das klare blau-grüne Wasser der Seen, mit versteinerten Baumstämmen und vielen Fischen in einer wunderschönen Landschaft. Lustig fanden wir die Erklärungen unserer jungen Reiseführerin, wie etwa: "Ein schönes Blick", oder wenn sie uns abends eine "leichte Nacht" wünschte.
Dienstags besuchten wir Triest und wurden durch das Schloß Miramare geführt. Anschließend besichtigten wir das Gestüt Lipica und erlebten die Vorführungen mit den
rassigen Pferden. Danach fuhren wir nach Postojna zu den Adelsberger-Grotten. Mit einem Bähnchen ging es zwei km tief in den Berg hinein. Dann führte man uns durch die gewaltigen Tropfsteinhöhlen mit ihren wunderbaren Gebilden, unter anderem durch den roten Saal, den Spaghettisaal und den Konzertsaal. Hinaus fuhren wir wieder mit dern Bähnchen.
Mittwochs war für uns ein freier Tag. An diesem Tag war einmal kein Badewetter. So hatte man die beste Gelegenheit, den Badeort Opatija und seine Umgebung zu erkunden. Donnerstags ging die Fahrt bei sonnigem Wetter nach Venedig. Wir spazierten durch die engen Gassen bis zum Markusplatz. Dort begann eine eineinhalb Stunden lange Bootsfahrt durch den Canale Grande und an der Insel Lido vorbei. Danach besichtigten wir eine Glasbläserei. Ein Glasbläser zeigte seine Kunst, indem er in zwei Minuten eine kunstvolle Pferdefigur aus Glas herstellte.
Nach der Besichtigung des Markusdomes, spazierten wir zur Rialtobrücke. Von dort fuhren wir mit dem Linienboot zurück in die Nähe des Parkplatzes. Dabei wurde ein Mitfahrer durch ein offenes Fenster vom Wasser des Canale Grande ausgiebig erfrischt. Den letzten freien Tag in Opatija nutzten einige zum Baden und andere unternahmen Bootsfahrten an der Küste entlang. Gemütlich saß man dann in den Gaststätten am Meer. Gelegenheit zum Tanz hatte man in unserem Hotel.
Samstags nahmen wir dann Abschied von Opatija. Eine Mitfahrerin hatte Geburtstag und spendierte während der Fahrt eine Runde Frascati-Wein an alle Mitreisenden. Das erinnerte uns noch einmal an die schöne Romreise im vergangenen Jahr. Bei einem Abstecher nach Carnia hatte man noch Gelegenheit zum letzten Einkauf in Italien.
Zurück ging es diesmal über den Plöckenpaß. Auf der GaiIberghöhe machten wir eine Kaffeepause. Ober Lienz und den Felbertauerntunnel erreichten wir wieder Mittersill.
Am letzten Tag ging die Fahrt von Mittersill über Kitzbühel, Ellmau und Kirchbichl zur Grenze. Mittagessen gab es wieder in Allershausen. Nachmittags, nach einigen Staus auf der Autobahn, machten wir unsere letzte Kaffeepause in der Raststätte Weibersbrunn.
Unsere Reise endete am Sonntagabend in Oberpleis. Dank gebührt wieder einmal dem Planer und Organisator der schönen Kolping.Reisen, Andreas Müllenholz. Vergessen sei auch nicht die Arbeit seines Assistenten, J. Meurer und die sichere Fahrt des Busunternehmers Krautscheid, der trotz schwieriger Situationen uns sicher nach Hause brachte. Wir freuen uns schon alle auf die Norwegen-Studienfahrt, die im Mai nächsten Jahres stattfinden soll.
Hilde
Kolpingsfamilie reiste 1981 nach Südnorwegen 1981.
Ins Land der Felsen, Fjorde und stimmungsvollen Seen führte eine Studienfahrt, die das Kolpingsbildungswerk vom 21. bis 30. Mai 1981 mit 70 Teilnehmern in zwei Autobussen durchführte. Sie wurde in allen Einzelheiten vom Sachbereichsleiter Kultur und Freizeit der Kolpingsfamilie Oberpleis, Andreas Müllenholz, geplant und organisiert. Josef Meurer, verantwortlicher Begleiter des zweiten Reisebusses, unterstützte ihn dabei.
Das Ziel des ersten Tages war Kiel. Eine Nachtfahrt mit der Fähre über das Kattegat brachte die Teilnehmer nach Göteborg in Schweden. Die Hauptstadt Norwegens, Oslo, erreichte man am späten Abend des 22. Mai. In eineinhalb Tagen wurden u. a. besichtigt: das Rathaus, die Vigelandsanlage im Frogner-Park mit ihren vom norwegischen Bildhauer Gustav Vigeland geschaffenen (1869—1943) Skulpturen von Menschen und Tieren aus Stein, Eisen und Bronze, das Skimuseum auf dem berühmten Holmenkollen mit seinen ältesten bekannten Skiern und Teile der Polarausrüstungen der Forscher Nansen und Amundsen und auf der Museumshalbinsel Bygdoy Wikingerschiffe aus dem 8. Jahrhundert, das Polarschiff „Fram", das Nansen, Soerdrup und Amundsen zu Forschungszwecken diente sowie das Holzfloß Thor Heyerdahls, mit dem er 1947 mit fünf Kameraden vom peruanischen Hafen Callao nach Polynesien segelte.
Danach ging es zum nächsten Tagesziel auf dem Weg nach Bergen. Die Sicht auf die unheimlich wirkenden schneebedeckten Felsen, die noch teilweise vereisten Bergseen, auf die vielen mächtigen, in Kaskaden zu Tal stürzenden Wasserfälle, den kargen Pflanzenwuchs auf den Höhen, die tief liegenden grünen Täler, von Flüssen durchzogen und reich an Stromschnellen, konnte bequem vom Bus aus erfolgen. Die Zwischenübernachtung war in Grindsheim, einem komfortablen Touristenhotel auf dem Fillfjjell. Musik und Tanz sorgten für rege Unterhaltung bis in die Nacht hinein.
Der 25. Mai ließ die Reiseteilnehmer wieder die herrliche Landschaft vom Bus aus erleben. Zwecks Besichtigung der auf dem Weg nach Bergen liegenden Stabkirche bei Borgund (errichtet um 1150) wurde ein Halt eingelegt. Eine zweistündige Fährfahrt von Revnes über den Sogne- und Naeroydalfjord nach Gudvangen schloß sich danach an. Das Ziel des Tages, Bergen, wurde am späten Abend erreicht. Der folgende Vormittag stand zur freien Verfügung. Der Nachmittag war mit Führungen durch die alte Hansestadt ausgefüllt. Die „Bryggen", auf denen früher die Höfe der deutschen Kaufleute standen, ließen die alte Hanse wieder aufleben. Das Haus des Komponisten Edvard Grieg, etwas außerhalb in ländlicher Idylle gelegen, war eine Besichtigung wert.
Am 27. Mai ging die Reise weiter in Richtung Kristiansand mit Zwischenübernachtung auf dem Haukelifjell. Die Fahrt führte wieder an herrlichen Felsen, Wasserfällen, Seen und Flüssen vorbei und durch satte Täler, in denen Herden von Schafen, Ziegen und Rentieren weideten. Sie wurde durch eine Fährfahrt über den Utnefjord angenehm unterbrochen. In Kristiansand legte die Fähre nach Mitternacht (28./29. Mai) ab und brachte die Fahrzeuge und Reiseteilnehmer in vierstündiger Fahrt über das Skagerak nach Hirthals in Dänemark. Nach einem gemeinsamen Frühstück im Seemannsheim Hanstholm erfolgte die Weiterfahrt. Ziel des Tages: Bad Segeberg, Hotel Intermaar. Mit der Heimreise am nächsten Tag, dem 30. Mai, ging diese schöne Reise zu Ende. Am 3. Juli kommen alle Reiseteilnehmer im „Tannenhof" in Bellinghausen wieder zusammen. Anhand von Fotos wird dann die Fahrt noch einmal nachvollzogen.
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